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Profil Darstellendes Spiel

Profil Darstellendes Spiel

Spiel und Theater bieten Raum für vielfältiges Lernen. Besonders Kinder und Jugendliche sind für theatralische Impulse empfänglich, schätzen diese Form der spielerischen Arbeit. Dabei wird zielgerichtet Fantasie und Kreativität herausgefordert. Im Spiel lernt man auf leichte Art. Es geht nicht um Leistungsproben. Spiele helfen dabei, Hemmungen und Ängste abzubauen, Vertrauen zu sich selbst zu bekommen und allmählich Sicherheit und Freude an der Darstellung zu entwickeln.
An der Paul-Gerhardt-Schule ist das Fach Darstellendes Spiel als ordentliches Unterrichtsfach im künstlerisch-musischen Profilbereich eingeführt. Das Fach Darstellendes Spiel wird im Teamteaching unterrichtet, sodass fächerübergreifende Aspekte und Lernziele sehr gut verwirklicht werden können.

Die Lernziele beziehen sich auf folgende Bereiche:

  • Wahrnehmung und Ausdruck: Sprache, Bewegung, Stimme und Körper ausprobieren

  • Persönliche Entfaltung: Wahrnehmung, Emotion, Imagination, Reflexion, Kommunikation entfalten

  • Handlungserweiterung: Fremde Verhaltensweisen ausprobieren und für eigenen Lebensalltag überdenken

  • Kommunikationsfähigkeit: Kommunikationsspektrum für den Alltag erweitern

  • Sprachliche Kompetenz: Sinnentnehmendes Lesen schulen, verschiedene Textarten kennen lernen und bearbeiten

  • Theatralität: Theatrale Zeichen erkennen, fremde Gedankenwelten erkennen

  • Ästhetische Reflexion: Künstlerische Entscheidungen treffen, Gestaltung und Wirkung überdenken

  • Werte und Normen: Werte und Normen kritisch reflektieren

  • Inszenierungswissen: Fachwissen erlernen, Darstellungsdimensionen privater, öffentlicher und medialer Kommunikation erkennen und beurteilen

  • Fächerübergreifende Projektarbeit: Andere Aufgabengebiete einbeziehen und projektorientiert arbeiten, z.B. in Verbindung zu Kunst, Musik, Deutsch, Sport....

Durch das Unterrichten im Team konnte es in den letzten Jahren zu sehr interessanten Schwerpunkten kommen. Erarbeitet wurden z.B. Vorstellungen der im Unterricht besprochenen Märchen, Improvisationen zu Balladen, Tanzdarbietungen sowie fremdsprachliche selbst entworfene Stücke. Mit viel Engagement und Freude wurde intensive Arbeit erlebbar gemacht, was der Einführung des Faches Darstellendes Spiel in der Schule Recht gibt.

In den 11. Klassen wird Darstellendes Spiel seit dem Schuljahr (2005/2006) als Kurs angeboten, der Praxis und Theorie verbindet. Der spielerische Teil wird ergänzt durch Sprechtraining, außerdem lernen die Schülerinnen und Schüler auch Theatertheorien kennen und müssen, wie in den Kunst- und Musikkursen, eine Klausur schreiben. Trotz der Anforderungen ist das Interesse groß, die beiden Kurse sind mit jeweils 25 Teilnehmern gut ausgelastet!