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Schulsanitätsdienst

Schulsanitätsdienst an der Paul-Gerhardt Schule Dassel

Mehr als eine Million Schulunfälle ereignen sich jedes Jahr. Diese Zahl ist alarmierend. Oft stellt sich die Frage: ”Wie kann man helfen?” Vor allem, wie kann man kompetent helfen?

Doch darauf gibt es eine Antwort:

Mit dem Schulsanitätsdienst (SSD) des Jugendrotkreuzes.
An vielen Schulen in Niedersachsen hat dieser sinnvolle Dienst in den letzten Jahren erfolgreich Einzug gehalten, so auch 2004 an der Paul-Gerhardt-Schule. Insgesamt kam der Schulsanitätsdienst im vergangen Schuljahr ca. 150 Mal zum Einsatz. Eine Besonderheit ist, dass der Schulsanitätsdienst an der Paul-Gerhardt-Schule 24 Stunden am Tag alarmiert werden kann, da auch einige Internatsschüler Mitglied sind und diese nach der 8. Stunde bis morgens vor Unterrichtsbeginn abwechselnd in Bereitschaft stehen.

Der Schulsanitätsdienst ergänzt die bewährte Erste-Hilfe-Versorgung ganz wesentlich:
Die vom Roten Kreuz Einbeck ausgebildeten Schulsanitäterinnen und -sanitäter haben ein Auge für Gefahrenpotentiale, lernen, bei einem ”Ernstfall” Verantwortung zu übernehmen und überlegt zu handeln.
Für den Schulalltag bietet der Schulsanitätsdienst praktische Aspekte für eine verbesserte Sicherheit, soziale Aspekte zur Verbesserung des sozialen Klimas und pädagogische Aspekte zur Förderung der Eigenverantwortung und Hilfsbereitschaft.
Der Schulsanitätsdienst, ein Projektangebot des Jugendrotkreuzes, eröffnet den Beteiligten noch weitere interessante Betätigungsmöglichkeiten. Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klasse können sich nach einer gründlichen Erste-Hilfe-Ausbildung durch den DRK-Kreisverband Einbeck beteiligen.

Ausbildung:
Die Ausbildung der 18 Schulsanitäter der PG erfolgte durch einen Erste-Hilfe Ausbilder des DRK-Kreisverband Einbeck im Rahmen einer Freizeit mit dem Jugendrotkreuz Einbeck und dem Schulsanitätsdienst Löns Realschule. Inhalt dieser Ausbildung war der „Große Erste-Hilfe Schein“, der Umgang mit spezielleren Krankheitsbildern wie Asthma und Diabetes, sowie der Umgang mit dem Blutdruckmessgerät. Neben der klassischen Ersten Hilfe liegen die Schwerpunkte auf alltäglichen Situationen (vor allem Sportunfällen) und der psychischen Betreuung der jungen Patienten. Des Weiteren lernt man in der Ausbildung zum Schulsanitäter auch noch rechtliche Verpflichtungen und Einschränkungen sowie den rechtlichen Schutz des Ersthelfers kennen, ebenso wie den Grundsatz, sich als Ersthelfer selbst keinen Gefahren auszusetzen. Dabei wird den Schulsanitätern sowohl theoretisch als auch praktisch durch Fallbeispiele beigebracht, sich in den Situationen richtig zu verhalten und mit möglichst hoher Effizienz zu arbeiten.

Alarmierung und Bereitschaft:
Wir haben uns dafür entschieden, dass jeden Tag 2 Sanis in Bereitschaft sind. Sie tragen, damit sie sofort erkannt werden können, ein weißes T-Shirt oder Pullover mit dem SSD Logo  auf dem Rücken. Einer der beiden Sanis ist als Einsatzleiter und der andere als Sanitäter für den Tag eingeteilt.
Der Einsatzleiter übernimmt bei Einsätzen die Verantwortung und muss entscheiden, wie am bestmöglichsten geholfen wird. Die Santasche (Rescue Bag)  des Einsatzleiters ist mit Zusatzgeräten wie Blutdruckmessgerät und Fieberthermometer ausgerüstet, außerdem trägt er ein Mobiltelefon, über welches der SSD alarmiert werden kann.