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Presse Schuljahr 2007/08

Neue Jugendnaturschutzberater an der PGS geehrt

14 Schülerinnen und Schüler der achten Klassen setzen sich in besonderer Weise für die Umwelt ein / Biologische Vielfalt vermitteln

»Es ist sehr erfreulich, dass es an unserer Schule Schülerinnen und Schüler gibt, diee sich mit dieser Projektarbeit in besonderer Weise für den Erhalt der Schöpfung einsetzen«, begrüßte Gerhard Wittkugel, Schulleiter der Dasseler Paul-Gerhardt­-Schule, die geladenen Gäste zur Ehrung der neuen Jugendnaturschutzberater.

Dassel (oh). Gabriele Köppe, Geschäftsführerin der NABU-Landesgeschäftsstelle Niedersachsen, Dr. Volker Thomsen, Vorsitzender des NABU­Kreisverbandes Northeim, und Karl-Eduard Schütz, Vorsitzender der NABU-Ortsgruppe Ein­beck-Dassel', freuten sich, auch in diesem Jahr wie­der neue Jugendnaturschutzberater an der PGS begrüßen zu können. Frau Köppe blickte auf die inzwischen schon lange bestehende Zusammenar­beit mit der PGS zurück und beglückwünschte die Jugendlichen zu ihrer Ausbildung. Sie sprach ihnen Mut zu, Erlerntes nun auch anzuwenden und weiterzutragen. Dr. Thomsen wies auf die besondere politische Verantwortung der Natur­schutzarbeit des NABU am Beispiel der aktuellen Diskussion um den geplanten Gipsabbau am Ravensberg hin. Karl-Eduard Schütz freute sich, dass durch den beruflich bedingten Fortgang von Axel Keusemann, dem bisherigen Projektbetreuer, die Jugendnaturschutzberaterausbildung von Ralf Tost übernommen wurde und weitergeführt wird. Die Jugen(lnaturschutzberater können dazu bei­tragen, Jugendlichen etwas über die Bedeutung der biologischen Vielfalt für den Menschen zu ver­mitteln. An praktischen Beispielen können sie zei­gen, was zu tun ist, um naturnahe Lebensräume zu erhalten oder neue zu erschaffen. Unterstützt wird die Schule dabei vom NABU-Landesverband und von der Ortsgruppe Dassel-Einbeck. Erstmalig wurde an der PGS die Ausbildung zum Jugendnaturschutzberater 2001/02 für den neunten Jahrgang angeboten. Inzwischen ist das Projekt in der achten Jahrgangsstufe verankert, und mit der diesjährigen Ehrung wurden in den letzten Jahren immerhin rund 100 Schüler an der PGS zum Jugendnaturschutzberater ausgebildet. Einmal wöchentlich und somit insgesamt etwa 32 Doppelstunden haben die Jugendlichen aufge­bracht, die Ausbildung zu durchlaufen. Fünf The­menbereiche standen dabei in diesem Jahr im Vor­dergrund: Kenntniserwerb zu ausgewählten ­Tierarten, Einsichten in die Okologie von Lebensräumen, Bedeutung von Natur- und Umweltschutz, praktische Arbeiten zum Artenschutz und zur Schaffung von Lebensräumen und schließlich auch Pflegearbeiten wie Nistkastenkontrollen und Kopfweidenschnitte. Die dreitägige Exkursion zum Thema »Natur erleben« auf Gut Sunder in der Nähe von Winsen an der Aller bildete den Höhe­punkt und Abschluss des Projekt­jahres. Neben Naturerfahrungsspielen, Gewässerökologie am Fließgewässer und dem Kennt­niserwerb zu Lebensnetzen standen geführte Fledermauswanderungenauf dem abwechslungsreichen Programm. Und auch Natureinflüsse in Form eines Unwetters mit Starkregenfällen, die den Zeltplatz in wenigen Minuten unter Wasser setzten, mussten gemeistert werden, sie konnten die insgesamt positiven Exkursionserfahrungen nicht trüben. In diesem Schuljahr wurden auf dem Schulgelände der PGS besondere Vorhaben realisiert.Der Holzunterstand der ehemaligen Photovoltaikanlage – sie wurde im August letzten Jahres leider entwendet – sollte einer neuen Nutzung zugeführt werden. Mit Hilfe von Olaf Hettling ist aus  Naturmaterialien ein Insektenhotel entstanden. Holzwände und –türen mussten eingesetzt werden, Lehmsteine wurden mit Lehmputz vermauert, Weidenstöcke eingeflochten, Strohmaterialien verfüllt und Bruthöhlen gebohrt.Dies waren Arbeitsgänge, die zur Fertigstellung des Naturhotels durchgeführt werden mussten. Unterhalb des Insektenhotels haben die Jugendnaturschutzberater aus Sollingplatten und Erdfüllungen eine Trockenmauer aufgeschichtet. Somit ist ein weiterer wertvoller Lebensraum für wärmeliebende Planzen- und Tierarten, beispielsweise Mauerpfeffer, Sonnenröschen, Eidechsen und Laufkäfer, entstanden. Und manche Insektenart kann nun wohl wählen zwischen Insektenhotel oder Trockenmauer. Als Jugendnaturschutzberater haben sich qualifiziert: Daniel Kloskowski, Laura Kohler, Melanie Voss, Tirsa Hasselmann, Julia Henne, Annkathrin Possner, Robin Henne, Rica Radtke, Svenja Sokolowski, Tatjana Liehr, Nicolas Pfaff, Tobias Müller, Frederik Kather und Michelle Baumert. 

12.Juli 2008


Gute Stimmung beim Sporttag der Paul-Gerhardt-Schule

Urkunden und Siegerehrung standen am Ende der Veranstaltung - doch zunächst erlebten die rund 900 Schüler der Paul-Gerhardt-Schule einen Sport­tag, organisiert von der Sportfachschaft. In ver­schiedenen Mannschaftssportarten wurden jahr­gangsgebundene Turniere durchgeführt, und so versuchten sich die Schüler in Fußball, Basketball, Beachvolleyball, Völkerball und Volleyball. Dabei machten auch die Austausch-Schüler aus Amerika mit, ebenso wie die Rainald-von-Dassel-Schule. Schulleiter Gerhard Wittkugel freute sich besonders über die Kooperation im Schulsanitätsdienst mit der Rainald-von-Dassel-Schule. Den Sporttag stufte er als gelungene Aktion ein, bei der die Schüler mit Eifer, aber auch mit Freude am Miteinander dabei seien. Selbst Trikots hatten sich die Schüler organi­siert. Gespielt wurden die Sportarten, die im Unter­richt eingeübt wurden. Die Stimmung war ausge­sprochen gut, und die Schüler hatten Spaß am Sport auf dem Platz oder auch in der Halle. Im Jahr zuvor war der Paul-Gerhardt-Gedächtnislauf organisiert worden.

10.Juli 2008

 


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»Ich gehe jetzt anders auf hilfsbedürftige Menschen zu«

Positive Erfahrungen gemacht: Neunte Klassen der Paul-Gerhardt-Schule beschäftigten sich intensiv mit Diakonie

138 Schüler der Paul-Gerhardt-Schule in Dassel haben im Profilkurs Diakonie im Jahrgang 9 ihre praktische Phase absolviert, sie berichten größ­tenteils positiv über ihre Erfahrungen. In ganz unterschiedlichen Einrichtungen mit sozial­diakonischer Ausrichtung konnten sie dank des großen Entgegenkommens der Häuser in die Lebenswelt von Menschen blicken, die ihnen in ihrem normalen Schulleben oft verschlossen bleibt.

Dassel (oh). Die Paul-Gerhardt-Schule Dassel hat im vergangenen Schuljahr dieses neue Profil Diakonie im neunten Jahrgang unter der Projekt­leitung von Kathrin Muhs-Braun eingeführt. Ein ganzes Jahr setzten sich die Schüler nun mit Fra­gen rund um die Diakonie auseinander. Zunächst konzentrierte sich der Unterricht auf theoretische Aspekte. Sowohl biblische und historische als auch aktuelle Annäherungen wurden gewagt. Im weiteren Verlauf legte das Konzept aber sehr viel Wert auf lebenspraktische Erfahrungen. Einige Einrichtungen wurden ein­geladen, und die Mitarbeiter berichteten über ihre Arbeit, beispielsweise in der Schuldnerberatung, im Seniorenheim, in der Lebenshilfe, über ihr Selbstverständnis als Diakon und ihren Auftrag in der Erziehungsberatung. Die entscheidenden und prägenden Erfahrungen konnten die jungen Men­schen aber in der praktischen Phase machen. 138 Schüler aus fünf neunten Klassen wurden in den Landkreisen Northeim und Holzminden von engagierten Praktikumsbetreuern unterstützt. Dafür gebühre ihnen großer Dank, erklärte Kathrin Muhs-Braun. So hatten die 15 Jährigen die Möglichkeit, Empathie zu erwerben für Men­schen in besonderen Lebenslagen. Sie wurden dahin gehend sensibilisiert, dass sich Menschen mit ihrer Kraft in bewundernswerter Weise für das Wohlergehen jener Menschen einsetzen, die sich selbst nicht helfen können oder Hilfe benöti­gen. So konnten die Schüler in verschiedenen Altenheimen, bei den Grünen Damen im Kran­kenhaus in Holzminden, in Kindergärten, in den Harz-Weser-Werkstätten, in den Gemeinden oder auch im Umweltbereich beim Förster und in vielen anderen Bereichen tätig werden. Lobens­wert war auch das Engagement einiger Schüler, die eigeninitiativ wurden und Kinderspielkreise ins Leben riefen oder sich eigenverantwortlich in der Hausaufgabenhilfe im Grundschul- oder Förderschulbereich einbrachten. Aus den Berichten und Wandzeitungen, die die Schüler im Anschluss an ihr Praktikum anfertig­ten, sei neben der methodischen Kompetenz vor allen Dingen deren Zuwachs an personaler Kom­petenz spürbar geworden, so Projektleiterin ,Muhs-Braun. Selbstbewusstsein, Offenheit und Mut zur weiteren Handlungsbereitschaft waren die Ziele, die bei den meisten jungen Menschen erreicht wurden. Diakonisches Lernen sei gerade für Schule in Trägerschaft der evangelischen Kir­che ein wichtiger Baustein, der die Orientierung am christlichen Menschenbild schärfe und auf­rufe, weiter füreinander da zu sein, betonte sie. Im Rahmen dieses Profils entwarf eine Projekt­gruppe unter der Leitung von Cornelia Ehling und Elizabeth Oer durch den fächer­übergreifenden Unterricht »Diakonie und Dar­stellendes Spiel« ein beeindruckendes Theater­stück, dessen heitere und tiefsinnige Einzelszenen unter dem Titel »So sind wir - so waren wir« zum Thema Kindheit, Jugend und Alter zu einer begeisternden Aufführung in der Aula der Paul-­Gerhardt-Schule führte. Dieses Stück soll auch in anderen Einrichtungen aufgeführt werden. Die Schule erhofft sich auch in den nächsten Jahren die Unterstützung der Einrichtungen.

05.Juli 2008

 


Mozart im Generationstreff

DASSEL - Die Schüler der 5d der Paul-Gerhardt-Schule erlernen seit Beginn des 5. Schuljahres das Instrument Blockflöte im Musikun­terricht. Nun neigt sich das Schul­jahr seinem Ende entgegen, und die Klasse 5d möchte einige Stücke im Rahmen des Generationentreffs Dassel präsentierten. Unter Anlei­tung ihrer Musiklehrerin werden verschiedene Musikstücke unter an­derem aus der „Zauberflöte" von Mozart geflötet und gesungen. Hier­mit bringt sich die PGS zusammen mit dem Evangelischen Internat Dassel als Mitglied des Generatio­nentreffs aktiv mit einer musikali­schen Darbietung ein. Die PGS und der Generationentreff laden zum Zuhören und Mitsingen ein am Frei­tag, 4. Juli, um 14 Uhr in der Aula der Hauptstelle der Paul- Gerhardt­-Schule.

29.Juni 2008

 


16 Amerikaner aus Troy in Michigan zu Gast in Dassel bei der Paul-Gerhardt-Schule

Foto: O. Philipp

Dassel, Goethe, Weimar und deutsche Fußballbegei­sterung haben die 16 Schüler aus Troy in Michigan, einem Vorort von Detroit, bereits kennen gelernt. Im Rahmen des »GAPP«, des »German American Part­nership Program«, sind sie seit dem 19. Juni hier bei Gastfamilien von Elft- und Zwölftklässlern der Paul-­Gerhardt-Schule, die zuvor in USA waren, für drei Wochen zu Besuch, erläuterte PGS-Lehrerin Ute Bei­schall (rechts), die sich seit 20 Jahren in diesem Pro­gramm engagiert, dieses Mal gemeinsam mit Kirstin Ernst. Die 15- bis 16-lährigen der Athens Highschool und der Paul-Gerhardt-Schule wurden jetzt mit ihren Lehrern Brigitte Catlin und Mary Zegers (neben Bei­schall) von Bürgermeister Gerhard Melching emp­fangen, der sie im Namen von Rat und Verwaltung begrüßte. Sehr umfangreich und freundlich erläuterte er den jungen Leuten dann den Charakter der Stadt, die historische Bedeutung durch Rainald von Dassel, die Umbruchphase durch den demografischen Wandel und künftige Projekte wie Bioenergie und Fernwärme, Straßenausbau und Seniorenzentrum. »Oh, dann kann ich ja kommen«, warf da sogleich Brigitte Catlin ein, eine gebürtige Deutsche. Im Namen der Schüler dankte sie für den erneuten tollen Empfang. Auch für die Freibadkarten-Geschenke der Stadt wurde gedankt. Über die Demokratie, die die USA nach 1945 den Deut­schen nahebrachte, sprach Melching ebenfalls. Ange­sichts von Guantanamo und dem Befürworten der Todesstrafe durch McCain und Obama scheine aber die Demokratie wieder gefährdet zu sein, gab er zu bedenken. »Ich finde es wichtig, dass wir darüber dis­kutieren.« Er wünschte den jungen Leuten, die noch nach Berlin, sowie in den Harz zum Grenzlandmu­seum reisen und durch den Solling zur Moosberg­hütte wandern werden, viel Vergnügen, dass »Sie Deutschland gut kennen lernen und dass Ihnen das deutsche Essen schmeckt.« Da gab es Diskussionen, und einige Schüler plädierten dann für deutsch-türki­sche Küche. Die Schüler durften sich auch im »Golde­nen Buch« der Stadt eintragen, bevor sie sich mit Informationsbroschüren über Dassel versorgten.

28.Juni 2008

 


 

»Höchsten Schulabschluss in Deutschland in der Tasche«

100 Abiturienten der Paul-Gerhardt-Schule erhielten ihre Reifezeugnisse / Viele Extra-Auszeichnungen für besonderes Engagement

Eingebunden in einen Gottesdienst mit Gospel ­und Schulbandklängen und begleitet von vielen guten Wünschen, erhielten jetzt 100 Schüler der Dasseler Paul-Gerhardt-Schule in der Markol­dendorfer Kirche ihre Abiturzeugnisse.

Markoldendorf (des)., »Zwischen Tür und Angel« hatten sich die jungen Leute als Motto dieser Abschlussfeier gewählt. Im neuen Lebens­abschnitt sei man vielleicht gezwungen, Türen aufzubrechen, vor verschlossener Tür zu stehen, an Türstehern nicht vorbei zu kommen und andere Wege zu suchen, philosophierten die Abi­turienten in kurzen Spielsequenzen. Selbstver­trauen, Gelassenheit, Optimismus, Mut, unbe­kannte Türen zu öffnen, Hartnäckigkeit und Neugierde, das waren die Eigenschaften, die sie sich dafür wünschten. Auch Schulleiter Gerhard Wittkugel ging in seiner Ansprache auf diese Thematik ein, brachte eine Fabel vom König, der einen Job an jeman­den vergeben wollte, der ein kompliziertes "Tür­schloss öffnen konnte, und wünschte den Absol­venten »Schlüsselqualifikationen«, ermunterte, neugierig zu bleiben, denn dies sei ein besonders spannender Moment: »Die ganze Welt steht Ihnen offen, die Palette der Wissenschaften, Stu­dien und Berufe. Bleiben Sie leidenschaftlich neugierig, behalten Sie die Lust, sich auf Neues einzulassen«, gratulierte er auch im Namen der Lehrer und dankte den Schülern sowie den Eltern und den Oberstufenkoordinatoren Tho­mas Gelück und Manfred Renger. Humorvoll stellten Anne Sprink und Konstan­tin Kuhle in ihrer Rede Abiturienten-Gefühle vor: »Wie fühlt sich eigentlich so ein Abitur an?« Ob es die Freude über den Abschluss sei, der künftig fehlende 45-Minuten-Rhythmus, das Fehlen vieler Lehrer-Eigenheiten, von denen Kuhle zur Heiterkeit des Publikums einige auf­zählte und Stolz auf das Geleistete? Die dankbar empfundene Wegbegleitung der Eltern über die Jahre und die Lehrer als »Mitschuldige am Abi­tur« benannte Anne Sprink. Auch allen anderen Kräften der Schule dankte sie. Heute sei man eine »bunte Mischung aus vielen Charakteren.« Ob daraus wohl in einigen Jahren die Karriere­frau und der Hausmann geworden seien? Gemeinsam sei ihnen: »Das Gefühl, fertig zu sein. Das Gefühl, zwischen Tür und Angel zu stehen. Abi, das ist das Gefühl, heute hier zu sein.« »Gestalten Sie die Welt mit, jetzt ist es Ihre Entscheidung. Ihr Leben in die richtigen Bahnen zu lenken«, gratulierte Katrin Bremer vom Schulelternrat. Und Arnd Rutenbeck, Leiter des angeschlossenen Internates, beglückwünschte ganz besonders auch die sieben Internats-Abiturienten. Nicht nur Wissensvermittlung, sondern auch Orientierung habe man den Schülern mitgeben und Kompass sein wollen. Dass es auch künftig Menschen geben möge, die in der neuen Lebensphase Kompass sein können, wünschte er den jungen Menschen. Übrigens zeige die Kompasssnadel immer nach oben, zu Gott. Glückwunsch und Anerkennung sowohl den Mitarbeitern der Schule als auch den Familien übermittelte Superintendent Heinz Behrends vom Kuratorium, der Fußball-Vergleiche brachte und Spieltaktiken der unterschiedlichen Länder: »Ich hoffe, die Zukunft ist spanisch: kein Spiel verloren, beständig kreativ und emotional« Und er fuhr fort: ».Jeder muss die Strategie, den Weg finden, der ihm gemäß ist.« Flexibilität und Kreativität seien gefragt. Vor der Zeugnisvergabe hatten bereits mehr­fach die Schulband mit Felicia Schönberner, Holger Boll, Edgar März, Lucas Bünger und Oli­ver Erlitz sowie der Gospelchor unter der Lei­tung Von Rolf Paplowski und Dr. Friedhelm Flamme an der Orgel für den musikalischen Rahmen gesorgt. 61 Schülerinnen und 39 Schüler erhielten ihre Zeugnisse. Der Durchschnitt lag bei 2,69, besser als im vergangenen Jahr, obwohl es doch nun mit fünf Prüfungsfächern schwieriger sei, erläuterte Renger. Zwölf Abiturienten hatten eine Eins vor dem Komma. Die besten Absolventen waren Anne Sprink und Tobias Götze mit einem Durch­schnitt von 1,2 und Konstantin Kuhle mit 1,3. Dieser wurde auch für sein Theater-Engagement mit einem Buchpreis geehrt sowie mit Sprink und Johannes von Dassel für seine Schülersprecher­-Arbeit. Auszeichnungen für hervorragende Leistungen in Französisch erhielten Philipe von Hardenberg, in Chemie Alexander Schmelev. Mit Buchpreisen der deutsch-physikalischen Gesellschaft wurden Julius Schmidt, Tobias Müller und Judith Reher­mann geehrt. Pappschlüssel, auf die die Gottesdienst-Besu­cher ihre guten Wünsche schreiben konnten, wurden anschließend mit zig Luftballons in den Himmel über Markoldendorf geschickt (Abitur 2008)

28.Juni 2008

 


Foto: Ehrenheim-Schmidt

 

Paul-Gerhardt-Schule: Überzeugendes Beziehungstheater

Keine Klassikerdialoge, sondern Alltagsgespräche waren jetzt auf der Bühne der Paul-Gerhardt-­Schule Dassel zu hören: 16 Szenen aus dem Bezie­hungsalltag besonders jüngerer Menschen, stellten 15 Schüler der neunten und zehnten Klassenstufe vor: Vom Rollenklischeedenken, bei dem man häu­fig vom Gegenteil überrascht wird, über Kinderbe­ziehungen beim Sandkastenspiel, dem Ablästern über Mitschülerinnen in deren Abwesenheit bis zur großen Liebe reichte das Spektrum. Der Zwi­schenapplaus und die heitere Reaktion auf Situa­tionen, in denen er und sie sich denn auch schwer tun beim ersten Mal mit dem anderen Geschlecht (»Morgen spreche ich sie an, morgen tu' ich's bestimmt«) und Gedankengänge vor dem ersten Rendezvous über Kleidungg und Gesprächsstoff äußern, zeigten,-wie sehr sich das Publikum wie­dererkannte. Auch gelang denn jungen Leuten in Mimik und Sprache eine überzeugende Darstellung dieser Alltagssituationen, des betont burschikos­männlichen Verhaltens ebenso wie des »tussihaft« weiblichen, der Liebe im Mittelalter und jener in 3.000 Jahren mit Retortengeschöpfen, die getraut werden mit »verkabelt, bis der Kurzschluss euch trennt.« Imponiergehabe wurde in einer gelunge­nen Waschsalon-Szene von zwei jungen Sportlern gezeigt, die sich dort vor zwei jungen Mädchen gleich auszogen, so dass ein ältliches Fräulein vor Scham umkippte (Foto). Gegen Ende Verzweiflung, weil seine große Liebe Schluss gemacht hatte. Er tröstete sich mit Schnaps. Dazu verfasst hatte die Projektgruppe »in toller Eigenleistung«, so Lehre­rin Elizabeth Oer, den versöhnlichen Rückblick eines alten Liebespaars: »So waren wir, so sind wir« - dies auch der Titel des Ganzen. Großen Schlussapplaus gab es und Blumen für die Team­leitung mit Der und Cornelia Ehling sowie Schau­spieler Rudolf Skora. Die Schauspiel-Arbeit war Teil des Diakonie-Projekts der Paul-Gerhardt-Schule, berichtete Oer. Man hoffe, dies auch noch an ande­ren Orten aufführen zu können. Es spielten Janine Adams, Martin Brodehl, Charlotte Hagenstein, Luca Gleitz, Franziska Heise, Dorina Hüser, Elisabeth Koch, Karoline Kitter, Tatjana Kovacevic, Julia Rengshausen, Lea Riemer, Marlena Schönberner, Linda Stuerzel, Katharina Wittenberg und Robert Worm.

28.Juni 2008

 


PGS-Schüler blasen Schweinelungen auf, lockern Körper und kaufen »faire« Produkte

Fotos: Ehrenheim-Schmidt

Während Svea, Andreas, Kevin und Marc über die Zusammensetzung von Schweineherzen Auskunft gaben, Martin Geschmackssinne auf die Probe stellte und Merlin Fischkreisläufe erläuterte, blies Marius eine Lunge auf und demonstrierte damit anschaulich unter dem Beifall der anderen Schüler die Größe eines Lungenvolumens. All das gehörte zur Projektpräsentation des Teams »Experimentie­ren und Sezieren« der Achtklässler der Paul-Ger­hardt-Schule Dassel. Acht Gruppen stellten jetzt ihre Jahresarbeiten vor, der verkürzten Schulzeit wegen nun in der achten Jahrgangsstufe. In den Projekten ging es schwerpunktmäßig um Umwelt und Gesundheit, erläuterte Leiterin Dagmar Schmidt, auch, um erneut das Zertifikat »Umwelt­schule in Europa« zu erhalten. Marie-Helen und Marie (Foto mit Dagmar Schmidt rechts) erzählten von der Vorbereitung, dem Wareneinkauf und der Eröffnung ihres »Eine-Welt-Ladens« im März, der in den Pausen von etwa 15 Schülern geführt wird. Ein Wasser- und Sandsackparcours sollte die schwere Bauernarbeit zeigen. Ebenfalls neu war die »Drama Class«, die zu Auflockerungs- und Improvisatonsübun­gen und damit zu mehr Körperbewusstsein anregte. Diese Gruppe wird am Donnerstag, 26. Juni, ab 19 Uhr ein Stück rund um Liebe in allen Alters- und Bezie­hungsstadien zeigen: »So waren wir, so sind wir.«; berichtete Elizabeth Oer. Kristina (links) und Lisa sowie Thomas (hinten) und Lukas stellten mit Janek und Tanja die Schülerzeitung »Scream Out« vor, die näch­ste Woche erscheint. Schulthemen sind hier ebenso enthalten wie Lieblingsbeschäftigungen. Auch mit Interview-Theorie befassten sich die angehenden Journalisten. Im nächsten Jahr soll) es eine Online­ Redaktion geben, verriet Dr. Kerstin Kähling. Enorm produktiv waren die Schüler von Ulla Feiste im Kunstbereich, die Werke in unterschiedlichsten Techniken zeigten: Fotobilder auf Leinwand, Linol­arbeiten, und auch von Mutigen einen Hand-Gips­abdruck machten. Vier von ihnen haben mit Erfolg am Landeswettbewerb des Kunstmuseums Celle teilgenommen: Annika Link, Luisa Meyer, Marie Groeneveld und Isabelle Laßmann. Bei Uwe Konietzkos Schülern, Projekt »Körper und Gesund­heit«, fand die Zubereitung von Cremes großes Interesse. Auch das Projekt »Naturschutzberater« mit Ralf Tost wurde wieder angeboten, und eben­falls umweltaktiv war eine »Task Force« unter der Leitung von Thomas Müller, die sich mit der Rena­turierung der Ilmeaue, Nistkästen und dem Insek­tenhotel befasste.

21.Juni 2008

 


 

PG-Schüler schulen Studenten

Rege Beteiligung am Smart-Board eingefordert / Fortsetzung der Arbeit gewünscht

 

Nicht nur die freie und lockere Art der Schülervorträge beeindruckte die angehenden Lehrer, sondern die souveräne Art der Schüler im Umgang mit dem Neuen Medium. Nach den Auftritten vor großem Publikum auf der diesjährigen CeBIT und der TectoYou im Rahmen der Hannover-Messe ging die Reise diesmal für Schüler der Paul-Gerhardt-Schule mit ihrer Lehrerin Birgit Witte an die Universität nach Bremen.

Dassel (oh). Nach einem informationsreichen und sehr interessanten Ideenaustausch zwischen Mitarbeitern der Universität, dem Redakteur Manfred Zmy des Schroedel-Verlages, dem Pro­jektleiter »>mobiles lernen-21« Herbert Jancke und Birgit Witte, seit 2001 Notebookprojektlei­terin an der Paul-Gerhardt-Schule, starteten Ronja, Paul, Philipp und Moritz vor kurzem ihre erste von drei Lehrveranstaltungen für ange­hende Lehrer in verschiedenen Fachrichtungen. Diese war für die Studentinnen und Studenten ein verpflichtendes Seminar zum »Lernen mit Digitalen Medien und Medienbildung im pädagogisch-didaktischen Kontext«. Nicht nur die freie und lockere Art der Schülervorträge beeindruckte die angehenden Lehrer, die bereits im siebten Semester waren, sondern die souveräne Art der Schüler im Umgang mit dem Neuen Medium. Dabei schlüpften die Sechst-Klässler der PGS in die Dozentenrolle und verlangten immer häufiger von »ihren« Studenten eine rege Beteiligung vorn am Smartboard, während sie Unterrichts­beispiele aus nahezu allen Fächern präsentierten beziehungsweise erarbeiteten. Das gipfelte in der letzten Lehrveranstaltung bereits in einer kleinen Schulung, in der Moritz, Paul, Philipp und Ronja jeweils eine Gruppe von Studenten um sich beziehungsweise die digitale Tafel scharten und je nach Fachwunsch wichtige Hin­weise zum Einsatz der Laptops im Unterricht geben konnten. Auf die Frage, wie der Unter­richt denn aussehe, wenn die Technik mal ver­sage, antwortete Paul ganz bestimmt: »Das ist kein Problem, dann helfen wir Schüler natür­lich.« Die Begeisterung war groß, einige der Studen­ten hätten sich mehrere solcher Veranstaltungen gewünscht. Das schätzte auch Dr. Berndt so ein, die sich bei allen Beteiligten bedankte und sich eine Fortsetzung der Arbeit an der Universität in Bremen wünscht. Sie wird im Rahmen ihrer Arbeit in der Arbeitsgruppe »Digitale Medien in der Bildung« (dimeb) an der Universität Bre­men eine offene Ganztagsschulung von Schülern für Studenten für das kommende Win­tersemester aufnehmen wollen.

19.Juni 2008

(weitere Fotos: O. Philipp) 


 

 

Für den Dialog der Kulturen: Theaterprojekt für Rainald-von-Dassel- und PG-Schüler

In anderer Weise als gewünscht endete das Thea­terstück »Die göttliche Odette« des Klecks-Thea­ters Hannover. Das Tournee-Projekt zum islamisch-­christlichen Dialog für Schüler hatten die Schulsozialarbeiterin der Rainald-von-Dassel­Schule, Doris Garbelmann, die Schulpastorin der Paul-Gerhardt-Schule, Brigitte Bittermann, und die evangelische Kirchengemeinde mit Pastor Martin Possner nach Dassel geholt. Die Schüler der neun­ten und zehnten Klassen der beiden Schulen erleb­ten dabei den »Tanz der Toleranz«. Das Theaterpro­jekt »Die göttliche Odette« thematisierte gelebte Religiosität und Glauben von Christen und Musli­men in Gestalt einer Liebesgeschichte unter Jugendlichen. Die Begegnung von christlicher und muslimischer Religion und Kultur forderte die Jugend­lichen heraus, eigene Verhaltensweisen und Werte zu hinterfragen. Odette ist fast 16 Jahre alt und spielt in der Theatergruppe ihrer Schule mit. Die Theatergruppe, geleitet von ihrem Vater, probt den Klassiker »Romeo und Julia« von Shakespeare. Die Theatergruppe will den Klassiker aktualisieren und interpretiert den Fami­lienstreit der Capulets und Montagues als Konflikt zwischen Christen und Muslimen. Odette ist evangeli­sche Christin und spielt Julia. Der Romeodarsteller Jamal kommt aus dem Irak und ist Muslim. Odette ver­liebt sich in Jamal, obwohl er bereits mit Gülay, einer türkischen Muslima, verlobt ist. Gülay wiederum ist die beste Freundin von Odette. Im Verlauf des Stücks gehen Theaterprobe und Wirklichkeit immer mehr in einander über. Das Stück warb für den Dialog der Kulturen und für einen Stopp des »Monologs der Sturen«. Religionen soll man aus der Nähe betrachten, Unterschiede kennen lernen. Vorurteile, Klischees, Konflikte, Liebe, Sehnsucht und Hoffnung eröffneten neue Perspektiven, gelebter Glaube wurde zur Sprache gebracht, ebenso gelebter Zweifel - alles mit Hilfe einer Liebesgeschichte. Pastor Martin Possner war bereits bei der Begrüßung überzeugt, dass das Stück begeistere und nachdenklich stimme. Damit behielt er Recht, es gab viel Applaus. Die Schüler haben das Thema nicht nur in Unterricht vorbereitet, sondern werden sicherlich auch im nachhinein darüber sprechen.

Fotos: Stöckemann

17.Juni 2008

Paul-Gerhardt-Schule schlägt Goetheschule mit 64:38

Dassel (oh). In einem freundschaftlichen Ver­gleich standen sich kürzlich die Basketball-AG der Goetheschule und der Paul-Gerhardt-Schule gegenüber. Die Gäste aus Dassel, taktisch gut ein­gestellt von Diplomsportlehrer Philipp Wehr­wein, siegten in einem teilweise hochklassigen Match eindeutig mit 64:38. Sie überzeugten mit einem geschlossenen Mannschaftsspiel während die Einbecker sich zu sehr in Einzelaktionen ver­zettelten. Allerdings war Maximilian Kuhle, über­ragender Spielgestalter der Goetheschule und ein Riesentalent, wegen einer Bänderdehnung nicht voll einsatzfähig. Mit einem gesunden Maximilian wollen die Einbecker aber in Dassel beim Rück­spiel den Spieß umdrehen, versprach ihre Betreuerin Katia Mösinger.

16.Juni 2008

 


„Göttliche Odette“ gastiert in Dassel

Theaterstück über das christlich-muslimische Verhältnis

DASSEL (st)-In der St. Lauren­tius-Kirche in Dassel tritt am morgi­gen Montagvormittag „Die göttli­che Odette" auf. Im Rahmen des Projektes „Islamischer Dialog" der evangelischen Kirche und der bei­den weiterführenden Schulen in Dassel, der Paul-Gerhardt- und der Rainald-von-Dassel-Schule, wird das Theaterstück vor den 9. und 10. Klassen der Schulen aufgeführt. „Die Schüler sollen verantwor­tungsvolle Erwachsene werden. Wir wollen in ihnen Verständnis für andere Religionen und Kulturen we­cken", sagt Brigitte Bittermann, Schulpastorin an der Paul-Gerhardt--Schule in Dassel.Odette ist 16 Jahre alt und spielt in der Theatergruppe ihrer Schule mit. Die Theatergruppe probt „Ro­meo und Julia". Während der Pro­ben verliebt sich Odette in den gleichaltrigen Jamal aus dem Irak. Odette ist evangelische Christin, Ja­mal Moslem. „Eine Situation, in die auch die Schüler hier in Dassel gera­ten können", sagt Doris Garbel­mann, Schulsozialpädagogin an der Rainald-von-Dassel-Schule.In dieser Liebesgeschichte treten christlicher und muslimischer Glau­be in Dialog und Konflikt, Klischees und Vorurteile werden als solche enttarnt. „Wir greifen das Thema auf, weil wir Vorurteilen und Kon­flikten vorbeugen wollen. Die Frage der Integration stellt sich hier in Dassel gar nicht", sagt Martin Poss­ner, Pastor der evangelischen Kir­chengemeinde Dassel. Die muslimi­schen Familien seien hervorragend integriert. „Zu besonderen Anlässen wie Gospel-Veranstaltungen kön­nen wir hier in der evangelischen Kirche auch muslimische Gäste be­grüßen", sagt Possner.Das Theaterstück ist ein Tournee-­Projekt der evangelisch-lutheri­schen Landeskirche Hannover, Ar­beitsstelle Islam und Migration, un­ter Schirmherrschaft der Landesbi­schöfin Margot Käßmann. Es richtet sich an alle 9. und 10. Schulklassen. Noch bis Januar 2009 tourt das En­semble durch Niedersachsen.

15.Juni 2008

 


Spanische Schüler zu Gast an der Paul-Gerhardt-Schule in Dassel

Zurzeit sind 27 Schüler der Escola Pia in Igualada in Katalonien zur Gast an der Paul-Gerhardt-Schule. Die 14- bis 16-Jährigen besuchen mit ihren zwei Lehrkräften die Schüler der 9e. Das Programm für die spanischen Gäste sieht das Kennenlernen von Dassel vor, ein Projekt zum Thema »Energie« steht an, ebenso wie Sport. Hameln wird bei einer Stadtführung erkundet, und vorgesehen sind der Besuch einer Glasbläserei und eine Kanu-Tour auf der Weser. Das Wochenende wird in den Familien verbracht. Das­sels Bürgermeister Gerhard Melching, der die Schüler­gruppe im Rathaus empfing, wünschte sich, dass die Gäste die Deutschen als freundliche und herzliche Menschen in Erinnerung behalten. Er stellte Dassel und seine Ortschaften vor und nannte den berühmten Das­seler, Rainald von Dassel. Dassels wirtschaftliche Seite erwähnte er ebenso wie die sozialen Strukturen. Für Familien sei man gut aufgestellt, meinte Melching Er bat die katalanischen Gäste, sich ins Gästebuch einzutragen. Fragen nach Arbeitsplätzen bei der Stadtverwaltung, dem Recycling oder dem Bürgermeisteramt beantwortete Melching bereitwillig. Bereits im Oktober waren die Paul-Gerhardt- Schüler zu Gast in Igualada. Kontakt wurde gehalten per E-Mail, die Verständigung erfolgt über Spanisch. Englisch und Deutsch.

14./15.Juni 2008

 


                                                                               

Polnische Schüler aus Posen wurden vom Bürgermeister empfangen

Zurzeit sind 20 Schüler aus Posen in Polen zu Gast an der Paul-Gerhardt-Schule. Sie wurden jetzt von Bürgermeister Gerhard Melching im Rathaus em­pfangen. Melching stellte die Stadt samt Ortsteilen mit ihren rund 11.000 Einwohnern vor, hob den berühmten Rainald von Dassel hervor und ging auch auf die wirtschaftlichen Schwerpunkte Das­sels ein. Dassel sei »klein, aber fein«, betonte er. Für das, was Deutsche dem polnischen Volk ange­tan hätten, entschuldigte er sich, obgleich er nicht die Verantwortung dafür trägt. Er wünschte den polni­schen Gästen einen schönen Aufenthalt und hoffte, dass sich bleibende Freundschaften zwischen den deutschen und polnischen Schülern entwickelten. Die polnischen Jugendlichen trugen sich ins Gästebuch ein und bedankten sich gleichzeitig für die gastfreundli­che Aufnahme. Lehrerin Edyta Sobcak übergab einen Reiseführer an den Bürgermeister. Die polnischen Schüler besuchen während ihres einwöchigen Auf­enthalts nicht nur Dassel, sondern auch das »Pha­eno« in Wolfsburg, Braunschweig und den Zoo in Hannover. Am Wochenende werden sie die deut­sche Lebensart in den Familien kennenlernen. Die deutschen Schüler waren bereits im vergangenen Herbst in Posen zu Gast. Angestrebt wird, dass der Austausch mit Posen zu einer festen Einrichtung wird.

7./8.Juni 2008

 


Austausch-Schwerpunkt bei Diakonie

Besuch aus Polen an der Paul-Gerhardt-Schule / Schüler machen gute Erfahrungen

Im Rahmen des Diakonie- und Umweltprakti­kums der zehnten Klassen waren jetzt Schüler und Lehrer aus der Nähe von Lublin/Polen an der Paul-Gerhardt-Schule zu Gast.

Dassel (oh). Das Diakonie- und Umweltprak­tikum ist an der PGS für alle Schüler der zehn Klassen verpflichtend. Im Rahmen dieses Praktikums konnte eine kleine Gruppe von Schülern im vergangenen Oktober an der Partnerschule in der Nähe von Lublin reisen und dort unterschiedlichste sozialdiakonische Einrichtungen kennen lernen. Jetzt waren Schüler dieser Schule in Dassel zu Gast, und sie haben, zusammen mit den betreuenden Lehrern Rolf Paplowski und Brigitte Bitter­mann, diakonische Einrichtungen in der Gegend und in Hannover besucht. Auf die Frage gegen Ende der Reise, was für sie am Beeindruckendsten war, gab es unter­schiedliche Reaktionen: »Bei euch ist alles sehr organisiert und abgesichert. Staat und Kirche geben viel Geld in diesem Bereich aus. Bei uns sind wir viel mehr auf ehrenamtliche Mitarbeit angewiesen.« »Ich konnte mir gar nicht vor­stellen, dass man mit gebrauchter Kleidung so viel erreichen kann«, hieß es beim Besuch des Ladens »Jacke wie Hose« in Uslar. »Dass wir im Kloster Amelungsborn gegessen haben wie die Mönche früher und dabei geschwiegen haben, fand ich gut.« »Ich fand es toll, dass uns zwei polnische Mitarbeiter von ihrer Arbeit im Annastift erzählt haben.« »Das Betreuungs­und Freizeitangebot im Evangelischen Inter­nat ist toll. Kann ich mich da auch anmelden?« »Wenn es eure alten Menschen in den Heimen so gut haben, bekommen sie dann überhaupt noch Besuch von ihren Familien?« »Mir ist der deutsch-polnische Austausch sehr wichtig, weil wir so eine Möglichkeit schaffen, noch bestehende Berührungsängste und Vorurteile abzubauen, und es gefällt mir, dass dass dieser Austausch mit dem Bereich Diakonie einen inhaltlichen Schwerpunkt hat«, sagte Ute Beischall, Beauftragte für den Schüleraustausch an der PGS. So haben Gäste und die Schüler der PGS viel gesehen und erfahren von der Arbeit im diakonischen Bereich, die Teilnehmer des Austausches haben Ideen und Gedanken aus­getauscht, kritische Fragen gestellt und auch bemerkt, wo es noch an manchem fehlt. Sie haben sich gefreut über die vielfältige Unter­stützung der beteiligten Eltern, ohne die Manches nicht möglich geworden wäre. In dieser Form hat dieser Austausch leider zum letzten -Mal stattgefunden, da wegen der `Ver­kürzung der Schulzeit auf zwölf Jahre das Praktikum in Zukunft anders organisiert werden muss.

2.Juni 2008

 


 

Professor stellte an PGS Optimierungs-Anwendungen vor

1982 absolvierte er sein Abitur an der Dasseler Paul­Gerhardt-Schule, jetzt kehrte Professor Dr. Martin Buhmann für einen Gastvortrag an seine Schule zurück. »Optimierung von Algorithmen« hieß das Thema, zu dem die Leistungskurse der zwölften Jahr­gangsstufe eingeladen waren sowie einige Elftkläs­sler. Die Optimierung sei ein Teilgebiet der Mathe­matik, erklärte engagiert und lebhaft der Professor der Universität Gießen, der auch am dortigen »Mathematikum«, am ersten mathematischen Mit­machmuseum der Welt, arbeitet. Die beste sportliche Leitung, das umweltfreundlichste Verhalten, die Funktionsweise von Schaltkreisen für DVD-Spieler, alles müsse optimiert werden, stellte der Professor anschaulich vor. Auch seinerzeit bei’ der Berliner Luftbrücke seien Wege und Zeiten minimiert worden.Hier kam eine Sonderform des Simplexverfahrens zur. Anwendung, die Transportaufgaben löst und die Methode an die Problemstellung anpasst. Ebenfalls sei Optimierung notwendig bei den Wegen der Großstadt-Müllabfuhr und beim Benzintransport zum Mond. Weiter ging es mit Parametern, Zielfunk­tionen, linearen und nichtlinearen Problemen: »Das ist eigentlich gar nicht schwer.« Im Hinblick auf das »Jahr der Mathematik« und um zu einem noch bes­seren Verständnis vieler Lebensprozesse mit mathe­matischem Hintergrund beizutragen, hatten Buh­manns einstiger Lehrer Thomas Gelück, sowie Schulleiter Gerhard Wittkugel den Vortrag organi­siert. Gelück machte auf eine Wanderausstellung des »Mathematikums« aufmerksam, die im kommenden Februar zu sehen ist.           

Ehrenheim/Schmidt

31.Mai 2008

 


„Ab ins Elfenland“

Luisa Meyer aus Dielmissen ist mit ihrer Elfe in Celle dabei

Auch im TAH wurde sie schon angekündigt: die Ausstellung „Jugend gestaltet“ im Kunstmuseum Celle, in der zahlreiche Werke der großen und kleinen Künstler ausgestellt werden, die mit ihren Kunstwerken an dem Wettbewerb teilgenommen hatten. Mit dabei ist auch ein Werk der 13-jährigen Luisa Meyer aus Dielmissen. Sie ist nicht nur künstlerisch begabt, sondern hat auch eine „journalistische Ader“ und schreibt daher selbst über ihren „Auftritt“ in Celle: Ob Aquarell, Acrylbild, Ölbild oder einfach eine Bleistiftzeichnung, alle Techniken waren vertreten. Und nicht nur das. Einige hatten auch fotografiert, Skulpturen aus den unterschiedlichsten Materialen gefertigt oder ein Video nach Celle geschickt. Manche Kunstwerke waren voller atemberaubender Details, wie zum Beispiel ein Gemälde aus verschiedenen Techniken. Es zeigt einige Möwen im Sturm, und zwar so, dass man schon die Gischt auf der Haut spürt. Andere Bilder sind schlicht, aber ergreifend, zum Beispiel ein Bild mit einer Schale mit Zitronenscheiben mit dem Titel „Für Mama“ oder das Titelbild des Wettbewerbs, nämlich ein Junge, der mit einem Schraubenzieher in ein Loch gebohrt wird. Und wieder andere wollen uns auf etwas aufmerksam machen: eine Fotomontage, die drei Jungs mit einem riesigen Müllberg in den Händen zeigt („Irgendwann erdrückt uns der Müllberg“) oder ein Video über Drogen („Drogen sind keine feine Sache“). Außerdem sind die verschiedensten Plastiken und Skulpturen ausgestellt. Wenn sie sich nicht vorstellen können, wie aus Kaninchendraht, Pappmasche, Gips, einer Toilettenpapierrolle und einem Holzständer eine Elfe (Foto), ein Läufer oder  eine Meerjungfrau wird, so sollten sie jetzt weiter lesen. Denn ich habe selbst eine gemacht und ich schreibe diesen Artikel, weil ich finde, dass man den Besuch ganz anders beurteilt, wenn man die eigenen Werke dort ausgestellt sieht: In sechs Schuldoppelstunden mittwochs nachmittags entstand zuerst ein Drahtgestell, für die Gliedmaßen ein Draht und für den Kopf eine Kugel. Dieses wurde auf der Holzplatte befestigt. Nach und nach wurden immer mehr Schichten Pappmasche daran geklebt bis meine Skulptur „Ab ins Elfenland“ langsam menschliche Formen annahm. Speziell bei meiner Elfe musste ich noch mit der Papprolle und Gipsrollen die ursprüngliche Feder umwickeln, da sie sonst nicht richtig „geflogen“ Danach kann man die Skulpturen noch mit Acrylfarbe bunt anmalen. Was ich noch sagen wollte: wenn man ein Bild malen will, sollte man nicht stundenlang über einer postkartengroßen Skizze hocken und sich die Farben überlegen, sondern einfach drauflos malen. Denn sonst kann es sein, dass man vor lauter Nachdenken das eigentliche Malen aufschiebt und irgendwann keine Zeit mehr dazu hat. Und wenn man später weitermalen will, mag man das Motiv nicht mehr. Also: Sofort drauflos malen, sonst klappt es nicht! Die Ausstellung läuft noch bis zum 1 Juni und ist wirklich empfehlenswert. Einige Ausstellungsstücke kann man sich auch unter www.kunst.celle.de ansehen.

30.Mai 2008

 


Ausstellung zu Paul-Gerhardt-Schule-Betriebspraktika in Kreis-Sparkasse

Mit der Anfertigung von Wandzeitungen haben die Schüler der elften Klassen der Paul-Gerhardt-Schule Dassel ihr Betriebspraktikum abgeschlossen und es wieder einmal verstanden, ihre Erfahrungen und Eindrücke anschaulich darzustellen. Nach der schulischen Aufarbeitung und Bewertung des Praktikums gehen die Schüler nun in die Öffentlichkeit und präsentieren die ihrer Meinung nach besten Exponate. Besonders erfreulich ist, dass nicht nur die Präsentationsform der Wandzeitung gewählt wurde, sondern auch Modelle zu sehen sind. Eine Auswahl der gelungensten Darstellungen ist noch bis zum 13. Juni in der Kreis-Sparkasse Northeim in Dassel zu sehen. »Auch in diesem Jahr wurden wieder interessante und informative Darstellungen und Modelle erstellt«, stellten Oliver Kirch und seine Mitarbeiter von der Kreis-Sparkasse Dassel fest, die sich über die ideenreichen Präsentationen und die jährliche Zusammenarbeit mit der Paul-Gerhardt-Schule freuen. Die jungen Leute absolvierten Praktika in unterschiedlichsten Bereichen, sowohl bei Selbstständigen wie Ärzten, Buchhändlern und Designern; als auch in der Landes- und Bundespolitik sowie bei Forschungsinstituten.

28.Mai 2008

 


Schüler aus Lubartow besuchen Paul-Gerhardt-Schule

Im Rahmen des Diakonie-Projektes / Austausch zum dritten Mal / Empfang beim Bürgermeister / Eintrag ins Gästebuch.

Reges Interesse an der Stadt Dassel zeigten die zwölf polnischen Schüler, die zurzeit im Rahmen eines Diakonie-Projektes die Paul-Gerhardt-Schule besuchen. Bis zum kommenden Freitag werden sie sich in verschiedenen sozialen Einrichtungen umsehen, jetzt wurden sie vom Dasseler Bürgermeister Gerhard Melching empfangen. Im vergangenen Oktober besuchten Schüler der Paul-Gerhardt-Schule im Rahmen des Diakonie-Projektes das Lyceum in Lubartow. Die Stadt in Polen hat rund 23.000 Einwohner, das Stadtgebiet umfasst 13,9 Quadratkilometer. Die Lubartower finden vor allem Arbeitsplätze in der Bau- und Bekleidungsindustrie.

Zum dritten Mal fand jetzt der Austausch zwischen dem polnischen Lyceum und der Paul-Gerhardt-Schule statt. Die polnischen jugendlichen werden in deutschen Familien untergebracht. Sie bleiben bis zum 23. Mai und bis dahin werden sie sich in sozialdiakonischen Einrichtungen umsehen, beispielsweise bei den Harz-Weser-Werkstätten, in einem Einbecker Altenheim, im Kindergarten, im Familienzentrum Uslar, im Annastift in Hannover, bei der Straßensozialarbeit und in der Heilsarmee Göttingen.

Am Anfang des Besuchs stand allerdings ein Empfang bei Dassels Bürgermeister Gerhard Melching. Der Austausch werde wichtige Erfahrungen für die Jugendlichen mit sich bringen, hoffte er. Sie lebten in deutschen Familien und lernten die hiesige Lebensart kennen. Auf diese Weise könnten mögliche Vorurteile abgebaut werden. Melching war sehr froh, dass Polen als vollwertiges Mitglied in die Europäische Union aufgenommen worden sei und man nun eine »gemeinsame europäische Zukunft« habe.

Viele Deutsche, meinte Melching, schämten sich noch für den Überfall der Deutschen auf Polen. Und so schätzte er als besonders wichtige Geste der Entschuldigung den Kniefall von Bundeskanzler Willy Brandt ein. Melching stellte Dassel mit seiner Schulstruktur vor und erinnerte an berühmte Dasseler: den Reichskanzler Rainald von Dassel, aber auch an Wilhelm Busch und Tennisspieler Nicolas Kiefer.

Die polnischen Jugendlichen interessierten sich nicht nur für die Wappen der Dasseler Ortschaften, sondern auch für den kulturellen Bereich der Stadt, ebenso wie für Projekte, die von der EU gefördert werden. Letztendlich versorgte die Stadt die Jugendlichen mit Info-Material über Dassel und bat sie, sich in das Gästebuch der Stadt einzutragen.

20.Mai 2008

 


 

 

 

Eindringliche Erinnerung an »verbrannte Dichter«

Lebendige Lesung in der Paul-Gerhardt-Schule / Autoren aus Bewusstsein ausradiert / Auch ausländische Autoren waren betroffen

»Ich übergebe den Flammen die Schriften von ...«: Lebendig und eindringlich war die Lesung, bei der der Autor Gerd Berghofer der zehnten Jahrgangsstufe der Paul-Gerhardt-Schule »ver­brannte Dichter« näher brachte. Berghofer stell­te ausgewählte Texte und Biographien von Opfern der Bücherverbrennung von 1933 vor.

Dassel (sts). Zum 75. Mal jährte sich in diesem Jahr am 10. Mai der Tag der Bücherverbrennung von 1933, erinnerte Lehrer Michael Bauklon. An diesem Tag fanden im nationalsozialistischen Deutschland im Zuge einer »Aktion wider den undeutschen Geist« der deutschen Studenten­schaft Bücherverbrennungen statt, wobei in 22 Universitätsstädten, beginnend mit dein Opern­platz in Berlin, öffentlich zehntausende Bücher von jüdischen, marxistischen und pazifistischen Schriftstellern konfisziert und verbrannt wurden. Im Juni 1933 und in den Monaten danach folgten zahlreiche weitere Aktionen. Schüler und Studenten seien dabei Mitorganisatoren gewesen, erinnerte Bauklon. In Dassel und Ein­heck habe es keine Bücherverbrennungen gege­ben, vor allem aber in den Universitätsstädten. In Göttingen habe es die größte NSDAP-­Gruppe außerhalb Bayerns gegeben. Die einfa­che Rechnung, dass nur Dumme auf die Nazis hereinfallen, gehe nicht auf. Er wünschte sich, dass die Schüler wachsam gegenüber radikalen Tendenzen seien.

Der Schriftsteller und Rezitator Gerd Berghofer stellte ausgewählte Texte und Biographien von »verbrannten Dichtern vor. Mit der Bücher­verbrennung sei es den Nazis gelungen, Autoren aus dem Bewusstsein der Menschen auszuradieren. »Entartete Kunst« hatte nichts mehr verloren in einem Staat, in dem Zucht und Ordnung regier­ten, Autoren wurden ihrer Existenz beraubt. Man­che gingen ins Exil, mussten ins KZ, wählten den Freitod oder die innere Emigration. Es gab aber auch diejenigen, die sich anpassen konnten. Zwölf Jahre hätten ausgereicht, Autoren vergessen zu machen, so Berghofer. Die Bücherverbrennung sei damit eine der »erfolgreichsten« Aktionen der Nazis gewesen.

Berghofer ließ verschiedene Autoren lebendig werden. Der politische Schriftsteller Erich Käst­ner, der der Berliner Bücherverbrennung bei­wohnte, schrieb, dass es ein merkwürdiges Gefühl sei, ein »verbotener Schriftsteller« zu sein. Fast sein gesamtes Werk wurde verboten, allein sein Buch »Emil und die Detektiven lan­dete nicht auf dem Index.

Der Erzähler Albert Ehrenstein ging ins Exil, nach dem Krieg kehrte er mit einem Koffer voller Manuskripte zurück - aber keiner wollte sie haben.

Ein politisches Schwergewicht war Erich Mühsam. Als politischer Aktivist, Anarchist, Publizist und Schriftsteller wurde er nach ein­flussreicher politischer und publizistischer Tätigkeit von den Nationalsozialisten ermordet. Oskar-Maria Graf ging freiwillig ins Exil, von dort aus forderte er die Nazis auf, seine Bücher zu verbrennen. Ein Jahr später, 1934, wurden seine Bücher in einer eigens für ihn angesetzten Bücherverbrennung im Innenhof der Münchner Universität nachträglich verbrannt und seine Werke in Deutschland verboten, er selbst wurde ausgebürgert.

Armin T. Wegner war ein pazifistischer Schriftsteller. 1933 schrieb Wegner einen offe­nen Brief an Adolf Hitler, worin er gegen die Judenverfolgungen protestierte. Daraufhin wurde er von der Gestapo verhaftet und gefol­tert. Er verbrachte Monate in Gefängnissen und Konzentrationslagern. Nach seiner Freilassung Ende Dezember 1933 emigrierte er.

Else Lasker-Schüler war eine deutsche Dich­terin jüdischen Glaubens. Obwohl die Dichterin 1932 mit dem Kleist-Preis ausgezeichnet wor­den war, emigrierte sie im April 1933 nach tätli­chen Angriffen und angesichts der nationalsozia­listischen Bedrohung ihres Lebens nach Zürich, erhielt dort jedoch Arbeitsverbot. Von Zürich unternahm sie zwei Reisen nach Palästina. Im Jahre 1938 wurde ihr die deutsche Staatsbürger­schaft aberkannt, und 1939 reiste sie zum dritten Mal nach Palästina. Der Kriegsausbruch hin­derte sie an einer Rückkehr in die Schweiz. Claire Goll schrieb Gedichtbände, sie hatte eine Affäre mit Rainer Maria Rilke, mit dein sie zeitlebens freundschaftlich verbunden blieb. 1939 floh sie vor den Nationalsozialisten in die USA.

Aber nicht nur deutsche Dichter fielen den Flammen zum Opfer, es traf auch ausländische Autoren wie Ernest Hemingway oder Jack Lon­don, erinnerte Berghofer, wie auch die Paul­-Gerhardt-Schüler.

17./18.Mai 2008

 


Akteure bei der CeBit

Besucher und Akteure bei der CeBit in Hannover dabei Ronja, Philipp, Moritz und Paul von der Paul-Gerhardt-Schule in Dassel mussten vor kurzem früh aufstehen, weil sie mit ihrer Lehrerin Birgit Witte die CeBIT in Hannover besuchen wollten. Dort sollten sie zeigen, wie sie im Unterricht mit ihren Laptops arbeiten. Ausgestattet mit Laptops und ausreichend Proviant in den Rucksäcken, ging es in die volle Eingangshalle. »Erst im zweiten Moment wurde uns wirklich bewusst, dass wir uns auf der weltgrößten IT-Messe befanden«, schreiben die Schüler. Auf dem Weg zu Halle 6 bekamen die Schüler allerhand Lagepläne und Messezeitungen in die Hand gedrückt. Endlich am Stand »Forum Learning & Knowledge Solutions« angekommen, kamen sie aus dem Staunen nicht mehr raus: Alles blinkte und leuchtete. »Las Vegas, war kein Vergleich.  « Die PGler hatten einen großen Stand, der eine schöne Bühne mit rotem Teppich hatte. Lampenfieber war dabei, als sie mit den Mikrofonen verkabelt wurden. Zuerst hielt Herr Jancke von der n-21-Initiative seinen Vortrag, wie es zu dem Projekt »Laptops im Schulranzen« gekommen war.  Schließlich mussten die Schüler auf die Bühne. Es verlief alles fehlerfrei. Obwohl die Zuschauer sich kaum auf die Bühne trauten, um den Schülern bei ihren Aufgaben mit Laptop und digitaler Tafel zu helfen, sah man ihnen das Staunen doch an. Nach dem Vortrag kamen noch Interessenten, um nach dem Einsatz mit den Notebooks zu fragen. Schließlich durften sich Ronja, Philipp, Moritz und Paul in den Messehallen umsehen, wobei sie besonders die Größe beeindruckte. Dann wurden die Werbegeschenke gezählt. Am frühen Nachmittag hatten die Schüler ihren nächsten Auftritt. Dieses Mal waren es bestimmt 100 Schaulustige, die den Vorträgen lauschten. Die Schüler bekamen abschließend viel Lob von den Besuchern, auch von den n-21-Vertretern.

09.März 2008