20161129 PGS SporthalleDASSEL. Nicht mehr lange werden die Schafe hier weiden, denn an dieser Stelle soll die neue Sporthalle der Paul-Gerhardt-Schule (PGS) entstehen. Seit Jahren hofft die Schule darauf, dass eine neue Sporthalle errichtet wird, stellte Schulleiter Gerhard Wittkugel fest. Nun habe die Synode für das Projekt Geld in den Haushalt eingestellt und damit auch ein klares Bekenntnis zum Standort der Paul-Gerhardt-Schule geliefert. Und das sei sehr erfreulich, meint auch der Sportobmann Ralf Tost. Bisher hatten die Schüler/in der schuleigenen kleinen Halle Sportunterricht, vor allem aber in der Halle der ehemaligen Rainald-von-Dassel-Schule, was mit aufwändigem Schülertransport verbunden war. Mit der neuen Sporthalle kann die PGS die Bewegungselemente im Ganztagsangebot ausbauen und das Sportprofil in der Oberstufe stärken. Wunsch des Schulleiters der PGS ist, dass mindestens eine Zwei-Feld-Halle gebaut wird, in der auch Sportarten wie Handball gespielt werden können. Für Schulveranstaltungen mit Zuschauern wäre natürlich eine Tribüne noch sinnvoll. Das Geld für die neue Sporthalle an der PGS wird in den Jahren 2017/18 bereitgestellt, so dass - optimistisch gesehen - die neue Halle 2018 neben dem schuleigenen Parkplatz eingeweiht werden könnte.

Einbecker Morgenpost
29. November 2017

Foto: Stöckemann

 

 

 

20161108 Erasmus 8932DASSEL. »Job-Shadowing« hält dank des EU-Bildungsprogramms »Erasmus« auch Einzug an Deutschlands Schulen. Vor gut zwei Jahren hat sich die Paul-Gerhardt-Schule Dassel mit dem Projekt »Qualitätsentwicklung des Unterrichts: moderne Unterrichtsformen in der internationalen pädagogischen Praxis« bei der Europäischen Union »Erasmus+« beworben und dabei landesweit in Niedersachsen das größte Projekt bewilligt bekommen. Nun ist es beendet - der Aufwand hat sich in vielfacher Hinsicht gelohnt. Ziel war es, Lehrer im europäischen Ausland durch »Job-Shadowing« und der Teilnahme an internationalen Tagungen fortzubilden. Schulleiter Gerhard Wittkugel (links) und fünf Lehrerinnen machten sich auf den Weg. Wittkugel fuhr zu einer Schulleiterfortbildung in Schweden, die neue Impulse und Einblicke in das System der erfolgreichen skandinavischen Schulen ermöglichte. Er besuchte Schulen in Helsingborg und Malmö. Xemma Padin (Zweite von rechts) reiste ebenfalls nach Schweden und Dr. Kerstin Kähling (Dritte von links) nach Norwegen, um dort für zwei Wochen an einer besonders modernen Schule zu hospitieren sowie eigene Unterrichtserfahrungen zu sammeln. Ulrike Schwartz (Zweite von links), Manuela Angerstein (rechts) und Nele Kißling (Dritte von links) fuhren nach Großbritannien und nahmen dort an internationalen Lehrerfortbildungen teil. Der Schwerpunkt lag bei der Anwendung theaterpädagogischer Methoden im Fremdsprachenunterricht. Schule kann so ganz anders sein, die neuen Eindrücke und Erkenntnisse wurden in das Kollegium weitergetragen und fließen nun auch langfristig in die Schulentwicklung und Modernisierung der Unterrichtsformen ein.

Einbecker Morgenpost
08. November 2016

Foto: O. Philipp

 

 

 

 20161101 9739

Gottesdienst am Reformationstag an der PGS I Segen für Schulpastor, Lehrer und Sozialpädagogen


DASSEL. Den gestrigen Reformationstag nahm die Paul-Gerhardt-Schule in Dassel zum »wunderbaren Anlass« Menschen den Segen zuzusprechen. Torsten Wiegmann wurde in seinen Dienst als Schulpastor und Beauftragter für Kirche und Schule eingeführt. Außerdem wurde den neuen Lehrern Hanna Fiege, Janina Ludewig, Timo Risch und Charline Tatsch sowie den Sozialpädagoginnen Doris Garbelmann und Sabrina Wende-Schmidt der Segen zugesprochen. Gottesdienst gemeinsam feierten die Schüler und Lehrer der PGS, Landessuperintendent Eckard Gorka, der pädagogisch-theologische Leiter des evangelischen Schulwerks Hannover, Gerd Brinkmann, sowie auch Pastoren und Mitarbeiter des Kirchenkreises Leine-Solling.
Der Begriff Reformation bezeichnet die kirchliche Erneuerungsbewegung, die im 16. Jahrhundert von Deutschland ausging und Europa grundlegend veränderte. Ihr Ausgangspunkt war die Veröffentlichung der 95 Thesen durch den Augustinermönch und Bibelprofessor Martin Luther (1483-1546) am 31. Oktober 1517. Ob Luther seine Thesen tatsächlich an die Tür der Wittenberger Schlosskirche schlug, ist zwar historisch nicht gesichert, die öffentliche Wirkung, die von der Anprangerung kirchlicher Missstände wie dem Ablasshandel ausging, ist jedoch unbestritten. Anliegen Luthers, der von der Suche nach einem gnädigen Gott getrieben wurde, war die Erneuerung der römisch-katholischen Kirche und deren Rückbesinnung auf ihren geistigen Ursprung im unverfälschten Wort der Bibel. Weil die mittelalterliche Papstkirche zunächst eine Reform verweigerte und Luther zum Ketzer erklärte, bildeten sich evangelische Landes- und Freikirchen. Die Fronten waren so verhärtet, dass sich das Christentum in unterschiedliche Bekenntnisse spaltete.
Wie Landessuperintendent Eckard Gorka erklärte, sei Luther gegen den Ablasshandel angetreten. Eine Szene verdeutlichte das Individuelle, für das sich Menschen stark machen und aufstehen: in der Heimat in Frieden leben zu können, für mehr Rad- und weniger Autofahrten, für Respekt und Achtsamkeit, für ein fröhliches Miteinander an der Schule, für Familie, für Freunde oder auch für fair gehandelten Kaffee.
Luther, so Gorka weiter, sei ein »mutiger Mann« gewesen. Er habe gegen die »Mächte der Zeit« seine Stimme erhoben und das Gewissen über Konventionen gesetzt. Diese Freiheit äußere sich im Denken und Handeln. Gerade an der PGS wird nicht nur Wissen vermittelt. Die Schüler würden auch gestärkt in ihrem Gewissen, formulierte Gorka. »Martin Luther gehört zu uns.«
Als Schulpastor und als Beauftragter für Kirche und Schule eingeführt wurde Pastor Torsten Wilhelm Wiegmann, der seit Beginn des Schuljahres an der PGS seinen Dienst tut. Wie der Leiter des evangelischen Schulwerks, Gerd Brinkmann, feststellte, habe Wiegmann viel Erfahrung darin, Gott jungen Menschen nahe zu bringen. Er werde Religionslehrer, Schulpastor und Seelsorger sein. Als Schulbeauftragter werde er Fortbildungen anbieten, Ausschüsse besuchen und Gottesdienste mit Lehrkräften entwickeln.
20161101 9763 neuViel Kraft, für den Weg, der vor ihnen liegt, wurde auch den neuen Lehrkräften Hanna Fiege, Janina Ludewig, Timo Risch und Charline Tatsch sowie den Sozialpädagoginnen Doris Garbelmann und Sabrina Wende-Schmidt zugesprochen.
Das kommende »Luther-Jahr« wird an der PGS genutzt, um viel über Martin Luther nachzudenken, kündigte Schulleiter Gerhard Wittkugel an.

Einbecker Morgenpost
01. November 2016

Fotos: Stöckemann

 

 

 

20161031 9365Dassel. Die Schülerinnen und Schüler des zwölften Jahrgangs sind begeistert über die neuen Möglichkeiten, selbst Experimente zu den Themen Optik und Atomphysik durchzuführen. Sechs Kästen wurden unter der Leitung von Physiklehrer Carsten Winkler ausgepackt und gleich in den Unterricht eingebaut. Spektroskopische Untersuchungen, elektrische und optische Eigenschaften von LEDs und viele weitere Themen können nun erforscht werden, alles prima ausgerichtet auf die Themen des Zentralabiturs. Ein großer Dank ging an Herrn Rieke vom Förderverein für die großzügige Unterstützung.

Einbecker Morgenpost
31. Oktober 2016

Foto: O. Philipp

 

20160927 Adiemus Konzert

 

DASSEl. Mit Facettenreichtum und niveauvollem Programm unterhielten die Sänger und Musiker ihre Zuhörer. Gleich am Anfang zeigte der Chor seine Klangfülle mit »Adiemus« aus »Songs of Sanctuary« des wallisischen Komponisten Karl Jenkins. »Adiemus« ist ein Musikprojekt von Jenkins, aber auch der Titel des Liedes, das Jenkins 1994 für einen Werbespot einer amerikanischen Air Line komponierte. Am Ende ernteten die Ausführenden verdienten Applaus für ein besonderes Konzert. Rund 200 Schüler, Lehrer, Musiker und Freunde der Paul-Gerhardt-Schule (PGS) haben an sieben Abenden unter der souveränen Leitung von Dr. Friedhelm Flamme Karl 20160927 Adiemus Konzert 1Jenkins »Songs of Sanctuary - Adiemus« eingeübt und in zwei Konzerten dem begeisterten Publikum dargeboten. Damit fanden die Feierlichkeiten zum 70.Geburtstag der PGS einen stimmungsvollen Abschluss. Bei »Adiemus« wird harmonischer Chorgesang mit einer erdachten Sprache verbunden - die Sprache wird bedeutungslos, die Stimme tritt als Instrument in den Vordergrund. Und so kann selbst ein gesungenes »Ah« in verschiedenen Variationen für Gänsehaut sorgen - das bewiesen Chor und Solisten beim Konzert. Songs mit Titeln wie »Tintinnabulum«, »Cantus inaequalis« oder »Cantus insolitus« erinnern nur an das Lateinische, »Kayama«, »Amate adea« oder »Hymn« unterstrichen die Besonderheit des Konzerts. Die einzelnen Teile des Musikstücks wurden von den verschiedenen Gruppen - Klasse 6a, 6c, 7c, 9b, 9c, 9e und l0a - einstudiert mit den Lehrkräften Elizabeth Oer, Anke Wurmstädt, Rolf Paplowski und Dr. Friedhelm Flamme. Unterstützt wurden sie durch 40 Freiwillige, die sich am Projektchor beteiligten, die Solisten Annett Steinberg, Sopran, Elizabeth Oer, Alt, und Rolf Paplowski, Bariton, sowie Anke Wurmstädt und Lena-Marie Kunze, Blockflöte, und Jan Stahlmann, Gitarre. Am Ende gab es viel Applaus für die dargebotenen chorischen und solistischen Leistungen, die für einen bombastisch-atmosphärischen Sound sorgten. Schulleiter Gerhard Wittkugel hoffte, dass das Konzert mit Chor, Streichern, Flöten und Percussion den Mitwirkenden lange in Erinnerung bleibt und bat die Zuhörer um Spenden für den PGS-Lernfonds und evangelische Schulen in Syrien.

Einbecker Morgenpost
27. September 2016
Fotos: Stöckemann

 

 

 

20160922 GemeindefestDASSEL. Eine besondere musikalische Darbietung konnten die Besucher des Gemeindefestes in Scharfoldendorf erleben: Die Schüler der Bläserklasse 7d der PGS Dassel unter der Leitung von Anke Wurmstädt hatten eifrig geübt und konnten viele Stücke aus ihrem Repertoire den begeisterten Zuhörern im Sonntagskonzert präsentieren. So erklangen bekannte Melodien, wie »Kumbaya«, »Oh When The Saints«, aber auch eine »Farandoie« aus der Suite L'Arsienne von Georges Bizet in einer Bearbeitung für Bläserklassen. Die Lust am gemeinsamen Musizieren war den Schülern anzusehen. Auf weitere Auftritte darf man sich auch in Zukunft freuen.

Einbecker Morgenpost
22. September 2016

 

 

 

20160916 Festakt 9371

Dassel (red). Die Gründungsgeschichte der Paul-Gerhardt-Schule zeugt von großer Improvisationskunst:

Vor 70 Jahren wurde das Dassler Pfarrhaus kurzerhand als Schulhaus genutzt, weil es im Solling an höheren Schulen fehlte vor allem für die Flüchtlingskinder aus den ehemals ostdeutschen Gebieten. Anlässlich des Festaktes verwandelte die Compedy Company Göttingen das Paulinum zu einer Spielstätte, in der mit den Mitteln des Improvisationstheaters 70 Jahre Schulgeschichte zu einem leichten Pensum wurden. Schulleiter Gerhard Wittkugel begrüßte die rund 200 Gäste mit sichtlichem Stolz, ein so großes und modernes Gymnasium leiten zu können. Der Schülersprecher Fritz von Gierke bekundete die Zufriedenheit der Schülerschaft.

„Über den Glauben wird hier nicht nur diskutiert, er wird gelebt“, lobte der neue Schulpastor, Torsten Wiegmann, die Schule und lud dazu ein, das berühmte Paul-Gerhardt-Lied „Geh aus mein Herz und suche Freud“ zu singen. „Der Besuch bei der alten Dame“, mit der auf der Einladungskarte geworben wurde, entpuppte sich als kurzweiliges Abendprogramm. Oberlandes­kirchenrätin, Dr. Kerstin Gäfgen-Track, spielte darauf an: „Schule muss stets auf der Höhe der Zeit sein, sich stets weiterentwickeln.“ Gerade die pädagogische Entwicklung der Paul-Gerhardt-Schule sei vorbildlich. Gäfgen-Track erwähnte beispielhaft die seit vielen Jahren selbstverständliche Nutzung von Tablets und Ipads im regulären Unterricht sowie die zahlreichen Aktivitäten im Rahmen der Flüchtlingskrise im vergangenen Jahr. Die zeige, wie wichtig die Aufnahme neuer Impulse sei – nicht zuletzt in der besonderen ländlichen Lage. Die Superintendentin des Kirchenkreises Leine-Solling, Stephanie von Lingen, nannte es ein großes Glück, dass diese Schule zu ihrem Kirchenkreis gehöre. Bildung und Religion seien hier eine gute Verbindung eingegangen.

Der Bürgermeister der Stadt Dassel, Gerhard Melching, nannte die Gründung der PGS eine Lausbubengeschichte und resümierte, dass schöne Schulerlebnisse auch heute noch aus Streichen bestünden, mit denen man letztlich Gutes bezwecken wolle. Der bereits emeritierte Professor Dr. Dieter Weber, Schüler der ersten Stunde, war eigens aus Berlin angereist, um von Zeitzeugen der ersten Stunde zu berichten. Rolf-Erich Wandhoff, Vorsitzender des Ehemaligen-Verein ergänzte seine Erinnerungen an die Gründungsgeschichte und Persönlichkeiten, die die Schule vor 70 Jahren prägten.

Musikalisch umrahmt wurde der Abend von der Bläserklasse 7 d unter Leitung von Musiklehrerin Anke Wurmstädt. Ein Höhepunkt des Abends war der Film, der in der Woche zuvor auf dem Schulfest gedreht wurde. Alon Heise, Max Rieke, Melina Möller und Pridon Rabius aus dem 11. Jahrgang wurde dafür auch besonders gedankt. Einen besonderen Dank erfuhren auch Hannes Garbelmann und Torben Böker, ebenfalls Jahrgang 11, für ihre vielfältigen Anstrengungen, auch auf dem Schulfest die Schmiedekunst in Dassel zu einer Renaissance zu bringen.  Ein weiterer Höhepunkt waren die Poetry Slam Beiträge. Konstantin Tillmann Schott und Lucia Bohnsack aus der 9 b trugen selbstverfasste Texte vor, die sowohl im Tiefgang als auch in Sachen feinsinnige Ironie überzeugten. Die beiden hatten mit ihrer Klasse vorab an einem einwöchigem Poetry-Slam-Workshop teilgenommen, der mit Mitteln der Jugendstiftung der Landkreises Northeim über den Verein der Freunde und Förderer finanziert und von der Kulturinitiative Uslar durchgeführt wurde. Die Klasse 9 b ging auch als Sieger aus der „Geschenke-Show“ des vorausgegangenen Schulfestes hervor. Zweitplatziert wurde die Klasse 7 b, die ein Zukunftsmodell für die PGS gebaut hatte. Der dritte Platz ging an die 6 b, die all ihre Leidenschaft auf dem Geburtstag in eine wunderschöne Luftballon-Aktion steckte. Die Klasse ließ Luftballons mit Geburtstagskarten in den Himmel steigen.

Der Dank des Schulleiters ging an seines Stellvertreterin, Monika Fahrenbach, die in die Organisation der Feierlichkeiten viel Zeit und Phantasie gesteckt hatte. Diese wiederum dankte Detlef Muschalla und seinem 11er Kurs für die helfenden Hände bei der Durchführung des Abends.

Am Ende der Veranstaltung kündigten die beiden Moderatorinnen, Christina Amelsberg und Louisa Ebel, beide Jahrgang 12, noch einmal Dr. Stefan Graen und Torsten Pätzold von der Comedy Company an mit dem Hinweis, dass nach dem bunten Programm Sekt, Saft, Selters und Häppchen warten würden, wenn das Publikum geneigt sei, noch einmal mitzuspielen. So ging der Abend in fröhlicher Runde zu Ende.

16. September 2016
www.einbecker-news.de

Foto: O. Philipp

 

 

 

Paul-Gerhardt-Schule feiert 70. Geburtstag I Eigener pädagogisch-didaktischer Weg führt zu guter Schule

 20160913 Festakt 1

DASSEL. Als modernes Gymnasium mit vielseitigem Angebot präsentierte sich die Paul-Gerhardt-Schule in Dassel an ihrem 70. Geburtstag. Gut aufgestellt und mit vielen Kooperationspartnern an der Seite kann die Schule den Schülern viele Extras bieten - das wurde beim Festakt zum 70-jährigen Bestehen deutlich. Die Schule steht zudem für ein gutes Miteinander von Schülern und Lehrern.
Schulleiter Gerhard Wittkugel und Schülersprecher Fritz von Gierke begrüßten die zahlreichen Gäste in der »Paula «. Es sei berührend zu wissen, wie damals alles begonnen habe, so Wittkugel. Er bewundere den Mut, die Energie und die Improvisationskunst der Gründer der Schule, die dafür gesorgt hätten, dass viele Schüler eine gute Schulbildung erhalten. »Wir gehen gerne zur Paul-Gerhardt-Schule«, blickte von Gierke auf die heutige Zeit.
20160913 Festakt 3In ihrer Festansprache ging Oberlandeskirchenrätin Dr. Kerstin Gäfgen-Track auf das Thema »Bildung« ein. Mit Blick auf die Überschrift des Abends - »Besuch einer alten Dame« - betonte sie, dass Schule immer »an der Zeit und modern« sein müsse. Schule heiße »Reform, Reform, Reform«, schließlich gehe es darum, Schüler in ihrer  Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen. So rief sie auch die Entwicklung der Schule in den vergangenen Jahren ins Gedächtnis, beispielsweise die Einführung der Laptop-Klasse. Dass sich die Schule um Flüchtlinge kümmert und Kontakt zu ihren Austauschpartnern hält, schätzte Gäfgen-Track.
Von Anfang an habe die Schule in evangelischer Manier gearbeitet und mit einer »guten Portion Widerständigkeit«  versucht, ihren Weg zu gehen. Die eigenverantwortete Pädagogik sei vielleicht das größte Plus der Schule, resümierte sie. Auf dem eigenen pädagogisch-didaktischen Weg finde man heraus, was gute Schule sei.
Zudem sei Bildungsgerechtigkeit von Anfang an sei ein großes Thema gewesen. Denn »Bildung gefährdet die Dummheit und macht stark«. Da es keine einfachen Antworten gebe, helfe Bildung, differenziert zu denken und abzuwägen. Versöhnung sei ebenfalls ein Thema evangelischer Schule, denn in dieser Welt müssten Menschen Probleme wahrnehmen und bereit sein, dem Anderen die Hand reichen. »Bildung ist eine Haltung«, die bedeute Lust aufs Leben, auf Engagement zu machen.
Evangelisch gesehen werde Bildung beschrieben durch Freiheit, Widerstand, Haltung und die Bereitschaft zum Engagement. Und die Schüler bräuchten Hoffnung, dass ein Gott da sei. »Ein Gott, der Mut schenkt, die Zukunft zu gestalten.« Sie wünschte sich, dass viele bildungsbegeisterte Schüler aus der PGS hervorgehen.
Schulpastor Torsten Wiegmann freute sich, wie selbstverständlich an der PGS Religion gelebt werde. Gemeinsam stimmte das Auditorium das Paul-Gerhardt-Lied »Geh aus mein Herz« an.
Dassels Bürgermeister Gerhard Melching lobte die Schule, die »immer vorneweg und ganz bedeutend« sei, »Die PGS ist eine erstklassige Bildungseinrichtung in Südniedersachsen.«
Stephanie von Lingen, Superintendentin des Kirchenkreises hob anerkennend das individuelle Lernen, die Weltoffentheit, die Mehrsprachigkeit, das demokratische Miteinander und das Engagement heraus. »Hier wird Bildung gelebt und für Geist und Bildung gesorgt.«
20160913 Festakt 4Für die Gründungsklasse von 1946, die damals 28 Schüler hatte, überbrachte Professor Dr. Dieter Weber Glückwünsche. Er erinnerte daran, dass viele damals durch Kriegserlebnisse geprägt waren. Trotz aller Unterschiede habe man sich gut verstanden, der Zusammenhalt verbinde die Klasse bis heute. Eltern und Schulgründern gelte Dank, dass sie sich den Schließungsabsichten widersetzt hätten. Evangelische Schule bedeute »den Mut zur Zukunft« Nicht nur Verfügungswissen werde den Schülern hier vermittelt, sondern vor allem werde ihnen auch ein Raum für Orientierung gegeben. Er überreichte Papier, das dem Papier vor 70 Jahren glich - »fürs Archiv«.
Lebendige Zukunft, langes Leben und breite Aufstellung wünschte Rolf-Erich Wandhoff, Vorsitzender des Ehemaligen-Vereins, der Schule. Er blickte in die Geschichte der Schule und schenkte ein Bild, erschaffen vom ehemaligen Lehrer Mittendorf.
Linet Anzigare, Leiterin der Goibei-Highschool, gratulierte ebenfalls, Die vielen guten Wünsche werde man, so Schulleiter Wittkugel, mit in die Zukunft nehmen.
20160913 Festakt 2Die PGS feierte aber nicht nur mit Festreden, sondern auch mit einem runden Rahmenprogramm: Mit einem flotten Film riefen die Schüler Alon Heise, Max Rieke, Melina Möller und Pridon Rabius das vor wenigen Tagen gefeierte Schulfest in Erinnerung. Prämiert wurden die besten Geschenke, die das Engagement der Schüler zum Geburtstag unterstrichen: Der erste Preis, eine Veranstaltung, ging an Poetry-Slam der 9b, der zweite Preis, ein Besuch im PS. Speicher, an das Modell, das die PGS in 70 Jahren zeigt, von der 7b. Dritter wurden die Luftballons mit Grußkarten der 6b, ihr Preis ist ein gemeinsames Eisessen. Zudem wurden Hannes Garbelmann und Torben Böker, beide Jahrgang 11, für ihre Schmiedekunst geehrt. Mit einem Sonderpreis bedacht wurde das Paul-Gerhardt-Lied »Geh aus mein Herz und suche Freud« vom zehnten Jahrgang. Des Schulleiters Dank galt seiner Stellvertreterin, Monika Fahrenbach, die viel Arbeit in die Organisation des Geburtstags gesteckt hat.
Beim Poetry-Slam teilte Constantin Tilmann Schott seine Gedanken zum Perfekts ein mit den Zuhörern. Lucia Bohnsack servierte einen lustigen gereimten Text über die Taten ihrer drei Brüder - geschrieben auf dem Handy. Für den musikalischen Rahmen sorgte die Bläserklasse 7d unter der Leitung von Anke Wurmstädt mit »Fluch der Karibik« und der Bearbeitung einer Bizet-Suite, Die Moderation des Abends übernahmen Louisa Ebel und Christina Amelsberg. Für Unterhaltung war bestens mit der »Comedy Company« mit Dr. Stefan Graen und Lars Wätzold gesorgt. sts

Einbecker Morgenpost
13.September 2016

Fotos: Stöckemann

 

 

 

 20160910 9162

 

Afterwork-Party zum 70. Geburtstag der Paul-Gerhardt-Schule
DASSEL. Die Sonne meinte es am Geburtstagsfest gut mit der Paul-Gerhardt-Schule in DasseI. Deshalb konnten die Gäste fröhlich und gelassen die vielen Beiträge im Freien genießen. Schulleiter Gerhard Wittkugel erinnerte in seiner Begrüßungsrede daran, dass die  Schule nach dem Zweiten Weltkrieg für Flüchtlingskinder gegründet wurde. Das Pfarrhaus Dassel sei damals kurzfristig zum Schulhaus umgebaut worden. Wittkugel sagte: „Wir können heute stolz auf diese große und moderne Schule sein.“
Alle Klassen hatten Geburtstagsgeschenke für die PGS vorbereitet, die eine „Geschenke- Jury" schließlich in Empfang nahm. Ob Kunst-Auktion oder Enten-Rennen, Poetry-Slam oder Slush-Ice-Verkauf, Streetdance oder darstellendes Spiel, Straßenmusik oder Schmiedekunst, Torwandschießen, Dosenwerfen, Tauziehen - für jeden war etwas dabei, so dass die vier Stunden wie im Flug vergingen.
Auch das leibliche Wohl ließen die Schüler nicht zu kurz kommen: Fingerfood, Crêpes, Kuchen, Käse-Spieße, Hot-Dogs, Bratwurst, Pommes und Salat sowie Getränke wurden von verschiedenen Klassen angeboten.
Für die Geschenke-Prämiierung während des Festaktes zur 70 jahr-Feier wurden nominiert: die 6b (Luftballons mit Glückwunschkarten), 7b (Zukunftsmodell der PGS in 70 Jahren), 9b (Poetry-Slam-Beiträge), Jahrgang 10 (Liedvortrag „Geh aus mein Herz und suche Freud“, Paul Gerhardt).
Monika Fahrenbach dankte am Ende besonders dem Film-Team unter Leitung von Max Rieke und Alon Heise, beides Schüler aus dem 11. Jahrgang, die während des ganzen Festes filmten. Ebenso ging ein großer Dank an die Jugendkirche Marie in Einbeck für die freundliche Leihgabe der Geräte sowie an die Jugendstiftung der Landkreises Northeim für die finanzielle Unterstützung der Poetry-Slam-Workshops. Mit Hilfe des „Vereins der Freunde und Förderer der Paul-Gerhardt-Schule in Dassel" war dies möglich geworden.
Schulleiter Gerhard Wittkugel sprach Thomas Burg, „als Ober-Erpel verantwortlich für das Enten-Wettrennen", seinen großen Dank aus, weil dieser über den Verkauf der Quietsche- Enten zahlreiche Spendengelder für den PGS-Lernfonds eingesammelt hatte.
Der PGS-Lernfonds unterstützt Familien bei finanziellen Engpässen, um die Bildungsteilhabe der Kinder zu garantieren.

 20160910 Schulfest

Die Eule
10. September 2016
Fotos: O. Philipp

 

 

 

20160909 Goibei Girls High SchoolDASSEL Seit mehr als zehn Jahren ist die Paul-Gerhardt-Schule in DasseI mit der Goibei Girls High School in Serem, West-Kenia, verbunden. Zur Partnerschaft gehören Austauschbesuche im jährlichen Wechsel, Brief- und E-Mail- Kontakte, Spendenaktionen und Praktika. Zurzeit ist eine achtköpfige Gruppe der Goibei Girls High School zu Gast in Dassel. Die sechs Schülerinnen und ihre zwei Lehrer wurden im Rathaus von Bürgermeister Gerhard Melching empfangen.
Das Austauschprogramm ermöglicht Einblicke in kulturelle, soziale und wirtschaftliche Unterschiede und ist ein wichtiger Bestandteil des globalen Lernens. Der Gegenbesuch aus Kenia wird regelmäßig vom Evangelischen Entwicklungsdienst und von der einheimischen Wirtschaft finanziell unterstützt und kann deshalb überhaupt stattfinden.
Sechs Schülerinnen im Alter von 15 und 16 Jahren und ihre Lehrer werden bis zum 25. September in DasseI bleiben. Sie leben in deutschen Familien. Während ihres Aufenthalts werden sie in einem Theaterprojekt mit Sigrid Städtler mitarbeiten, Einbecker Firmen und das Versuchs gut Relliehausen besuchen. Außerdem werden sie ein Seminar- Wochenende in Silberborn verbringen und Berlin kennenlernen, stellte Nele Kißling das Programm vor.
Zunächst aber wurden die Dasseler Gäste im DasseIer Rathaus von Bürgermeister Gerard Melching aufgefordert, sich ins Gästebuch der Stadt einzutragen. Der Bürgermeister stellte die Stadt mit ihren rund 10,000 Einwohnern vor. Erst der Zuzug von Flüchtlingen habe die Einwohnerzahl wieder steigen lassen. Besonders hob er die engagierte Arbeit der Ehrenamtlichen in der Flüchtlingsarbeit hervor. Die Integrationsleistung werde hier geleistet, Wohnungen gebe es auch, es fehlten aber Arbeitsplätze. Auf dem Land sei es zudem schwierig für die hier Schutz suchenden Menschen zu den Sprachkursen zu kommen. Europa habe in der Bewältigung der Flüchtlingskrise bedauerlicherweise kein einheitliches Bild abgegeben, hieß es weiter. Gerade aber Deutschland habe »ein freundliches Gesicht gezeigt«, so die kenianischen Lehrer.
Abschließend freute sich Melching über den kontinuierlichen Austausch, den die PGS organisiert. Schließlich eröffne das den Schülern »neue Horizonte«. Dankbar für den Empfang waren die kenianischen Gäste, die den Austausch ebenfalls schätzen. DasseI sei, das bekräftigten sie im Gästebuch »a nice place to be«, als Geschenk hatten die kenianischen Gäste ein Bild mitgebracht.  sts

Einbecker Morgenpost
09. September 2016
Foto: Stöckemann

 

 

 

20160907 AKB Stiftung 9383DASSEL. Musizieren ist gesund für Körper und Geist, es wirkt entspannend, bringt immer wieder kleine und große Erfolgserlebnisse, erhöht die Koordinationsfähigkeit, verbessert die  Konzentrationsfähigkeit, steigert die emotionalen, sozialen und kognitiven Kompetenzen und macht dabei auch noch Spaß. Im dritten Jahr bietet die Dasseler Paul-Gerhardt- Schule nun sogenannte Bläser-Klassen an. Die 5d umfasst in diesem Jahr 27 Schüler, und sie erhielten jetzt ihre Instrumente. Großzügig unterstützt wurde die Anschaffung der Instrumente durch die AKB-Stiftung, vertreten durch Michael Büchting. Im Rahmen des Musikunterrichts und der Profilstunden erlernen alle Schülerinnen und Schüler der Bläserklasse systematisch ein Holz- oder Blechblasinstrument. Zur Auswahl stehen: Querflöte, Klarinette, Saxophon, Trompete, Posaune und Euphonium. Der Instrumentalunterricht findet anschließend einmal wöchentlich in Kleingruppen statt.  Gleichzeitig musizieren die Schüler von Anfang an als Ensemble. Die Bläserklasse hat den Vorteil, dass die Kinder erst einmal prüfen können, ob ihnen das Instrument zusagt, bevor ein teures eigenes Instrument angeschafft werden muss. Schulleiter Gerhard Wittkugel bedankte sich für die Unterstützung und wünschte den Schülern viel Spaß beim Musizieren.

Einbecker Morgenpost
07. September 2016
Foto: Stöckemann

 

 

 

Schulgeschichte wird auf rund 150 Seiten und mit" nahezu 300 Fotos nachgezeichnet20160906 Schulchronik
DASSEL. Mit der rechtzeitig zur Jubiläumsfeier am 8. September vorgelegten Schulchronik - verfasst durch den Vorsitzenden des Ehemaligenverein der Paul-Gerhardt-Schule, Rolf-Erich Wandhoff, werden die 70 Jahre Schulgeschichte eingehend auf 150 Seiten und mit 300 Fotos nachgezeichnet.
Ausführlich werden in der Chronik insbesondere die ersten zehn Jahre beleuchtet, in denen sich die »Private Oberschule« vom Unterricht im Pastorat in Dassel bis zu dem heutigen Standort an der Ilme entwickelte. Zwischenzeitlich gab es eine »unchristlich« ausgetragene Konkurrenz seitens der ebenfalls privaten »Zwergschule« in Lüthorst mit 35 Schülern, die in einem Schreiben vom Mai 1950 an das Landeskirchenamt Klage führte, »dass die PGS in Dassel kaum als wirkliche evangelische Schule angesprochen werden könne, da nur eine Wochenstunde Religionsunterricht stattfände, obwohl dazu in der nahe gelegene Kirche ohne Schwierigkeiten die Möglichkeit gegeben sei.« Vielmehr stelle sich die Dasseler Oberschule als »eine Art 'Presse' dar, die in starker Weise einer falschen Leistungssucht unserer Tage nachgebe!«
Die Schulaufsichtsbehörden sahen es genau anders herum und monierten jahrelang nicht nur die dürftige schulische Unterbringung, sondern auch das Leistungsniveau. Mit immer wieder unangemeldeten Überprüfungen hofften die Schulbehörden in Einbeck und der Regierung in Hildesheim in 1948 bis i950 auf Schließungsverfügungen, denen zum Trotz Dr. Petzold als Schulleiter und Pastor Frese - getragen vom Widerstand der Dasseler Eltern gegen eine Schließung - die Schule illegal weiter betrieben. In dieser Situation war es schon ein besonderes Kuriosum, dass die illegal geführte Oberschule in Dassel zu Ostern 1950 30 Einbecker Schüler zusätzlich aufnahm, die zwar die Aufnahmeprüfung zur Klasse 5 bestanden hatten, aber in der Goethe-Schule wegen Überfüllung abgewiesen worden waren. Das »Göttinger Tagesblatt sprach damals vom »Schilda in Einbeck« und die »EM« schrieb hierzu, dass »jeden Tag Till Eulenspiegel im Geiste dem Kinderzug nach Dassel vorrausziehe«.
Ihre Namensbenennung als Paul-Gerhardt-Schule gab sich die Schule erst in einem feierlichen Gottesdienst in der St. Laurentius-Kirche Dassel am 26. Juni 1949. Gewissermaßen knüpfte sie historisch an die vor dem Krieg bestandene »Höhere Schule« in Dassel von 1936 bis 1938 und davor auch schon einer im 19 Jahrhundert bestehenden »Höheren Schule« an. Dass Dassel schon davor »bildungsbeflissen« war, zeigt die Existenz einer »Höhere Lateinschule« aus dem Jahre 1643 in Dassel, wie ein Stundenplan aus der Zeit belegt.
Die alten Fachwerkgebäude auf dem ehemaligen Gelände der Ruwo-Werke - vormals die sogenannte Altenmühle - dienten ab 1951 als Schule. Auch hier gab es immer wieder große Widrigkeiten. Fast wäre es Weihnachten 1951 wieder zur Aufgabe des Schulstandortes gekommen, als ein Schrotthändler die direkt neben dem Schulgebäude liegende Maschinenhalle (die spätere Turnhalle) erwerben wollte, um dort ohrenbetäubende Zerreißmaschinen für Lumpen aufzustellen. Glücklicherweise scheiterte das an den zu hohen Forderungen des Eigentümers der Ruwo-Werke. Nach langen zähen Verhandlungen konnte der Kirchenvorstand in Dassel - der 28 Jahre lang Träger der PGS war – das bis dahin gepachtete Schulgelände an der Ilme für 92.000 Mark käuflich erwerben.
Eine eher provisorische Unterbringung von acht Internatsschülern in der »Alten Scheune« und vier Schüler beim Schulleiter Dr. Petzold waren der Beginn des der Schule angegliederten Internats, das später auf über 130 Plätze anwuchs. Wie schwierig die Rahmenbedingungen anfangs waren, unterstreicht ein Beschluss des Kirchenvorstandes aus der Weihnachtszeit 1951, zur Versorgung der Lehrkräfte wie Schüler »ein fettes Schwein« anzuschaffen. Die heutigen Schulgebäude wecken keine Erinnerungen mehr an die Gründungszeit; mit dem Abriss der alten Fabrikanten-Villa der Familie Wolters in 2010 zugunsten des zuletzt errichteten Paulinums ist der letzte bauliche Zeuge an die Anfangsjahre verschwunden. Seit 1955 sind nach und nach die heutigen Schul-und Internatsgebäude errichtet worden.
Mit über 900 Schülern und einem breiten Fächerkanon und vielfältigen Ergänzungsangeboten ist die Paul-Gerhardt-Schule aus der Region nicht mehr wegzudenken. Seit der Ablegung des ersten Reifeprüfung vor fast 60 Jahren hat die Paul-Gerhardt Schule - mehrere tausend junger Menschen vor allem aus der Region zum Abitur geführt. Mit berechtigtem Stolz darf die nun »70 Jahre alte Dame« PGS auf das Erreichte verweisen und feiern.

Einbecker Morgenpost
06. September 2016

 

 

 

Afterworkparty in der PGS: Schüler bereiten Geschenke vor I Kreativität bewiesen
DASSEL. Mit viel guter Laune und einem gelungenen Programm bei bestem Wetter starteten die Aktivitäten der Paul-Gerhardt-Schule zum Jubiläumsfest - die Schule kann auf nunmehr 70 Jahre zurückblicken. Zunächst gefeiert wurde der Geburtstag mit den Schülern -  Poetry-Slam, Kunst-Auktion, Kinderschminken, Schmiedekunst, Entenrennen und vieles mehr sorgten für beste Unterhaltung bei der Afterworkparty.
20160905 Buntes SchulfestSchülervertreterin Alina Fröse hob bei der Begrüßung heraus, dass sie froh sei, Teil der Schule zu sein. Schulleiter Gerhard Wittkugel erinnerte an die Anfänge der Schule im Jahr 1946, direkt nach dem Zweiten Weltkrieg. Für viele Flüchtlinge, aber auch für Einheimische gab es nicht genug Platz in der Schule, und so wurde mit dem Schulbetrieb mit 28 Schülern kurzerhand im Pfarrhaus gestartet. Wittkugel war froh, dass diese Tradition fortgesetzt wurde und die Schule mittlerweile auf rund 900 Schüler angewachsen ist. Auf die »moderne und schöne Schule könne man stolz sein«, stellte er fest. Er dankte den Schülern, Kollegen und der stellvertretenden Schulleiterin Monika Fahrenbach für die Vorbereitungen der vergangenen Wochen. Dank ging auch an die Jury - sie hatte die schwere Aufgabe, die Geschenke, die die Schüler ihrer Schule machten, zu bewerten. In den Fokus genommen wurden dabei der Aufwand und die Kreativität der Beiträge.
Musikalisches stand im Mittelpunkt im Park am Paulinum, die Bläserklasse zeigte ihr Können, gemeinsam wurde »Happy Birthday« gesungen. Eine große 70 aus Naturmaterialien oder auch ein Foto wurden der »Jubilarin« geschenkt.
Die einzelnen Klassen und Kurse überraschten die Schule mit den verschiedensten Aktionen: Die zehnte Jahrgangsstufe interpretierte »Gehe aus mein Herz« - auf eine Weise, dass es Paul Gerhardt sicherlich gefallen hätte, stellte Fahrenbach heraus. Straßenmusik, Basketball, eine Kunst-Ausstellung mit Werken aus 30 Jahren, kurze Theater-Stücke, Poetry-Siam mit ganz unterschiedlichen Beiträgen, Filme, eine Kunst-Aktion, Porträt-Zeichnen und Kinderschminken, Schmiedekunst, Streetdance, Dosenwerfen, Torwand-Schießen, Sackhüpfen und Fußballspielen waren bestens organisiert. In die Zukunft geblickt wurde mit Modellen, die zeigten, wie sich die PGS weiterentwickeln könnte.
Der Lernfonds präsentierte das erste Entenrennen am Wehr. Bevor die Enten zu Wasser gelassen wurden, waren sie heiß begehrt – die Idee des Lernfonds kam gut an.
Natürlich wurden auch die Schüleraustauschprojekte in den Blick gerückt. Für das leibliche Wohl war mit unterschiedlichsten Köstlichkeiten aus verschiedenen Ländern gesorgt. Zum Teil lange Schlangen bildeten sich beim Kuchen- oder Hot-Dog-Stand, aber auch Slush-Ice, Käse-Spieße, Softdrinks, Gegrilltes und Blätterteig-Gebäck fanden guten Absatz.
Mit vielen bunten Luftballons wurden am Ende Geburtstagsgrüße in den Himmel gesandt. Das fröhliche Miteinander bei der Afterworkparty wird die Schulgemeinschaft sicherlich gestärkt haben.
Der Festakt zum Jubiläum der PGS findet am kommenden Donnerstag, 8. September, statt.
sts

Einbecker Morgenpost
05. September 2016
Fotos: Stöckemann

 

 

 

20160902 HarzhornDASSEL. Auf die Spuren der Römer und Germanen begaben sich 95 Siebtklässler der  Paul-Gerhardt-Schule bei ihrem Thementag. Sie erfuhren Wissenwertes  zur Römerschlacht  im Jahr 235 nach Christi am Harzhorn und zum damaligen römischen und germanischen Alltag. In den Workshops erprobten sie das Bogen- und Katapultschießen, das Anlegen der Kettenrüstung und übten römische Schriftzeichen. Beim Rundgang über das historische Schlachtgelände begaben sie sich auf die historische Zeitreise. Sie lernten moderne Forschung rundum eine archäologische Fundstätte kennen und bekamen einen detailreichen Einblick in den römisch-germanischen Konflikt, der am Harzhorn in einen germanischen Überfall auf den Tross der römischen Armee  mündete. Die sechs Harzhorn-Guides entführten gekonnt die Schülergruppe in den informativen Workshops mit spannenden Geschichten in die regionale Geschichte ein. Beim abschließenden Museumsbesuch beim »Portal zur Geschichte«. In Brunshausen/Bad Gandersheim konnten in der Sonderausstellung »Römer und Germanen« bereits am Fundort besprochene Originalstücke bewundert werden. »Besonders viel Spaß hat uns das Üben der Schildkrötenformation gemacht«, lautet der Kommentar der 7b. Inzwischen arbeiten die Schüler an ihren Projekten. Inspiriert von Roms vergessenem Feldzug sollen ein Römerlager, physikalische Untersuchungen zu den eingesetzten Waffen, kleine Theaterstücke mit historischer Kleidung und noch vieles mehr entstehen.

Einbecker Morgenpost
02. September 2016

 

 

 

Erster Platz beim VR-Börsenspiel I Siegerehrung fand in Frankfurt statt

20160901 Groes BrsenDASSEL. In diesem Jahr fand erneut das bundesweite VR-Börsenspiel der Volks- und Raiffeisenbanken statt. Im Bereich Südniedersachsen nahmen diesmal 132 Schüler und Schülerinnen der 10. Klassen der Paul-Gerhardt-Schule in Dassel mit großem Erfolg teil.
Im Rahmen der Schulkooperation zwischen der VR-Bank in Südniedersachsen und der Paul-Gerhardt-Schule hat in diesem Jahr bereits das dritte VR-Börsenspiel stattgefunden. Mit einem fiktiven Startkapital von 50.000 Euro im Depot haben die Teilnehmer die Möglichkeit,
wie in der Realität an der Börse zu investieren und so aktiv dieses komplexe Thema zu lernen und zu leben. Für die Schüler war es interessant zu sehen, welche Auswirkungen ihre Entscheidungen auf ihr Depot hatten. Das Spiel gibt ihnen einen realistischen Einblick in den Kauf und Verkauf von Wertpapieren. Und viele Teilnehmer beschäftigen sich sogar freiwillig mit dem Finanzteil in der Zeitung oder im Internet. »Die Börse ist ein spannendes, aber auch komplexes Thema. Wir freuen uns, dass wir so viele Schüler hierfür begeistern und sie mit dem VR-Börsenspiel erste Erfahrungen auf dem digitalen Parkett sammeln konnten«, so Peter Koch, Leiter der Privatkundenbank der VR-Bank in Südniedersachsen, bei der persönlichen Übergabe der Preise in Dassel.
Peter Koch, Manfred Braun und Martin Spiegel von der PGS in DasseI schwören auf eine intensive Betreuung. Sie begleiteten im bundesweiten Schulspiel in diesem Jahr 30 Gruppen der Jahrgangsstufe 10 an der Paul-Gerhardt-Schule in Dassel. Auch in diesem Jahr war der intensive Betreuungsansatz sogar von ganz besonderem Erfolg gekrönt: Erneut belegte eine Gruppe im Schulspiel bundesweit den ersten Platz. Und als Bundessieger durfte die Gruppe zur Siegerehrung nach Frankfurt am Main fahren. Die Gruppe »Mick Hahaodeli« bestehend aus Iljana Hahndorf, Katharina Hachfeld, Cara Marie Dörries, Marie Lindner freuen sich über den ersten Platz. Dort erlebten die Sieger einen erlebnisreichen Tag: Sie erhielten die Möglichkeit, die Börse live zu erleben und haben einen Einblick in die DZ Bank in Frankfurt am Main erhalten. Abschließend konnten alle die einmalige Frankfurter Skyline vom Dach des DZ Bank Turms betrachten und am Abend mit gesammelten Eindrücken und Erinnerungen die Rückreise antreten.
Natürlich sorgten die ausgelobten Preise und die Siegerplätze für eine zusätzliche Motivation unter den Schülern. Doch die primären Ziele des Veranstalters VR-Bank und PGS Dassel sind nicht das Gewinnen, sondern der Lerneffekt und das Sammeln von Erfahrungen an der Börse. Ihnen ist wichtig, dass jeder Teilnehmer im Neuland Börse etwas lernt und für sich mitnimmt. Dafür wird während der Spielzeit viel Zeit und Herzblut investiert, aber nur so klappt es. Die wichtigste Voraussetzung zum Lernerfolg ist, dass die Schulleitung und die Lehrer die teilnehmenden Klassen unterstützten.


Einbecker Morgenpost
01. September 2016

 

 

 

 20160830 MG 8989 a

DASSEL. Für die 102 neuen Schüler im fünften Jahrgang wurde es in dieser Woche gleich schön bunt: Projekttage zum Thema »Gesunde Ernährung« standen auf dem Plan. Ernährungsberaterin Elisabeth Warnecke zeigte den Klassen, was man aus Obst und Gemüse alles in Kürze zaubern kann. Die Schüler können ihre neuen Kenntnisse gleich nächste Woche bei den Feierlichkeiten zum Schuljubiläum anwenden: Kostproben werden auf der Afterwork-Party am 2. September von 11 bis 15 Uhr auf dem Schulgelände angeboten. Die Schulleitung lädt dazu ein.

Einbecker Morgenpost
30. August 2016

Foto: O. Philipp

 

 

 

Christdemokraten informieren sich in der Paul-Gerhardt-Schule
20160829 Gut aufgestelltDASSEL. Ein offenes Ohr zeigte jetzt die CDU für die Belange der Dasseler Paul-Gerhardt-Schule. Im Zuge der Wahlkampfaktivitäten besuchten die Christdemokraten das Gymnasium, informierten sich und wollten von Schulleiter Gerhard Wittkugel hören, wo der Schuh drückt. Wittkugel stellte die Schule zunächst vor, verwies auf zurzeit 870 Schüler, von denen 466 aus dem Landkreis Holzminden und 385 aus dem Landkreis Northeim kommen. Gerade die Schülerbeförderung sei ein Problem, stellte er heraus. Die Fahrkarten-Kosten würden die Familienbudgets belasten. Angeregt wurde ein »Landkreis-Ticket«, das es beispielsweise Schülern auch ermögliche, abends kulturelle Veranstaltungen in allen Teilen des Landkreises zu besuchen.
Zurzeit sind 82 Schüler in Jahrgang 12 und 134 in Jahrgang 11.Die Wiedereinführung von G9 bedeute eine Jahrgangsstufe mehr für die PGS und damit Raumnot - es werden wieder Container aufgestellt.
Das Leitbild der Schule macht ihre Ziele deutlich: Christliche Vorstellungen vom Wesen und Auftrag des Menschen betrachtet die Paul-Gerhardt-Schule als Grundlage ihrer Arbeit. Am Evangelium orientiert, bemüht sich die Schule um die Umsetzung in eine Praxis gelebten Glaubens in evangelischer Tradition. Ziel ist es, Schülern einen qualifizierten Schulabschluss zu ermöglichen, sie auf Ausbildung und Beruf vorzubereiten und ihnen entsprechende Kenntnisse und Kompetenzen zu vermitteln, ihnen Orientierungsmöglichkeiten für ein selbstständiges und verantwortliches Leben in der Gesellschaft anzubieten. Durch vielfältige internationale Kontakte sollen den Schülern Einblicke in andere Lebenswelten ermöglicht werden. Die Schüler sollen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung gefördert und für einen bewahrenden Umgang mit der Schöpfung sensibilisiert werden. Die PGS bietet den Schülern fachlich fundierten Unterricht an, ebenso entwicklungsbezogenes Lernen in angst- und gewaltfreiem Raum. Sie möchte Neugier und Wissbegierde der Schüler wecken und sie zum selbstverantwortlichen und selbst gesteuerten Lernen anregen.
14 Schüler besuchen die Sprachlernklasse der PGS. Das laufe gut, konnte der Schulleiter  berichten. Wittkugel verwies zudem auf den PGS-Lernfonds, mit dem Schüler aus einkommensschwachen Familien unbürokratisch unterstützt werden.
Die PGS will eine gute Schule sein, »damit Kinder gut lernen können«, so Wittkugel weiter. Die Christdemokraten stellten anerkennend fest, dass die Paul-Gerhardt-Schule gut aufgestellt sei. Ruhe in der Schulpolitik wünschten sich wohl alle Schulen.
sts


Einbecker Morgenpost
29. August 2016

 

 

 

20160824 Einschulung

DASSEL. 102 neue »Schäfchen« wurden an der Paul-Gerhardt-Schule im Rahmen eines Gottesdienstes in der St. Laurentius-Kirche eingeschult. Der neue Schulpastor Torsten Wiegmann bewies, wie gut er Schüler, Eltern und Lehrer in einer Predigt ansprechen und einbinden kann. Gängige Vorurteile, die gegenüber den Herdentieren bestehen, wurden von ihm entkräftet. Dass Gottes Schafe alle einen eigenen Charakter hätten und es auf jede einzelne Persönlichkeit ankäme, leitete er aus Psalm 23 ab. Am Beispiel der Figuren aus der Fernsehreihe »Shaun das Schaf« wurde dies veranschaulicht. Schulleiter Gerhard Wittkugel stellte seine Vorstellungen von Schulleben vor: »Schule - das ist kein Gebäude, das seid Ihr! Das sind Eure Hände, Köpfe, Bäuche und Füße!« Die Schüler wurden aufgefordert, die Körperteile nacheinander in Bewegung zu setzen. Birgit Witte, Koordinatorin des fünften und sechsten Jahrgangs, war erfreut, wieder so viele Kinder aufnehmen zu können. Die Bläserklasse des siebten Jahrgangs zeigte unter Leitung von Elisabeth Oer, dass sie auch nach sechs Wochen Probenpause in der Lage war, ein schönes Konzert zu geben. Freudig wanderten die Klassen mit ihren Klassenlehrern und Paten in Richtung Schule, wo ein vielseitiges Einstiegsprogramm wartete.

Einbecker Morgenpost
24. August 2016

Foto: O. Philipp

 

 

 

20160813 Boersenspiel 2016 8867DASSEL. Im Frühjahr fand das bundesweite Börsenspiel der Volks- und Raiffeisenbanken statt. Im Bereich Südniedersachsen nahmen 132 Schüler der zehnten Klassen der Dasseler Paul-Gerhardt-Schule mit Erfolg teil. Peter Koch, Leiter der Privatkundenbank der VR-Bank in Südniedersachsen eG, der das Börsenspiel an der Schule begleitete, freute sich über die hervorragenden Ergebnisse. Bei der Siegerehrung in der Schulaula wurde die Gruppe »Mick Hahaodeli« mit Iljana Hahndorf, Katharina Hachfeld, Cara Marie Dörries und Marie Lindner hervorgehoben. Sie belegte in der Gesamtwertung den ersten Platz aller bundesweit teilnehmenden Gruppen. Den zweiten Rang erreichten die »Wallstreet Winners« mit Hendrik Rudhoff, Pia Hendrian, Lea Leßmann und Sally Zummach. Die »Börsenwildschweine« mit Gero Garthen, Ingo Bulla, Roberto Maiellaro, Jannik Mönkemeier und Pridoh Rabius kamen auf den dritten Platz. Schulleiter Gerhard Wittkugel war von dem Engagement der Schüler angetan. »Mit dem VR-Börsenspiel lernen Jugendliche den Börsenhandel selbstständig und unter realen Bedingungen kennen«. Im Online-Spiel werden die Abläufe des Börsengeschäfts vom Kundenauftrag über den Handel bis zur Abrechnung wie in einem, realen Depot simuliert. Manfred Braun, Organisator des Börsenspiels an der Schule, hob die Bedeutung des Spiels für die praktische Vorbereitung der Themen »Wirtschaft« und »Globalisierung« hervor, die in der Oberstufe ausgiebig behandelt werden. Mit einem fiktiven Startkapital von 50.000 Euro hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, an der Börse zu investieren und so aktiv das komplexe Thema zu lernen und zu erleben. Für die Schüler war es interessant zu sehen, welche Auswirkungen ihre Entscheidungen auf das Depot hatten. Das Spiel gab ihnen einen realistischen Einblick in den Kauf und Verkauf von Wertpapieren. Viele Teilnehmer beschäftigen sich sogar freiwillig mit dem Finanzteil in der Zeitung oder im Internet. »Die Börse ist ein spannendes, aber auch komplexes Thema. Wir freuen uns, dass wir so viele Schüler hierfür begeistern und sie mit dem VR-Börsenspiel erste Erfahrungen auf dem digitalen Parkett sammeln konnten«, sagte Koch bei der Übergabe der Gewinne. Alle 132 Schüler der teilnehmenden Gruppen wurden für ihr Engagement mit einem Preis von der VR-Bank belohnt. Die fünf bestplatzierten Gruppen erhielten zusätzlich Geldpräsente.

Einbecker Morgenpost
13./14. Juli 2016

 

 

 

Kindheit im Nationalsozialismus I Für Entwicklung eines Theaterstücks
20160711 Zeitzeugen 8851DASSEL. So langsam werden sie rar: diejenigen, die das Dritte Reich als Kinder erlebt haben und die etwas von der Zeit vor dem Krieg erzählen können. Als Zeitzeugen waren Annemarie Mönkemeier  aus Schorndorf, Heinrich Heise aus der Gemeinde Gleichen und Heinrich Lauter aus Holzminden in die Paul-Gerhardt-Schule eingeladen, um Schülern aus dem fünften und elften Jahrgang der Paul-Gerhardt-Schule zu berichten, was sie als Kinder erlebt haben.
So unterschiedlich die Lebenslagen waren, es zeigte sich eines ganz besonders: die meisten Kinder fühlten sich im Jungvolk, der Hitlerjugend oder dem Bund deutscher Mädel meist wohl, solange sie nicht grundlos oder wegen Kleinigkeiten angeschrien oder bestraft wurden. Sie waren ein bisschen stolz, zu einer Gruppe dazuzugehören, eine Uniform zu tragen, Lieder zu lernen und sich sportlich beweisen zu können. Sofern sie Eltern oder Lehrer hatten, die der NSdAP misstrauten oder sie auch offen ablehnten, war die Bindung zu den NS-Jugendorganisationen ambivalent.
Im ländlichen Raum gestaltete sich die Freizeit der Kinder oftmals freier, weil die Kinder auch ohne staatliche Organisation und unabhängig von parteipolitischer Zugehörigkeit zusammenspielten und die Dorfgemeinschaft genügend Halt bot. Der NS-Ideologie wurde auch nicht generell blind gefolgt. In einem Fall wurde davon berichtet, dass ein Dorfschullehrer häufig extra viel Hausaufgaben aufgab, damit die Kinder einen guten Grund hatten, an Veranstaltungen der Hitlerjugend nicht teilnehmen zu müssen. Ein anderes Beispiel zeigt, dass Rassenwahn und Menschenverachtung nicht überall herrschte: Zwangsarbeiter, die in der Landwirtschaft halfen, konnten am Tisch eines Bauern Platz nehmen und bekamen ausreichend zu essen, obwohl von Kreisbauernführern die Anweisung kam, sie als» Untermenschen« zu behandeln, ihnen wenig und schlechtes Essen zu geben und sie nicht in die gute Stube zu lassen.
Die autoritäre Erziehung in Schule und Elternhaus, die mit harten, vor allem körperlichen Strafen schnell bei der Hand war, erlebten die Zeitzeugen als etwas Normales, wenn auch nicht Angenehmes. Entsprechend stark wird das Freiheitsgefühl nach Ende des Dritten Reiches erinnert - für die zuhörenden Schüler ein wichtiger Impuls, Freiheitsrechte nicht als selbstverständlich gegeben zu betrachten
Das Deutsche Theater Göttingen nutzt im Rahmen der Kooperation mit der Paul-Gerhardt- Schule Dassel die Zeitzeugen-Interviews für die Entwicklung eines Theaterstückes, das im kommenden Schuljahr mit der Klasse 6c unter Leitung von Gernot Grünewald erarbeitet wird. Die Premiere von »Kindheit in der NS-Zeit« wird am 11. Februar 2017 im Deutschen Theater Göttingen sein.

Einbecker Morgenpost
11. Juli 2016

Foto: O. Philipp

 

 

 

 20160711 Schultzing 1270

DASSEL. Eingeleitet wurde der Abend von den beiden Schulchören: Der Bili-Chor der 5. bis 7. Klassen unter der Leitung Elizabeth Oer und der Chor der 8. Klassen unter der Leitung Rolf Paplowski (in Vertretung für Katharina Bartholl) präsentierten ein Repertoire von Popsongs und bewiesen gesangliches Können und Bühnenpräsenz. Das Ensemble Schultzing spielte dann zwei Stücke, die die ganze Bandbreite ihres musikalischen Profils und ihre Weltoffenheit illustrierten. Ein Stück Indie Rock mit deutschem Text und eine Bearbeitung des Klassikers »Caravan« von Duke Ellington zogen die Zuhörer in den Bann. Schließlich kam es zur großen, gemeinsamen Premiere: Nach guter Vorbereitung, einem Auftaktworkshop und intensiver Probezeit mit den Schultzing- Musikern, gelang es bei den Bläserklassen zwei extra für sie komponierte Stücke zum ersten Mal auf die Bühne zu bringen. Das Stück »Wetterbericht« wurde dirigiert zusammen mit einem Schüler der 6d, der den Einsatz20160711 Schultzing 1299 der vielen improvisierenden Gruppen anzeigte. Die frei improvisierten Teile wechselten mit komponierten Teilen ab um ein spannendes Klangerlebnis zu bereiten. Das zweite Stück, »Saving the Blues« war eine musikalische Reise durch die Welt des Blues und der Jazz Stile, inklusive Jazz Rock. Die Bläserklassen bewiesen, dass sie »Big Band«-Sound gut produzieren können. All dies wurde möglich dank des Programms »Hauptsache Musik« sowie der finanziellen Unterstützung durch die Nord LB-Kulturstiftung. Die Lehrerinnen der Schule, Katharina Bartholl, Elizabeth Oer und Anke Wurmstädt, arbeiteten zusammen mit den Lehrern der Mendelssohn- Musikschule, Felix Warnecke und Günter Tepelmann, seit Anfang Mai an dem Projekt mit den Schülern - ohne ihre Arbeit wäre das Projekt nicht möglich gewesen. Auch die Eltern, die ihren übenden Kindern zur Seite standen und diese Arbeit unterstützten, haben zu dem Erfolg beigetragen. Die Kinder, die viele Stunden geübt und mit äußerster Konzentration in der Probenzeit gearbeitet haben, ernteten am Ende entsprechend großen Beifall.

Einbecker Morgenpost
11. Juli 2016

Fotos: O. Philipp

 

 

 

20160620 Abiturentlassung 1Abiturentlassung an der Paul-Gerhardt-Schule I »Wir sind die Stecknadeln im Heuhaufen der Welt«
DASSEL. »Die Götter verlassen den Tempel«, ein selbstbewusstes Abi-Motto hat sich der Abiturjahrgang 2016 der Paul-Gerhardt-Schule gegeben, und 84 Abiturienten gehen sowohl mit Freude als auch mit Wehmut in ihr künftiges Leben. Mit einem Gottesdienst und einer Feierstunde in der Martinskirche in Markoldendorf wurden sie jetzt entlassen.
»Aufbruch in ein neues Land«, am ersten Buch Mose, Kapitel 12, orientierte sich der Gottesdienst. Seit vielen Jahren kennen sie sich, zahlreiche gemeinsame Aktivitäten haben sie unternommen, Stress und Angst bei den Prüfungen aber auch gemeinsame Freude haben sie geteilt, stellte Annika Dreyer in ihrer Begrüßung für die Abiturienten fest. Auf den biblischen Text gingen Lena Schmidt und Niklas Fingerhuth in ihrer Ansprache ein. Abraham sei zum Aufbruch aufgefordert worden, er sollte Vertrautes verlassen. Mut und Risiko seien gefordert, Sicherheit gebe es nicht: Es sei offen, was ihn erwarte, es gehe ins Ungewisse. Die Fremde sei ängstigend statt verlockend. Auch im vergangenen Jahrhundert seien viele Menschen zum Aufbruch gezwungen gewesen, und in diesen Tagen seien erneut, viele unterwegs. »Wir können aber glücklich sein, denn wir brechen auf, um Neues zu entdecken.« Abraham, der in Alter von 75 Jahren den Weg beschritten habe, könne ein Vorbild sein, und ein Glaubensvorbild für drei Weltreligionen sei er ohnehin. Er breche auf, weil er auf Gott vertraue bei dieser Reise ins Unbekannte. Auf Gottes Schutz und Zuflucht, das lehre Abrahams Weg, könne man bei der Reise zu kommenden Abenteuern vertrauen.
In seiner Ansprache an die »lieben Götter«, die den Tempel verlassen würden, zeichnete Schulleiter Gerhard Wittkugel den Weg nach, den die Schüler bisher genommen hätten. Zunächst ging es geradeaus, geschützt und gestützt von den Familien, unterstützt von den Lehrern, die Geduld, Fantasie und Leidensbereitschaf gezeigt hätten. Das Völler-Zitat »Ich habe versucht, den Spielern das Gefühl zu geben, dass sie Fehler machen dürfen. Das haben sie bis auf wenige Ausnahmen gut gemacht« finde er großartig: So sollte man Schule machen, indem man mit Schwächen barmherzig umgehe. Nun sei die gerade Strecke, die Höhen und Tiefen hatte, zu Ende. Nach dieser langen Distanz hätten die Schüler das Abitur bestanden, mitunter auch mit Nachspielzeit, aber Abi mache man nicht mal so eben.
Der Weg nehme eine neue Richtung, Mailand oder Madrid, Studium, Ausbildung, FSJ- viele würden in etwas Neues aufbrechen. Er beneide die Schüler um diesen Weg in die spannende Welt, in die offene Zukunft mit vielen Möglichkeiten. Sie seien Chance und Last, und er wünsche ihnen ein gutes Händchen bei ihren Entscheidungen, wozu auch zähle, einen eventuell falschen Weg zu revidieren. Der Weg gabele sich, werde optisch zum Y, »das Logo Ihrer Generation.« Sie sei mit dem Smartphone in der Hand geboren, das Leben 2.0 sei völlig selbstverständlich; aber das Y stehe auch für das englische »Why?«, »Warum?« Die Generation hinterfrage alles, stelle die Leistungsgesellschaft in Frage, sehe Fun statt Pflicht, tue das, was sie für richtig halte. Frech, laut, fordernd, verwöhnt? So einfach könne man das nicht zusammenfassen, schon gar nicht an einem solchen Tag, an dem die große Leistung im Mittelpunkt stehe. Es sei gut, alles zu hinterfragen. Ziel des Lebens sollte es nicht sein, jemand Großes zu werden, den eigenen Weg zu gehen. Aber bei allen positiven Lebensentwürfen sollte man das Weltrund nicht aus dem Blick verlieren - und so wurde aus  dem Bild der sich gabelnden Wege das Peace-Zeichen. »Behalten Sie den Blick fürs Ganze, die Welt wartet darauf, dass Sie sich ihr zuwenden, sie hat Sie bitter nötig.« Krieg und seine Folgen rückten näher an Europa und Deutschland heran, und die Flüchtlinge zeigten, wie fragil das Leben sei. »Ein Leben in Frieden, das ist mein größter Wunsch für Sie«, betonte der Schulleiter. Er wünsche Glück und Sicherheit und dass sie zum Frieden beitragen könnte, in der Gesellschaft und in sich selbst.
Er dankte auch den Eltern, die ihre Kinder der Paul-Gerhardt-Schule anvertraut und sie unterstützt hätten, und er dankte den Schülern, dass sie an der PGS gewesen seien. »Kommen Sie gut in Ihre neue Lebensphase - und lassen Sie mal von sich hören. Auf Wiedersehen!«
Für das Schulwerk, die Trägereinrichtung der Landeskirche, gratulierte Gerd Brinkmann. Nach zahlreichen Prüfungen seien die Schüler jetzt erlöst: »Genießen Sie, feiern Sie«, so sein Rat. Dass eine evangelische Schule ein Tempel sei, das habe man noch von keinem Schulleiter verlangt, schmunzelte er. Götter und Halbgötter würden jetzt ins wahre Leben gehen und erforschen, was in ihnen stecke. Ihm gefalle das selbstbewusste Bild. Zum Aufbruch sei ihnen Gutes mit auf den Weg gegeben worden, kritisches Denken, Verantwortung, Solidarität, Mut, Begabungen. Selbstbewusst und miteinander zu leben, das habe die Schule vermittelt, und er hoffe, dass die Abiturienten das mitnehmen würden.
Nach acht Jahren sei ein Etappenziel erreicht, stellte Eckhard Kahnert vom Schulelternrat fest. Der Weg sei nicht immer einfach gewesen, aber er hoffe, dass die Absolventen die Schule in guter Erinnerung behielten. Die Eltern hätten für Wurzeln und Flügel gesorgt, damit ihre Kinder tatkräftig und lebensfroh ihren Weg gehen könnten. Die jungen Erwachsenen hätten den offenen Umgang mit Menschen gelernt - jetzt gehe es auf den weiten Weg in die Welt. Er wünschte ihnen den Mut, sich zu verändern, und sie sollten keine Angst vor Fehlern haben.
Mit viel Humor schauten Lena Schmidt und Niklas Fingerhut auf die Schulzeit zurück. Man sei reicher an positiven und negativen Erfahrungen, und vielleicht werde man die Schule »so'n bisschen« vermissen. Der Schulalltag habe sich fest in die Köpfe gebrannt, und so gab es viele Lacher bei der Schilderung eines typischen Schulbeginns im zwölften Jahrgang. Motto-Tage und Abi-Gag seien unvergessen. Die guten Freunde, die man gefunden habe, würden sicher erhalten bleiben. »Wir sind Stecknadeln, die über dem Heuhaufen der Welt ausgeschüttet werden.« Nun gelte es, das Beste daraus zu machen und den dünnen Faden der Verbindung nicht reißen zu lassen. Dank richteten sie an die Schüler, dass sie es geschafft hätten, sich immer wieder zu motivieren, und an die Lehrer, die sie immer bei Laune halten konnten, denn das Abitur sei nicht nur das eigene Verdienst, sondern habe das Kollegium Nerven gekostet. Dank ging weiter an Eltern und Freunde für die Unterstützung. »Was jetzt? Studium, Ausbildung, Ausland, nichts? Wir wünschen allen einen guten Weg durch den Heuhaufen der Welt.« Man werde auch einmal in einer Sackgasse landen. »Aber lasst uns unsere Träume verwirklichen und unser Leben zu etwas Besonderem machen.«
20160620 Abiturentlassung 2Die Ergebnisse des Abiturs gab Manfred Renger bekannt: 88 Schüler sind zur Prüfung angetreten, 44 Männer und 40 Frauen – haben die Reifeprüfung bestanden, vier erhalten die Fachhochschulreife. Ein Sechstel hat eine Eins vor dem Komma, die Hälfte eine Zwei. Die Durchschnittsnote lag bei 2,64, »das ist so okay«, sagte er augenzwinkernd. Bei den Jungen lag der Notendurchschnitt bei 2,71, bei den Mädchen bei 2,57.
Auszeichnungen für besondere Leistungen im Fach Religion erhielten Jan Hendrik Giering, Elina Teichröb, Luka Schillig und Elvira Schmidt. Für die Fächer Physik und Mathematik wurde Jasper Ragnitz geehrt, für Chemie Luka Schillig. Für den Einsatz für die Schulgemeinschaft wurden Elisabeth Lange, Niklas Fingerhut und Paul Moersener gewürdigt, für das Engagement im Bereich Kunst Annika Klingenberg, und für die Unterstützung bei Veranstaltungen Felix Banning.
Die Traumnote von 1,0 hat Luca Schillig erreicht, 1,2 schaffte Felix Meyer, und mit 1,3 haben Hannah Meyer, Robin Albrecht und Patricia Reischenbacher abgeschnitten.
Gottesdienst und Entlassungsfeier wurde gestaltet von Annika Dreyer, Niklas Fingerhut, Julia Gnioth, Elisabeth Lange, Paul Moersener, Lena Schmidt, sowie Dr. Friedhelm Flamme, Anna Moersener und Pearl Voigt. ek

Einbecker Morgenpost
20. Juni 2016
Fotos: Kondziella

 

 

 

20160618 RuderkursElfter Jahrgang der Paul-Gerhardt-Schule auf Ruderkurs bei Wilhelmshausen
DASSEl. »Alles vorwärts! Und los! « schallte es auch in diesem Jahr wieder über die Fulda bei Wilhelmshausen: Vor kurzem ruderten, badeten, kochten und lachten 19 Schülerinnen und Schüler des 11. Jahrgangs der PGS Dassel, was das Zeug hielt.
Direkt nach der Ankunft, der in diesem Jahr nicht nur eine Anreise per Auto und Motorrad, sondern sogar auch per Fahrrad vorangegangen war, erfolgte das Einrichten im Bootshaus der Universität Göttingen. Hierbei wurde bereits das erste Mal herzlich gelacht, nachdem eine Schülerin fragte: »Gilt die Zimmertrennung von Jungen und Mädchen nach oder vor 22.30 Uhr? « Anschließend wurden dann nach einer kleinen Bootskunde die Viererboote »Kanzler« und »Undine« zu Wasser gelassen, die im Übrigen während der gesamten Woche treueste Dienste leisteten und den Kursteilnehmern beim Erlangen erster Rudererfahrungen und dem Entwickeln ihrer praktischen Fähigkeiten halfen. Der anstrengende Tag wurde schließlich mit einem gemeinsamen Essen und einem abendlichen Bad in der Fulda, deren Wassertemperatur sich deutlich kühler herausstellte als erwartet, abgeschlossen.
Am Dienstag, dem einzig regnerischen Tag der Woche, erhielten die Lehrer zunächst Unterstützung von einem ehemaligen Kursteilnehmer, der alle Schüler von nun an zum Äußersten trieb: »Leute, achtet auf eure Synchronität«, wird hierbei sicherlich vielen als Credo der Woche im Gedächtnis geblieben sein. Doch nicht nur in den Vierer-, sondern auch in den Zweierbooten »Prof« und »Magister« wurde an diesem Tag fleißig das Geben von Kommandos und das Verfeinern der Rudertechnik geübt; schließlich stand am nächsten Tag die Steuermannprüfurig an, die von allen Teilnehmern erfolgreich bestanden wurde. Auch die ersten Funboote, die einen Übergang zum äußerst langen und instabilen Skiff (Einerboot) darstellen, kamen zum Einsatz.
Am Mittwoch und Donnerstag stand, entgegen allen Erwartungen, das Rudern auf dem Programm, was allen Schülern Gelegenheit gab, ihre Fähigkeiten nicht nur im Vierer, Zweier und Funboot weiter zu entwickeln, sondern auch ihre Schwimmfertigkeiten zu testen. Zurückzuführern ist dieses unfreiwillige Kentern dabei wohl auf den Einsatz der Skiffs »Kleiner Satan«, »Backbord« und »Praxis«, deren Nutzung ab Mittwoch für alle Teilnehmer Pflicht war. Ein Schüler fiel hierbei besonders auf, da er, getreu dem Kursmotto »Entern oder Kentern«, während der Woche ganze sechs Mal unfreiwillig die Fulda von unten betrachtete.
Donnerstagnachmittag begann dann schließlich die Technikprüfung im Vierer, die bis in den Abend dauerte und von Allen souverän gemeistert wurde. Den letzten gemeinsamen Abend ließ man dann anschließend mit einem Abschlussgrillen entspannt ausklingen, um frisch und ausgeruht in die letzte anstehende Prüfung am Freitagmorgen zu gehen: Das 5OO-Meter- Zeitfahren im Skiff. Obwohl es vielen Teilnehmern davor graute, war eine starke Verbesserung der Ruderfertigkeiten im Vergleich zum Anfang der Woche bei allen zu erkennen, sodass die meisten Schüler mit ihren erzielten Ergebnissen zufrieden waren und  ich abschließend mit einem obligatorischen Stück Erdbeerkuchen dafür belohnen konnten.
Was also bleibt von dieser Woche? Sicherlich sind es Blasen an den Händen, Muskelkater an unzähligen Stellen und klingende Kommandos in den Ohren. Aber eben auch schöne Erinnerungen an eine Zeit, die geprägt war vom Reinfallen und Weiterrudern, vom allabendlichen Schwimmen, vom Essen an der Currywurst-Bude gegenüber, vom gemeinsamen Kochen und, last but not least, dem tollen Zusammengehörigkeitsgefühl.

Einbecker Morgenpost
18./19. Juni 2016

 

 

 

20160617 Gruppenfoto AbiturDASSEL. Folgende Schülerinnen und Schüler haben das Abitur oder die Fachhochschulreife an der Dasseler Paul-Gerhardt-Schule erlangt:
Robin Albrecht, Eschershausen, Anna Christina Baeumer, Dassel-Lauenberg, Felix Banning, Dassel-Lüthorst, Tim Bartkowiak, Dassel-Hoppensen, Alina Borns, Dassel-Krimmensen, Adrian Brandt, Dassel-Lüthorst, Leonie Brandt, Dassel-Lüthorst, Chris Bruchmüller, Dassel-Lauenberg, Annika Dreyer, Stadtoldendorf, Yannis Drinkmann, Dassel-Lüthorst, Niklas Fingerhut, Dassel-Lüthorst, Eva-Freitagsmüller, Dassel,  Alex Patricio Gabriel, Negenborn, Maximilian Garbe, Dassel-Mackensen, Jan Hendrik Giering, Einbeck,  Julia ,Gnioth, Stadtoldendorf,  Maurice Gömann, Lüerdissen,  Marlena Grobe, Dassel-Markoldendorf, Janna Groeneveld, Dassel-Markoldendorf,  Theresa Grotenburg, Stadtoldendorf,  Florian Gutermuth, Dassel-Lüthorst, Jan-Philipp Haas, Dassel-Mackensen, AdrienHaase, Dassel-Lüthorst, Adrian Ruben Hafermann, Einbeck,  Robin Heinemeier, Dassel-Amelsen, Carsten-Patrick Henne, Uslar, Franziska Henne, Uslar,  Simon Henne, Dassel-Deitersen, Tatjana Hirschfeld, Dassel-Sievershausen, Hendrik Hundertmark, Northeim-Edesheim, Eva Alexandra Hüser, Einbeck-Hullersen, Lena-Marie Hütte, Deensen,  Pia Jacobs, Negenborn, Philipp Jockisch, Dassel-Markoldendorf, Daniel Klein, Deensen, Robin Klein, Holzminden,  Annika Klingenberg, Holzminden,  Lilija Kraft, Heinade,  Kevin Kraus, Dassel-Eilensen, Bennet Kreikenbohm, Stadtoldendorf,  Lea Kristin Krieger, Bevern,  Anica Lampe,Einbeck,  Elisabeth Franziska Lange, Holenberg,  Kerstin Langer, Stadtoldendorf,  Felix Lindner, Dassel,  Nicole Meinzer, Stadtoldendorf,  Felix Meyer, Dielmissen,  Hannah  Meyer, Dassel-Sievershausen, Paul Moersener, Holenberg,  Jannik Mollenhauer, Einbeck-Salzderhelden, Friederike Müller, Dassel-Markoldendorf, Joana Müller, Dassel-Lüthorst, Nikolai Müller, Dassel-Amelsen, Sarah Müller, Dassel-Lüthorst, Maike Petrik, Langenhagen,  Jonas Possner, Dassel,  Björn-Mika Prüßmann, Heinade,  Jasper Ragnitz, Dassel-Markoldendorf, Patrizia Reischenbacher, Deensen-Schorborn, Dorothea Rothämel, Isernhagen, Tim Rückemann, Dielmissen, Jan Rudhoff, Dassel-Mackensen, Michel Rusch, Einbeck-Vogelbeck, Lukas Sagljada, Lenne, Miriam Santo, Dassel,  Luka Schillig, Dassel-Hilwartshausen, Bettina Schleise, Stadtoldendorf, Elvira Schmidt, Heinade,  Lena Schmidt, Dassel,  Lennard Schmidt, Dassel-Hilwartshausen, Hendrik Schwerdtfeger, Dassel-Sievershausen, Julia Schwerdtfeger, Dassel,  Angelina Sonnemann, Dassel-Sievershausen,  Elina Teichröb, Stadtoldendorf,  Rudolf, Tissen, Dassel-Markoldendorf,  Cedric Tschentscher, Dassel-Amelsen,  Patricia Utermöhle, Deensen, Sandro Vece, Eschershausen,  Stefanie Voss, Dassel-Relliehausen, Victoria Weikum,Dassel-Markoldendorf,  Roman Wendt, Stadtoldendorf,  Miriam Werner, Stadtoldendorf,  Kira Wippermann, Dassel-Hilwartshausen,  Lucas Sedric Wirth, Dassel,  Christian Wolter, Dassel-Portenhagen, Okan Yorulmaz, Dassel,  Colleen Zellmer, Dassel-Markoldendorf, Jacob Zimmer, Einbeck-Vogelbeck.
Die Abiturienten werden am kommenden Sonnabend, 18. Juni, ab 10 Uhr in der Martinskirche in Markoldendorf verabschiedet.

Einbecker Morgenpost
17. Juni 2016

Foto: O. Philipp

 

 

 

20160613 Sprachlernklasse unterwegsDASSEL. So richtig konnten sich die neun Schüler anfangs wohl nicht vorstellen, auf welches Abenteuer sie sich eingelassen hatten. Welche Tiere sie sehen würden, -wurde ihnen erst auf dem Rundgang durch den Wildpark klar. Das Staunen fing schon auf der Hinfahrt an. Der Solling zeigte sich von einer sehr freundlichen Seite. Die Schüler erzählten davon, wie sie bei ihrer Ankunft in Europa gestaunt haben, dass alles so grün ist. Der Waldpädagoge Olaf Hettling führte die Gruppe durch den Wald, erklärte wie und wo die Tiere leben, welche Bedürfnisse sie haben, wie man sie schützen kann und beantwortete geduldig alle Fragen. Auch konnte er die Schüler mit einigen erlebnispädagogischen Spielen besonders herausfordern, zum Beispiel mussten sie Knochen, Teile von Geweihen, Keilerzähne und noch vieles andere ertasten und erraten. Da musste dann doch mal das Wörterbuch angeklickt werden, um diese außergewöhnlichen Vokabeln zu erklären. Besonders beeindruckend waren aber die Wölfe, die sich gerade auf ihren Tierpfleger freuten, der  ihnen etwas zu fressen geben sollte. Da erhoben die Wölfe ein Geheul an, dass alle und nicht nur die Schüler gebannt hinsehen mussten. Viele andere Tiere haben die jungen Menschen noch nie gesehen: Seeadler, Eulen, Luchse  Eichhörnchen, Pfauen, Rotwild und noch viele mehr. Leider beendete der sturzbachmäßige Regenguss dann den Ausflug. Im trockenen Eingangsfoyer des Wildparks konnten die Schüler dann noch die Ausstellungsstücke ansehen, die auch viele Möglichkeiten zum Anfassen, Ausprobieren und Hören boten. Allen war am Ende klar, dass das nicht der letzte Ausflug war.

Einbecker Morgenpost
13. Juni 2016
Foto: PGS

 

 

 

Partnerschaft zwischen Paul-Gerhardt-Schule und ArbeiterKind.de


Die Paul- Gerhardt- Schule in Dassel ist jetzt offizielle Partnerschule der gemeinnützigen Initiative ArbeiterKind.de - und damit die zweite Schule überhaupt in Niedersachsen. »Nach der sehr guten Zusammenarbeit in den vergangenen Schuljahren, freuen wir uns natürlich sehr, dass wir die Paul-Gerhardt-Schule gewinnen konnten und wir nun regelmäßig die Schüler rund um das Thema Studium informieren und bei Fragen unterstützen können«, sagte Anika Werner, Regionalkoordinatorin von ArbeiterKind.de in Niedersachsen. Schulleiter Gerhard Wittkugel unterstrich, dass es ihm sehr am Herzen liege, die Schüler fürs Studium zu interessieren.

20160611 ArbeiterkindDASSEL. Durch die Initiative von Ann-Christine Meier, ehemalige Schülerin und Engagierte bei Arbeiterkind.de, haben an der Paul- Gerhardt-Schule bereits mehrere Schulvorträge stattgefunden. In den Vorträgen wurden die Schüler durch das Teilen der persönlichen Bildungsgeschichte der Engagierten von Arbeiterkind.de zu den Fragen »Warum studieren? Was studieren? Wie finanzieren? « informiert, Ängste und Vorurteile wurden abgebaut und Studieninteressierte zu einem Studium ermutigt. »Wir wollen nicht, dass alle studieren«, stellte Werner heraus, »aber die Schüler sollen die Wahl haben und für sich selbst die richtigen Weichen stellen: Sie sollen das machen, wofür sie brennen.«
Mit der Kooperationsvereinbarung erklärt sich die Schule bereit, mit Unterstützung von ArbeiterKind.de Schüler ohne akademische Vorbilder in ihrer Familie zu einem Studium zu ermutigen und mit Informationen beispielsweise, zum Thema Stipendien zu versorgen. Die Ehrenamtlichen der lokalen ArbeiterKind. de Ortsgruppe Holzminden werden zukünftig regelmäßig Informationsveranstaltungen rund um das Thema Studium an der Paul- Gerhardt-Schule durchführen.
Das Engagement von ArbeiterKind.de stuften die Lehrer Manfred Braun und Oliver Sassin als bedeutsam für Schüler und Eltern ein. Die Schule nehme die Studien- und Berufsorientierung in den Fokus, organisiere auch Fahrten zur Universität Göttingen.
Ziel von ArbeiterKind. de ist es, junge Menschen aus Familien, in denen kaum jemand studiert hat, zur Aufnahme eines Hochschulstudiums zu ermutigen und ihnen Hilfestellung beim Studieneinstieg zu geben. Laut der aktuellen Sozialstudie des Deutschen Studentenwerks (DSW) nehmen von 100 Akademikerkindern 77 ein Studium auf. Dagegen studieren von 100 Nicht-Akademikerkindern lediglich 23, obwohl doppelt so viele die Hochschulreife erreichen. Die finanzielle Belastung ist nur ein Grund, die Schüler vor einem Studium abschrecken.
Die Ehrenamtlichen von ArbeiterKind.de unterstützen kostenlos und aufgrund ihrer eigenen Studienerfahrungen und haben immer Tipps parat. »Wir freuen uns auf einen regen Austausch mit den Schülern in Dassel und unterstützen gern beim Weg an die Hochschule«, so Ann-Christine Meier, die in Holzminden die Arbeiterkind.de Gruppe gegründet hat.
Das Netzwerk Arbeiterkind.de besteht aus 6.000 ehrenamtlich Engagierten. Wer unsicher ist, ob sich ein Studium lohnt, oder wer nicht weiß, welches Fach passend wäre, kann sich unter www.arbeiterkind.de oder am Infotelefon unter 030/679672750 donnerstags zwischen 13 und 18.30 Uhr informieren.

Einbecker Morgenpost
11./12. Juni 2016
Foto: Stöckemann

 

 

 

20160610 Rumpel Stilz 1DASSEL. Unter der Regie von Sigrid Städtler und Lehrerin Cornelia Ehling entstand ein humorvolles Bühnenstück, das den Titel »Rumpel und Stilz« trägt. Die aufgepeppte Version des Grimmschen Märchens, machte es möglich, dass die Teilnehmer in für sie passende Rollen schlüpfen konnten. Die Zuschauer hatten große Freude am Spiel der Akteure. Da waren der König, der fortwährend Gold verlangte, sowie die Marktfrau und die Küchenhilfe, die tratschten, dass des Müllers Tochter Lisa Stroh zu Gold spinnen kann. Den König plagten arge Verlustängste, er fürchtete um seine Goldvorräte - da half nur die progressive Muskelentspannung. Als Lisas 20160610 Rumpel Stilz 2Fähigkeiten bekannt wurden, sollte sie für neues Gold sorgen, so der Plan von Dragomir, der dank des Goldes später die verschwenderische Arabella ehelichen konnte. Derweil plagten das Pärchen Rumpel und Stilz Sorgen, denn Rumpel wünschte sich ein Kind. Die Lösung lag nahe: Rumpel und Stilz versorgten Lisa mit Gold und verlangten dafür ihr Kind, das sie mit dem Prinzen hatte. Ein Jahr später wollen Rumpel und Stilz das Kind abholen. Doch Lisa flehte um Nachsicht - wenn sie die Namen der beiden errät, nehmen sie mit einem Kuscheltier vorlieb, lautete das Geschäft. Allerlei Doppel-Namen ließ sich Lisa sagen - von Timon und Pumba über Cody und Zack bis hin zu Gottfried und Friederich. Am Ende zog Lisa den Publikums-Joker und erfuhr die Namen. »Das hat der Teufel dir gesagt«, vermutete Stilz,  der zusammen mit Rumpel nun nur einen Stoff-Affen sein Eigen nennen konnte. Die feine Inszenierung mit lustigen Einfällen begeisterte die Zuschauer, die die Schauspieler mit viel Applaus bedachten. Die Harz-Weser-Werkstätten bedankten sich bei der PGS für die gute Zusammenarbeit. Dank galt auch Sigrid Städtler und Cornelia Ehling. Schüler und Harz-Weser-Mitarbeiter, ist sich Ehling sicher, profitieren vom gemeinsamen Spiel. Und Koordinatorin Birgit Witte bedankte sich bei den Akteuren und dem »tollen« Publikum.

Einbecker Morgenpost
10. Juni 2016
Fotos: Stöckemann

 

 

 

20160607 Luther 0576DASSEL. Wie würden Jugendliche von heute den Inhalt solcher Lieder wie »Nun freut euch, ihr lieben Christen g'mein« oder »Die beste Zeit im Jahr ist mein« von Martin Luther ausdrücken? Die Klasse 8e der Paul-Gerhardt-Schule in Dassel hat sich, gemeinsam mit ihrer Musiklehrerin Anke Wurmstädt, auf ein interessantes Projekt eingelassen. Fritz Baltruweit, Pastor und Liedermacher; bekannt durch evangelische Kirchentage, sowie sein Sohn Benno, Tontechniker und Rapper aus Hannover, kamen nach Dassel, um mit den Schülern genau daran zu arbeiten. Das Projekt streckte sich über vier Tage und es war erstaunlich, wie produktiv der Arbeitsprozess gelang. Nach dem Hören der Lieder und dem anschließenden Herausarbeiten der Themen wurde eifrig in Zweiergruppen geschrieben und »performt«. Die Ergebnisse ließen sich sehen und hören. Eine Jury, bestehend aus drei Schülerinnen und Schülern aus höheren Klassen, sowie Religions-, Deutsch- und Musiklehrern, beurteilte die Ergebnisse. Die ersten vier Gruppen haben nun die Möglichkeit, ihre eigenen Raps in Hannover in einem professionellen Tonstudio aufnehmen und auf eine CD produzieren zu lassen. Eine Präsentation der Raps in einem öffentlichen Rahmen ist ebenso geplant: Am 27. August findet in Hannover der »Tag des Ehrenamts« statt. Hier werden die Schüler auf einer großen Bühne vor entsprechend großem Publikum auftreten. Vorab ist das Dasseler Publikum zu einem Konzert eingeladen: am 13. Juni ab 18 Uhr in der Aula der PGS.

Einbecker Morgenpost
07. Juni 2016

Foto: O. Philipp

 

 

 

Jugend forscht: VDI-Sonderpreis für PGS-Schüler
20160607 SonderpreisDASSEL/HOLZMINDEN (r). Die monatelange Vorbereitung auf den diesjährigen Regionalwettbewerb Jugend Forscht /  Schüler experimentieren in Braunschweig hat sich für Constantin Tilmann Schott aus der Klasse 8b der Paul-Gerhardt- Schule in Dassel gelohnt. Der aus Holzminden stammende Schüler erhielt den VDI-Sonderpreis für die "Originellste Arbeit". Constantins Studie über "Tätigkeitsabhängiges Zeitempfinden" fand großes Interesse, auch bei dem führenden Zeitforscher Deutschlands, dem Psychologen PD Dr. Marc Wittmann von der Universität Freiburg.
"Mich hat fasziniert, dass man Dinge finden kann, die noch keiner gefunden hat, dass man so halt was in die Hand nehmen kann", so begründete der Schüler seine hohe Motivation. Die teilnehmenden Schüler haben sich seit Schuljahresbeginn zusammen mit dem PGS-Lehrer Carsten Winkler darauf vorbereitet.
Ideensammlung, Planung, Experimente, Dokumentation und Präsentation nahmen viel Zeit in Anspruch. Für die begeisterten Schüler verging sie jedoch wie im Flug.

Täglicher Anzeiger Holzminden
07. Juni 2016

 

 

 

20160606 AktienDASSEL. Seit 2012 gibt der PGS Lernfonds Aktien als besonderes Spendenmedium heraus, die sich auch gut verschenken lassen. Jeder eingenommene Euro geht direkt in die Unterstützung von Familien der Paul-Gerhardt-Schule (PGS) Dassel mit geringem Einkommen, die diese für diverse schulische sowie außerschulische Belange nutzen. Die Aktien sind mit Bildern von Schülern der PGS bedruckt. In diesem Jahr verschönert Lea Klages aus der Klasse 6c mit ihrem Bild »Die fantastische Stadt« die 25-Euro-Aktie, Kai Beddies aus der 8b mit »Zeitreise in das Jahr 2116« die 50er-Aktie und Annika Klingenberg aus dem aktuellen Abiturjahrgang mit »Auf dem Weg 1« die 100er-Aktie. Die Kunstlehrerschaft hat die Aktienmotive 2016 vorausgewählt und durch eine Umfrage unter den gut 1.500 Nutzern des schuleigenen Intranets wurden sie endgültig ermittelt. Mittlerweile gibt es schon über 50 Lernfondsaktionäre, die teilweise mehrfach Aktien erworben haben. Und wie es sich für eine AG gehört, gibt es regelmäßige Aktionärsversammlungen. Alle zwei Jahre werden die »Lernfondsaktionäre« eingeladen, auf den neuesten Stand gebracht und man diskutiert neue Entwicklungen des Lernfonds. Für kommenden Herbst ist die zweite Aktionärsversammlung geplant. Wie erwirbt man Aktien? Man kann die neuen und auch die älteren Aktienjahrgänge über www.lernfonds.de oder über das Schulsekretariat der PGS, Telefon 05564/9608-0, bestellen. Das Bild zeigt die Kunstpädagoginnen der PGS Birgit Goertz und Ulla Feiste sowie Lernfondssprecher Thomas Burg mit Kai Beddies und Lea Klages, es fehlt Annika Klingenberg.

Einbecker Morgenpost
06. Juni 2016

Foto: O. Philipp

 

 

 

 20160519 Deutschen Theater

Im Rahmen des Projekts »Schule: Kultur!« arbeitet die PGS mit dem Deutschen Theater Göttingen zusammen. Die 5c wird im nächsten Februar auf der Bühne des Deutschen Theaters in Göttingen zu sehen sein.

Projekt »Schule: Kultur!« I Thema »Kindheit in der NS-Zeit« I Zeitzeugen gesucht für Interviews

DASSEL. Kunst und Kultur werden in Niedersachsen stärker im Alltag der Kinder und Jugendlichen in den allgemein bildenden Schulen verankert. Zusammen mit der Stiftung Mercator haben das Niedersächsische Kultusministerium und das Ministerium für Wissenschaft und Kultur das Projekt »Schule: Kultur!« initiiert. Ziel dieses Vorhabens ist es, Schüler aller Jahrgänge für kulturelle Aktivitäten und kreatives Schaffen zu begeistern. Zunächst 40 Projektschulen werden durch das Land und die Stiftung Mercator gefördert und arbeiten mit Kultureinrichtungen zusammen. Schulen und kulturelle Partner bauen dabei gemeinsam ein fächerübergreifendes kulturelles Bildungsangebot auf.
Eine der ausgewählten Schulen ist die DasseIer Paul-Gerhardt-Schule (PGS). Bei dem Projekt soll Kultur in den Unterricht aller Fächer hineinwirken, damit sich ein fächerübergreifendes kulturelles Bildungsangebot entfalten kann, das langfristig die Schulqualität verbessert. Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit mit dem Deutschen Theater Göttingen wird die Klasse 5c (Darstellendes Spiel) ein Bühnenstück entwickeln und ab 11. Februar in Göttingen aufführen. Thema ist die »Kindheit in der NS-Zeit«. Die Schüler erfahren über Interviews mit Zeitzeugen, wie es sich angefühlt hat, zwischen 1933 und 1939 als Jugendlicher gelebt zu haben. Grundlage sind Interviews: Bisher haben sich 13 Zeitzeugen gefunden, die bereit dazu sind. Weitere Zeitzeugen, die aus ihrer Jugendzeit in den 1930er Jahren berichten, werden gesucht, gerne können sie sich melden bei der Theaterpädagogin Gabriele Michel-Frei, Telefon 055511496948, E-Mail theaterpäDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
Das Theaterstück, das zusammen mit Schauspielern, Dramaturgin Sonja Bachmann und Regisseur Gernot Grünewald entwickelt wird, basiert auf diesen Interviews. Dabei geht es nicht darum, »historisch Korrektes« auf die Bühne zu bringen, vielmehr werden die Geschichten mit Fakten verwebt. Die offene Herangehensweise wird sicherlich dazu beitragen, »dass ein großer Kuchen gebacken wird, an dem viele teilhaben können«, so die Theaterpädagogin.
Bei der Entwicklung des Stücks sollen »viele Sachen ausprobiert« werden, berichtet die Theaterpädagogin weiter. Die Schüler werden begleitet, machen mit Schauspielern spielpraktische Übungen, sind zum Besuch im Deutschen Theater eingeladen. Im nächsten Jahr stehen zweiwöchige Proben an, dabei werden weitere Schauspieler und Schüler in Göttingen einbezogen. Schon jetzt freuen sich die Schüler der 5c, wenn die »Profis« aus Göttingen in den Unterricht kommen und ihnen »neue Spiele« beibringen. Auch die Interviews mit den Zeitzeugen sind für sie eine neue Erfahrung – die Jugend in den 1930er Jahren weicht von ihrer Lebenswirklichkeit ab, hat sie »beeindruckt «. Die 5c freut sich, einen Blick hinter die Theaterkulissen werfen zu können. Die Schüler fürchten sich aber auch ein bisschen vor dem Auftritt, haben Angst, den Text zu vergessen, verraten sie. Lampenfieber aber gehört für alle dazu.
Das Projekt »angezettelt« hat die stellvertretende Schulleiterin Monika Fahrenbach. Unterstützt wird sie von Kulturkoordinatorin Ulla Feiste, der stellvertretenden Kulturkoordinatorin Uta Möllers und den Klassenlehrerinnen der 5c, Cornelia Ehling und Dr. Kerstin Kähling. Auf Seiten des Deutschen Theaters Göttingen arbeiten mit Sonja Bachmann, Dramaturgin, Gabriele Michel-Frei, Theaterpädagogin, Schauspieler wie Benjamin Krüger und Regisseur Gernot Grünewald. Angelegt ist das Projekt auf zwei Jahre.
Ab 11. Februar 2017 zeigen die Dasseler Schüler der Paul-Gerhardt-Schule Dassel ihr Stück dann im DT 2 Göttingen – auf einer richtigen Bühne, ganz nah an den rund 80 Zuschauern pro Vorstellung. Sts

Einbecker Morgenpost
19. Mai 2016
Foto: Stöckemann

 

 

 

20160507 SchafeDASSEL. Sieben Jugendliche haben sich am Zukunftstag »Schäferei« des NABU Dassel-Einbecks an der Paul-Gerhardt-Schule in Dassel beteiligt. Zwei Schülerinnen waren dazu aus Hannover angereist. Im theoretischen Teil wurden durch die erste Vorsitzende Sabine Schumacher klassische Themen wie der berufliche Werdegang und Verdienstmöglichkeiten genauso vermittelt wie ein umfänglicher Einblick in die Schafhaltung an sich gegeben wurde - darunter die Vorstellung verschiedener Schafrassen, deren Haltung, Wolle und Fleisch sowie deren Vermarktung und die Landschaftspflege. Anhand der Darstellung verschiedener Landschaftstypen wurde verdeutlicht, wie wichtig die Schafhaltung nicht nur für die Pflanzen- und Tierwelt ist, sondern dass auch der Mensch ganz praktischen Gewinn durch die Weidetierhaltung erfährt: Erosions- und Hochwasserschutz waren hier einprägsame Beispiele. Biotoptypen, die durch Beweidung erst entstanden sind und einen erheblichen Beitrag zur biologischen Vielfalt beisteuern, wurden näher vorgestellt. Neben der Untersuchung von Wolle durch das Mikroskop gab es auch ein Spiel, aus dem sich erschließen ließ, wie Muttertiere und Lämmer sich in einer Herde wieder erkennen. Die Jugendlichen stellten im Grünflächenbereich der Paul-Gerhardt-Schule eine so  genannte wolfssichere Zäunung auf. Dabei wurde deutlich, wie aufwändig die Schafhaltung im Gelände ist. Zuletzt übernahm Schäfer Werner Borgelt mit seinen Leineschafen den praktischen Exkurs zur Schafhaltung. Klauenschnitt, Entwurmung, Ohrmarken sind nur Beispiele des sich wiederholenden Pflegeaufwands, den Weidetierhaltung erfordert. Die Freude am Beruf war dem Schäfer dabei anzusehen, weswegen Sabine Schumacher schmunzelnd den Jugendlichen sagte: »Woran erkennt Ihr den Schäfer? An den Lachfalten!«

Einbecker Morgenpost
07. Mai 2016

 

 

 

20160502 0509 aZum dritten Mal in diesem Schuljahr wurde an der Paul-Gerhardt-Schule in Dassel im Rahmen der Arbeitsgruppen der Kurs »10 Finger an 5 Tagen« durchgeführt. Unter Leitung von Ulrike Berghahn erlernten Schülergruppen im Computerräum an jeweils fünf Nachmittagen das Schreiben mit zehn Fingern auf der  Tastatur. Das Angebot richtete sich an die Schüler der Klassen fünf bis sieben. Die Schule plant, den begehrten Kurs auch im kommenden Schuljahr wieder anzubieten. Die erlernten Kenntnisse werden besonders in den Laptop-Klassen erfolgreich eingesetzt.

Einbecker Morgenpost
02. Mai 2016

Foto: O. Philipp

 

 

 

20160416 ShalomReuven Moskovitz (87), Holocaust-Überlebender, Gründer der Deutsch-Israelisch-Palästinensischen Gesellschaft und Preisträger des Aachener Friedenspreises, Buchautor und Musiker, war jetzt an der Paul-Gerhardt-Schule zu Gast. Er stellte sich dabei auch den Fragen der Schüler des zehnten und elften Jahrgangs. In dieser Veranstaltung, die auf Initiative von Wilhelm Scheele, Markoldendorf, von Detlef Hasse und Manfred Braun an der PGS organisiert wurde, wurde sein Engagement als Mahner und kritischer Zeitzeuge deutlich. Als Mitbegründer des Kibbuz Misgav an der libanesischen Grenze und des jüdisch-arabischen Friedensdorfes Newe Schalom bei Tel Aviv ist er einer der ältesten und entschiedensten, aber auch umstrittensten Vertreter der israelischen Friedensbewegung, Moskovitz, zu Hause in Jerusalem, ein aufmerksamer und kritischer Beobachter der deutsch-israelischen Beziehungen, gab Auskunft über seine Vergangenheit. Er deutete mit Stichworten an, was er erlebte: das Ghetto, dann den Holocaust, den er überlebte. Er erzählte von seiner Rückkehr nach Deutschland 1974. Die Zuhörer konnten einer Rede folgen, in der Moskovitz hervorhob, wie nicht der Hass, sondern das Zutrauen zu einem gewandelten Deutschland seine Hoffnung gestärkt hatte. »Ein Held ist, wer seinen Feind zum Freund macht«, war ein Leitgedanke in seinen Worten. Moskovitz erzählte von einem persönlichen Anliegen in seinem Heimatland. Die Friedensarbeit beschäftigt ihn seit Jahrzehnten. Er setzt sich für den Ausgleich zwischen Israelis und Palästinensern ein. Deutschland könnte eine führende Rolle übernehmen, so der Friedensaktivist. Die Religion darf dabei nicht im Weg stehen, sondern kann helfen, sich friedlich einander zu nähern. Barmherzigkeit unter den Menschen hilft dem Leben mehr als der Einsatz von Waffen. Am Schluss stand die Ermutigung: »Ihr seid die Zukunft«, sprach er den Schülern zu, »Ihr gestaltet eure Gesellschaft und euer Land«, und er schloss mit einer Einladung in sein Land, die er in der Schule aussprach.

Einbecker Morgenpost
16. April 2016

Foto: O. Philipp

 

 

 

20160405 0341 aSchülerinnen und Schüler der Paul-Gerhardt Schule haben erfolgreich Cambridge-Englisch- Prüfungen bestanden. Zusammen mit ihrer Lehrerin, Elizabeth Oer übten sie von Februar bis November 2015 in einer zusätzlichen Arbeitsgemeinschaft. Die Prüfungen wurden dann in Hannover absolviert. Sie beinhalteten Lesen, Schreiben, Hörverständnis und Sprechen.
Die Cambridge-Englisch Prüfungen werden jedes Jahr von mehr als 5 Millionen Kandidaten weltweit absolviert und als wertvolle Zusatzqualifikation angesehen.

 

 

 

 

 

 

Folgende Zertifikate sind verliehen worden:

Cambridge Advanced Certificate Level C1 an Kilian Ropeter Cambridge First Certificate Level C1an Louisa Ebel, Annika Klingenberg, Anne Meisiek, Hannah Meyer, Nina Wedemeyer, Lucas Wirth

Cambridge First Certificate Level B2 an Christina Amelsberg, Melissa Bertram, Lars Gehrmann, Maurice Gömann, Sara Marx, Felix Meyer, Nadia Paulat, Anna Rose, Johanna Stahl und Linus Weilbacher.

Robin Albrecht bekam ein IELTS Zertifikat Level C1.

Einbecker Morgenpost
05. April 2016

Foto: O.Philipp

 

 

 

Vortragsreihe »Aus aller Welt - Ehemalige berichten« I Über den Tellerrand schauen
DasseI. »Guten Tag, mein Name ist Ralf Jasper und an diesem Ort habe ich mein Abitur in Biologie verhauen. « Mit den Worten setzte Ralf Jasper, Lehrer an der Grundschule Hermannshagen bei Hannoversch Münden, die Vortragsreihe »Aus aller Welt – Ehemalige berichten« für den elften und zwölften Jahrgang der PGS in Dassel fort, die im Rahmen der Berufsorientierung an der Schule implementiert wurde.
20160315 Ralf JasperFür Ralf Jasper geht es immer um das Weiterlernen. Denn obwohl die Schule damals teilweise angstbesetzt für ihn war und er deswegen Dinge wie Musik hören und Fahrrad fahren viel lieber tat, versuchte er stets, das Beste aus seiner Situation zu machen. Dabei half ihm auch zwischenmenschlicher Kontakt, den er besonders in der Kirchengemeinde fand. Auch die Wochenenddienste im Krankenhaus Stadtoldendorf führten zu einer Stärkung des Selbstbewusstseins. Im Jahre 1993 konnte es sich dann über sein bestandenes Abitur freuen. Da er seit seinem 16. Lebensjahr wusste, dass er Diakon werden wollte, erübrigte sich eine »lange Suche nach einem Beruf«. Doch gemäß Thees Uhlmanns bekanntem Liedtext »Du kriegst die Leute aus dem Dorf, aber das Dorf nicht aus den Leuten«, was die Mehrheit der Zuhörerschaft zum Schmunzeln brachte, fühlte er sich, wie ihm im Nachhinein klar wurde, durch seine dörfliche Umgebung auch eingeschränkt. Eine Möglichkeit über den »Tellerrand« hinauszuschauen, wurde aber durch seinen Freund und Mentor, dem Ortspastor, ermöglicht.
Nach der Ableistung seines Zivildienstes im Krankenhaus, einem einjährigen Vorpraktikum, dem Studium in Religionspädagogik und dem Anerkennungsjahr übte Jasper diese Tätigkeit als Diakon seit 2000 im Kreisjugenddienst und der Jugendkirche »marie« in Einbeck aus, wo er sicherlich vielen Personen noch bekannt ist. Dabei kümmerte er sich um Gottesdienste, kulturelle Angebote sowie die Organisation alljährlicher Sommerfreizeiten und um die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Irgendwann merkte er jedoch, dass ihm persönliche Weiterentwicklung und eine klare Arbeitsstruktur fehlten und begann daraufhin, auch mit Hilfe des damaligen Superintendenten und gemäß seinem Credo »Es geht ums Weiterlernen «, 2008 sein Lehramtsstudium in Hildesheim.
Seit 2014 unterrichtet er nun an der Grundschule in Hermannshagen, wo er nicht nur als Lehrer, sondern auch als Vaterersatz für seine kleinen Schützlinge fungiert: »Ich telefoniere mit Ärzten, dem Jugendamt und Eltern, denn lernen bedeutet immer auch Kooperation. Das macht meinen Beruf sozial«, so Jasper. Zudem ist er Bassist in der Musikgruppe »Ephatha«, die sich nicht nur bei Veranstaltungen in Südniedersachsen einen Namen gemacht hat, sondern auch bundesweit auftritt.
An dieser Stelle des Vortrages gab er den Schülern dann die Möglichkeit, selbst darüber nachzudenken, von welchen Menschen in ihrem Leben sie sich etwas sagen lassen. Er gab den Rat, Dinge von vertrauenswürdigen Älteren anzunehmen, offen für Anregungen zu sein und einfach mal probeweise einen anderen Weg zu gehen, wenn man gerade nicht weiß, welcher der eigene ist. Nach dem Abspielen der Sequenz von Eckart von Hirschhausens Pinguin »Finde dein Element« fand er sein abschließendes Fazit: »Nimm dich so an wie du bist, stärke deine Stärken und finde die für dich passende Umgebung, um glücklich zu werden!«

Einbecker Morgenpost
15. März 2016

 

 

 

 20160301 Kennenlernen

In der »Paula« der Paul-Gerhardt-Schule war mal wieder fast kein Stuhl mehr frei: 105 Viertklässler hatten sich mit Eltern und Geschwistern zum Kennenlerntag angemeldet. Schulleiter Gerhard Wittkugel freute sich über die starke Resonanz und die entspannte Atmosphäre. Schüler und Eltern wurden kurz nach der Begrüßung getrennt in Gruppen eingeteilt. Die Schüler konnten einen Einblick in die Unterrichtswelt der PGS nehmen und vieles ausprobieren, während ihre Eltern über das Schulgelände geführt wurden und besondere Projekte wie Ipad- Klasse, bilinguales Lernen und E-Learning vorgestellt bekamen. In der Aula präsentierten sich weitere Gruppen und Projekte, die zum Schulleben der PGS dazugehören wie zum Beispiel der Schulsanitätsdienst, das Beratungsteam, die Lernwerkstatt und der Schulförderverein sowie die Schulkleidung. Auch über das Diakonie-Profil, die Partnerschulen im Ausland, das Großprojekt »Schule:Kultur!« sowie den Bundeswettbewerb »Jugend debattiert « wurden die Eltern informiert. Zwischendurch konnten sich alle bei einem Frühstück stärken. Im letzten Drittel des Vormittags wurden die Eingangsprofile der PGS vorgestellt: Darstellendes Spiel, Forscher, Laptop und Bläser. Schüler aus diesen Profilklassen stellten dabei ihr Können unter Beweis. Und auch, wenn einer der jungen Referenten aus Jahrgang 5 selbstkritisch anmerkte »Ich weiß, ich bin nicht der Beste!«, so fand Birgit Witte, Koordinatorin für die Jahrgänge 5 und 6 sowie Organisatorin dieses Tages nur lobende Worte. Mit einem hohen Maß an Selbstständigkeit, Witz und Charme wurden die Vorzüge digitaler Lernmedien den Gästen praxisnah vorgestellt. Die Anmeldebögen gingen weg wie warme Semmeln.

Einbecker Morgenpost
1. März 2016

 

 

 

Elternabend an der PGS: Diplom-Psychologin Belz spricht über »Flucht, Traum, Resilienz« I Anlaufstellen
20160225 Schutzsuchende Menschen stabilisierenDassel. »Bei Flüchtlingen ist die Wahrscheinlichkeit erhöht, mit traumatischen Ereignissen konfrontiert zu werden und in deren Folge eine Posttraumatische Belastungsstörung auszubilden.« Das hob Maria Belz vom Asklepios Fachklinikum Göttingen hervor. Die Diplom Psychologin war jetzt zu Gast an der Paul-Gerhardt-Schule, die sich dem Thema »Flucht« auf vielfältige Weise annimmt.
Kriege, Konflikte, Naturkatastrophen oder wirtschaftliche Verhältnisse verursachen weltweit anhaltende Migrationsströme nach Europa. Erlebnisse während der Flucht, Trennung von der Familie, Haft oder Folter würden für die Betroffenen nicht selten ein hohes Risiko für die Entwicklung psychisch Traumafolgestörungen bergen. Wissenschaftler gehen davon aus, dass 40 bis 60 Prozent der Flüchtlinge unter Störungen leiden.
Ein Traum ist per Definition ein belastendes Ereignis oder eine Situation von außergewöhnlicher Bedrohung, die bei fast jedem Menschen eine Verstörung hervorrufen würde. Amerikanische Wissenschaftler verbinden dies mit einer Reaktion wie Furcht oder Hilflosigkeit. Unterschieden wird in verschiedene Traumata, wobei die von Menschen gemachten Traumata wie Vergewaltigung oder Krieg schädlicher seien, schließlich erschütterten sie das Vertrauen in andere Menschen. Ein Trauma könne einmalig sein, wiederholt, langandauernd und mit unvorhersehbarem Verlauf. Gerade Flüchtlinge seien wiederholt langandauernd betroffen. Nicht jedes Trauma aber führe zu einer Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS).
Flucht, Kampf und Erstarrung seien die Reaktionen auf ein Trauma. PTBS sei eine Art Gedächtnisstörung, fuhr Belz fort: Fragmentarische Erinnerungen die nicht in das autobiografische Gedächtnis eingebettet sind, schleichen sich ins Bewusstsein. Und das sei nicht steuerbar.
Als Symptome nannte Belz unkontrolliertes Wiedererleben, die fehlende emotionale Distanz, psychologischen Stress und Angstreaktionen sowie Albträume. Es gebe Vermeidungstendenzen bei traumaverbundenen Erinnerungen, ein Gefühl der Distanziertheit und ein Gefühl der beschädigten Zukunft. Ein- und Durchschlafstörungen, Gereiztheit, Wutausbrüche, Konzentrationsstörungen oder Schreckhaftigkeit - angesichts dessen sei nicht verwunderlich, wenn es zu Gewalt in Flüchtlingsheimen komme, in denen viele Menschen eng miteinander leben müssten, so Belz.
Bei Dauerstress neige das Gehirn zu Dissoziation, also zur Trennung von Wahrnehmungs- und Gedächtnisinhalten. Das Wiedererleben der belastenden Situationen könne zu plötzlichen Veränderungen führen, zu Ängstlichkeit oder Wut. Bei Gesprächen über das Herkunftsland könne ein Rückzug erfolgen. Eine Zukunftsperspektive fehle. Übererregung hingegen führe zu Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit, Reizbarkeit.
Bei mehr als 28 traumatischen Erlebnissen bilde jeder Mensch eine PTBS aus. Das zeige, dass der Mensch in der Lage sei, einiges zu verarbeiten. Gerade aber die nicht adäquate Verarbeitung des Erlebten führe zur PTBS. Wichtig sei in diesem Zusammenhang die Resilienz, die psychische Widerstandsfähigkeit. Zur Resilienz bei tragen Temperament, Hobbies, die elterliche Beziehung, unterstützende Bindungen, religiöse Überzeugung und eine optimistische Grundhaltung. »Resilienz kann schützen vor traumatischen Erfahrungen.« Die Stärkung der Resilienz bewahre vor erneuter Traumatisierung. Struktur und Rituale seien resilienzfördernd, ebenso wie wertschätzende und unterstützende Bezugspersonen. Es gehe also darum, die hier Schutz suchenden Menschen zu stabilisieren. Unterstützung sei hilfreich - vor allem im Hinblick auf das Wissen, dass stärkende Bezugspersonen so wirksam seien wie Medikamente. Anlaufstellen für belastete Personen sind das Asklepios Fachklinikum in Göttingen, das Netzwerk für traumatisierte Flüchtlinge in Niedersachen, der Dachverband der transkulturellen Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik sowie die Medizinische Flüchtlingshilfe Göttingen.
Monika Fahrenbach, stellvertretende Schulleiterin, bedankte sich bei der Referentin für den Vortrag. Als Pädagoge sei man mitverantwortlich, dass junge Menschen nicht zerbrechen, machte sie deutlich. Und nicht vergessen werden dürfe, dass jeder zum Flüchtling werden könne.
Bis Freitag ist im »Paulinum« noch die Ausstellung »Aufgeben - Ankommen« zu sehen. Zum April wird die PGS eine Sprachlernklasse eröffnen. Zudem hatte die Gruppe »Boat People Projekt« aus Göttingen im Rahmenprogramm der Ausstellung Songs aus ihrem Stück »Flutlicht« vorgetragen, Heinrich Sprink sorgte für Texte und Gedichte zur Thematik. Die Dasseler Kulturinitiative schreibt: »Es war ein wundervoller Abend im Paulinum der Paul-Gerhardt-Schule. Die Göttinger Musikgruppe Boat People Projekt spielte Musikstücke aus Syrien und Afghanistan, gesungen in Arabisch, Kurdisch oder Dari, dem afghanischen Persisch. Heinrich Sprink las in seiner betont akzentuierenden Art aus Literatur des Vorderen Orients, einschließlich des 'West-Östlichen Divan' von Goethe. Als Höhepunkt konnte man das Gedicht des syrischen Flüchtlings Sadek Issa aus Dassel bezeichnen, dass dieser in Arabisch vortrug und Heinrich Sprink im Anschluss in deutscher Übersetzung.«
Sts

Einbecker Morgenpost
25. Februar 2016

 

 

 

20160219 Frderung BerufsorientierungDie VR-Bank in Südniedersachsen unterstützt ihre Kooperationsschule mit einer Spende von 600 Euro: Im Rahmen des Projektes »Bildung fördern« wird die Berufs-und Studienorientierung der Paul-Gerhardt-Schule unterstützt. Dies ist ganz im Sinne der VR-Bank in Südniedersachsen: »Für uns als Genossenschaftsbank steht immer der Mensch im Mittelpunkt. Dabei liegt uns das Wohl der Schüler besonders am Herzen«, so Folkert Groeneveld, Vorstandsvorsitzender der VR-Bank in Südniedersachsen, »deshalb freuen wir uns, die Kooperationsschulen unterstützen zu können.« Der Schulleiter Gerhard Wittkugel zeigte sich erfreut über diese Spende. »Dies verweist auf die langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit, die sich inzwischen in einer festen Unternehmens- und Schulpartnerschaft manifestiert.« Der Koordinator für  die Berufs- und Studienorientierung Manfred Braun hob die langjährige gute Zusammenarbeit hervor. Dies zeige sich unter anderem beim Börsenspiel, dem Assessment Center, der Einbindung von Experten im Unterricht und der Zusammenarbeit bei dem berufsvorbereitenden Seminar in Fürstenberg. Auch der Organisator dieses Seminars Oliver Sassin und Detlef Hasse als Gruppenleiter sind erfreut. »Dieses Geld werden wir sowohl in die mediale Ausstattung des Seminars als auch in die Anschaffung neuartiger Berufsfindungstests investieren.« Ebenfalls zufrieden zeigten sich die Schülervertreter Niklas Fingerhut, Alina Fröse und Tobias Seidel, die auch schon von der guten Zusammenarbeit beider Institutionen profitieren konnten.

Einbecker Morgenpost
19. Februar 2016

 

 

 

Hilfe bei der Integration von Flüchtlingen I Start Anfang April I Aufnahmegespräche ab sofort20160213 Neue Sprachlernklasse
Novum in Dassel: An der Paul-Gerhardt-Schule wird zum 1. April die erste Sprachlern klasse an den Start gehen. »Wir haben schon seit langem Kinder aus dem Ausland zu uns genommen, denen wir aufgrund sprachlicher Barrieren nicht immer gerecht werden konnten«, begründet Gerhard Wittkugel seine Entscheidung zur Einrichtung einer Sprachlernklasse an der PGS. Umso erfreuter ist der Schulleiter, dass die Landesschulbehörde als zuständige Instanz und die evangelische Landeskirche in Hannover dieses Vorhaben der Schule unterstützen.

DasseI. Die Integration der jungen ausländischen Kinder in den »regulären« Unterricht hat oberste Priorität. Da bei einigen Kindern davon auszugehen ist, dass das lateinische Alphabet nicht erlernt wurde und sie kein Deutsch sprechen, müssen diese Kenntnisse zügig erworben werden. Dies sind Grundvoraussetzungen für faire Bildungschancen im weiteren (Schul-) leben. Darüber hinaus soll die Integration innerhalb und auch außerhalb der Schule gefördert werden. Die Sozialpädagoginnen der PGS werden zudem eine wichtige Anlaufstelle für das Klassenlehrerteam und Schüler der Sprachlernklasse sein. Der Unterricht in der Sprachlernklasse findet gemäß der Rahmenrichtlinien und des Erlasses des Niedersächsischen Kultusministeriums statt. Die Sprachlernklasse ist mehr als nur Deutsch-als Fremdsprache-Unterricht - sie ist eine »zweite Heimat« neben der Regelklasse und bietet den Schülern die Möglichkeit, andere Kinder und Jugendliche kennenzulernen und in Deutschland Fuß zu fassen.
Die Schüler werden eine binnendifferenzierte Förderung in Wort und Schrift in einer überschaubaren Lerngruppe erhalten. Der Sprach- und Wortschatzerwerb soll unter Berücksichtigung der Lebenswelt Jugendlicher in Alltagssituationen eingebettet werden. In sogenannten Praxisstunden erleben die Schüler den Alltag in verschiedenen Institutionen. Im Sprachunterricht wird gemeinsam in Projekten, Kleingruppen, Partner- und Einzelarbeit gearbeitet. Dabei wird jeder Schüler entsprechend seinen Möglichkeiten unterstützt, gefördert und begleitet.
Nach Feststellung der deutschen Sprachkenntnisse im Rahmen des Aufnahmegesprächs und anhand geeigneter Unterlagen werden die Schüler einer Regelklasse zugeordnet, möglichst in dem Schuljahrgang, der ihrem Alter und bisherigen Schulbesuch entspricht. Nach und nach nehmen die Schüler auch an sprachungebundenen Fächern der Regelklassen teil wie Sport, Kunst, Musik und auch in den Fremdsprachen, hier zunächst Englisch. Teilweise wird der Unterricht im Team organisiert. Lehrkräfte mit DaF/DaZ (Deutsch als Fremdsprache/Zweitsprache) –Zertifikaten werden unterstützt durch andere Lehrkräfte, Sozialpädagogen und pädagogische Mitarbeiterinnen. Diese Kooperation beinhaltet auch eine intensive Elterneinbindung, die sich durch Aufnahme- und Entlassungsgespräche, Elternabende oder Hausbesuche in den Familien charakterisiert.
Aufnahme-und Beratungsgespräche können gern mit Kathrin Muhs-Braun unter der Telefonnummer 05564-9608224 oder über das Sekretariat, Telefon 05564/96080, vereinbart werden.

Einbecker Morgenpost
13./14. Februar 2016

 

 

 

Ausstellung. »Aufgeben - Angekommen« in der Paul-Gerhardt-Schule eröffnet | Einladung zu Begleitveranstaltungen
20160211 Helfen ist Christenpflicht 1Dassel. Welche Gründe für eine Flucht gibt es, wie sind die Lebensbedingungen in den Heimatländern der hier Schutzsuchenden, wie ist die Situation an den Grenzen Europas? Diese Fragen greift die Ausstellung »Aufgeben - Ankommen« auf, die in dieser Woche im Paulinum der Paul-Gerhardt-Schule eröffnet wurde. Die Ausstellung überzeugt mit Infotafeln von» Pro Asyl«, Multimedia-Stelen mit Interviews, Exponate und Installationen des Jugendzentrums »Phoenix« Bad Gandersheim rücken Fakten rund um Flucht und Asyl in den Blickpunkt. Schüler haben Flüchtlinge aus Syrien, Iran und Afghanistan interviewt, die jetzt in Bad Gandersheim und Dassel leben. Die selbst bearbeiteten und zum Teil mit Untertiteln versehenen Filme werden in der Ausstellung gezeigt. Eine Installation im Paulinum zeigt zudem eine nachgebaute Flüchtlingsunterkunft mit Feldbetten, provisorischen Wänden und einer Grundausstattung an Toilettenartikeln. Um das Schicksal der Kinder, Frauen und Männer deutlich zu machen, sind außerdem Fotos von Gegenständen
ausgestellt, die die Vertriebenen auf die Flucht mitgenommen haben. Erweitert wurde die Ausstellung durch thematisch passende Kunstwerke aus dem zehnten Jahrgang der PGS; Gedichte aus dem elften und siebten Jahrgang, Dokumentationen von Begegnungen und Texttheater. Mit iPad-Präsentationen und Projekttagen wird die PGS sich ebenfalls dem Thema nähern.
Vor allem auf der emotionalen Ebene spricht die Ausstellung die Besucher an und regt zur Auseinandersetzung an. Schulleiter Gerhard Wittkugel hob bei der Eröffnung der Ausstellung hervor, dass man Ängste und Sorgen ernst nehmen müsse. Er appellierte an alle, sich gemeinsam gegen Fremdenfeindlichkeit einzusetzen und für Menschen da zu sein. Flüchtlinge hätten Leid erfahren, das von Menschen gemacht sei. Zu helfen sei Christenpflicht – nicht nur für Christen. Mit der Auseinandersetzung mit Fluchtursachen und Hilfestellung tue die Schule einen wichtigen Schritt in der Erziehung junger Menschen, unterstrich Wittkugel.
Bleiberecht, Asylpolitik, Islam, Menschenwürde, Dublin-Abkommen oder Überforderung – das sind nur einige Aspekte, die es zu überdenken gilt, stellte Lehrerin Ulla Feiste heraus, die zusammen mit Lehrerin Kathrin Muhs-Braun das Projekt koordiniert. Die Ausstellung wolle durch Informationen und Erlebnis dazu anregen, sich für Menschenrechte einzusetzen. Beim Betrachten der großformatigen Fotos samt komprimiertem Text ergebe sich ein Perspektivwechsel über Flucht und Fluchtgründe, hoffte sie. Einblicke in die Lebenssituation von Geflüchteten, Begegnungen, die Sichtweisen verändern - die Ausstellung lädt ein zu lesen, zu schauen, zuzuhören, zu fühlen, zu empfinden, zu staunen und mitzumachen.
20160211 Helfen ist Christenpflicht 2Bei einem Gespräch mit Flüchtlingen wurde deutlich, dass keiner leichtfertig eine Heimat verlässt und dankbar ist für eine freundliche Aufnahme in einem fremden Land. Schwere, lange Wege haben die Flüchtlinge hinter sich. Rund 200 Flüchtlinge, leben derzeit in Dassel und werden von rund 50 Ehrenamtlichen betreut, stellte Rudi Pfeiffer für die Flüchtlingsinitiative fest. »Wir wollen, dass sich Flüchtlinge integrieren, damit es keine Konflikte gibt.«
Dass Flucht jeden treffen kann, machte Mira Kappen deutlich. Im Zweiten Weltkrieg musste sie als Kind aus Schlesien fliehen - sie hatte Glück, hat die Flucht überlebt. Pastor Martin Possner, der lange Jahre in Äthiopien gearbeitet hat, will Religionen nicht instrumentalisieren: Religion habe den Auftrag, Menschen diakonisch und strategisch-politisch zu begleiten, zur Seite zu stehen. Dass die Ehrenamtlichen außerordentlich wichtig in der Flüchtlingsarbeit seien, hob Bürgermeister Gerhard Melching heraus. Gleichbehandlung für alle hat für ihn Priorität. Dezernent Gerhard Dziomba wünschte sich wie alle anderen, dass die Ausstellung sensibilisiere und Superintendentin Stephanie von Lingen hoffte bei diesem Thema auf Verstand und geöffnete Herzen.20160211 Helfen ist Christenpflicht 3
Bis zum 26. Februar wird die Ausstellung aufgebaut sein, Schulklassen oder andere Gruppen werden gern nach vorheriger Anmeldung durch die Ausstellung geführt. Öffentlich zugänglich wird sie jeden Werktag von 10 bis 15.30 Uhr und jeden Freitag im Februar von 15 bis 19 Uhr sein. Neben dem kirchlichen Jugendzentrum »Phoenix« unterstützten die evangelische Stiftskirchengemeinde Bad Gandersheim und die Initiative »einLeben« der Diakonie das Projekt als Kooperationspartner sowie die Kulturinitiative Dassel. Die Ausstellungseröffnung Wurde unterstützt durch das Einbecker Bürgerspital.
Im Rahmen der Ausstellung werden weitere Veranstaltungen organisiert, zu denen Interessierte eingeladen sind. Am morgigen Freitag, 12. Februar, findet ab 19 Uhr im Paulinum ein Konzert mit Lesung statt. Die Gruppe »Boat People Projekt« aus Göttingen spielt Songs aus ihrem Stück »flutlicht«. Außerdem trägt Heinrich Sprink Texte und Gedichte zu dieser Thematik vor. Am Dienstag, 23. Februar, hält die Diplom-Psychologin Maria Belz vom Asklepios Fachklinikum Göttingen ab 19 Uhr einen Vortrag über Traumata und deren Bewältigung in der Sozialisation junger Menschen. Ein runder Tisch mit den Grundschulen wird ebenfalls vorbereitet. Die Paul-Gerhardt-Schule freut sich auf zahlreiche Besucher. Die Paul-Gerhardt-Schule ist aktiv in der Flüchtlingshilfe. In der Notunterkunft in der Rainald-von Dassel-Schule bieten Lehrkräfte Sport-, Handarbeits- und Sprachlernkurse an. Ab April will die PGS zudem eine Sprachlernklasse für Zehn- bis 18- Jährige organisieren.
sts

Einbecker Morgenpost
11. Februar 2016

 

 

 

20160210 Lernfonds FlohmarktAm Sonnabend, 13. Februar, findet während des diesjährigen PGS-Kennenlerntages auch der erste Flohmarkt für den PGS-Lernfonds statt. Schüler des 9. Jahrgangs der Paul-Gerhardt-Schule Dassel haben sich im Rahmen ihres verpflichtenden Diakonieunterrichts für einen Flohmarkt als Lernfonds-Spendenprojekt entschieden und dieses unter Begleitung von Thomas Burg, Lehrer an der PGS und Lernfondsbeauftragter, eigenständig geplant. Am Sonnabend heißt es also ab 9 Uhr: Türen auf zum Verkauf! Der Flohmarkt befindet sich im Treppenhaus des Kursgebäudes der Schule. Jeder eingenommene Euro kommt direkt den Familien der Paul- Gerhardt-Schule zu Gute, die finanzielle Unterstützung durch den PGS Lernfonds für Schulfahrten, Mittagessen oder Lernmittel benötigen. Gern sind alle Besucher des Flohmarktes eingeladen, in diesem Zusammenhang auch die Schule kennen zu lernen oder sich über das Fach Diakonie zu informieren oder einfach nur einen leckeren Kaffee zu trinken und sich von schulischer Lebendigkeit anstecken zu lassen. Die Diakonieschüler dieses Lernfonds-Projektes freuen sich jedenfalls auf zahlreiche Besucher.

Einbecker Morgenpost
10. Februar 2016

 

 

 

Vortragsreihe der PGS »Aus aller Welt- Ehemalige berichten«: Swantje Schametat-Penke berichtet

20160206 Schametat PenkeDassel. »Was machen Sozialarbeiter überhaupt und in welchen Problemlagen helfen sie? « Mit dieser Eingangsfrage setzte Swantje Schametat-Penke, diplomierte Sozialarbeiterin und - pädagogin, die Vortragsreihe »Aus aller Welt - Ehemalige berichten« für den elften und zwölften Jahrgang fort. Seit 2013 ist sie auch Verwalterin einer Professur für »Theorien und Handlungskonzepte Sozialer Arbeit« an der HAWK in Holzminden.
Nachdem Swantje Schametat-Penke ihr Abitur im Jahr 2002 an der PGS absolviert hatte, begann sie zuerst evangelische Religion und Englisch für das Lehramt an Gymnasien an der Uni Göttingen zu studieren. Recht schnell sei sie dann jedoch zu der Erkenntnis gelangt, dass das Arbeiten mit Menschen ihr zwar sehr gut gefalle, sie sich aber eher Arbeit mit direktem sozialen Kontakt wünsche. Daher brach sie ihr Studium nach nur einem Jahr ab und begann eine berufsbegleitende Ausbildung zur staatlich anerkannten Sozialassistentin in Hannover. Dort arbeitete sie dann in einem sogenannten »Reggio-Kindergarten«, dessen Idee es ist, Kinder ohne vorgefertigtes Spielzeug spielen zu lassen, um die Kreativität und Fantasie anzuregen.
Nach ihrer Ausbildung kam sie schließlich in ihren Heimatlandkreis Holzminden zurück, wo sie 2004 ihr Diplomstudium »Soziale Arbeit« an der HAWK begann und es 2007 erfolgreich mit dem Titel der Diplom-Sozialpädagogin/Sozialarbeiterin abschloss. Swantje Schametat- Penke begann in der Jugendberufshilfe zu arbeiten, wo sie unter anderem Jugendlichen ohne Abschluss half, sich auf eine Ausbildung vorzubereiten. Nach ihrer Elternzeit und der darauf folgenden Tätigkeit im Jobcenter Holzminden nahm sie 2009 schließlich eine Stelle als wissenschaftliche Mitarbeiterin der HAWK an. Es folgte eine kooperative Promotion mit dem Thema »Lebenswelten junger Erwachsenen in prekären Lebenslagen« die sie an der Universität Hildesheim absolvierte. Dank dieser Dissertation konnte sie dann 2013 die Verwaltung der Professur für »Theorien und Handlungskonzepte Sozialer Arbeit« an der HAWK in Holzminden übernehmen. Seitdem gehört die Durchführung von Seminaren zu unterschiedlichen Themen zu ihrer Hauptarbeit. Außerdem nimmt sie an
Tagungen teil, forscht selbst an Projekten, publiziert Schriften und Bücher und beteiligt sich in Gremien.
Spätestens zu diesem Zeitpunkt war allen anwesenden Schülern eindrucksvoll deutlich geworden, dass der berufliche Weg keineswegs immer geradeaus führt, sondern dass man manchmal auch Umwege gehen muss, um den Beruf zu finden, der einem Freude bereitet. Auf die Frage, was denn nun Soziale Arbeit sei, erklärte Schametat-Penke »Es bedeutet, Chancengleichheit für alle zu schaffen.« Dabei sei ein zentraler Aspekt die Selbsthilfe beziehungsweise den Willen zur Selbsthilfe in den Betroffenen zu wecken. Denn nur so könne schließlich eine dauerhafte Lösung des sozialen Problems erreicht werden.
Die Vielfalt der möglichen Berufsfelder der »Sozialen Arbeit« verdeutlichte sie den Schülern mit einer interessanten Übersicht: Beim Jugendamt ginge es um Kinder- und Jugendhilfe, im Jobcenter um Beschäftigungshilfe und in Jugendgefängnissen oder als Bewährungshelfer um Straffälligenhilfe. Möchte man Migrationssozialarbeit leisten, lässt man sich am besten in Beratungsstellen einstellen, und wenn man beispielsweise Suchtkranken helfen möchte, sollte man in den Gesundheits- und Psychiatriebereich gehen. Abschließend hob sie dann noch einmal hervor, dass die Berufsperspektiven für Sozialpädagogen und Sozialarbeiter momentan sehr gut seien.

Einbecker Morgenpost
6./7. Februar 2016

Foto: O. Philipp

 

 

 

Viele Schüler und auch zahlreiche Flüchtlinge waren gekommen. Mehrheitlich fand die Kommunikation über Englisch statt. Aber auch Deutsch wurde gesprochen. Flüchtlinge sehnen sich danach, Gespräche auf Deutsch führen zu können, um schneller die Sprache zu erlernen. Einige Schüler wollen wiederkommen. Vielleicht finden ja auch Dasseler Bürger den Weg ins Café, um Deutsch zu plaudern oder »Menschärgere-dich-nicht« oder Schach zu spielen.

20160130 Cafe MarhabaDassel. Die Paul-Gerhardt-Schule in Dassel eröffnet am Dienstag, 9. Februar, um 17 Uhr eine Ausstellung zum Thema Flucht und Asyl. Aus diesem Grund wollten Schüler Flüchtlinge kennen lernen und direkt mit ihnen, sprechen, trotz aller Sprachschwierigkeiten.
Die Kulturinitiative Dassel ermöglichte die Begegnung im Flüchtlings-Café. Dieses hat mit Jahresbeginn seinen Namen geändert, da Café »Dialog« auf Widerstand stieß und nicht so recht angenommen wurde. Jetzt heißt es Café »Marhaba«. Marhaba ist arabisch und heißt »Hallo«. Diese Begrüßung ist weit über den arabischen Raum hinaus
bekannt, so dass auch nicht -arabische Flüchtlinge dieses Wort verstehen. Das Café »Marhaba« im Generationentreff des Ratskellers ist montags und dienstags in der Zeit von 15 bis 18 Uhr geöffnet.

 

Einbecker Morgenpost
30./31. Januar 2016

 

 

 

Paul-Gerhardt-Schule lädt am 9. Februar zur Eröffnung ein I Konzert, Vortrag

Die Paul-Gerhardt-Schule in DasseI wird eine Ausstellung zeigen mit dem Titel »Aufgeben - Ankommen«, die auch in der Region für eine breite Öffentlichkeit zugänglich sein soll.

DasseI. Im Dezember letzten Jahres war der Kern dieser Ausstellung in der Bad Gandersheimer Stiftskirche zu sehen. Jugendliche aus dem kirchlichen Jugendzentrum »Phönix« hatten sie organisiert und weiterentwickelt.
Interessierte sind eingeladen, an der Ausstellungseröffnung am Dienstag, 9. Februar, im Paulinum auf dem Gelände der PGS teilzunehmen. Beginn ist um 17 Uhr. Schüler der Paul-Gerhardt-Schule haben diese Ausstellung inhaltlich vorbereitet und um eigene Produkte und Exponate erweitert. Bis Freitag, 26. Februar, wird sie zu sehen sein, Schulklassen oder andere Gruppen werden gern nach vorheriger Anmeldung empfangen und durch die Ausstellung geführt. Öffentlich zugänglich wird sie vom 10. Bis zum 26. Februar jeden Werktag während der Unterrichtszeiten von 10 bis 15.30 Uhr und jeden Freitag im Februar von 15 bis 19 Uhr sein.
»Anstoß für das Projekt ist der Wunsch, durch Informationen und persönliche Zugänge den Vorurteilen und der verbreiteten Unkenntnis etwas entgegen zu setzen«, erklärt Pfarrer Thomas Ehgart, der Initiator und Unterstützer des Projekts in Bad Gandersheim. »Eine vertiefende Auseinandersetzung mit dieser Thematik ist für unsere Schüler ebenfalls unerlässlich; deswegen sind wir sehr dankbar, diese Ausstellung nun als unterstützende Aktion für die Reflexion auch in DasseI zu haben«, ergänzt Gerhard Wittkugel, der Schulleiter der Paul-Gerhardt-Schule. Die Ausstellung zeigt auf großen Tafeln eindrückliche Fotos, aber vor allem Fakten rund um die Themen Flucht und Asyl, die die Initiative Pro Asyl zusammengestellt hat. »Die Besucher sollen sich nicht nur im Kopf, sondern vor allem emotional auf den Weg machen und  nachdenken: Wie sind die Lebensbedingungen der Menschen in ihren Heimatländern? Was sind Gründe für eine Flucht, und wie ist die Situation an den Grenzen Europas?«, erklärt Pfarrer Ehgart das Ziel der Ausstellung.
Um das zu erreichen, haben die Schüler Flüchtlinge aus Syrien, Iran und Afghanistan interviewt, die jetzt in Bad Gandersheim und Dassel leben. Die selbst bearbeiteten und zum Teil mit Untertiteln versehenen Filme werden ebenfalls in der Ausstellung gezeigt. Um das Schicksal der Kinder, Frauen und Männer deutlich zu machen, sind außerdem Fotos von Gegenständen ausgestellt, die die Vertriebenen auf die Flucht mitgenommen haben. Erzählt werden dabei auch die berührenden Geschichten: hinter den Kleidungsstücken, Schlüsselanhängern und anderen persönlichen Erinnerungsstücken. Eine Installation im Paulinum zeigt zudem eine nachgebaute Flüchtlingsunterkunft mit Feldbetten, provisorischen Wänden und einer Grundausstattung an Toilettenartikeln wie Zahnbürste und Handtuch.
Neben dem kirchlichen Jugendzentrum »Phoenix« unterstützten die evangelische Stiftskirchengemeinde Bad Gandersheim und die Initiative »einLeben« der Diakonie das Projekt als Kooperationspartner sowie die Kulturinitiative Dassel.
Im Rahmen der Ausstellung wird es auch noch verschiedene Veranstaltungen geben, zu denen alle Interessierten eingeladen sind.
Die Ausstellungseröffnung am 9. Februar gibt Möglichkeiten, darstellerische Auseinandersetzungen der Schüler anzusehen sowie mit Verantwortlichen für Flüchtlingsinitiativen und mit Menschen mit Fluchterlebnissen in Kontakt zu treten.
Am Freitag, 12. Februar, findet ab 19 Uhr im Paulinum ein Konzert mit Lesung statt. Die Gruppe »Boat People Projekt« aus Göttingen spielt Songs aus ihrem Stück »Flutlicht«. Außerdem trägt Heinrich Sprink Texte und Gedichte zur Thematik vor. Am Dienstag, 23. Februar, hält die Diplom-Psychologin Maria Belz von der Asklepios Fachklinik Göttingen einen Vortrag über Traumata und deren Bewältigung in der Sozialisation junger Menschen. Sie arbeitet schwerpunktmäßig im Bereich Kulturen, Migration und psychische Krankheiten Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr im Paulinum. Die Paul-Gerhardt- Schule freut sich auf zahlreiche Besucher.
 
Einbecker Morgenpost
28. Januar 2016

 

 

 

Vortragsreihe »Aus aller Welt« I Susanne Joppe berichtet aus dem Gesundheitsbereich
Susanne Joppe, die 1986 an der Paul-Gerhardt-Schule in Dassel ihr Abitur absolvierte, setzte die Vortragsreihe »Aus aller Welt: Ehemalige berichten« für die Oberstufe des Gymnasiums fort. Auf Einladung des schulischen Koordinators für die Berufs- und Studienorientierung, Manfred Braun, referierte sie vor dem 12. Jahrgang über ihren beruflichen Werdegang, um Schülern Anregungen für ihre beruflichen Perspektiven zu liefern.

20160115 Susanne Joppe 8424DasseI. Die ehemalige Schülerin der PGS entschied sich nach ihrem Abitur für eine Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpflegerin, welche sie am Evangelischen Krankenhaus Holzminden absolvierte, in dem sie auch heute noch beruflich tätig ist. Auszubildende mit Abitur seien in der Gesundheitspflege auch deshalb gerne gesehen, da eine Weiterbildung und Spezialisierung in diesem Bereich möglich sei, berichtete sie den Schülern. Diese Möglichkeiten zeigte Susanne Joppe an ihrem Werdegang auf. So ließ sie sich zunächst zur Praxisleiterin weiterbilden und etablierte dies am Krankenhaus Holzminden. Nach Einsätzen im Bereich der Inneren Medizin und in der Intensivpflege wechselte sie als Kodierfachkraft in den Bereich des Medizincontrollings, was für sie eine Arbeitsmöglichkeit abseits der aktiven Pflege eröffnete. Für Pflegekräfte bestehen zahlreiche Möglichkeiten, sich durch spezielle Fachweiterbildungen und Studiengänge weiter zu spezialisieren. Sie selbst entschied sich 2012 für ein Studium zum Pflegemanagement. Mit diesen Voraussetzungen konnte  sie jetzt den Bereich der stellvertretenden Pflegedirektion im Agaplesion Evangelisches Krankenhaus Holzminden übernehmen. Die Voraussetzungen zum Arbeiten in der Gesundheitspflege seien vor allem die Lust, mit und am Menschen zu arbeiten, eine optimistische Grundhaltung und Motivationsfähigkeit. Der Beruf stelle die dort Arbeitenden aber auch vor große mentale Herausforderungen. Wie gehe ich mit Krankheit, Alter oder auch Perspektivlosigkeit um? Doch diese Anforderungen seien ebenfalls prägend und bereichernd für das eigene Leben. Zum Schluss gab sie den Schülern, die sich mitten im Berufsfindungsprozess befinden, noch einen Ausspruch Michelangelos mit auf den Weg. Dieser hatte zu der Frage, wie es ihm möglich gewesen sei, aus einem einzigen Marmorblock diese wundervolle Skulptur des David zu erschaffen, geantwortet, dass sie im Inneren des Blockes verborgen gewesen sei und einfach frei gelegt werden musste.
Jeder Schüler trage etwas Besonderes in sich und solle versuchen, dies zu entdecken und freizulegen. Es lohne sich immer weiterzumachen und auch auftretende Schwierigkeiten als notwendige Entwicklung auf dem Weg zum Gesamtergebnis zu sehen. Mit diesen Worten wünschte sie den Schülern alles Gute für die anstehenden Prüfungen und ihren beruflichen Werdegang.

Einbecker Morgenpost
15. Januar 2016

Foto: O. Philipp

 

 

 

An der Paul-Gerhardt-Schule Dassel: Vortragsreihe mit ArbeiterKind.de fortgesetzt
DasseI. »Warum studieren? Was studieren? Wie studieren? Wie finanzieren?«, unter diesem Motto konnten sich die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 der Paul-Gerhardt-Schule über das Thema Studium informieren. Der Koordinator für Berufs- und Studienorientierung und Fachobmann für Politik-Wirtschaft der PGS, Manfred Braun, konnte damit die Vortragsreihe im Rahmen der Berufs- und Studienorientierung mit Ann-Christine Meier, eine Ehrenamtliche von ArbeiterKind.de, fortsetzen.
20160114 8445 aZiel von ArbeiterKind.de ist es, junge Menschen aus Familien, in denen kaum jemand studiert hat, zur Aufnahme eines Hochschulstudiums zu ermutigen und sie beim Studieneinstieg zu unterstützen. Denn laut der aktuellen Sozialstudie des Deutschen Studentenwerks (DSW) nehmen von 100 Akademikerkindern 77 ein Studium auf. Dagegen studieren von 100 Nicht-Akademikerkindern lediglich 23, obwohl doppelt so viele die Hochschulreife erreichen. Die finanzielle Belastung ist dabei nur ein Grund, die Schüler vom Studium abschrecken. Mittlerweile ist ArbeiterKind.de an über 70 Orten in Deutschland durch lokale Gruppen aktiv. Die Ehrenamtlichen sind meist selbst die ersten Studierenden in ihren Familien.
Ann-Christine Meier engagiert sich ehrenamtlich in der Gruppe Holzminden. Sie stellte den Jugendlichen aus der Paul- Gerhardt -Schule verschiedene Studienmöglichkeiten vor, beispielsweise ein Studium an der Fachhochschule oder an einer Universität. Andere Möglichkeiten bietet ein duales Studium. »Ein duales Studium kombiniert den theoretischen Stoff der Hochschule mit einer Ausbildung im Betrieb«, erläuterte die Ehrenamtliche von ArbeiterKind.de. »Der Ausbildungsablauf  sowie die Dauer eines dualen Studiums richten sich dabei nach dem jeweiligen Ausbildungsbetrieb.« Während des Vortrages wurde darauf hingewiesen, dass auch vor Ort verschiedene größere Firmen und Banken oder Behörden wie Polizei und Finanzverwaltung die Möglichkeit eines dualen Studiums anbieten.
Weiter wurden verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten eines Studiums vorgestellt. Dazu zählen neben der staatlichen Förderung durch das BAföG auch Stipendien, die einerseits durch Stiftungen und anderseits vom Staat in Form des Deutschlandstipendiums vergeben werden. Neben der Vorstellung von verschiedenen größeren Stipendiengebern wie Friedrich-Ebert- oder Konrad-Adenauer-Stiftung wurde auch auf die kleinen Stiftungen hingewiesen, die etwa über Stipendiendatenbanken wie e-fellow.net oder mystipendium.de zu finden sind. Vorteile eines Stipendiums sind die finanzielle Unterstützung, die, im Gegensatz zum BAföG, nicht zurückgezahlt werden muss, sowie die unentgeltlichen Förderungen durch Training und Seminare. Dafür ist ein längerer und aufwendiger Bewerbungsprozess notwendig, der sich jedoch lohnt, da es gerade für Erstakademiker besondere Förderungsmöglichkeiten gibt.
Mehr Informationen über Stipendien gibt es auf www.arbeiterkind.de. Bei Fragen kann man sich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! melden. Die Gruppe Holzminden sucht weitere ehrenamtlich Engagierte, die gern ihre eigenen Studienerfahrungen in Schulen, auf Messen oder in persönlichen Gesprächen teilen möchten.

Einbecker Morgenpost
14. Januar 2016

Foto: O. Philipp

 

 

 

20151223 Elmo 0016Der Förderverein der Paul-Gerhardt-Schule hat eine neue Dokumentenkamera angeschafft: »Das ist wirklich eine prima Bereicherung«, findet Martin Rörig. In allen Naturwissenschaften können nun über die neuen Geräte Bilder, Texte und auch ablaufende Experimente groß auf die Smartboards projiziert werden. Dörthe Loewenich vom Förderverein, Martin Rörig und Gerhard Wittkugel haben die neue Technik gleich einmal ausprobiert und sind begeistert von den vielen Möglichkeiten. Ein Dank geht an den Verein »Freunde und Förderer der PGS« für die großzügige Unterstützung.

Einbecker Morgenpost
23. Dezember 2015
Foto: O. Philipp

 

 

 

20151219 SimonDasseI. In der letzten Sitzung des Jahres des Schulelternrates der Paul-Gerhardt-Schule wurde die bisherige Vorsitzende, Karin Simon, verabschiedet. Aus beruflichen Gründen kann sie dieses Amt nicht mehr wahrnehmen. Viele Jahre engagierte sie sich in verschiedenen Gremien der Paul-Gerhardt-Schule, sie begleitete die Arbeit der Schule freundlich und mit wachem Blick. Sie war immer bereit, wenn es etwas zu organisieren, zu bedenken oder zu entscheiden gab. In Fachkonferenzen und beim Abitur war Simon präsent, organisierte den Spendenlauf, verteilte Stärkungen, und sie trieb im Schulelternrat und im Schulvorstand die Meinungsbildung voran.
Die Paul- Gerhardt-Schule dankt Simon für das große Engagement, sie hat sich um die Schule verdient gemacht. Für die Zukunft wurde ihr alles Gute gewünscht.

Einbecker Morgenpost
19./20. Dezember 2015

Foto: O. Philipp

 

 

 

Lukas-Werk organisiert »Alkohölle« für achten und neunten Jahrgang der PGS
20151211 AlkoholDasseI. Dass Alkohol keine Lösung für Probleme ist, wurde deutlich in dem Stück »Alkohölle« der Gruppe »theaterspieI«, Witten. Die vier Schauspieler nahmen den achten und neunten Jahrgang der Paul-Gerhardt-Schule mit in die »Alkohölle«. Mit viel Witz, fetzigen Dialogen und anschaulichen Charaktern transportierten sie die Botschaft, dass es sich lohnt, für die guten Momente im Leben klar und da zu bleiben.
Alkohol kann Leben kaputt machen - das zeigte das Theaterspiel eindrücklich mit der Geschichte von Lena (Fritzi Eichhorn): Die 19-Jährige macht ein Praktikum in der Werbeagentur ihrer Tante Maxi (Jessica Jahning). Sie ist allein im Büro, als der Auftrag einer Spirituosen Firma hereinkommt. Sie nimmt ihn an. Der neue Alkopop »Devil's first kiss« soll beworben werden. Lena kennt sich aus – sie und ihre Clique trinken viel. Als Maxi jedoch von diesem Auftrag erfährt, lehnt sie ihn kategorisch ab: Alkohol wird von ihrer Agentur nicht beworben. Lena versteht nicht warum. Ein Streit entsteht und Lena erfährt eine weitere Geschichte. Diese ist jedoch alles andere als lustig, berührt sie zutiefst und bringt sie - wenn auch spät - zum Nachdenken.20151211Alkohol 1
Am Anfang steht dabei das Spiel: Da wetten Al (als der personifizierte Alkohol Marlon Kreft) und Ernst (Peter Peiseler) um die Macht über Ernsts Tochter Lena. Als sie noch klein war, war Ernst von Ängsten geprägt, fürchtete, dass ihn »die Farben verlassen«, dass alles grau wird. Er ertränkt seine Ängste, am Ende fährt er sich mit 3,5 Promille in den Tod. Beinahe hätte er auch seine mit im Auto sitzende Schwester Maxi mitgenommen. Diese Familiengeschichte kommt erst ans Tageslicht, als auch Lena droht, dem Alkohol zu verfallen. Sie fühlt sich allein, trinkt, damit es ihr besser geht. Der Alkohol spielt seine Macht aus. Ernst kann nur die Erinnerung dagegen halten. »Die Generation will nicht die Erinnerung, sondern das Vergessen durch den Alkohol«, meint hingegen Al. Das Ende bleibt offen, auch wenn Maxi eindrücklich auf ihre Nichte einwirkt, »das Abenteuer Leben zu wagen«.
Das beeindruckende Spiel der Schauspieler - allen voran Fritzi Eichhorn, die zunehmend trunken wirken musste, beeindruckte die Schüler. Die Botschaft des Stücks, dass man die Chance auf ein nüchternes Leben nutzen und dem Alkohol widerstehen sollte, kam an. Es lohne sich, für die wunderbaren Momente im Leben klar und da zu sein: Denn Alkohol ist keine Lösung.
Im Anschluss standen Präventionsberater der Polizei, die Schauspieler und Mitarbeiter des Lukas-Werks den Schülern für einen Austausch zur Verfügung. Dass sich das Stück um die Macht des Alkohols dreht, hatten die Schüler schnell begriffen. Für die lebendige Theaterproduktion über Suchtmechanismen, Träume und Familiengeheimnisse, mit Live-Raps und Expertenwissen gab es von den Jugendlichen viel Applaus. Finanziert wurde die Schulveranstaltung über das Lukas-Werk, mit Unterstützung des Landkreises über das HaLT-Projekt.

Einbecker Morgenpost
11. Dezember 2015
Fotos: Frau Stökemann

 

 

 

20151208 BerufswahlseminarAuch in diesem Jahr fuhr der zehnte Jahrgang der Paul-Gerhardt-Schule Dassel zu einem Berufswahlseminar nach Fürstenberg. Seminarleiter Oliver Sassin gab zusammen mit Jens Spelzig vom BIZ Göttingen einen interessanten Einstiegsimpuls zur Einstimmung auf das Thema »Selbsterkundung«. Selbst- und Fremdeinschätzungen regten zur Reflexion an, welche Berufe geeignet sein könnten: »Dadurch weiß ich jetzt, welche Stärken und Schwächen ich habe und welche Berufe für mich in Frage kommen könnten«, sagt Laura Ohrmann, Klasse l0b. Am Nachmittag fanden verschiedene Workshops statt, die von externen Referenten engagiert durchgeführt wurden. Personalchefs aus unterschiedlichen Unternehmen, beispielsweise aus der VR-Bank Südniedersachsen, der KSN, der Firma Kurt König sowie der Barmer waren eingeladen. Einstellungskriterien wurden erläutert und Eignungstests durchgeführt. Besonders spannend war die Simulation von Personalauswahlgesprächen. Am Ende des Tages stellten ehemalige Schüler der PGS ihren Berufs- und Studienweg vor und antworteten auf Fragen zum Übergang von der Schule ins Arbeits- beziehungsweise Studentenleben. »Es war interessant zu erfahren, was ehemalige Schüler in ihren einzelnen Berufen machen«, erklärte Kiara Dos Santos, Klasse I0d. Ähnliches meinte auch Samantha Warnke, Klasse 10e: »Ich fand das Berufswahlseminar hilfreich, um mehr über mich selbst heraus zu finden. Die Gespräche mit den ehemaligen Schülern waren sehr interessant und ein guter Abschluss.« In Sachen Berufsorientierung geht es dann im Februar mit dem Betriebspraktikum weiter, dessen Ergebnisse im Forum der Sparkasse Northeim präsentiert werden.

Einbecker Morgenpost
08. Dezember 2015

 

 

 

20151207 6 D Einbecker WeihnachtsmarktWer kürzlich in Einbecks Innenstadt am Sonnabend unterwegs war, konnte bekannte Melodien wie die »Ode an die Freude« von Ludwig van Beethoven oder »Morgenstimmung « von Edvard Grieg hören. Sie wechselten sich mit »0 when the Saints« und volksliedhaften Liedern wie »Aura Lee« ab. Zwischendurch ging es auch mal rockig zu. Spätestens beim Stück »We will rock you« wippte und klatschte das Publikum mit. Die Musik der Bläserklasse 6D der Paul-Gerhardt-Schule (PGS) Dassel unter Leitung von Lehrerin Anke Wurmstädt erfreute die Menschen mit einer großen musikalischen Vielfalt. Viele blieben stehen, um das Hörvergnügen zu genießen. Für die Schüler der Bläserklasse 6D war es ein besonderes Erlebnis, vor zahlreichen Zuhörern in der Innenstadt aufzutreten. Die Freude über das gespendete Geld, das der Flüchtlingshilfe in Northeim und Holzminden zugute kommt, war groß. Am kommenden Dienstag, 15. Dezember, tritt die Bläserklasse 6D der PGS in der Zeit von 16 bis 16.30 Uhr erneut auf der Bühne des Einbecker Weihnachtsmarktes auf.

Einbecker Morgenpost
07. Dezember 2015
Foto: Rudloff

 

 

 

In Jahrgangsstufe 8 Geschichte auf Englisch I Schrittweise Vorbereitung ab Klasse 5
20151205 Bili UnterrichtDasseI. Ohne die Entwicklung von Mehrsprachigkeit ist es schwierig Gefühle, Werte, Glaubensanschauungen oder Traditionen nachzuvollziehen und zu verstehen. Aber auch unter den nicht weniger wichtigen Aspekten wie internationaler Zusammenarbeit, Mobilität und Arbeitsmarktchancen kommt man nicht mehr mit nur einer Fremdsprache aus.
Dessen ist sich die Paul-Gerhardt-Schule in Dassel bewusst. Schon vor längerer Zeit entstand bei der Schulleitung der Wunsch, bilingualen (also zweisprachigen) Unterricht zu ermöglichen. Mit Beginn dieses Schuljahres wurde nun damit gestartet - nicht ohne sorgfältige Vorbereitung. In Jahrgang 5 wird mit dem English Club gestartet, weiter führt der Weg über den zweisprachigen Chor, den Lese-Club und das E-twinning, bei dem Schulen in Europa per Internet verbunden sind, bis hin zum dreiwöchigen Schnuppermodul in Jahrgang 7. In Jahrgang 8 wird nun bilingualer Geschichtsunterricht an der PGS angeboten. In den folgenden Schuljahren 9 und 10 soll der zweisprachige Unterricht in einem weiteren Sachfach erfolgen, beispielsweise in Naturwissenschaften, Politik oder Musik. Die Erteilung des bilingualen Sachunterrichts biete durch die schrittweise Annäherung in der Unterstufe eine nachhaltige Voraussetzung für den Bestand des bilingualen Zweiges ab der 8. Jahrgangsstufe, ist Schulleiter Gerhard Wittkugel sicher.
Der Geschichtsunterricht als fremdsprachig erteiltes Sachfach ergebe sich aus dem hohen Grad der Anschaulichkeit vieler historischer Themenbereiche. Mit Materialien wie Bildern, Textquellen, Karten und Tabellen werden im Rahmen des fachsprachlich akzentuierten Fernsprachenerwerbs Einsichten in historische Prozesse gewonnen und sprachlich umgesetzt. Durch Vielfaltige Visualisierungsmöglichkeiten im Geschichtsunterricht sei eine Festigung des fremdsprachlichen Wortschatzes möglich.
Das Englische stehe im Geschichtsunterricht nicht im Vordergrund, so Wittkugel weiter. Angst vor Fehlern in der englischen Sprache im Geschichtsunterricht müsse kein Schüler haben. Englisch passe aber auch gut zum Beispiel zum Thema Unabhängigkeit oder industrielle Revolution. Wittkugel freute sich, wie »lebendig« die 8b im englischen Geschichtsunterricht von Lehrer Alexander Liebig mitarbeitet.
Die Schüler sind sich einig, dass der bilinguale Unterricht sie gut auf ihr späteres Leben vorbereite. Englisch sei die wichtigste Sprache und damit auch bei einem Auslandsjahr immer sehr hilfreich. Man lerne frei zu sprechen - ohne Angst vor Fehlern. Auch wenn der »Anfang etwas holprig« war, ist sich die 8b sicher, dass es die richtige Entscheidung war, »Es ist grandios, macht Spaß«. Und es scheint die Klassengemeinschaft zu stärken: »Wir helfen uns gegenseitig«, stellte ein Schüler heraus.
Für die Lehrkraft bedeutet der bilinguale Unterricht sicherlich Mehraufwand. Da man aber ein gutes Lehrwerk ausgesucht habe, halte sich der Aufwand in Grenzen, stellt Lehrer Liebig fest. Ihm macht es Spaß, »eine schöne Stunde vorzubereiten «,und er freue sich, wenn die Schüler gut mitarbeiten.

Einbecker Morgenpost
05./06. Dezember 2015
Foto: Stöckemann

 

 

 

20151120 PG SchuelerDer Soziale Tag ist seit vielen Jahren eine gute Tradition an der Paul-Gerhardt-Schule in DasseI. An einem Tag im Schuljahr engagieren sich alle Schüler mit sozialer Arbeit in Betrieben oder ihrer Nachbarschaft, um durch eine gemeinsame Spende ihrer Löhne wohltätige Projekte zu unterstützen. In diesem Jahr wurde die Summe im Anschluss an den Gottesdienst zum Buß- und Bettag Übergeben. Anhand der Geschichte vom »Samariter mit Herz« stellte Pastor Torsten Lange fest, dass Nächstenliebe nicht nur dem Nächsten in der unmittelbaren Umgebung entgegen gebracht werden sollte. Es gelte, nicht wegzuschauen, sich berühren zu lassen und zu helfen. Das haben die Schüler der Paul-Gerhardt-Schule getan: Insgesamt spendeten sie 8.200 Euro, davon gehen 4.100 Euro an die Syrienhilfe, 3,280 Euro an Ärzte ohne Grenzen und 820 Euro an den Lernfonds der PGS. Den Scheck an Thomas Burg und Felix Banning vom Lernfonds-Team und Monika Fahrenbach von der PG-Schulleitung übergaben Tobias Seidel, Elisabeth Lange, Niklas Fingerhut, Alina Fröse und Mathilda Müller.
 
Einbecker Morgenpost
20. November 2015
Foto: Stöckemann

 

 

 

Paul-Gerhardt-Schüler erkundeten die deutsche Hauptstadt I Vielfältige Programmpunkte
Ob »Spree-Athen«, Heimat der Currywurst oder Bundeshauptstadt, wie man Berlin auch bezeichnen mag, es ist auf jeden Fall eine Reise wert. So auch für die 97 Schüler und Schülerinnen des 11. Jahrgangs der Paul-Gerhardt-Schule, die die Millionenmetropole bei einer Studienfahrt erleben durften. Organisator Manfred Braun, der das Programm zusammenstellte sowie den Tutoren, die für die spezifischen Kursprojekte zuständig waren, gelang es, eine interessante Kursfahrt zu gestalten.

20151117 Berlin StudienfahrtDassel. Bereits wenige Stunden nach der Ankunft in Berlin stand der Besuch des Reichstaggebäudes an, der von Dr. Wilhelm Priesmeier ermöglicht wurde. Den Schülern wurde die aktuelle Sitzverteilung, der Ablauf einer Plenarsitzung und die äußerst wechselvolle Geschichte des Gebäudes näher gebracht. Nach dem Vortrag durfte die Besichtigung der Dachterrasse und der Kuppel nicht fehlen. Im Gebäude des Bundesfinanzministeriums, das zur NS-Zeit als Reichsluftfahrtministerium und später als Haus der Ministerien der DDR fungierte, lernten die Schüler Arbeitsabläufe und Arbeitsfelder innerhalb des Ministeriums kennen.
Eine weitere »politische Sehenswürdigkeit« war das Bundeskanzleramt. Dort gab es nach einem kurzen Film über die Geschichte und aktuelle Situation des Amtes eine Führung durch die verschiedenen Presse- und Konferenzräume. Die Galerie der bisherigen Bundeskanzler beeindruckte die Schüler.
Auch mit weiteren historisch-kulturellen Aspekten Deutschlands setzten sich die Jugendlichen auseinander. So erhielten sie in der Gedenkstäte des deutschen Widerstandes einen detaillierten Überblick über die Gruppen von Widerständlern zur Zeit des Nationalsozialismus. Thematisiert wurden das Stauffenberg-Attentat, die »Weiße Rose«, die »Edelweißpiraten«, die »Swing-Jugend« sowie der jüdische und kommunistische Widerstand. Allen wurde deutlich, wie wichtig jede Form des Widerstandes war. Bei dem Besuch des Jüdischen Museums setzten sich die Schüler mit dem Leben im Nationalsozialismus auseinander. In der Führung ging es um das alltägliche Leben der Juden zur NS-Zeit und den jüdischen Jazzmusiker Heinz Jakob »Coco« Schumann, der sein Leben durch Musik rettete, indem er in den Konzentrationslagern für die Aufseher spielte. Außerhalb der festgelegten Aktivitäten gab es die Möglichkeit, Berlin und das anfangs teils verwirrende S- und U-Bahn-Netz zu erkunden. Aber auch in den Kursen wurde viel gelernt. Dass eine Kirche beispielsweise nicht gleich eine Kirche ist, wurde dem Religionskurs von Detlef Hasse schnell bewusst. Die Schüler erhielten unter anderem eine Führung durch den im Zweiten Weltkrieg nicht zerstörten Teil der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche, der heute nicht mehr als Kirche, sondern als Museum und Mahnmal für den Frieden dient. Neue Eindrücke und Erkenntnisse zu den verschiedenen Gottesbildern wurden in der Gemäldegalerie am Potsdamer Platz erlangt.
Für den Kunstkurs von Nele Maass, vertreten durch Dr. Kerstin Kähling, ging es zuerst in die Botticelli - Ausstellung - einer der bedeutendsten Künstler der Frührenaissance - , bevor die Schüler zum Thema »Treiben« auf dem Potsdamer Platz Impressionen zum Stadtleben fotografisch festhielten.
Der Sportkurs von Ralf Tost dagegen joggte durch die Stadtmitte, wobei wichtige Stationen wie Brandenburger Tor, Regierungsviertel, Potsdamer Platz und Bundesfinanzministerium »erlaufen« wurden. Auch fand das Sportmuseum großen Zuspruch.
Tanja Dahn entschied sich mit ihrem Englisch Kurs für die etwas andere Stadtführung. In der sogenannten Alternative Berlin-Tour fuhr der Kurs mit der U-Bahn durch Berlin, um berühmte Street-art-Gemälde wie zum Beispiel den Astronauten von Victor Ash zu bestaunen. . . .
Im Politikkurs von Martin Spiegel erhielten die Schüler die Gelegenheit, nach einem Imbiss im Bundestagsrestaurant eine Plenardebatte zu beobachten und mit dem Bundestagsabgeordneten, Dr. Wilhelm Priesmeier zu sprechen. Ein Gespräch mit dem MdB Dr. Roy Kühne erfolgte ebenfalls. Im Finanzministerium wurde der Kurs vom ehemaligen Schüler, Dr. Christoph Priesmeier, dem jetzigen Referenten für die »Koordinierung der Finanzpolitik in der Eurozone und EU / Defizitverfahren /  Länderanalysen Eurozone«, begrüßt. Nach einem Austausch über die PGS beeindruckte er bei seinem Vortrag über die Haushaltsproblematik der EU.
Der Chemiekurs von Petra Pape stattete Gunther von Hagens kontrovers diskutierter Körperwelten - Ausstellung einen Besuch ab. Diese stieß bei einigen auf Wohlwollen, bei anderen auf Ablehnung.
Kirstin Ernst besuchte mit ihrem Geschichtskurs unter anderem eine Sonderausstellung des Deutsch Historischen-Museums, die sich mit dem Erleben des Zweiten Weltkrieges von Menschen aus den unterschiedlichen, betroffenen Ländern befasste.
Abgerundet wurde die lehrreiche und interessante Woche durch den gemeinsamen Besuch im Stasigefängnis Hohenschönhausen. Nach einem einführenden Film, der die Praktiken der DDR aufzeigte, führten ehemalige Insassen beziehungsweise Dissidenten durch das Gefängnis. Schnell wurde klar, mit welchen unglaublichen Methoden die Stasi arbeitete, um den Gefangenen Geständnisse zu entlocken oder um Staatsfeinde zu überwachen. Der Einblick in die persönliche Überwachungs-Akte eines ehemaligen Inhaftierten verstärkte dies.

 

Einbecker Morgenpost
17. November 2015

 

 

 

20151117 Einbecker Tafel25 Schülerinnen und Schüler der 7a der Paul-Gerhardt-Schule Dassel waren sehr beeindruckt von dem ehrenamtlichen Engagement der Einbecker »Tafel«: Etwa 500 Menschen werden zweimal wöchentlich durch Lebensmittelspenden diverser Supermärkte und von Privatpersonen unterstützt. Angeregt durch den Religionsunterricht entstand die Idee, sich in der Nähe ein Bild zu machen, wie diakonisches Handeln konkret aussieht. Der Mitbegründer der Einbecker »Tafel«, Thomas Döhrel, erklärte den Kindern sehr anschaulich die Organisation vor Ort. Dabei waren die Schüler erstaunt, wie vielfältig das »Angebot« der Lebensmittel ist, das in Supermärkten nicht mehr verkauft werden kann - sei es, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist, die Salami nicht »richtig« auf den Pizzen liegt oder Obst und Gemüse Schönheitsfehler aufweisen. Sie erfuhren, dass Kinder der »Tafel«-Kunden zweimal im Monat zusätzliche Pakete bekommen, für die auch frische Waren eingekauft werden, und dass für die reibungslose Versorgung der Kunden neben den »Zeitspenden« der Fahrer, Sortierer und Ausgeber auch etwa 2.000 Euro an Geldspenden im Monat für die Miete des »Tafel«-Ladens, für das Auto und für Zukäufe benötigt werden. Der große persönliche Einsatz der vielen Helfer hat die Kinder nachhaltig beeindruckt und darüber nachdenken lassen, wie wichtig der »Dienst am Menschen« im alltäglichen  Leben ist.

Einbecker Morgenpost
17. November 2015

 

 

 

20151015 Mobbing 9626

Hauke Burgdorf vom Verein „Smiley e.V.“ gestaltete auf eine Initiative aus der Schülerschaft der PGS Workshops in allen 8. Klassen zum Thema „Gefahren im Netz“. Die Arbeitsgemeinschaft, die aus Schülerinnen und Schülern, Beratungsteam der PGS sowie Vertreterinnen der Schulleitung besteht, hat sich zum Ziel gesetzt, über dieses für Jugendliche sehr wichtige Thema aufzuklären. Unter Jugendlichen ist der Gebrauch von neuen Medien und der Umgang mit verschiedenen Apps Alltagswelt und nicht mehr wegzudenken. Whatsapp, Facebook, Instagram, Google+, Twitter, Tumblr etc. sind bei Jugendlichen sehr beliebt.
Rund 80 Prozent der Jugendlichen besuchen Soziale Netzwerke täglich oder mehrmals in der Woche. Dabei sind sie nicht nur User, sondern sie haben Gestaltungsspielraum für Web-Inhalte durch Texte, Fotos oder Videos. Sie sind so beliebt, weil sie Möglichkeit bieten, mit Menschen von überall auf der Welt in Kontakt zu treten und ohne Verzögerung, also in Echtzeit, mit ihnen zu kommunizieren. Soziale Medien bergen aber auch Gefahren, wie zum Beispiel fehlendes Bewusstsein über die Zugänglichkeit von Kommentaren, Fotos etc. für andere und damit verbunden die Gefahr von Datenmissbrauch, Online-Sucht ,Ablenkung von den Hausaufgaben, wenn Jugendliche diese am Computer machen und gleichzeitig im Sozialen Netzwerk eingeloggt sind.
Ziel der Workshops war es, dass die Schülerinnen und Schüler einen kritischen und sensiblen Umgang mit dem Internet (insbesondere von sozialen Netzwerken) erlernen. Dabei ging es um die Entwicklung einer digitalen Netzwerkkultur, in der grundsätzliche menschliche Bedürfnisse gewahrt bleiben. Das Recht auf Privatsphäre sowie das Recht auf seelische Unversehrtheit und Phänomene wie Cybermobbing spielten eine wichtige Rolle in den jeweils sehr ansprechenden und kurzweiligen Workshops.

Einbecker Morgenpost
15. Oktober 2015

Foto: O. Philipp

 

 

 

20151014 Burger 9615Dassel (red). In der Mensa der PGS Dassel gab es kürzlich einen Aktionstag. Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler konnten für 1,50 Euro Hamburger mit Pommes, Salat und Nachtisch bekommen. Die langen Schlangen in der Mittagspause zeigten, dass sich dieses Angebot kaum jemand entgehen lassen wollte. Mit der Idee sollten Schülerinnen und Schüler für das Mensa-Essen geworben werden. Deshalb gab es eine finanzielle Unterstützung durch das Einbecker Hospital und die Schule.
Über 240 verkaufte Essen, die fröhliche Stimmung und positive Rückmeldungen zeigten: Der Aktionstag war ein voller Erfolg! "So etwas sollte es jeden Monat geben!" und "Jetzt gehe ich bestimmt wieder öfters in die Mensa!" hörte man viele Schüler sagen. Weitere Aktionstage sind in Planung. Ob sie dazu führen werden, dauerhaft mehr Schülerinnen und Schüler mittags in die Mensa zu locken, wird sich noch zeigen.

 

 

Einbeck NEWS
Das Online-Nachrichten Portal für Einbeck
14. Oktober 2015

Foto: O. Philipp

 

 

 

20151013 Ehemalige SchlerDas Wetter hatte es gut mit ihnen gemeint, als die Ehemaligen unlängst in Dassel wieder mal zusammenkamen. Am Samstagnachmittag traf man sich in der alten Schule, um die neueren Entwicklungen zu erkunden und in Erinnerungen zu schwelgen. Den Auftakt der Veranstaltung spielte die Bläserklasse des sechsten Jahrgangs unter Leitung von Anke Wurmstädt und Katharina BartholI. Neben der Darbietung kleinerer Musikstücke gab es auch etwas Instrumentenkunde. Ein erfahrener Posaunist aus dem Kreis der Ehemaligen bemerkte: »Beachtlich, was diese Schüler nach gut einem Jahr Bestehen schon zu Gehör bringen können!« Die »Tücken« von Flöte, Posaune, Trompete, Saxophon, Klarinette und Euphonium lernten einige der Ehemaligen kennen, als sie der Aufforderung folgten, selbst eines der Instrumente auszuprobieren, und dabei kaum einen melodischen Ton herausbekamen. Am Ende war tatsächlich bewiesen: »(M)it Freunden musizieren und neue Freunde gewinnen, (U)nterhaltung und Spielfreude, (S)tolz auf gemeinsam erarbeiteten Erfolg, (I)ndividualität und Selbstentfaltung, (K)reativität und Verständigung in einer Sprache, die alle verstehen. Bläserklasse ist ... Musik«.

Einbecker Morgenpost
13. Oktober 2015

 

 

 

20151010 KeniaIm Juli trat eine Gruppe von sieben Schülern mit den Lehrerinnen Brook und Kähling eine dreiwöchige Reise nach Kenia an. Die ersten Tage verbrachten die Teilnehmer in Nairobi, der Hauptstadt des Landes, die zahlreiche touristische Attraktionen und Aktivitäten bietet, wie das Bomas of Kenya, das einem Einblicke in die traditionelle Lebensweise verschiedener Stämme gewährt, oder das Giraffe Centre, wo einige einen »Giraffen-Kuss« ergattern konnten. Nach diesem aufregendem Einstieg ging es mit einem öffentlichen Linienbus nach Serem, rund 350 Kilometer von der Hauptstadt entfernt, wo sich die Partnerschule der PGS befindet. Dort hatten die deutschen Schüler intensiven Kontakt und Austausch mit den Schülerinnen, konnten einen Eindruck von der Unterrichtsgestaltung gewinnen und erfuhren viel über verschiedene Umweltprojekte. Der Tradition gemäß pflanzte dort auch jeder wie vorherige Besucher auch einen eigenen Baum. Auch die Arbeit am gemeinsamen Projekt »Familie« trug zu einem noch intensiveren Austausch mit den kenianischen Schülerinnen bei. Außerdem unternahm die Schülergruppe einen Tagestrip nach Kisumu, einer der größten Städte Kenias, direkt am Victoriasee gelegen, auf dem eine Bootstour unternommen wurde. Danach bestand die Möglichkeit, auf einem der sogenannten Masai-Märkte einzukaufen. Am letzten Abend in Serem wurde die Dasseler Gruppe von der Schulleiterin, Lehrern und Schülern genau so herzlich verabschiedet, wie sie sie willkommen geheißen hatten. Krönender Abschluss der Reise war die zweitägige Safari in die Masai Mara, bevor der letzte Tag wieder in Nairobi verbracht wurde. Vor Antritt der Rückfahrt wurde noch ein Masai-Dorf besucht. »Dieser Austausch hat viele Eindrücke bei uns hinterlassen, uns auch in mancher Weise nachdenklich gestimmt, aber vor allem sind wir alle, wie Frau Brook es vorausgesehen hatte, mit einem Strahlen im Gesicht zurück nach Deutschland gekommen und freuen uns schon jetzt darauf, im August nächsten Jahres unsere kenianischen Gäste an unserer Schule in Dassel zu begrüßen«,
berichtet Dorothea Rothämel.

Einbecker Morgenpost
10./11. Oktober 2015

 

 

 

FIPS unterstützt Aktionswoche mit Dirk Bayer I Kinder stark machen
20151005 Umgang mit dem InternetDasseI. Der Präventionsverein FIPS als Veranstalter freut sich, die Theaterpädagogen wieder für diese Aktionswoche gewonnen zu haben und unterstützt die einzelnen Aufführungen finanziell. Dirk Bayer und Dorothea Schreiber spielten in den Schulen immer wieder kleine Szenen - beispielsweise zum Thema Mobbing und Cybermobbing, Handy-Filme im Internet, Chatten und Zocken-, die einen engen Bezug zur Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen haben, um dann mit den Schülern über Beweggründe und Verhaltensweisen der handelnden Personen in den Szenen ins Gespräch zu kommen.
Wie soll Berta reagieren, wenn Kai ihr einen »super krassen Film« auf ihr Handy weiterleiten will? Wie soll sich Lisa verhalten, als ein fremder Chat-Partner plötzlich anfängt, sie sexuell zu belästigen? Die Schüler hatten waren aufgefordert, Vorschläge zu machen. Dirk Bayer und Dorothea Schreiber griffen diese Antworten gekonnt auf und zeigten auch die dahinterstehenden Täter-Opferbeziehungen sowie Bedürfnisstrukturen und Strategien der Betroffenen auf. Sie sprachen mit den Schülern über die Gefahren von Facebook und WhatsApp und stellten mit den Schülern Chat-Sicherheitsregeln auf: Man soll misstrauisch sein, denn oftmals werde »der größte Scheiß -erzählt«, keine privaten Daten preisgeben, wegklicken, wenn sich ein komisches Fenster öffnet, Nein sagen zu einem persönlichen Treffen mit unbekannten Chatern und Bescheid geben, wenn man Hilfe benötigt. Generell ging es den Theaterpädagogen aber nicht um eine pauschale-Verurteilung des Internets oder von neuen Medien und seinen Möglichkeiten, sondern um einen bewussten Umgang damit.
Dass die beiden Theaterpädagogen sich gut auf ihr unterschiedliches Publikum einstellen konnten, zeigte die lebendige Mitarbeit der Schüler, egal in welchem Alter sie waren. »Krasses Zeug« wurde an der Paul-Gerhardt-Schule, der Rainald-von-Dassel-Schule, der Grundschule Wenzen-und der Teichenwegschule aufgeführt.
In den Leinetalschulen Drüber, dem Kindergarten »Schatzkiste«, der Grundschule Salzderhelden-Vogelbeck, der Goetheschule, dem BBS Einbeck, der Rainald-von-Dassel- Schule und der Geschwister-Scholl-Schule brachten Bayer und Schreiber »Hau ab« und damit Szenen gegen sexuellen Missbrauch auf die Bühne. Das interaktive Stück befasst sich sowohl mit dem »bösen Fremden«, als auch mit familiären Grenzüberschreitungen und will den Kindern konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzeigen. Das Vertrauen in ihr inneres Gefühl soll gestärkt werden, sie sollen lernen sich zu trauen, sich zu wehren, Nein zu sagen und Hilfsmöglichkeiten anzunehmen. Zielsetzung ist es, die Kinder stark zu machen, Tabus aufzubrechen, sie über Hilfsmöglichkeiten zu informieren und Lehrern, Anregungen zu bieten, mit den Kindern die richtigen Worte zu finden, über dieses Thema zu sprechen.
sts
Einbecker Morgenpost
05. Oktober 2015

 

 

 

20150926 VR BankDassel (red). Mit einem Tusch begann die feierliche Übergabe der neuen Tuba an der Paul-Gerhardt-Schule. Die Neuanschaffung wurde dank einer Spende der VR-Bank Südniedersachsen möglich. Vorstandsvorsitzender Folkert Groeneveld wurde entsprechend von der Bläserklasse musikalisch begrüßt. Er probierte das gute Stück auch gleich selbst aus. Die Schülerinnen und Schüler waren von den tiefen Tönen sehr beeindruckt.
Schulleiter Gerhard Wittkugel bedankte sich herzlich. In der neuen Bläserklasse dreht sich zurzeit das Instrumentenkarussell. Die Schülerinnen und Schüler probieren sämtliche Blasinstrumente aus. Die Spannung bei den Schülern, welches Instrument sich für sie wohl am besten eignet, ist groß. Wer wohl die große Tuba bekommt?

Einbeck NEWS
Das Online-Nachrichten Portal für Einbeck
26. September 2015

Foto: O. Philipp

 

 

 

Schüleraustausch an der Paul-Gerhardt-Schule I Bürgermeister begrüßte polnische Jugendliche
20150926 Austausch PolenDassel. Herzlich willkommen geheißen im DasseIer Rathaus wurden jetzt 28 Schüler aus Warschau, die zurzeit im Rahmen eines Schüleraustausches mit der Paul- Gerhardt-Schule Dassel besuchen. Bürgermeister Gerhard Melching streifte dabei die Dasseler Stadtgeschichte und die Grafen von DasseI ebenso wie Herausforderungen, die Dassel angesichts des demografischen Wandels zu bewältigen hat. Zudem wurden Themen wie der Flüchtlingszustrom oder alternative Energieformen besprochen.
Die polnischen Jugendlichen, die die neunte Jahrgangstufe besuchen, sind in Familien der Neuntklässler der PGS untergebracht. Die Leitung des Austauschbesuchs haben auf deutscher Seite Veit Schomburg und Manuela Angerstein. Neben dem Empfang im Dasseler Rathaus stehen sportliche Aktivitäten, ein Besuch der Autostadt in Wolfsburg, Projektarbeit in der Schule zum Thema deutsch-polnisches Verhältnis, Stadtführungen in Göttingen und Hannover sowie Bowling auf dem Programm. Das Wochenende verbringen die Gäste aus Warschau in den Familien, und am Ende steht ein großer Abschlussabend in der PGS. Am kommenden Donnerstag reisen die Jugendlichen wieder zurück.
Beim Empfang punktete Bürgermeister Melching mit einer Übersetzungs-App, so dass er die Schüler in ihrer Muttersprache begrüßten konnte. Die Kommunikation werde dadurch leichter, sinnvoll sei es aber immer, Menschen anderer Länder mit ihren Gewohnheiten und Bräuchen kennenzulernen und sie zu respektieren.
Melching freute sich, dass die PGS seit Jahren den Schüleraustausch mit polnische Schülern organisiere - zumal das Verhältnis durch das Unrechtsregime der Nazis sehr gelitten habe. Bundeskanzler Willy Brandt hatte mit seiner symbolischen Geste, dem Kniefall in Warschau, die Möglichkeit zur Versöhnung geschaffen.
Kurz stellte Melching Dassel und seine Geschichte vor. Die rund 10.000 Einwohner zählende Gemeinde stehe angesichts des demografischen Wandels immer noch vor Herausforderungen. Die Geburtenrate habe sich halbiert, junge Menschen verließen die Stadt, weil sie keinen Arbeitsplatz finden, die Sterberate sei höher als die Geburtenrate gestiegen. Durch sinkende Einwohnerzahlen erhalte die Kommune weniger Geld vom Land, und es fehlten Steuereinnahmen. Es sei nicht gelungen, die weggebrochenen Arbeitsplätze in der Automobilzulieferindustrie adäquat zu ersetzen, räumte Melching ein.
Diskutieren wollten die Schüler nicht nur über Windkraftanlagen und Solarfelder, sondern auch über die aktuelle Lage in Bezug auf Flüchtlinge. Etwas mehr als 90 Flüchtlinge leben im Dasseler Stadtgebiet, verteilt auf Wohnungen im Bestand. Angekündigt wurde, dass Ende November das CVJM -Haus »Solling« als Außenstelle des Erstaufnahmelagers Friedland eingerichtet werden soll und damit Platz für rund 200 Flüchtlinge bietet. Dankbar war Melching für das ehrenamtliche Engagement, das Dasseler Bürger in der Flüchtlingsbetreuung zeigen. Wer dabei mitmachen will, kann sich in Dassel an Rudi Pfeiffer und in Markoldendorf an Uwe Jahns wenden.
Mit ersten Eindrücken wurden die polnischen Gastschüler in ihre Woche in Dassel  entlassen. >>Es ist schön hier«, stellte abschließend eine polnische Schülerin fest. Sts

Einbecker Morgenpost
26./27. September 2015

 

 

 

Feierliche Enthüllung I Kooperation verschiedener Akteure I QR-Code-Film I Informationen in Braille-Schrift

20150925 Tiedexer Tor 1Einbeck. Wie das Tiedexer Tor um 1520 ausgesehen hat, das zeigt ein Bronzemodell, das jetzt eingeweiht wurde. Zu finden ist es an der Tiedexer Brücke. Vom dortigen Standpunkt aus kann man die noch heute erhaltenen Teile der Stadtbefestigung sehen: die Katzen, die Stadtmauer und die Brücke. Das Modell des spätmittelalterlichen Tiedexer Tores ist eine Gemeinschaftsproduktion - dank derer wurde der Wunsch des Stadtarchäologen Dr. Stefan Teuber Wirklichkeit, ein Modell dieses stadtgeschichtlich interessanten Gebietes zusammen mit einer Schülergruppe anzufertigen und damit allen Interessierten einen Einblick in das Zusammenwirken von Tor, Brücke, Wohnen und Gewerbe im Spätmittelalter geben zu können.
Die Historikerin Dr. Annett Schulze von der Dasseler Paul-Gerhardt-Schule griff den Gedanken auf. In der Projektwoche der Schule 2014 machten sich zwölf Schüler an den Bau eines naturalistischen und eines Tonmodells. Schulleiter Gerhard Wittkugel lobte dann auch das gelungene Modell, bei dem durch das Zusammenwirken Vieler die Schüler mit der Hand bauen und mit einem Künstler, Geschichts- und Kunstlehrer sowie einem historisch Bewanderten arbeiten konnten. Auch Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek freute sich über die gelungene Kooperation, die das Bronzemodell möglich gemacht hat. Neben dem Modell findet sich zudem eine Infotafel über die Geschichte des Tiedexer Tores 1520, die sich in den PS-Pfad bestens einfügt. Über einen QR-Code ist zudem ein siebenminütiger Film abrufbar. Und am Bronzemodell befinden sich Hinweise für sehschwache Menschen in Brailleschrift.
20150925 Tiedexer Tor 2Das Modell fußt auf alten Plänen, korrigiert durch historische Funde, erklärte der Stadtarchäologe. Entstanden sei eine gelungene Rekonstruktion des Tiedexer Tores. Bei der Zusammenarbeit mit den Schülern habe auch er viel gelernt, sei immer wieder gefordert gewesen, ihre Detailfragen zu beantworten.
Beteiligt am Bau des Tores in der Projektwoche war der Künstler Mathias Rosenbusch aus Braunschweig. Er erläuterte den Werdegang bis zum Bronzemodell, das im Wachsausschmelzverfahren hergestellt ist. Und er kam auf die Idee des QR-Code-Films, der im Internet bereits jetzt abrufbar ist.
Das Tiedexer Tor war eins der wichtigsten Stadttore von Einbeck, es regelte den örtlichen Handels-und Fernhandelsverkehr. Mitte des 13. Jahrhunderts wurde mit dem Bau der Stadtmauer begonnen, kurz nach 1300 war sie fertiggestellt. Es gab fünf Stadttore mit Turm und Mauertürme. Im 14. Jahrhundert begann der Ausbau der Stadtbefestigung. Vor den Tortürmen wurden Zwinger und Torhäuser angelegt, zum Schutz der Stadtmauer vor direktem Beschuss wurde ein hoher Wall mit kleiner Brustwehr aufgeschüttet. Zwischen 1455 und 1466 wurde am Tiedexer Tor eine Bastion für Mörser, die Obere Katze, erbaut. Diese bestand ursprünglich aus drei gegen das Krumme Wasser vorspringende Bögen. Zugleich wurde vermutlich eine erste Steinbrücke über das Krumme Wasser gebaut. Beim Stadtbrand 1540 wurde die Obere Katze zerstört. 1593 wurde die Brücke wieder aufgebaut. Im Siebenjährigen Krieg wurden 1761 durch die Franzosen große Teile der Stadtbefestigung zerstört. Sie verlor ihre Funktion. Realisiert wurde das rund 17.000 Euro teure Bronzemodell durch die Paul-Gerhardt-Schule, die Kultur- und Denkmalstiftung des Landkreises, die Freunde und Förderer der Paul-Gerhardt- Schule, die Zukunftsstiftung Jugend, Umwelt und Kultur Einbeck, den Rotary Club Einbeck-Northeim, den Einbecker Geschichtsverein, die Kulturstiftung Kornhaus, die Sparkasse Einbeck und die Stadt Einbeck.
sts

Einbecker Morgenpost
25. September 2015

Fotos: Söckemann

 

 

 

Als Umweltschule in Europa I Auch BBS Einbeck dabei
Dassel/Einbeck. Für ihr besonderes Engagement in der Umwelterziehung bekommen 45 Schulen im Schulbezirk Braunschweig - darunter auch die Paul-Gerhardt-Schule in Dassel und die BBS Einbeck - den Titel »Umweltschule 2013-2015« verliehen, 23 davon am 30. September im Otterzentrum in Hankensbüttel.
Zwei Jahre lang arbeiten die Schulen im Projekt »Umweltschule« zu Themen wie Energie, Mobilität oder fairer Handel. Die Schüler gestalten das Schulgelände um, arbeiten in nachhaltigen Schülerfirmen oder entwickeln Ideen zu gesunder Ernährung oder globalem Lernen. Die Schulen planen ihr Vorgehen für diesen Zeitraum, führen ihre Vorhaben selbstständig aus und reichen eine Dokumentation ein. Beraterinnen und Berater der Niedersächsischen Landesschulbehörde stehen den Schulen unterstützend zur Seite.
Seit 20 Jahren ist das Projekt »Umweltschule in Europa/Internationale Agenda 21- Schule« ein attraktives und beliebtes Angebot für Schulen, die sich im Unterricht, Schulleben und Schulprofil an den Zielsetzungen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung orientieren und dies bei der Umsetzung vieler unterschiedlicher Projekte verdeutlichen. Die zahlenmäßige Entwicklung des niedersächsischen Netzwerkes »Umweltschule in Europa / Internationale Agenda 21-Schule« von 22 Schulen im Startjahr 1995 auf derzeit 342 Schulen kann als beispielhaft bezeichnet werden und verdeutlicht, dass die einmal ausgezeichneten Schulen sich in der Regel weiter beteiligen und sich mehr und mehr Schulen für eine Bildung hin zu einer nachhaltigen, zukunftsorientierten Entwicklung engagieren.
Für den Projektzeitraum 2013 bis 2015 können sich insgesamt 45 Schulen aus den Landkreisen Gifhorn, Wolfenbüttel, Helmstedt, Braunschweig, Wolfsburg, Salzgitter, Goslar, Osterode am Harz, Northeim und Göttingen über die Auszeichnung» Umweltschule in Europa/Internationale Agenda 21-Schule« freuen. Elf Schulen - darunter die Dasseler PGS – erhalten zudem eine Urkunde für herausragende internationale Zusammenarbeit mit Schulen oder Bildungseinrichtungen bei den jeweiligen Umweltschul-Projekten. 22 der 45 Schulen haben ihre Auszeichnung bereits vor kurzem im Heinz Sielmann Natur-Erlebniszentrum Gut Herbigshagen erhalten.
Neben der Präsentation der Schulprojekte steht für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch ein Rundgang durchs Otterzentrum auf dem Programm. Dabei lernen sie nicht nur den Lebensraum der Otter kennen, sondern erfahren unter anderem auch Wissenswertes über Baummarder, Nerze oder Dachse.
oh

Einbecker Morgenpost
25. September 2015

 

 

 

20150916 Speed Dating 8927 aIn der Paul-Gerhardt-Schule hat eine neue iPAD-Klasse eröffnet. Die Schüler und Schülerinnen der 8A, die sich in dieses Klasse hereingewählt haben, freuen sich auf einen Unterricht, der durch das iPAD unterstützt wird. Am Anfang des Schuljahres ging es nun darum, den Umgang und die Handhabe des eigenen Gerätes im Unterricht zu erlernen. Die 10.Klasse, die schon seit zwei Jahren intensiv mit dem iPAD im Unterricht arbeitet, hatte sich bereit erklärt, sich auf ein „Speeddating“ mit der 8.Klasse einzulassen. In kurzen Einheiten konnten sie den wechselnden Kleingruppen verschiedene Apps erklären und Hinweise geben, wie sie eigene Dokumente, Mindmaps, Bücher, Präsentationen und Filme gestalten, bereitstellen, hochladen und verschicken können. Alle Fragen, die sich die 8. Klasse im Vorhinein überlegt hatte, wurden von den Schülern und Schülerinnen der 10.Klasse geduldig und ruhig beantwortet. Die in diesen Klassen unterrichtenden Lehrer Herr Spiegel, Frau Engelke, Herr Hasse und Frau Muhs-Braun staunten über die Unkompliziertheit, mit der die jungen Menschen aufeinander zugegangen sind. Durch den richtigen Ton konnten sie Dinge schnell und einfach erklären, für die manch Erwachsener nur umständliche Beschreibungen hätte finden können.
Diese Veranstaltung war eine gute Gelegenheit, die Neulinge schnell in den Gebrauch des iPads einzuführen.

Einbeck Morgenpost
16. September 2015

Foto: O. Philipp

 

 

 

20150911 Gruppenfoto Kl5 8938Dassel (red). Mit einem fröhlichen „Ahoi!“ begrüßte Schulpastor Torsten Lange die 97 neuen Schülerinnen und Schülern in der St. Laurentius-Kirche. Die Aufregung der Fünftklässler verglich er mit der Sorge, die die Jünger Jesu einst auf offener See hatten. Jesus sei damals „ganz cool“ geblieben, habe trotz stürmischer See gut geschlafen im Vertrauen darauf, dass Gott das Boot beschützen werde. Diese Zuversicht empfahl er auch den Fünftklässlern und ihren Familien.
Schulleiter Gerhard Wittkugel stellte sich als 1. Offizier des Schulschiffes vor. Der Kapitän sei er nicht. Deshalb sei es auch jeder einzelne Schüler nun richtig und wichtig an seinem Platz in der neuen Schule.
Koordinatorin Birgit Witte begrüßte schließlich die einzelnen namentlich und beschenkte jede neue Klasse mit einem jungen Ahorn-Baum, der demnächst im Schulwald gepflanzt wird. Damit der erste Schultag zu einem garantiert prickelnden Erlebnis werden konnte schenkte Pastor Lange den Kindern Brausebärchen und –herzchen.

Einbecker Morgenpost
11. September 2015

Foto: O. Philipp

 

 

 

20150907 Musik Projekt SeniorenhausSeit dem vergangenen Schuljahr gibt es das Projekt »Musik und Erinnern«, welches im Fach Diakonie des neunten Jahrganges der PGS angeboten wird: Schüler unter der Leitung ihrer Lehrerin Anke Wurmstädt besuchen das Mundus-Seniorenhaus Dassel, um mit älteren Menschen zu singen und zu musizieren. Das Ganze ist eingebettet in verschiedene Themen, mit denen sich die jungen Menschen zunächst selbst beschäftigen: Wie werden Kindheit und beginnende Jugend erinnert, was war wichtig und unterstützend? Diese sind Fragen, die einladen sollen, sich selbst mit dem Thema »Erinnerung« auseinanderzusetzen, die aber auch die Persönlichkeit betreffen. Nach den Herbstferien steht das Erlernen des Gitarrenspiels im Vordergrund. Die Schüler erlernen Grundlagen des Gitarrenspiels, um dann mit den Senioren in der Adventszeit Weihnachtslieder zu singen, die in ihrem Leben Bedeutung hatten. Die Musik verbindet, das gemeinsame Musizieren macht Spaß. So entstehen
neue schöne Erinnerungen.

Einbecker Morgenpost
07. September 2015

 

 

 

20150727 vrDassel/Frankfurt (red). Im Frühjahr 2015 fand erneut das bundesweite VR-Börsenspiel der Volks- und Raiffeisenbanken statt. Im Bereich Südniedersachsen nahmen diesmal 120 Schüler und Schülerinnen der 10. Klassen der Paul-Gerhardt-Schule in Dassel mit großem Erfolg teil.

Im Rahmen der Schulkooperation zwischen der VR-Bank in Südniedersachsen eG und der Paul-Gerhardt-Schule hat in diesem Jahr bereits das 2. VR-Börsenspiel stattgefunden. Mit einem fiktiven Startkapital von 50.000 Euro im Depot haben die Teilnehmer die Möglichkeit, wie in der Realität an der Börse zu investieren und so aktiv dieses komplexe Thema zu lernen und zu leben. Für die Schüler war es interessant zu sehen, welche Auswirkungen ihre Entscheidungen auf ihr Depot hatten. Das Spiel gibt ihnen einen realistischen Einblick in den Kauf und Verkauf von Wertpapieren. Und viele Teilnehmer beschäftigen sich sogar freiwillig mit dem Finanzteil in der Zeitung oder im Internet. "Die Börse ist ein spannendes, aber auch komplexes Thema. Wir freuen uns, dass wir so viele Schüler hierfür begeistern und sie mit dem VR-Börsenspiel erste Erfahrungen auf dem digitalen Parkett sammeln konnten“, so Peter Koch, Leiter der Privatkundenbank der VR-Bank in Südniedersachsen eG, bei der persönlichen Übergabe der Preise in Dassel.

Triplesieg beim bundesweiten Schulspiel

Peter Koch und Manfred Braun von der PGS in Dassel schwören auf eine intensive Betreuung. Sie begleiteten im bundesweiten Schulspiel in diesem Jahr 26 Gruppen der Jahrgangsstufe 10 an der Paul-Gerhardt-Schule in Dassel. In diesem Jahr war der intensive Betreuungsansatz sogar von ganz besonderem Erfolg gekrönt: Drei Gruppen belegten im Schulspiel bundesweit die vordersten Ränge. Und als Bundessieger durften die Gruppen, die den 5., den 2. und den 1. Platz belegten, zur Siegerehrung nach Frankfurt am Main fahren. Die Gruppe „Lehmann Brothers“ bestehend aus David Löwens, Niklas Klemm, Cornelius Blume, Marvin Schütte und Yannick Hoffmann freuen sich über den 1. Platz!

Dort erlebten die Sieger einen erlebnisreichen Tag: Sie erhielten die Möglichkeit, die Börse live zu erleben und haben einen Einblick in die DZ Bank in Frankfurt am Main erhalten. Abschließend konnten alle die einmalige Frankfurter Skyline vom Dach des DZ Bank Turms betrachten und am Abend mit gesammelten Eindrücken und Erinnerungen die Rückreise antreten.

Natürlich sorgten die ausgelobten Preise und die Siegerplätze für eine zusätzliche Motivation unter den Schülern. Doch die primären Ziele des Veranstalters VR-Bank und PGS Dassel sind nicht das Gewinnen, sondern der Lerneffekt und das Sammeln von Erfahrungen an der Börse. Ihnen ist wichtig, dass jeder Teilnehmer im totalen Neuland Börse etwas lernt und für sich mitnimmt. Dafür wird während der Spielzeit viel Zeit und Herzblut investiert, aber nur so klappt es. Die wichtigste Voraussetzung zum Lernerfolg laut Peter Koch ist, dass ihn die Schulleitung und die Lehrer der teilnehmenden Klassen unterstützten. Außerdem gehört es zu unserem Konzept, dass ich jede Klasse zweimal während des Börsenspiels im Unterricht besuchen kann.

„Enorm wichtig und gut ist aber auch, dass das VR-Börsenspiel einfach zu handhaben ist und schnell funktioniert. Nur so erreiche ich die Jugendlichen“, so Koch.

Eine Demo-Version des VR-Börsenspiels finden Sie unter www.vr-boersenspiel.de.

20150727 0368

 


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27. Juli 2015

Foto:1 VR-Bank
Foto: 2 O. Philipp

 

 

 

20150725 8381Dassel (red). Das Leben einer Prinzessin ist auch nicht mehr das, was es mal war. Galt es früher als sicher, dass frau nach dem Küssen des ekeligen grünen Viehs mit einem Goldstück von Mann belohnt wurde, so zeigte die Aufführung „Der einzig wahre Froschkönig“ von Sigrid Städtler an der Paul-Gerhardt-Schule, dass sich die Zeiten geändert haben. Die PGS-Theatergruppe des 8. und 9. Jahrgangs hat unter Leitung von Sigrid Städtler eine sehr humorvolle Abwandlung des Grimmschen Märchens präsentiert. In Zusammenarbeit mit jungen Erwachsenen aus den Harz-Weser-Werkstätten wurde wieder einmal ein Stück auf die Bühne gebracht, das zeigte, wie Inklusion mit Kopf, Herz und Hand gelingen kann.

Das Publikum dankte es mit großem Beifall – schließlich waren 200 Gäste der Aufführungsankündigung im Paulinum gefolgt. Schulleiter Gerhard Wittkugel sprach der Theaterpädagogin Städtler, die seit den 80er Jahren Aufführungen an der PGS inszeniert, seinen großen Dank aus. Es war ihre letzte eigene Produktion – sie geht in den verdienten Ruhestand. Dem inklusiven Theater der PGS wird sie jedoch auch im nächsten Schuljahr gern mit Rat und Tat zur Seite stehen. Ihre besondere Kreativität wird durch die eigenständige Stückentwicklung und Inszenierung des „einzig wahren Froschkönigs“ deutlich.

Eine Prinzessin diskutiert mit einer dreiköpfigen Schar von Hofdamen anlässlich einer zu erstellenden Gästeliste die verschiedenen Angebote, die der regionale Prinzen-Markt bereithält und stellt fest, dass jeder eine große Macke habe. Keiner sei der Richtige! Da müsse wohl erst noch ein Wunder geschehen, meinen die Hofdamen. „Wir sind doch hier nicht im Märchen!“ entgegnet die Prinzessin, welche später ihre goldene Kugel ungeschickterweise in den Teich fallen lässt.
Ein chronisch nörgelnder Prinz wird zur Strafe in einen Frosch verwandelt, weil er jeden beleidigt, der seinen Dunstkreis betritt.

Er findet sich schließlich im Teich zwischen lauter Goldfischen wieder und hofft auf den Zufall, welcher dann auch eintritt: Die goldene Kugel fällt in sein Gewässer und er bekommt für seinen Bringdienst den ihn erlösenden Kuss versprochen. Gemäß der Grimmschen Version weigert sich die holde Jungfrau, den Kuss zu realisieren. Auf das Ansinnen des Frosches, den Kuss zu empfangen, reagiert sie mit verbaler Gewalt. Das An-die-Wand-Klatschen bleibt dem Frosch immerhin erspart. Ein Rechtsanwalt tritt auf und verteidigt das Interesse des Froschs. „Versprechen müssen gehalten werden!“, so ist die Devise und dunkle Gestalten drohen Strafen an.

Erst als der König ein Machtwort mit seinem Töchterlein spricht, „Trink deine Schokolade! Küss ihn! Du musst!“, geschieht in königlichen Gemächern, was geschehen musste: Plötzlich ist der Schönling wieder in Menschengestalt zu sehen. Auf die äußere Wandlung ist jedoch keine innere gefolgt. Der Prinz nörgelt immer noch an allem herum und beleidigt seine Mitmenschen. Seine Heiratsanträge stoßen in der Prinzessinnenwelt entsprechend auf Ablehnung. Des Königs Tochter hat schließlich eine gute Idee: Sie ruft die Fee herbei und lässt den undankbaren Junggesellen in eine ekelhafte schwarze Spinne verwandeln, die den Rest ihres Lebens in einem Einmachglas verbringen muss.

So kann sie dem Unhold täglich eine ihrer schönsten Grimassen zeigen. Und wenn sie nicht gestorben ist, dann streckt sie ihm auch heute Morgen noch die Zunge raus.

Rollenbesetzung:
Frosch: Marc Schmidt (HWW)
Prinzessin Sybilla: Celina Marie Polz (9D)
Prinz: Till-Moritz Strauß (8B)
1. Diener: Nele Tschentscher (8B)
2. Diener. Wiebke Wenzel (8B)
Amalia: Linda Oetzmann (9A)
Fee: Dörthe Siegel (HWW)
Hofdame Mathilda: Cara- Marie Dörries (9A)
Hofdame Caroline: Laura Christine Lühmann (9B)
Hofdame Anna: Jannika Simon (9D)
Ferdinand: Wiebke Wenzel (8B)
Alexander: Nele Tschentscher (8B)
Alphonse: Marlen Lotze (9E)
Theophilus: Lea Carlotta Querfurth (9A)
Scriptus: Stefanie Walsch (HWW)
Hexe 1: Chantal Seidel (8B)
Hexe 2: Maren Reichstein (HWW)
König: Lothar Müller (HWW)
3. Diener: Linda Oetzmann (9A)
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25. Juli 2015

Fotos: O. Philipp

 

 

 

20150724 Upcycling 8283Dassel (red). „Ist das Kunst oder kann das weg?“ Unter diesem Titel präsentiert die Klasse 7a der Paul-Gerhardt Schule aus Dassel selbstgemachte Kunstobjekte, Musikinstrumente und Nützliches aus Müll. Im Rahmen einer Projektwoche haben sich die 22 Schülerinnen und Schüler mit dem Thema „Upcycling“ beschäftigt. Beim Upycling werden Abfallprodukte und alte Gegenstände in neue Sachen aufgewertet. Aus alten Jeansfetzen oder Schokoladenverpackungen werden Geldbeutel, aus Küchenrollen und Kies werden Rasseln und aus alten Flaschen werden Stiftehalter.

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„Wir konnten unserer kreativen Ader freien Lauf lassen“, freute sich Jonathan Kohlenberg aus Dielmissen. Und Imke Jordan ergänzt: „So hatte unsere Klasse einen richtigen guten Abschluss des Schuljahres“. Auch der Leiter des viertägigen Projektes, Stefan Mießeler von der Universität Bielefeld, ist zufrieden: „Die Schülerinnen und Schüler haben mich überrascht und gezeigt wie man mit einfachen Mitteln ganz viel vor der Mülltonnen retten kann. Man braucht nur etwas Phantasie“.

 

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24. Juli 2015

Fotos: O. Philipp

 

 

 

20150723 Uni Hannover 8265Beim Experimentieren werden Naturwissenschaften spannend und greifbar. Das Interesse an Naturwissenschaften und Technik will das Leibniz-Juniorlab der Hannoverschen Universität fördern. Deshalb machte der Experimente-Bus Station bei den beiden sogenannten Forscherklassen des siebten Jahrgangs der Paul-Gerhardt-Schule.
Zunächst wurde den Schülern die Universität mit ihren Fakultäten vorgestellt, und dann wurden »planare optronische Systeme« in den Blick genommen. Wissenschaftler wollen dabei elektronische Bauteile durch optische ersetzen - aufgedruckt auf eine Folie. Anschließend wurde der Experimentierkoffer zum Thema Optik geöffnet. Und die Schüler experimentierten mit Licht und Linsen. Der Besuch der Wissenschaftler hat die Schüler sicherlich motiviert, im Schulalltag naturwissenschaftliche Phänomene weiter zu erforschen.

 

 

Einbecker Morgenpost
23. Juli 2015

Foto: O. Philipp

 

 

 

20150721 Judo 0961Dassel (red). Das letzte Treffen der Budo AG des 6. Jahrgangs stellte den Höhepunkt des Schulhalbjahres dar: In den vergangenen Monaten hatten die Teilnehmer der Budo-AG das richtige Fallen gelernt und sich Würfe, Haltegriffe sowie Befreiungsvarianten in den Sportarten Judo und Jujutsu sowie in der Selbstverteidigung angeeignet, welche sie sowohl im Spiel als auch im Übungskampf erprobten.

Alle zehn Sechstklässler hatten nun am 9. Juli die Gelegenheit, ihr neu erlerntes Können im Rahmen einer Prüfung zum 8.Kyu - weiß-gelber Gürtel im Judo - unter Beweis zu stellen: Hierzu mussten nicht nur das Fallen rück- und seitwärts, sondern auch Grundtechniken, wie Hüftwurf und Beinsteller verbunden mit dazugehörigen Haltegriffen und Befreiungsvarianten gemeinsam mit einem kooperierenden Partner, vorgeführt werden.

Im anschließenden Übungskampf, dem Randori, zeigten die Teilnehmer, dass sie viele Techniken bereits an einem sich wehrenden Partner anwenden können und überzeugten ihre Prüferin und AG-Leiterin Charline Tatsch durch ihre guten Leistungen. Schließlich konnten alle Prüflinge ihren neuen Gürtel entgegen nehmen: Niklas Fischer, Malte-Hermann Grupe, Lukas Gutacker, Luke Niemann, Johannes Heinemeyer, Aris Leander Schmidt, Christopher Simon, Hannes Taube , Maximilian Wehner und Philipp Wendroth.

Die neuen Gürtel wurden auch sogleich angelegt, denn im Anschluss an die Gürtelprüfung kamen neun junge Judoka des Einbecker Judoclubs und der Judoabteilung des TSV Hillwartshausen ins Paulinum, um den ersten PGS-Judo-Cup auszutragen. Begleitet wurden die externen Judoka von ihrem Trainer Peter Oestreich, ihrer Betreuerin Susanne Joppe und auch einige Eltern wollten die Wettkämpfe mit erleben.

Nach einem gemeinsamen Aufwärmen war die Aufregung groß, als das Mannschaftsturnier begann:  Zwei Teams, bestehend aus AG Teilnehmern sowie Vereinsmitgliedern, traten vor einem kräftig anfeuernden Schülerpublikum an. Die in den vorangegangenen Monaten gelernten Techniken konnten nun endlich im Kampf ausprobiert werden, bei dem das blaue Team mit nur einem Punkt Vorsprung gegen das rote Team siegte.

Die Motivation blieb groß, als sich ein weiterer Wettstreit, diesmal nach japanischem System, anschloss: Dabei kämpfte der körperlich kleinste Sportler gegen den nächstgrößeren. Der Sieger blieb auf der Kampffläche und stellte sich dem nächstgrößeren.

Am Ende dieses ereignisreichen Nachmittags konnten sich alle Teilnehmer des PGS-Judo-Cups als Sieger feiern und sich nicht nur über Urkunden und Medaillen freuen, sondern auch über die wertvolle Wettkampferfahrung, die sie in diesem Sport gemacht haben.

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21. Juli 2015

Fotos: O. Philipp

 

 

 

Die heute im deutschen Sprachgebrauch übliche Bezeichnung Turmfalke weist darauf hin, dass Turmfalken auch menschliche Bauwerke als Brutplatz nutzen und dabei bevorzugt in den obersten Regionen nisten - so auch im Wirtschaftsgebäude der Paul-Gerhardt-Schule in DasseI. Sie nutzen den eigentlich für Schleiereulen angebrachten Nistkasten als Domizil. Durch den Einbau einer Web-Cam in den Nistkasten, konnten die Schüler der Umweltschule seit dem Schlupf am 20. Juni schon eindrucksvolle Bilder beobachten.

20150714 Turmfalken 7842Der Turmfalke ist während seines auffälligen Rüttelfluges gut erkennbar. Diesen nutzt er zur Beutesuche. Er bleibt dabei in einer Höhe von zehn bis 20 Metern an einer Stelle in der Luft stehen und späht nach geeigneter Beute. Der Flügelschlag ist schnell, der Schwanz meist breit gefächert und etwas nach unten geknickt. Hat er ein potentielles Beutetier, etwa eine Maus, gesehen, stürzt er im Sturzflug darauf zu und greift es, wobei er kurz vor  dem Boden abbremst. Jetzt konnten sich die Schüler selbst ein Bild vom Gesundheitszustand der Jungfalken machen. Dr. Ernst Kniprath und seine Frau Susanne beringten die Tiere vor den kritischen Augen der Kinder mit Ringen der Beringungszentrale, zuständig ist die Vogelwarte Helgoland in Wilhelmshaven. Dort werden alle Daten von beringten Vögeln gesammelt. Sie stehen dann jedem zur Verfügung, der auswerten kann und will, was darin an Information über die Biologie der Vögel enthalten ist. Alle Fragen der Jahrgangsstufe 6 konnten von den Vogelexperten beantwortet werden. Bei den drei in der Schule geschlüpften Tieren wird dann einmal in den Daten zu lesen sein »Gymnasium Dassel«, ob das den putzigen Vögel in ihrem weiteren Leben hilfreich sein wird, ist allerdings sehr fragwürdig. Es wird noch ein paar Tage dauern, bis die Falken endgültig das schützende Nest verlassen werden. Anders ist es mit den Abiturienten der Schule. Sie haben durch das breite pädagogische Angebot der Dasseler Schule und die sehr guten Abschlussergebnisse, eine gute Ausgangssituation für ihren weiteren Lebensweg. Eins haben beide Spezies gemeinsam: Sie müssen noch Vieles im Leben erlernen.

Einbecker Morgenpost
14. Juli 2015

Foto: O. Philipp

 

 

 

Abiturienten der Dasseler Paul-Gerhardt-Schule erhielten ihre Abschlusszeugnisse I Notendurchschnitt von 2,58

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Markoldendorf. »Komm, lass uns träumen«, das war das Motto der Entlassungsfeier der Abiturienten der Dasseler Paul-Gerhardt-Schule. Während des Prüfungsstress hieß es oft »sorry, keine Zeit« - jetzt ist die Gelegenheit da, Träumen ist ausdrücklich erlaubt.
Auslandsaufenthalte, Geld, Studium und Berufseinstieg, aber auch Glück, Zufriedenheit, Zweisamkeit und Liebe oder eventuell Karten für ein Helene Fischer- Konzert könnten die Wünsche sein, meinten die Schüler beim Gottesdienst vorab. Jeder Traum sei zwar nicht realisierbar und es werde nicht alles so laufen wie es geplant sei, doch soll frohen Mutes die Zukunft angegangen werden. In Gedanken, vom Körper und von den Wünschen habe man sich seit der Kindheit verändert, doch gebe es immer noch Sehnsüchte, die geblieben seien: Liebe, und dass immer etwas zu essen da sei.
Den Gottesdienst gestalteten Henrike Herbst, Lorena Herbst, Linja Hettling, Frederike Muschalla, Nora Voltmann, Sophia Gerke, Maria Weidmann, Siska Glausch, Merle Hoffmann, Anita Schlender, Anna Torno und Sophia Hirschmann. Musikalische Unterstützung erhielten sie von Dr. Friedhelm Flamme, Ralf Poplowski und der Bläserklasse des fünften Jahrgangs. Die Schülerinnen wählten den Gebetsgesang: »May the Lord send angels, to guide you on your way. May his love surround you, day by day«, der zum Thema passte.
Wie die Seifenblasen, die durch die Markoldendorfer St. Martinskirche schwebten, seien auch die Träume. Manche zerplatzen schon zu Beginn, jede Blase sei einzigartig und man wisse nie, welche Wege sie einschlagen. Viel Atem sei notwendig, um sie wachsen zu lassen. Wie der Seifenblasenteppich in der Kirche seien Träume ein Zauber der Schönheit, denen man gerne nachgehe. Jetzt, nach dem Abistress, sei es die Zeit zu träumen und voranzugehen, doch sollte das jeweilige Ziel nie aus den Augen gelassen werden. Wie die Seifenblasen könne man fliegen wie ein Schmetterling, die Welt mit eigenen Augen sehen und seine Wünsche verwirklichen, Glück finden und seine Talente einsetzen.
Für Schulleiter Gerhard Wittkugel war der Abiturjahrgang etwas Besonderes, zusammen haben Schüler und er 2007 an der Schule angefangen. Damals schockte er die Jungen und Mädchen mit einem Rap im Religionsunterricht, scherzte er, zur Verabschiedung präsentierte er wieder etwas Besonderes. Er ahmte Kazim Akboga und seinen auf Youtube bekannten Song »Ist mir egal« nach. Das Video fand er witzig, doch treffe die Aussage nicht auf die Schüler zu, sie seien ihm nicht egal und sie hätten gezielt auf das Abitur hingearbeitet. Die Weichen für Studium, Beruf und die Zukunft wurden erfolgreich gestellt, das gefalle ihm und demonstriere, dass keine »Ist mir egal« -Einstellung vorliege. Neue Handys, Hautfarben oder Modeerscheinungen, das könnte einem gleichgültig sein, Flüchtlinge, Anschläge auf Asylbewerber, die Schere zwischen Arm und Reich sowie die individuelle Lebensvorstellung hingegen nicht.
Allen wünschte er gutes Gelingen, pfiffige Ideen sowie wundervolle Erlebnisse beim Streben nach den Träumen. Eine gute Basis dafür liege vor.
Superintendentin Stephanie von Lingen griff die Stichworte Träume und Wünsche auf. Liebe und Nahrung waren als kleines Kind wichtig und sie seien es in Gegenwart und Zukunft ebenfalls. Es beginne nun die Reise durch ein spannendes Leben, das gefüllt werden will. Ganzheitlich seien die Schüler auf das Jetzt vorbereitet worden, nun gelte es, der eigene Fahrer zu sein. Einige Begleiter bleiben, andere erneuern sich, doch sollte man nie Gerechtigkeit, Völkerverständigung, Liebe und Gerechtigkeit vergessen. Martin Luther habe gesagt: »Woran du dein Herz hängst, da ist Gott«, das treffe zu.
Vom Schulelternrat erklärte Karin Simon, dass 1937 der Bau der Golden Gate Bridge  bei San Francisco als »modernes Weltwunder« galt. Sie führt die Menschen aus einer einzigartigen Stadt in eine nahezu unbekannte Gegend. Ähnlich sehe es jetzt nach dem Schulabschluss aus. Die Brücke ist geschlagen, was dahinter liege, das wisse man noch nicht so genau. Jedoch sollten die Schüler immer weitergehen und sich mit Mut neuen Herausforderungen stellen.
Als sie 2007 an das Gymnasium kamen, brachte Steve Jobs das erste iPhone heraus, Kyrill wütete im Solling und Mark Medlock gewann »Deutschland sucht den Superstar«, erinnerten Jonas Volkmar und Matthias Zillmann. Inzwischen gebe es schon die sechste oder siebte Version von Apple, die meisten Naturschäden seien nicht mehr zu erkennen, und ob der Sänger noch aktiv sei, das wisse man nicht so genau. Vieles habe sich verändert. Im Laufe der Jahre habe man unzählige Erfahrungen gesammelt und sich stetig weiterentwickelt. Großer Dank gehe dafür an Eltern, Lehrer, Tutoren und Begleiter, die im Alltag, aber auch durch Studienfahrten und Exkursionen am stetigen Prozess der Orientierung und Zielsetzung mithalfen. Eine lange und schöne Zeit haben die Absolventen hinter sich gebracht, bei denen sie viele Freunde fanden und gemeinsam ein Wunsch verfolgten, das Abitur. Das  Leben und Träumen muss weiter vorwärts gehen, das sei gewollt. Herausforderungen, Entscheidungen sowie viel Neues und Unbekanntes stehen an, darauf freue man sich.
Manfred Renger teilte mit, dass von 88 Schülern 86 das Abitur bestanden haben, zwei die Fachhochschulreife erreichten. 52 Mädchen und 34 Jungen erlangten den Abschluss, 19 Absolventen haben eine Eins vor dem Komma (zwölf Mädchen und sieben Jungen). Es gab mit einem Durchschnitt von 2,58 ein besseres Ergebnis als in den Vorjahren, wobei die Jungen bei 2,74 und die Mädchen bei 2,48 lagen.
Die besten Abiturienten des Jahrgangs sind Matthias Zillmann mit einem Schnitt von 1,0, Justus Fricke und Jacqueline Dischereit mit einem Schnitt von 1,2 sowie Mareike Mascher und Silvana Bertram mit einem Schnitt von 1,4. Auszeichnungen gingen in Religion an Kira Meyer, Lara Rolf und Linja Hettling, in Mathematik an Justus Fricke, in Physik an Christian Löwens und in Chemie an Justus Fricke und Rafael Machheid. Für Mitarbeit und Engagement in der Schülervertretung wurden Lea Victoria Graf, Matthias Zillmann und Jonas Volkmar sowie für Öffentlichkeitsarbeit Silvana Bertram und Lorena Herbst geehrt.
Mru
Einbecker Morgenpost
06. Juli 2015

 Foto:O.Philipp

 

 

20150701 Auktion 0500 400Eine Kirche ist kein Auktionshaus. Wenn aber Dinge für einen guten Zweck versteigert werden, kann sich das schnell ändern. Martin Possner, Pfarrer an der evangelischen Kirche St. Laurentius in DasseI, war von der Idee der Paul-Gerhardt-Schule, Schülerbilder zugunsten des PGS-Lernfonds zu versteigern, gleich sehr angetan. Der PGS-Lernfonds ist eine soziale Einrichtung der Paul-Gerhardt-Schule, um Schülern finanziell mit kleinen Beträgen zu helfen, damit sie an allen regulären und außerunterrichtlichen Bildungsangeboten der Schule teilnehmen können. Auf positive Resonanz stieß die Idee auch bei den Schülern: 41 Bilder wurden in kurzer Zeit eingereicht. Stefan Sauerland vom Göttinger Auktionshaus ermöglichte die Umsetzung. Über die Anfrage von Thomas Burg, Sprecher des PGS-Lernfonds, eine Auktion in Dassel durchzuführen, musste er nicht lange nachdenken. Er war von der Idee begeistert und stellte sein Können als Auktionator gratis zur Verfügung. Auch die Kunst- und Musik-Lehrer der PGS waren sofort bereit, die Auktion tatkräftig zu unterstützen. Das Dassler Stadtjubiläum bot den Rahmen: Während am Samstagnachmittag die Festivitäten rund um die Kirche ihren Höhepunkt hatten, fand in St. Laurentius die Versteigerung statt. Zum Auftakt spielte die Bläserklasse unter Leitung von Anke Wurmstädt und Katharina Bartholl und lockte dadurch zahlreiche Besucher in die Kirche. Stefan Sauerland erklärte den Ablauf der Auktion: Zunächst konnten sich die Gäste Anbieter-Karten holen. Das Einstiegsangebot lag bei 30 Euro. In Zwei-, Fünf- und Zehn-Euro Schritten gingen dann die Bieter-Preise nach oben. Besonders herausragende Ergebnisse erzielten Bild 36 (190 Euro), Bild 3 (150 Euro), Bild 14 und 29 (je 140 Euro). Für die Veranstalter besonders überraschend war, dass der Auktionator vorab in Göttingen für die Auktion geworben hatte und dass dadurch bereits Höchstangebote externer Anbieter vorlagen. Insgesamt wurden 30 Bilder versteigert und erzielten einen Spendenerlös von 2.000 Euro. Neben spendenfreudigen Eltern, Lehrern und Gästen des Stadtfestes ist dieser Erfolg ganz wesentlich Stefan Sauerland zu verdanken, der mit großer Wertschätzung für die künstlerische Leistung der Schüler, viel Humor und Sinn für die gute Sache die Bieter motivierte, den Preis nach oben zu bringen. »Uns hat es einen riesigen Spaß bereitet. So etwas können wir gern nochmal machen«, sagte Thomas Burg, Lehrer an der PGS und Verantwortlicher für die Veranstaltung. Kirche, Kunst und Kommerz sind damit eine segensreiche Verbindung eingegangen, die vielen Schülern der PGS zugutekommen wird.

Einbecker Morgenpost
04./05. Juli 2015

Foto: O. Philipp

 

 

 

 20150704 Abi 2015 0375

Mit der Allgemeinen Hochschulreife oder der Fachhochschulreife werden am heutigen Sonnabend in der Martinskirche Markoldendorf die diesjährigen Abiturienten der Paul-Gerhardt-Schule verabschiedet. Das Abitur bestanden haben: Miriam Abels, Eileen Albrecht, Timon Bartz, Cheyenne Baumert, Silvana Bertram, Evelyn Block, Swantje Brunn, Maximilian Burkert, Sofia Castanheira Lourenco, Jacqueline Dischereit, Philipp-Sebastian Ehrecke, Jennifer Ende, Lucas Erb, Justus Fricke, Sophia Gerke, Siska Glausch, Lukas Goedecke, Lea Victoria Graf, Lukas Heinelt, Henrike Herbst, Lorena Herbst, Linja Hettling, Sophia Marie Hirschmann, Merle Hoffmann, Larissa Jäger, Franziska Joppe, Fynn-Thore Juda, Philip Klassen, Jan Luca Klenke, Kim Marie Klenke, Niclas Knerr, Alina Sophie Koch, Emily Koch, Jan Koch, Laura Köke, Michael Kovacevic, Nik Kroter, Niklas Lange, Nicole Lösky, Christian Löwens, Mirko Lütjen, Rafael Machleid, Lena Maier, Mareike Mascher, Saskia Meisiek, Leonie Mentner, Kira Meyer, Karolin Müller, Frederike Silke Muschalla, Julia Ochs, Tim Pasieka, Jacqueline Paul, Lina Päuser, Jana Pavlova, Muriel Podwonek, Dennis Maurice Polz, Isabell Proske, Niklas Rahrig, Sanja Miriam Rentziehausen, Tjark Riemer, Lara Rolf, Katrina Saudhof, Merve Saudhof, Anita Schlender, Teresa Marie Schmid, Marie Schmidt, Silas Schwarz, Jana Schwerdtfeger, Yannik Seeling, Alexander Spitzner, Felix Stahlmann, Pia-Violetta Taufertshöfer, Marven Teiwes, Maurice Tillner, Anna Torno, Silan Toy, Ellen Inge Vinke, Jonas Volkmar, Nora Voltmann, Lucie von Gierke, Marvin Warneke, Marla Weidmann, Alina Witte, Hakan Yorulmaz, Tahnee Zellmer, Matthias Zillmann, Paul Zimmer und Ole Zimmermann.

Einbecker Morgenpost
04./05. Juli 2015

Foto: O. Philipp

 

 

 

20150701 Auktion 0478 400Eine Kirche ist kein Auktionshaus. Wenn aber Dinge für einen guten Zweck versteigert werden, kann sich das schnell ändern. Martin Possner, Pfarrer an der ev. Kirche St. Laurentius in Dassel, war von der Idee der Paul-Gerhardt-Schule, Schülerbilder zugunsten des PGS-Lernfonds zu versteigern, gleich sehr angetan. Der PGS-Lernfonds ist eine soziale Einrichtung der Paul-Gerhardt-Schule,  um Schülerinnen und Schülern finanziell mit kleinen Beträgen zu helfen, damit sie an allen regulären und außerunterrichtlichen Bildungsangeboten der Schule teilnehmen können. Auf positive Resonanz stieß die Idee auch bei den Schülern: 41 Bilder wurden in kurzer Zeit Bilder eingereicht.
Stefan Sauerland vom Göttinger Auktionshaus ermöglichte die Umsetzung. Über die Anfrage von Thomas Burg, Sprecher des PGS-Lernfonds, eine Auktion in Dassel durchzuführen, musste er nicht lange nachdenken. Er war von der Idee begeistert und stellte sein Können als Auktionator gratis zur Verfügung. Auch die Kunst- und Musik-Lehrerinnen und -lehrer der PGS waren sofort bereit, die Auktion tatkräftig zu unterstützen.
Das Dassler Stadtjubiläum bot den Rahmen: Während am Samstagnachmittag die Festivitäten rund um die Kirche ihren Höhepunkt hatten, fand in St. Laurentius die Versteigerung statt. Zum Auftakt spielte die Bläserklasse unter Leitung von Anke Wurmstädt und Katharina Bartholl und lockte dadurch zahlreiche Besucher in die Kirche. Stefan Sauerland erklärte den Ablauf der Auktion: Zunächst konnten sich die Gäste Anbieter-Karten holen. Das Einstiegsangebot lag bei 30 Euro. In Zwei-, Fünf- und 10-Euro-Schritten gingen dann die Bieter-Preise nach oben. Besonders herausragende Ergebnisse erzielten Bild 36 (190 Euro), Bild 3 (150 Euro), Bild 14 und 29 (je 140 Euro). Für die Veranstalter besonders überraschend war, dass der Auktionator vorab in Göttingen für die Auktion geworben hatte und dass dadurch bereits Höchstangebote externer Anbieter vorlagen. Insgesamt wurden 29 Bilder versteigert und erzielten einen Spendenerlös von 1878 Euro.
Neben spendenfreudigen Eltern, Lehrern und Gästen des Stadtfestes ist dieser Erfolg ganz wesentlich Stefan Sauerland zu verdanken, der mit großer Wertschätzung für die künstlerische Leistung der Schüler, viel Humor und Sinn für die gute Sache die Bieter motivierte, den Preis nach oben zu bringen. „Uns hat es einen riesigen Spaß bereitet. So etwas können wir gern noch mal machen.“, sagte Thomas Burg, Lehrer an der PGS und Verantwortlicher für die Veranstaltung. Kirche, Kunst und Kommerz sind damit eine segensreiche Verbindung eingegangen, die vielen Schülerinnen und Schülern der PGS zugutekommen wird.

 20150701 Auktion 0484 400  20150701 Auktion 0491 400
 20150701 Auktion 0500 400  20150701 Auktion 0490 400

 

Weser-Ith News
www.meine-onlinezeitung.de
01. Juli 2015

Fotos:O. Philipp

 

 

 

20150626 Wir sitzen alle in einem Boot»Mannschaft ans Boot! Fertig machen zum Einsteigen«, hieß es erneut in diesem Schuljahr. Der Ruderkurs unter der Leitung von Ute Möllers und Heinz Stern begeisterte die Schüler des elften Jahrgangs der Dasseler Paul-Gerhardt-Schule. Die Gruppe verbrachte eine aktive Woche im Fuldatal im Bootshaus der Göttinger Universität bei Wilhelmshausen. Nach der Ankunft wurden die Zimmer bezogen, dann traf man sich in der Bootshalle zur Einführung in die Bootskunde. Anschließend wurden die ersten Vierer zu Wasser gelassen, die praktische Ausbildung samt der technischen Besonderheiten des Ruderns begann. Am nächsten Morgen ging es weiter mit der Ausbildung in den Vierern. Am Nachmittag folgten die ersten Zweier und Skiffs (Einer). Mit ihnen wurde für die erste von drei Prüfungen geübt und trainiert. Bei ihr handelte es sich um die Steuermannprüfung, bei der der Steuermann der Mannschaft verschiedene Befehle zum Ablegen, Wenden oder Anlegen erteilen muss. Alle Teilnehmer bemerkten die schnelle Verbesserung ihrer Ruderfertigkeiten. Neben den Fahrten mit den Booten mussten einige Schüler allerdings auch mehrfach ihre Schwimmfähigkeit unter Beweis stellen. Nach dem weiteren Trainieren der Abläufe und dem Einstudieren der Steuermannbefehle erfolgte die erste Prüfungsabnahme sowie der Ausbau der Fertigkeiten mit dem Skiff.  Ein Prüfungsteil beinhaltete Besonderheiten der Rudertechnik im Vierer, eine andere die Absolvierung einer 500 Meter langen Strecke im Skiff. Nach den letzten verteilten Punkten wurde die Kursfahrt beim gemütlichen Erdbeerkuchenessen beendet. Das Ergebnis: 15 unverletzte und gut ausgebildete Teilnehmer gab es, aber ebenfalls  zehn unfreiwillige »Schwimmer«.

Einbecker Morgenpost
26. Juni 2015

 

 

 

VR-Bank und Paul-Gerhardt-Schule besiegeln Zusammenarbeit als Schulbetrieb I Vertrag unterzeichnet

20150622 VR Bankt 1DasseI. Als Schulbetrieb geht nun die Paul-Gerhardt-Schule gemeinsam mit der VR- Bank Südniedersachsen an den Start. In dieser Woche feierten die neuen Kooperationspartner im Beisein von Schülern ihre Zusammenarbeit. Zusammengeführt wurden die Beiden durch die Bildungsregion Göttingen, die die» Lernpatenschaften auf Augenhöhe« stützt.
Schulen werden Schulbetrieb, um die Berufsweltorientierung zu verbessern und außerschulisches Expertenwissen in den Schulalltag zu integrieren. Betriebe werden Schulbetrieb, um die Akquise von interessiertem Nachwuchs frühzeitig zu beginnen und das Wirtschaftsverständnis von Jugendlichen zu fördern. Zusammengearbeitet haben die Paul-Gerhardt-Schule und die VR-Bank in Südniedersachsen schon länger, jetzt wurde der Kooperationsvertrag unterschrieben. Wie Schulleiter Gerhard Wittkugel feststellte, sei das für die christlich ausgerichtete Schule ein Novum. Da aber Wirtschaft und Börse wesentliche Bestandteile des Lebens seien, müssten sie in den Unterrichtsalltag miteinbezogen werden. Denn die PG-Schüler sollen verstehen und mitgestalten. Die Schüler sollten zu Teilhabe und Mitverantwortung erzogen werden. Die Bank, so Wittkugel, bringe Know-how und wirtschaftliche Realität in die Schule. Der Erfolg der Schüler sei damit auch ein Erfolg der Kooperation.
Die VR-Bank mit ihren 270 Mitarbeitern habe »Hunger nach interessierten und talentierten jungen Talenten«, formulierte Vorstand Folkert Groeneveld. Die Genossenschaftsbank sei keine »Standardbank«: Die Kunden seien die Eigentümer. Diese »Basisdemokratie« führe dazu, dass man »nah am Menschen« sei, vertrat er  die Philosophie des Geldinstituts.
Dass auch Schüler daran mitgearbeitet haben, was im Kooperationsvertrag stehen soll, erklärte stellvertretend für die Schüler der Abiturient Matthias Zillmann. Das habe ihm gut gefallen. Unterschrieben wurde der Kooperationsvertrag jetzt durch Anna Wucherpfenning von der Bildungsregion Göttingen, Schulleiter Gerhard Wittkugel, Vorstand Folkert Groeneveld und Jörg Richert, Justitiar beim Landkreis
Northeim. Schule und Bank können als äußeres Zeichen der Zusammenarbeit ein entsprechendes Schild an ihren Häusern anbringen.
Dassels Bürgermeister Gerhard Melching freute sich über diese »sinnhafte« Kooperation. Zusammengekommen seien zwei Partner, die vorausschauend agierten, stellte er fest. Und zwischen Schule und Wirtschaft sei die Bildungsregion Göttingen ein wichtiges Bindeglied.
Im Herbst 2009 gestartet, wurden bisher mehr als 30 Lernpartnerschaften angebahnt. Für Musik bei der Feierstunde sorgte der Gitarrist Jan Stahlmann.
Dass die Zusammenarbeit engmaschig sei, stellte Lehrer Manfred Braun, der zusammen mit seinem Kollegen Oliver Sassin für die Berufsorientierung an der PGS zuständig ist, heraus. Zeichen dafür ist sicherlich auch das Börsenspiel. Das VR- Börsenspiel bietet auch Schülern die Möglichkeit, marktwirtschaftliche Zusammenhänge spielerisch kennen zu lernen und zu verstehen. Dabei werden alle Abläufe des Börsengeschäfts realitätsnah simuliert. Und dabei waren die PG-Schüler extrem erfolgreich, konnte Peter Koch, Leiter Privatkundenbank, feststellen. Die» Lehmann Brothers« mit David Löwens, Niklas Klemm. Cornelius Blume, Marvin Schütte und Yannick Hoffmann belegten bundesweit den ersten Platz. Ihr fiktives Startkapital von 50.000 Euro konnten sie um fast 16.000 Euro steigern Mit Freude hatte Koch gesehen, wie die Schüler an die Sache rangegangen sind. »Das habt ihr klasse gemacht«, lobte er.
Bundesweit den zweiten Platz belegte die Gruppe »Synchro« mit Samuel Henjes, Linus Weilbacher, Michael Grothe und Jonathan Breuker. Bundesweit auf dem dritten Platz landete »Lennard 2107« mit Lennard Pach, Vivienne Althausse, Sören Reinfeld, Madlen Tolle und Luca Torno. Diese drei Gruppen wurden von der VR- Bank mit Geldpreisen und Urkunden bedacht und werden nach Frankfurt eingeladen. Platz vier (schulintern) ging an »Leon N.« mit Leon Niemann, Joshua Hillebrecht, Michael Feindt und Felix Kuhlmann, Platz fünf an die »Gipfelstürmer « mit Jana Take, Ronja Hildebrandt, Ronja Wehmeyer, Annemarie Keller und Elisa Auditor.
Wie Koch erklärte wurden 887 Unternehmen gehandelt, vor allem Apple, Daimler, VW, BMW und Samsung. Das Volumen lag bei 37 Millionen Euro, es gab 23 Millionen Käufe und 16 Millionen Verkäufe. Dass das Börsengeschäft nicht einfach ist, wurde ebenfalls deutlich: Eine Gruppe fuhr leider Verluste in Höhe von 14.000 Euro ein. Sts

20150622 VR Bankt 2

Einbecker Morgenpost
20./21. Juni 2015
Fotos:Stöckemann

 

 

 

Dasseler Paul-Gerhardt-Schüler präsentieren »Mensch Martin« in Stuttgart

20150619 Kirchentag 5860

Dassel. Im Schuljahr 2014/2015 hat sich die Klasse 6d mit dem Profil »Darstellendes Spiel« schon mehrfach mit ihrem Musical »Mensch Martin« an verschiedenen Orten sehen und hören lassen. Jetzt konnte sie das Stück auch auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag in Stuttgart präsentieren. Begleitet wurde die Darbietungen von der Band »Ephata«  unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Wolfgang Teichmann.
Die Schülerinnen und Schüler tanzten, schauspielerten und sangen unter Leitung ihrer Lehrerinnen Kathrin Muhs-Braun, Anke Wurmstädt und Nele Maass eindrucksvoll und überzeugend. Es war für alle eine große Herausforderung, das Musical gleich zweimal an einem Tag auf zwei Schauplätzen vor fremdem Publikum zu präsentieren. Die erste Aufführung war im beeindruckenden Hörsaal auf dem Campus der Stuttgarter Universität. Am Abend dann wurde im renommierten Theaterhaus aufgeführt. Alle Beteiligten hatten nur jeweils eine knappe Stunde Zeit, sich auf die örtlichen Gegebenheiten, Bühnenbedingungen und die Technikvoraussetzungen einzustellen. Auch das mitgeführte Bühnenbild musste zügig arrangiert werden.
Das Stuck ist im Rahmen der Lutherdekade auf dem Weg zum Reformationsjubiläum 2017 entstanden. Den Plot lieferten die Lehrerinnen Anke Wurmstädt und Kathrin Muhs-Braun, geschrieben hat das Stück Ralf Jasper, die Musik komponierte Wolfgang Teichmann. Auf diese Weise stellte die Geschichte der zwölfjährigen Karo, die von ihren Mitschülern ausgegrenzt wird, weil sie eine geplante Klassenfahrt, Handy und ein iPad nicht leisten kann, ein Thema dar, was der Lebenswirklichkeit der Schülerinnen und Schüler nahe kam. Lügen und Angst wirkten als personifizierte Figuren bedrohlich. Martin Luther als lebendig gewordene Gipsfigur half Karo aber, aus den Lügen herauszukommen und zu erkennen, dass auch er ein Mensch mit Angst und Gefühlen war. Er machte Karo Mut, alle Lügen zuzugeben, woraufhin ihre Klasse auch ihr Verhalten änderte und sich am Ende dafür einsetzte, Spenden für einen Lernfonds zu sammeln, damit auch Karo an der geplanten Klassenfahrt teilnehmen konnte.
Die Bewerbung der Paul-Gerhardt-Schule zur Mitwirkung am Kirchentag hatte Erfolg und voller Stolz konnten sich alle auf  eine Klassenreise nach Stuttgart vorbereiten.
Nach einer fast fünfstündigen Busfahrt erreichte die Klasse die Jugendherberge in Heilbronn, welche vor dem großen Auftritt nicht nur Unterschlupf bot, sondern auch eine Gelegenheit für· Gemeinschaft und Erholung war. Donnerstag früh ging es dann mit dem Bus nach Stuttgart. Die Bühne auf dem Stuttgarter Unicampus war nicht nur geräumig, sondern hochmodern und mit bester Technik ausgestattet. Darüber hinaus standen professionelle Fachkräfte und willige Helfer bereit. Auf diesem ansprechendem Terrain konnten sich die Schüler recht schnell in ihre Rollen einfinden - das hohe Niveau der erst Elfjährigen war erkennbar bis zum letzten Ton des Schlusstaktes. Das Publikum belohnte die Heranwachsenden mit üppigem Beifall und Begeisterung.
Ähnlich erfolgreich verlief die Abendvorstellung im Stuttgarter Theaterhaus. Die Schüler und Schülerinnen meisterten die Herausforderung, vor nochmals rund 150 Zuschauern zu singen, und spielten souverän und selbstbewusst. Der Erfolg ließ die Aufregung und Strapazen der morgendlichen Aufführung vergessen.
Ein besonderes Highlight stellte die im Stück enthaltene Eröffnung der Ausstellung der »Lutherbilder « dar, die zum großartigen Schlusssong »Ich bin ein Mensch« gezeigt wurden. Visuelle Reize boten in dieser Szene die großformatige Aquarelle, welche Teil des Bühnenbildes waren und im Kunstunterricht unter Leitung ihrer Lehrerin Nele Maass entstanden waren. Die CD mit allen Songs, die der Toningenieur Nico Teichmann in der Paul-Gerhardt-Schule aufgenommen hatte, konnte gegen eine Spende für den PGS eigenen Lernfonds, abgegeben werden.
Die musikalische Darbietung der Band »Ephata« des Kirchenkreises Leine-Solling, und das szenische Spiel der Jugendlichen rührten das Publikum vor dem Hintergrund der farbenfrohen Kulisse. Der mitgereiste Schulleiter Gerhard Wittkugel zeigte sich begeistert. Er unterstützte dieses Ereignis nicht nur durch seine Anwesenheit, sondern auch durch den Transfer der Requisiten und das Anfertigen von Fotos.
Das Stück wurde im vergangenen Jahr sechs Mal aufgeführt. Die von dem Publikum und den Eltern gegebenen Spenden in Höhe von rund 420 Euro für die Darbietungen der Schüler aus der 6.Klasse konnten nun Thomas Burg, dem Organisator. des
Lernfonds der Paul-Gerhardt-Schule, übergeben werden. Ganz im Sinne der Botschaft des Stückes rücken die Eltern und Schüler der PGS zusammen und helfen sich auf diese Weise gegenseitig.
Diese ganze Organisation und Koordination dieses Projektes wäre ohne die finanzielle Unterstützung der Alexandri-Stiftung und der AKB-Stiftung aus Einbeck, der Landeskirche Hannover sowie der Jugendstiftung des Landkreises Northeim nicht möglich gewesen. Ihnen gilt daher besonderer Dank.
oh

Einbecker Morgenpost
19. Juni 2015

 

 

 

20150615 Constantin SchottAm Sonnabend, 27. Juni, findet in der Laurentius-Kirche von 14 bis 16 Uhr eine durch den Lernfonds der Paul-Gerhardt- Schule organisierte Auktion statt, die die Kunstwerke und Gemälde von Schülerinnen und Schülern unter den Hammer bringen soll - natürlich nur für den guten Zweck: Jeder Cent der versteigerten Bilder - Einstiegsgebot 30 Euro - fließt in den schulischen Förderfonds und bietet einkommensschwachen Familien der PGS die Möglichkeit einer bildungsspezifischen Unterstützung. Die zu ersteigernden Bilder können bereits im Vorfeld auf der Homepage des Lernfonds der Paul-Gerhardt-Schule besichtigt werden (www.lernfonds.de) Die Mitarbeit des professionellen Auktionators Stefan Sauerland vom Göttinger Auktionshaus verleiht der wohltätigen Aktion zugleich einen interessanten, beflügelnden und ausgefallenen Charakter.

 

 

 

Einbecker Morgenpost
15. Juni 2015

 

 

 

 

 

20150613 Gunter HampelJunge Menschen für Musik zu begeistern - das ist der »Music & Dance Improvisation Company« an der Paul-Gerhardt-Schule gelungen. Zu einem viertägigen Dance- und Rhythm-Workshop war der renommierte Jazzmusiker Gunter Hampel, der gemeinsam mit seiner Tochter, der Sängerin Cavanna Lee Hampel, dem Tenorsaxophonisten Johannes Schleiermacher, dem Schlagzeuger Bernd Oezsevim und dem Tänzer Prince Alegs die »Music & Dance Improvisation Company« bildet, zu Gast. Seine internationale Karriere als Komponist, Bandleader, Vibraphonist, Bassklarinettist, Flötist und Saxophonist hat Hampel mit allen Großen des Genres zusammengeführt. In allen bedeutenden Jazzclubs und Konzertsälen der Welt ist der gebürtige Göttinger aufgetreten. Als Vermittler zwischen den europäischen und nordamerikanischen Jazzszenen hat er mit unterschiedlichen Formationen über Jahrzehnte eine herausragende Rolle gespielt und wegweisende Akzente setzen können. Neben seiner Konzerttätigkeit widmet sich Gunter Hampel aber auch beispielgebend der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. In zahlreichen Workshops in der ganzen Welt vermittelt er - auch abseits der Jazztraditionen - die Kunst der freien musikalischen Improvisation. Und so erlebten die PG-Schüler eine echte Session - mit vielfältigen Arrangements, Instrumenten, die in einen Dialog traten, und einzelnen Tönen, die zu Rhythmus wurden. Dass aus den gesungenen Wörtern Mango, Ananas und Kiwi hörbare Musik wird, erlebten die Zuschauer, die fleißig mitgroovten. Musiker und Schüler schufen die unterschiedlichste Musik und gaben den Takt auch manchmal mittels Ball an. Was Musik mit dem Körper macht, wurde ebenfalls eindrucksvoll in Szene gesetzt. Den Schülern hat die Zusammenarbeit mit der »Music & Dance Improvisation Company« Spaß gemacht - am Ende des Konzerts gab es viel Beifall, und manch Schüler summte beim Rausgehen noch »Mango ... «. Nicht zuletzt deshalb bedankte sich Schulleiter Gerhard Wittkugel bei Jörg Bachmann von »Kultur im Esel««, der den Kontakt zu den Musikern hergestellt hatte.

Einbecker Morgenpost
13./14. Juni 2015
Foto: Stöckemann

 

 

 

Lars Oppermann setzt Reihe »Aus aller Welt - Ehemalige berichten« fort

20150609 OppermannDassel. Lars Oppermann, Rockmusiker, zweimaliger Gewinner des Radio ffn-Bandwettbewerbs »Local Heroes Contest«, bekannt mit der Band »Eat No Fish« auf diversen Festivals in ganz Europa, unter anderem auf dem Scheeßeler »Hurricane«, freute sich, auf Einladung seines ehemaligen Biologielehrers und Koordinators für Berufs- und Studienorientierung Manfred Braun, den Schülern seiner »alten Schule« etwas von seinen Berufserfahrungen mitzuteilen.
Die Vortragsreihe »Aus aller Welt« an der Paul-Gerhardt-Schule Dassel bietet Schülern des elften und zwölften Jahrgangs die Möglichkeit, sich über Berufsperspektiven zu informieren, und sie hilft ihnen dabei, die Phase der Berufsfindung zu meistern. Nach einigen Vorträgen aus den Bereichen Architektur, Biochemie, Kultur- und Medienwissenschaften sowie zur Studienfinanzierung, konnten die Schüler der PGS einen Einblick in den künstlerischen Werdegang von Lars Oppermann bekommen, der als Musiker, Tontechniker, Autor und Regisseur Erfolg gehabt hat.
Vor 21 Jahren machte Lars Oppermann sein Abitur am Paul-Gerhardt Gymnasium mit dem Berufswunsch, den wahrscheinlich jeder junge Musiker hegt: Rockstar. Neben seiner musikalischen Arbeit begann er eine Ausbildung an der SAE (School of Audio Engineering) in Hamburg zum Audio Engineer, und er arbeitete eine Zeit lang in der Branche. So machte verschiedene Studioproduktionen. Dabei habe er weniger auf die Bezahlung geachtet, sondern den Fokus auf die Verwirklichung der eigenen Interessen gelegt, berichtete er. Dies riet der 42-Jährige auch den jetzigen Schülern, da Spaß und Interesse am Beruf die wichtigsten Voraussetzungen für den beruflichen Erfolg und die eigene Zufriedenheit seien.
Doch der Job wurde bald für ein Lehramtstudium in Hannover für Sport und Geografie aufgegeben. An dieser Stelle betonte er, wie wichtig das Abitur als Absicherung und für einen »Plan B« sei, sollte der geplante Weg doch anders verlaufen. Aber auch diese Entscheidung war letztendlich nicht von Dauer, denn sein ursprünglicher Berufswunsch der
Jugend wurde tatsächlich erfüllt Mit der Band »Eat No Fish« brachte er Ende der Neunziger zwei Hits heraus und tourte durch ganz Europa. Nach diesem Erfolg produzierte er selbst Bands in seinem eigenen Tonstudio »Jangland Studio«, und er schaffte es sogar erneut, dieses Mal mit der Band »Dan Hiob«, das Gehör der Öffentlichkeit zu bekommen.
Zur Bandgeschichte schrieb er ein Buch und verfilmte es selbst mit niedrigem Budget. Dies war der Einstieg in die Filmbranche. Sein letzter. Film »Los Veganeros« kam im Frühjahr in die, Kinos und wurde auch in Einbeck und Holzminden gezeigt. Lars Oppermann lebt selber seit einigen Jahren überzeugt vegan. Seine Motivation für den Film war, den Menschen den Veganismus nahe zu bringen und auf die Problematik, die Fleischkonsum mit sich bringt, aufmerksam zu machen. Doch dieser Film ist keine Dokumentation. Er ist eine »Dramödie« mit viel Spannung. Heute kann Lars Oppermann behaupten, in einer großen Bandbreite der Kunst tätig zu sein, und er hofft, dass noch viel Unerwartetes kommen wird.
Der Vortrag stieß bei den Schülern auf sehr gute Resonanz, denn sie waren beeindruckt von diesem eher unkonventionellen Werdegang. Man muss nicht den vorgeschriebenen Weg gehen, um an das Ziel zu gelangen, das konnten die Schüler mitnehmen; allerdings, und dies kristallisierte sich in jedem der völlig verschiedenen Vorträge der Reihe heraus, ist Eigeninitiative gefragt, um es zuerreiehen.

Paul Moersener

Einbecker Morgenpost
09. Juni 2015

Foto: O. Philipp

 

 

 

 

20150608 Konzert 1

20150608 Konzert 2Ethno-Pop vom Feinsten: Bei seiner Tour durch Deutschland hin zum Kirchentag machte der bekannte äthiopische Künstler Dawit Getachew jetzt Station an der Paul-Gerhardt-Schule. Getachew hat verschiedene Auszeichnungen erhalten, so ist er »Bester Künstler in Ostafrika im Bereich Gospel«. Durch zahlreiche Auftritte im europäischen Ausland ist er einem größeren Publikum bekannt. Der Sänger, Liedermacher und Produzent wurde 1986 in Addis Abeba geboren. Seine musikalische Laufbahn begann er im Kirchenchor seiner Gemeinde. In Addis Abeba ging er zur Schule und später zur Musikhochschule der Mekane-Yesus-Kirche. Er ist einer der besten und einflussreichsten Künstler im Bereich »Christliche Jazzmusik«. Getachew unterrichtet an der Musikhochschule für Jazz-Musik der Mekane-Yesus-Kirche. Sein erstes Album »Tebekehalebu« erschien 2010. Dass Getachew ein gefeierter Künstler ist, stellte er mit seiner Band an der PGS eindrücklich unter Beweis. Seine Musik - christliche Pop- und Anbetungsmusik mit teilweise äthiopischem Einschlag - ließ die Schüler mittanzen. Getachew hat eine Botschaft - Inspirationen für seine Texte und Lieder holt er sich aus der Bibel. Gottes Wort, erzählte ein Bandmitglied, sei »Futter für die Seele«. Nebenher waren die Fünftklässer zum Trommeln mit den äthiopischen Gästen eingeladen, und sie erfuhren Einiges aus dem fernen Land. Schulleiter Gerhard Wittkugel hatte den Kontakt zum Berliner Missionswerk hergestellt, und so konnten sich die PG-Schüler über Getachews Konzert und damit lebendige Schulstunden freuen. »Tolle Musik, ein kritischer Blick auf die Welt und der Glaube an Gott« auf der Bühne in der »Paula« - dafür bedankte sich der Schulleiter bei den Musikern.

Einbecker Morgenpost
08. Juni 2015
Fotos: Stöckemann

 

 

 

Ein Jahr sich in Schule und Gemeinde ausprobieren

20150601 FSJlerDie Puppen tanzen lassen oder einen Blick hinter die Kulissen werfen? Diese Möglichkeit eröffnet jetzt eine Kooperation, die die Kirchengemeinde Dassel und die Paul-Gerhardt-Schule eingegangen sind. Pastor Martin Possner (rechts) von der Kirchengemeinde Dassel und der Schulleiter der Paul-Gerhardt-Schule, Gerhard Wittkugel, bieten gemeinsam eine FSJ-Stelle an. Ein Jahr lang besteht für junge Menschen damit die Gelegenheit, neue Erfahrungen an der Schnittstelle zwischen Kirche und Schule zu sammeln. Schwerpunkte der Arbeit können beispielsweise in der Konfirmandenarbeit, in der  Vorbereitung und Durchführung einer Fahrt nach Taizé, in gemeinsamen Gottesdiensten oder Unternehmungen liegen. Daneben gilt  es natürlich, den Alltag der beiden Einrichtungen kennen zu lernen und zu begleiten. Der FSJler soll sich ausprobieren können. Wer Interesse an diesem Freiwilligen Sozialen Jahr hat, kann sich wenden an Martin Possner, An der Kirche 16, 37586 Dassel, Telefon 05564/91081, Fax -91082, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, oder an Gerhard Wittkugel, Paul-Gerhardt-Straße 1-3, 37586 Dassel, Telefon 05564/9608220, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Einbecker Morgenpost
30./31. Mai 2015

 

 

 

20150519 SchafePünktlich zum Mai konnten die Schüler der Paul-Gerhardt-Schule (PGS) die diesjährigen Schulschafe in Empfang nehmen. Die Klassen 5 und 6 haben Nora und Holde mit ihren vier Töchtern durch eine lange Schülerkette zur Wiese geleitet. Die Neulinge wohnen nun neben dem Paulinum in einem sehr großen Gehege, das von einem Zaun umgeben ist.

Die Schulschafe kommen schon zum vierten Mal aus Verliehausen zur PGS. In Verliehausen wohnt der bisherige Züchter Werner Borgelt. »Ich möchte die Beziehung zwischen Schaf und Mensch stärken«, so Werner Borgelt. Die Schafe aus der Nähe von Uslar sind eine seltene Rasse, das Leineschaf. Das Leineschaf ist ein deutsches Hausschaf, das heutzutage als Fleischschaf verwendet wird. Die Schafe werden von Schülerkleingruppen täglich gepflegt, dabei achten sie auf die Gesundheit und die Sauberkeit der Schafe, wie auch auf das Essen und Trinken. Damit die Schafe nicht ausbrechen können, wird auch der Zaun gründlich  kontrolliert, und es wird zusätzlich der Müll aus dem Gehege entfernt. In dem etwa 20 mal 50 Meter großen Auslauf haben die Leineschafe genügend Gras und eine Hütte mit Stroh und Heu zum Unterstellen. Außerdem können sie von einer Wassertränke trinken. Die Schüler, die die Schafe pflegen, haben unterschiedliche Meinungen über die Schafe an der PGS. »Die Schafe sind sehr nützlich zum Rasenmähen«, sagte ein Schüler der Klasse 5b. Viele Schüler finden dagegen die Schafe einfach »süß«. Alle am Projekt beteiligten hoffen, dass die PGS viel Vergnügen mit Nora, Holde und ihren vier Töchtern haben.

Einbecker Morgenpost
19. Mai 2015

Foto: O. Philipp

 

 

 

20150507 Inklusie Theatergruppe Moby Dick»Moby Dick« stand auf dem Programm, als die inklusive Theatergruppe der Paul-Gerhardt-Schule Dassel und der Harz-Weser-Werkstätten Dassel das LOT- Theater in Braunschweig besuchte. Schüler und Beschäftigte wollten die Arbeit einer anderen Theatergruppe kennenlernen, in diesem Fall der Theatergruppe »Endlich« der Behindertenhilfe Neuerkerode-Braunschweig.

Die Geschichte von Moby Dick ist bekannt: Die Mannschaft der Pequod ist seit Wochen auf dem offenen Meer unterwegs. Der Seegang wechselt wie die Stimmung an Bord. Einzig das Ziel der Reise hält die Mannschaft zusammen: Moby Dick finden und töten. So möchte es Kapitän Ahab, seitdem der weiße Pottwal ihm das Bein abgerissen hat. Der früher charismatische und überzeugende Kapitän hat auf seinem paranoiden Rachefeldzug gegen den Wal bereits den Bezug zur Realität verloren. In seinem blinden Hass führt er das Walfangschiff samt Besatzung auf seine schicksalhafte Fahrt. Das Theater »Endlich« verwendet Herman Melvilles Klassiker »Moby Dick« als Gerüst für ein selbst entwickeltes Stück - der weiße Wal dient dabei als Sinnbild für das Wahre, das Gute und das Schöne und führt zur persönlichen Auseinandersetzung der Spieler damit. Das Ensemble begibt sich auf die Suche nach dem eigenen weißen Wal. Was ist Wahrheit, was ist eigentlich gut, was bedeutet Schönheit? Schlagworte wie Scheitern, Burnout, Psychotherapie, Kollabieren sind in der leistungsorientierten Gesellschaft keine Fremdworte. Fragen und Antworten dazu werden verdichtet und mit den Figuren der Geschichte verbunden. Regie führte die Theaterpädagogin Mirja Lendt, die selbst auch in unterschiedlichen Rollen zusammen mit anderen Schauspielern und Teilnehmern des Theaters »Endlich« zu sehen ist. Sie machte es möglich, dass die Künstler mit einer spürbaren Begeisterung und Professionalität das Theaterstück auf ihre ganz eigene Weise präsentierten. Die Schüler und die Beschäftigten der Werkstatt aus Dassel waren sehr beeindruckt und nutzten die Chance, sich nach dem Stück einmal persönlich mit den Darstellern auszutauschen und Fragen zu stellen. Mit den neuen Eindrücken gehen nun die Proben in Dassel für die diesjährige Aufführung weiter. Die Theatergruppe unter Leitung der Theaterpädagogin Sigrid Städtler wird wie im letzten Jahr kurz vor den Sommerferien in der Paul-Gerhardt-Schule Dassel das Ergebnis ihrer Probenarbeit präsentieren und dazu Schüler und Lehrer der Schule und die Beschäftigten und Mitarbeiter der Harz-Weser-Werkstätten einladen.

Einbecker Morgenpost
07. Mai 2015

 

 

 

20150422 PGS KrebshilfeDer Soziale Tag ist seit vielen Jahren eine gute Tradition an der Paul-Gerhardt-Schule in DasseI. An einem Tag im Schuljahr engagieren sich alle Schüler mit sozialer Arbeit in Betrieben oder ihrer Nachbarschaft, um durch eine gemeinsame Spende ihrer Löhne wohltätige Projekte zu unterstützen. In diesem Jahr ist es der Schülerschaft erneut gelungen mehr als 4.000 Euro zu erarbeiten. Die Schülervertretung bestimmte als regionales Spendenziel das »Elternhaus für das krebskranke Kind in Göttingen« und als internationales Spendenziel das UNICEF-Projekt »Wasser wirkt«. Vor kurzem überreichten die Schülervertreter Jonas Volkmar und Matthias Zillmann gemeinsam mit den Lehrkräften Hennecke und Maiwald einen symbolischen Scheck in Höhe von 2.000 Euro an Hermann  Miest von der Elternhilfe für das krebskranke Kind in Göttingen. Seit der Gründung dieses Vereins im Jahr 1985 beziehungsweise seit der Einweihung des Elternhauses im Jahr 1988 finden die Eltern und Geschwister schwerkranker Kinder, die oft weit entfernt von der spezialisierten Uni-Klinik Göttingen leben, neben einer Wohnmöglichkeit auch psycho- soziale Unterstützung in direkter Nachbarschaft zu dem Klinikum. Die Nähe der Eltern zum ihrem erkrankten Kind während der stationären Behandlung ist für Eltern wie für die jungen Patienten sehr wichtig, sodass das Elternhaus hier eine entscheidende Rolle übernimmt. Da alle Leistungen kostenlos in Anspruch genommen werden dürfen, ist der Verein sehr auf Spenden angewiesen. Die Schülerschaft der Paul-Gerhardt-Schule leistet gerne einen Beitrag für die Unterstützung der betroffenen Familien und der erkrankten Kinder. Weitere 2.000 Euro wurden zur Unterstützung des UNICEF-Projekts »Wasser Wirkt« an den UNICEF- Ortsverband Göttingen überreicht. Dieses Geld fließt in den Bau eines Brunnens in Äthiopien, der ein Baustein zur Versorgung mit sauberem Trinkwasser darstellt.

Einbecker Morgenpost
23. April 2015

 

 

 

Dassel (ozm) -Auch in diesem Schuljahr hatte der zehnte Jahrgang der Paul-Gerhardt-Schule Dassel die Möglichkeit, sich im Rahmen eines Blockseminares mit Fragen zur Berufswahl auseinanderzusetzen. So beschäftigten sich die Schüler mit ihrer 20150419 BerufswahlseminarZukunft, aber auch mit ihrer Persönlichkeit. Es ging darum, der Antwort auf die Frage „Was mache ich nach der Schule?“ einen Schritt näher zu kommen. Die gute Atmosphäre in der Jugendbildungsstätte Fürstenberg ermöglichte eine entspannte Bearbeitung der Materialien zu den Themen „Selbst- und Fremdeinschätzung“ sowie „persönliche Stärken und Schwächen“.


Am Nachmittag unterstützten Mitarbeiter verschiedener Unternehmen aus dem Produktions- und Dienstleistungsbereich das PGS-Lehrerteam unter der Leitung von Oliver Sassin. In verschieden Gruppen wurden Bewerbungen, Bewerbungsgespräche und Eignungstests thematisiert und geübt. Anschließend gaben ehemalige Schüler der Paul-Gerhardt-Schule wertvolle Tipps für den Übergang von der Schule zum Studium bzw. in die Berufsausbildung.


Nach dem Seminar interviewten die Schüler Justin Stapel und Regina Reispich einige Mitschüler und baten sie um eine Rückmeldung bezüglich des Seminars.

So meinte Carla Skeries aus der 10c: „Mir hat die Runde mit den Ehemaligen sehr gefallen, da ich einen Einblick in die verschiedenen Wege nach dem Schulabschluss bekommen habe. Zudem hat mich der Eignungstest angesprochen. Ich habe erfahren, was bei einem Bewerbungsgespräch so auf mich zukommen würde. Von dem Tag habe ich mitgenommen, dass ich die verschiedenen Möglichkeiten nach dem Schulabschluss erkannt habe.“ Cedrik Suchy aus der l0b ergänzte: „Ich habe erfahren, was mich bei einem Bewerbungsgespräch erwarten wird oder wie dieses Gespräch ablaufen könnte. Auch gefallen hat mir das Gespräch mit den Ehemaligen (welche Wege man nach der Schule gehen kann und warum man den jeweiligen Weg einschlägt). Ich persönlich kannte meine Stärken und Schwächen schon, deswegen war der erste Teil eher für andere Schüler interessant.“ So stand für Jan Nölker aus der 10a die Selbsteinschätzung im Vordergrund: „Ich habe mich heute mit der Frage auseinandergesetzt, inwieweit ich nach Beendigung der Schulzeit bereit für das Berufsleben wäre.“

OWZ
19. April 2015

 

 

 

 

Schüler der PGS führen »Mensch Martin« im Uniklinikum auf

20150401 6441Es war ein besonderer Tag für die Klasse 6d und einige Schüler der 7e der Paul-¬Gerhardt-Schule Dassel, als der Bus an der Schule hielt und alle einstiegen, um sich auf den Weg nach Göttingen ins Klinikum zu machen. Die Klasse hatte bereits im vergangenen Sommer in Dassel und im Herbst in Einbeck in St. Marien das Musical »Mensch Martin« aufgeführt. Nun sollte es eine Aufführung außerhalb der Region geben.

Gemäß des diakonischen Profils der Paul-Gerhardt-Schule sollte es eine Einrichtung sein, in der hilfsbedürftige Menschen zusammenkommen. Die Schüler hatten erneut unter der Leitung ihrer Lehrerinnen Kathrin Muhs-Braun, Nele Maass und Anke Wurmstädt intensiv geprobt. Sie haben sich gut in ihre Rollen eingefunden, um diese überzeugend und facettenreich spielen können. Die Songs wurden intonationssicher und dem musikalischen Ausdruck entsprechend gut präsentiert. In dem Musical geht es um die zwölf jährige Karo, die, weil sie sich bestimmte Dinge wie iPad, Smartphone und teure Kleidung nicht leisten kann, von ihren Mitschülern ausgegrenzt wird. In ihrer Not erfindet sie Lügen und verstrickt sich heillos in ein Gespinst von Geschichten, mit dem sie nicht mehr klar kommt. Die Situation wird immer schlimmer. Da sie sich in der Schule gerade mit Martin Luther beschäftigen, erkennt sie an unerwarteter Stelle, dass es wohl besser ist, zu ihren Fehlern, nämlich dem Erzählen von Lügen, zu stehen. Martins Reden helfen ihr, aus dieser Situation herauszukommen. Auch die Klasse verändert ihr Verhalten. Der Text des Stückes wurde von Ralf Jasper geschrieben. Die Musik 20150401 0001komponierte Wolfgang Teichmann. Die Aufführung im Klinikum konnte dank der musikalischen Begleitung einer zu diesem Projekt zusammengefundenen Schülerband zustande kommen. Die Schüler  Paul Moersener, Gitarre, Niklas Fingerhut, Keyboard, Jasper Ragnitz, Bass, alle Jahrgang 11, und Manuel Sievert, Schlagzeug, aus dem zehnten Jahrgang musizierten insgesamt auf einem hohen Niveau. Die Band begleitete sensibel und  musikalisch die dargebotenen Stücke. Stimmungen wurden durch eingespielte Soli wirkungsvoll unterstützt. An einem anderen Tag wurde auch eine CD aufgenommen. Alle Lieder wurden unter der professionellen Leitung von Nico Teichmann, Toningenieur aus Leipzig, und Wolfgang Teichmann, Kirchenmusikdirektor am Michaeliskloster Hildesheim, aufgenommen. Die Schüler staunten und waren sehr interessiert an den technischen Abläufen, die zur CD-Aufnahme notwendig sind. Weitere Aufführungen sind geplant: Die Zusage für den Deutschen Evangelischen Kirchentag in Stuttgart steht. Dort wird die Paul-Gerhardt-Schule mit diesem Musical vertreten sein: auf dem Campus der Universität und im Theaterhaus Stuttgart. Für die jungen Mitwirkenden ist das eine besondere Auszeichnung. Das Bewerbungsverfahren dazu war recht aufwändig, aber auch spannend. Finanziell gefördert wird das ganze Projekt, das im Rahmen des Lutherjahres verwirklicht wurde, von der St. Alexandri Stiftung, der AKB-Stiftung (beide Einbeck), der Jugendstiftung des Landkreises Northeim sowie der Landeskirche Hannover. Die Paul¬-Gerhardt- Schule dankt allen für die Unterstützung.

Einbecker Morgenpost
01.April 2015

Foto 1: O. Philipp

 

 

 

20150325 25 50 100Im Februar hat der PGS Lernfonds wieder »Aktien« ausgegeben - dieses Mal bedruckt mit Bildern dreier Schülerinnen der Paul-Gerhardt-Schule: »Moonlight Cat« von Gesa Hager, »Vergehende Zeit« von Marie Schmidt und »Next Generation« von Lucie von Gierke. Was verbinden die Drei mit ihren Bildern? Warum und wie haben sie sie gemalt? Wie sind sie drauf gekommen? Was ist Kunst für sie? Gesa Hager, elf Jahre, malt oft, viel auch auf Leinwand, einiges malt sie zusammen mit ihrem Vater. »Moonlight Cat« - Motiv der 25er-Aktie - ist ihr erstes Bild auf Leinwand. Es stellt »einfach meine Katze Minsi« dar. Auf die Frage, wie sie auf ihre Bilder kommt, antwortet Gesa: »Manchmal male ich, was ich sehe, aber auch Dinge, wie ich mir vorstelle, dass sie sein könnten.« Marie Schmidt aus der Oberstufe verbindet mit ihrem Bild - Motiv der 50er-Aktie - »Vergänglichkeit, Kreativität, Herbst«. Es ist im Seminarfach entstanden, die Technik: Aquarell und Druck. Kunst bedeutet für Marie »Kreativität, das Ausleben freier Gedanken, Spaß, Zeit«. Sie malt »ab und zu in der Freizeit, aus Gedanken, Gefühlen und dem Umfeld«. Lucie von Gierke verbindet mit ihrem Bild - Motiv der 100er-Aktie - »eine Menge Improvisation«. Sie erinnert sich »nur noch daran, dass es plötzlich fertig war« und sie es »sogar selber gut fand.« Auch dieses Bild ist ein Tiefdruck auf verschiedener Farbgrundlage. Kunst ist für Lucie von Gierke, ebenfalls Schülerin der Oberstufe, »eine Möglichkeit, sich auszudrücken, ohne sagen zu müssen, was man denkt«. Ihre Impulse und Ideen ergeben sich aus dem Moment: »Ich fange einfach an, weil mich ein Lied oder Bild inspiriert haben, und gucke, was mit dem Bild passiert.« Man kann diese und die Bilder vergangener Jahre auf www.lernfonds.de bewundern und kaufen, d.h. für den Lernfonds spenden. Mit dem Kauf einer Lernfondsaktie unterstützt man eine gute Sache: Das gespendete Geld erreicht bedürftige Familien der Schule direkt, ohne bürokratische Umwege - ein kleines Stück Bildungsgerechtigkeit an der PGS. Zugleich erhält man durch die Aktie eine attraktive Spendenbestätigung oder hat ein nettes Geschenk für verschiedene Gelegenheiten.

Einbecker Morgenpost
25. März 2015

Fotos: O. Philipp

 

 

 

Was geht das Eltern an? 200 Eltern informieren sich bei Vortrag in der Paul-Gerhardt-Schule / Dem Bauchgefühl vertrauen

20150314 9100DASSEL - Fast 200 Eltern kamen jetzt zu einer Vortragsveranstaltung nach Dassel, die die Elternvertreter und der Förderverein der Paul-Gerhardt- Schule organisiert hatten: „Fehlen uns in der Medienerziehung die Vorbilder?“
Mit dieser Frage stieg Referent Moritz Becker in seinen Vortrag ein und bejahte sie zunächst, denn „Es gab früher eben kein Internet, keine Mobiltelefone, keine virtuellen Gruppen. Niemand hat uns gezeigt, wie man damit umgehen soll. Wie sollen wir jetzt unseren Kindern zeigen, was richtig ist?“ Jugendliche seien den Erwachsenen in Sachen Internet und Technik meist weit voraus. „Von ihrer Neugierde und Unbefangenheit bei der Nutzung neuer Medien könnten wir uns auch etwas abschauen“, meinte Becker. Selbst Vater zweier Kindern, weiß er, wovon er spricht. Als Mitarbeiter von „Smiley“, einem eingetragenen Verein, der Schulen und Eltern in der Medienpädagogik unterstützt, hat er täglich mit ratlosen Eitern zu tun, deren Kinder die Geräte kaum noch aus der Hand legen. Becker ermutigte die Eltern: Auch wenn sich die Medienwelt stark verändert habe, seien die Bedürfnisse von Jugendlichen doch gleich geblieben. So seien die Wünsche nach positiver Wahrnehmung, Anerkennung und Spaß etwas, das jede Mutter und jeder Vater noch gut aus der eigenen Jugend kenne. Jugendliche, die viel Kritik in Schule und Familie erhielten, suchten sich eben in sozialen Netzwerken oder bei Computerspielen Erfolgserlebnisse. Dass daraus auch schnell soziale Tragödien werden könnten (z.B. Cyber-Mobbing, Suchtverhalten, Schulversagen), sei eine Kehrseite, die Jugendlichen in ihrer Unbefangenheit kaum bedächten. Becker riet Eltern, sich bei der Begleitung ihrer Kinder an ihrem Bauchgefühl und eigenen Vorbildern aus Jugendzeiten zu orientieren. Zudem sei die Nähe zum Kind entscheidend: „Zeigen Sie Interesse an dem, was Ihr Kind macht, fragen Sie immer wieder nach und geben Sie Orientierung, trauen Sie sich, Grenzen zu setzen. Erziehung macht eben nicht immer Spaß.“ Wenn sie den Eindruck hätten, dass das Kind von allein nicht mehr in der Lage sei, das Spielen oder Chatten zu beenden, dann müssten die Eltern dafür dringend sorgen. Das sei ihre Pflicht. Wenn das Kind jedoch von selbst Geräte abschalte oder zur Verwahrung abgebe, sei dies ein gutes Zeichen. Solche Kinder müsse man nicht maßregeln. Natürlich sollten Eltern selbst Vorbilder sein und ihre Freizeit möglichst häufig ohne Bildschirm verbringen.
„Im Internet gibt es kein Radiergummi!“ Unter diesem Motto stand ein Vortrag von Polizeihauptkommissar Thomas Sindram, den er anlässlich eines Treffens von Grundschullehrerinnen mit den Klassenlehrerinnen des 5. Jahrgangs der PGS hielt. Erfreulicherweise spielen bei den Fünftklässlern noch gelebte Sozialkontakte die Hauptrolle. Von WhatsAppmanie und Facebookphobia war hier keine Spur.

Die Eule
21. März 2015

Foto: O. Philipp

 

 

 

Ehrenamtliche von Arbeiterkind.de beraten in Dassel

20150320 Arbeiterkind
»Warum studieren? Was studieren? Wie studieren? Wie finanzieren?«, unter diesem Motto konnten sich die Schüler der Jahrgangsstufe 11 der Dasseler Paul-Gerhardt-Schule über das Thema Studium informieren. Der Koordinator für Berufs- und Studienorientierung und Fachobmann für Politik-Wirtschaft der Schule, Manfred Braun, konnte damit die Vortragsreihe im Rahmen der Berufs- und Studienorientierung mit Ann-Christine Meier, Ehrenamtliche von ArbeiterKind.de, fortsetzen.
Ziel von ArbeiterKind.de ist es, junge Menschen aus Familien, in denen kaum jemand studiert hat, zur Aufnahme eines Hochschulstudiums zu ermutigen und sie beim Studieneinstieg ZU unterstützen. Denn laut der aktuellen Sozialstudie des Deutschen Studentenwerks (DSW) nehmen Von 100 Akademikerkindern 77 ein Studium auf. Dagegen studieren von 100 Nicht Akademikerkindern lediglich 23, obwohl doppelt so viele die Hochschulreife erreichen. Die finanzielle Belastung ist dabei nur ein Grund, die Schüler vom Studium abschrecken. Mittlerweile ist ArbeiterKind.de an über 70 Orten in Deutschland durch lokale Gruppen aktiv. Die Ehrenamtlichen sind meist selbst die ersten Studierenden in ihren Familien. Ann-Christine Meier engagiert sich ehrenamtlich in der Gruppe Holzminden. Sie stellte den Jugendlichen verschiedene Studienmöglichkeiten vor, etwa ein Studium an der Fachhochschule oder an einer Universität. Andere Möglichkeiten bietet ein duales Studium. »Ein duales Studium kombiniert den theoretischen Stoff der Hochschule mit einer Ausbildung im Betrieb«, erläuterte sie. »Der Ausbildungsablauf sowie die Dauer eines dualen Studiums richten sich dabei nach dem jeweiligen Ausbildungsbetrieb.« Während des Vortrages wurde darauf hingewiesen, dass auch vor Ort verschiedene größere Firmen und Banken oder Behörden wie Polizei und Finanzverwaltung die Möglichkeit eines dualen Studiums anbieten. Weiter wurden verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten eines Studiums vorgestellt. Dazu zählen neben der staatlichen Förderung durch das BAföG auch Stipendien, die einerseits durch Stiftungen und anderseits vom Staat in Form des Deutschlandstipendiums vergeben werden. Neben der Vorstellung von größeren Stipendiengebern wie der Friedrich-Ebert- oder der Konrad-Adenauer-Stiftung wurde auch auf die kleinen Stiftungen hingewiesen, die beispielsweise über Stipendiendatenbanken wie e-fellow.net oder mystipendium.de zu finden sind. Vorteile eines Stipendiums sind die finanzielle Unterstützung, die im Gegensatz zum BAföG, nicht zurückgezahlt werden muss sowie die unentgeltliche Förderungen durch Trainings und Seminare. Dafür ist ein längerer und aufwendiger Bewerbungsprozess notwendig, der sich jedoch lohnt, da es gerade für Erstakademiker besondere Förderungsmöglichkeiten gibt. Mehr Informationen über Stipendien gibt es auf www.arbeiterkind.de. Bei Fragen kann man sich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! melden. Zudem sucht die Gruppe weitere ehrenamtlich Engagierte, die ihre eigenen Studienerfahrungen in Schulen, auf Messen oder in persönlichen Gesprächen teilen möchten .

Einbecker Morgenpost
20. März 2015

 

 

 

20150318 VogelartenMittlerweile ist eine Exkursion zum Leinepolder fester Baustein bei der Ausbildung zum Jugendnaturschutzberater der Paul-Gerhardt Schule geworden. Die Grundidee ist, dass die Schüler als Multiplikatoren fungieren und ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Sie üben außerdem, wie man Naturschutz positiv in der Öffentlichkeit vertritt. Unter fachkundiger Leitung von Jeanette Kurrasch, Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Naturschutz, wurden die wertbestimmenden Vogelarten für dieses in der Region einzigartige Vogelschutzgebiet Wachtelkönig, Tüpfelsumpfhuhn und Wasserralle vorgestellt. Besonderheiten und Bedeutung des Polders für diese Vogelarten wurden sehr anschaulich verdeutlicht. Zuvor mussten die Schüler um Projektlehrerin Dagmar Schmidt selbst, die an der »Geschiebesperre« bei Hollenstedt gesehenen Vogelarten bestimmen und der Gruppe vorstellen. Höhepunkt der Beobachtungen war zweifelsohne die Sichtung des Eisvogels, der vor den Augen seiner Betrachter einen Fisch verspeiste.

Einbecker Morgenpost
18. März 2015

 

 

 

Vortrag an PGS über Jugendliche bei Whatsapp, facebook, Jnstagram I Eltern sollen sich auf Weg machen


20150314 9100DasseI. Vertrauen ist das Leitmotiv, das den Umgang von Eltern mit ihren Kindern prägen sollte. Dafür warb der Sozialpädagoge Moritz Becker, bei einem gut besuchten Vortragsabend in der Paul-Gerhardt-Schule, zu dem Schule, Förderverein und Schulelternbeirat eingeladen hatten - denn nicht alle Eltern blicken vermutlich dahinter, was auf den Laptops und Smartphones der Kinder los sei, meinte Schulleiter Gerhard Wittkugel.
Mediennutzung ist heute nicht mehr wegzudenken. Jugendliche surfen täglich mit dem neuesten Smartphone im Internet, um die aktuellsten Nachrichten zu erhalten oder ihre Zeit mit den längst bekannten Handy-Apps zu verbringen. Doch wie kann die Erwachsenengeneration der Jugend einen kompetenten Umgang der Mediennutzung vermitteln, wenn sie selbst ohne groß geworden ist? Unter dem Titel »Jugendliche bei Whatsapp, facebook und Instagram« plädierte der Eltern-Medien - Trainer vom Verein »Smiley« aus Hannover dafür, dass sich Eltern auf ihr Bauchgefühl verlassen. Eltern sollen sich ihren Kindern, als Ansprechpartner anbieten. »Sie müssen sich auf den Weg machen«, so Becker. Denn eine gesunde Mediennutzung setze einen »Filter im Kopf« voraus, und der bilde sich durch die realen Menschen in der Umgebung der Jugendlichen.
Jugendliche seien - ebenso wie früher – neugierig und unbekümmert, sie brauchen Anerkennung und Aufmerksamkeit. Für ihre Identitätsentwicklung seien Orientierung und Freiheit wichtig. Hier könne ein soziales Netzwerk ansetzen, denn Menschen könnten im realen Leben Kommentare hinterlassen oder »Likes« setzen. Die Jugendlichen heute aber bewegten sich auf einer »riskanteren« Bühne: Wer im Internet eine Angriffsfläche biete, müsse damit rechnen, dass sich andere das zu nutze machten, um sich zu profilieren. Deshalb müsse der Jugendliche fähig sein, sich zu fragen, ob sich diese Angriffsfläche für ihn lohne.
In der Identitätsentwicklung, in der Pubertät, gehe es darum, Rollen auszuprobieren. Bekomme der Jugendliche nicht genug Anerkennung, suche er sie im Internet, meinte Becker. Deshalb müssten alle Erziehungs- und Bildungskonzepte auf den Prüfstand gestellt werden: Wie gebe man Anerkennung, wie motiviere man? Mit einem »Gefällt mir« könne man Wertschätzung zeigen, Das Internet sei nur ein Symptom, es gehe darum, im wahren Leben Anerkennung und Orientierung zu bieten. Aufgabe der Eltern sei es, ihre Kinder zu begleiten.
Während facebook immer uninteressanter werde, steige Whatsapp in der Gunst der Jugendlichen. Kurze Mitteilungen in Echtzeit - bis zu 700 am Tag – forderten die Aufmerksamkeit der Jugendlichen. Becker machte deutlich, welch kompliziertes Entscheidungsnetz für die Jugendlichen mit den Nachrichten zusammenhängt. Die zwei Häkchen erzeugten Verbindlichkeit,
es gehe um Respekt. Denn wenn ein Jugendlicher das Handy aus der Hand lege, sei er bereit »mit langweiligen Leuten zu reden und nicht gleichzeitig mit interessanten Leuten zu chatten«. Nachrichten sollte man nur lesen, wenn man Zeit habe zu antworten. So gesehen forderte der Referent eine Art »Whatsapp-Knigge«. Und er forderte die Eltern auf, ihren Kinder das
Schreiben von E-Mails beizubringen – Anrede oder Betreff gibt es bei Whatsapp nicht, sei aber hilfreich im späteren Leben.
»Kinder müssen lernen, mit dem Vibrieren in der Hosentasche umzugehen.« Denn das bedeute Entscheidungsfreiheit. Wo es an Vorbildern und Orientierung fehle, werde das Internet stark, so der Medientrainer. Die Eltern müssten sich ihren Kindern als Ansprechpartner anbieten und sich - wie frühere Generationen auch - dabei auf ihr Bauchgefühl verlassen. Es sei nicht Aufgabe der Schule, die Scherben aufzusammeln, stellte er fest.
»smiley« ist ein Verein aus Hannover zur Förderung der Medienkompetenz, dessen Team zwischen 1.000 und 1.200 Schulklassen im Jahr besucht. Eltern empfahl Moritz Becker die Internet-Seite von klicksafe.de.                                                                                                                                         sts

Einbecker Morgenpost
14./15. März 2015

 

 

 

20150316 9103Dassel (red). Fast 200 Eltern folgten am Donnerstag, 12.März, der Einladung zu einer Vortragsveranstaltung nach Dassel, die von der Elternvertretung und dem Förderverein der Paul-Gerhardt-Schule zusammen mit der Schule ausgesprochen wurde. „Fehlen uns in der Medienerziehung die Vorbilder?“ Mit dieser Frage stieg Referent Moritz Becker in seinen Vortrag ein und bejahte sie zunächst, denn „Es gab früher eben kein Internet, keine Mobiltelefone, keine virtuellen Gruppen. Niemand hat uns gezeigt, wie man damit umgehen soll. Wie sollen wir jetzt unseren Kindern zeigen, was richtig ist?“
Die Jugendlichen seien den Erwachsenen in Sachen „Internet und Technik“ meist weit voraus. Von ihrer Neugierde und Unbefangenheit bei der Nutzung neuer Medien könnten wir uns auch etwas abschauen. Moritz Becker, selbst Vater von zwei Kindern, weiß, wovon er spricht. Als Mitarbeiter von Smiley, einem  Verein der Schulen und Eltern in der Medienpädagogik unterstützt, hat er täglich mit ratlosen Eltern zu tun, deren Kinder die Geräte kaum noch aus der Hand legen.
In humorvoller und anschaulicher Weise machte Becker den Eltern Mut: Auch wenn sich die Medienwelt stark verändert habe, seien die Bedürfnisse von Jugendlichen jedoch gleich geblieben. So seien die Wünsche nach positiver Wahrnehmung, Anerkennung und Spaß  etwas, das jede Mutter und jeder Vater auch aus der eigenen Jugend gut kenne.
Jugendliche, die viel negative Kritik in Schule und Familie bekämen, suchten sich dann eben in sozialen Netzwerken oder bei Computerspielen Erfolgserlebnisse. Dass daraus auch schnell soziale Tragödien werden könnten (z.B. Cyber-Mobbing, Suchtverhalten, Schulversagen), sei eine Kehrseite, die die Jugendlichen in ihrer Unbefangenheit kaum bedenken würden. Becker rät Eltern sich bei der Begleitung ihrer Kinder an ihrem Bauchgefühl und eigenen Vorbildern aus Jugendzeiten zu orientieren. Zudem sei die Nähe zum Kind entscheidend.
„Zeigen Sie Interesse am dem, was Ihr Kind macht, fragen Sie immer wieder nach und geben Sie Orientierung, trauen Sie sich, Grenzen zu setzen. Erziehung macht eben nicht immer Spaß.“ Wenn sie den Eindruck hätten, dass das Kind von allein nicht mehr in der Lage sei, das Spielen oder Chatten zu beenden, dann müssten die Eltern dafür dringend sorgen. Das sei ihre Pflicht.
Wenn das Kind jedoch von selbst Geräte abschalte oder zur Verwahrung abgebe, sei dies ein gutes Zeichen. Solche Kinder müsse man nicht maßregeln. Natürlich sollten Eltern selbst Vorbilder sein und ihre Freizeit möglichst häufig ohne Bildschirm verbringen.
„Im Internet gibt es kein Radiergummi!“ Unter diesem Motto stand am Vormittag ein Vortrag von Polizeihauptkommissar Thomas Sindram von der Polizeidienststelle Northeim/ Osterode, den er anlässlich eines Treffens von Grundschullehrerinnen der umliegenden Gemeinden mit den Klassenlehrerinnen des fünften Jahrgangs der PGS gehalten hat.
Bei dem Runden Tisch konnten sich die Pädagoginnen über ihre alten beziehungsweise neuen Schützlinge austauschen. Auch hatten die Schülerinnen und Schüler später Gelegenheit, ihre ehemaligen Lehrerinnen zu begrüßen. Die Bläserklasse sorgte für den musikalischen Rahmen. Erfreulicherweise spielen bei den Fünftklässlern noch gelebte Sozialkontakte die Hauptrolle. Von WhatsAppmanie und Facebookphobia war bei dieser Begegnung keine Spur zu sehen. Die Wiedersehensfreude war groß.

Werser-Ith News
www.meine-onlinezeitung.de
16. März 2015

Foto: O. Philipp

 

 

 

Medienwissenschaftlerin setzt Vortragsreihe an der Paul-Gerhardt-Schule fort
Umfangreiche Praktika und Auslandserfahrungen prägen den Lebenslauf der Diplom-Medienökonomin Mirja Hildebrandt, einer ehemaligen Schülerin der Paul-Gerhardt-Schule Dassel. Diesen Ratschlag richtete sie auch an die Schüler des elften und zwölften Jahrgangs im Rahmen der Vortragsreihe »Aus aller Welt – Ehemalige berichten«.

20150311 Mirja Hildebrandt 5420 bDassel. Zu dieser Reihe werden ehemalige Schüler des Gymnasiums eingeladen, um von ihren Erfahrungen im Berufsleben und ihrer speziellen Ausbildung beziehungsweise ihrem Studium zu berichten.
Mirja Hildebrandt absolvierte im Jahr 1999 ihr Abitur in Dassel und begann im Oktober des gleichen Jahres ein Studium der Medienwissenschaften in Paderborn, welches sie 2003 als Diplom-Medienwissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt Medienökonomie abschloss.
Zunächst informierte sie über mögliche Berufsfelder des interdisziplinaren Studienganges, welcher nicht nur Medienkultur, sondern auch Bereiche wie Informatik und Wirtschaftswissenschaften umfasst.
Mit einem Studium der Medienwissenschaften, an dessen »Ende man viel könne, aber nichts davon richtig«, offenbart sich so ein breites Spektrum an Fertigkeiten für verschiedenste Berufe, im Bereich Medienkultur beispielsweise in der Werbung, im Marketing, PR, Journalismus oder Programmgestaltung, im kulturellen 'Bereich in Museen, aber mit entsprechenden psychologischen Fähigkeiten auch in der Film- und TV-Analyse. Die Medieninformatik, welche insbesondere auf Mathematik, Informatik und das Programmieren, ihr Augenmerk legt, ermöglicht noch einmal gänzlich andere Berufe. Dazu zählen unter anderem Softwareentwicklung, Produktion und Design von Websites, Spieledesign und andere Bereiche der IT-Ausbildung. Die Medienökonomie stellt den dritten Schwerpunkt, auf den sich Medienwissenschaftler im Studium spezialisieren können, dar. Wie der Name auch schon erkennen lässt, ist das Kernstück hier BWL, VWL und Statistik, aber auch Rechtswissenschaften und wiederum Mathematik. Ein Beruf in Richtung Medienmanagement, Eventmanagement und Marketing ist hierbei ebenso möglich wie PR, Werbung oder Markt- und Medienforschung.
Bereits während des Studiums sammelte Mirja Hildebrandt wichtige Praxiserfahrung bei einem Job bei Kinopolis in Paderborn und darüber hinaus auch bei der Aufnahmeleitung der bekannten Serie »Lindenstraße« in Köln. Überdies absolvierte sie ein Praktikum im Paderborner Theater und bei der Produktionsleitung vom NDR in Hannover.
Im Jahr 2003 war Mirja Hildebrandt auch im Ausland tätig: Um ihre Fertigkeiten in Englisch zu verbessern, arbeitete sie als Produktion  Assistent bei »working TV« in Vancouver, Kanada. Dort war sie für die Recherche tagesaktueller Ereignisse, Interviews vor laufender Kamera und deren redaktioneller Aufarbeitung zuständig. Anschließend arbeitete Mirja Hildebrandt von Januar 2004 bis September des Jahres 2006 bei »Legend Films International« in Köln, von Oktober 2006 bis März 2010 dann bei »Splendid Film GmbH«. In beiden Unternehmen war sie für Produktmanagement und Filmeinkauf verantwortlich, so betreute sie unter anderem den Film »The Expendables«. Ab April war sie dann für etwa drei Jahre bei »Brainpool TV GmbH« in Köln tätig, mit einem besonderen Focus auf Comedy produziert dieses Unternehmen unter anderem die bekannte Fernsehserie » TV total«. Heute arbeitet Mirja Hildebrandt bei »Meteor Film GmbH« in Köln, der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der Vermarktung von internationalen Filmlizenzen. Dieses Unternehmen hat sie selbst vor zwei Jahren mitbegründet. Da derzeit alle Einnahmen vollständig in neue Projekte reinvestiert werden, um so möglichst ein schnelles Unternehmenswachstum zu ermöglichen, ist sie nebenbei noch bei der WDR mediagroup tätig. Die Chancen für ihr Unternehmen stehen jedoch gut.
Durch den informativen Vortrag bekamen die Schüler einen ausführlichen Einblick in das Studium der Medienwissenschaften und anschließende umfangreiche Berufsmöglichkeiten. Letztendlich konnte sie auch in einigen Schülern Interesse für ihr Berufsfeld wecken und musste sich so diversen neugierigen Fragen stellen.

Einbecker Morgenpost
11. März 2015

Foto: O. Philipp

 

 

 

20150309 Kulturschule

Als eine von 40 Schulen in Niedersachsen und als einzige im Landkreis Northeim wurde die Paul-Gerhardt-Schule in Dassel ausgewählt, am Modellprojekt »Schule:Kultur!« (»Schule durch Kultur«) teilzunehmen. Im ersten Schritt hat die PGS einen Kooperationsvertrag mit dem Deutschen Theater in Göttingen geschlossen. »Das passt zu uns«, befanden im Oktober vergangenen Jahres einige Lehrkräfte der Schule, als sie die Ausschreibung für das Modellprojekt lasen. Das Projekt ermöglicht es, die kulturelle Bildung im ländlichen Raum auf ein breiteres Fundament zu stellen. Die musischen Fächer Kunst, Musik und Darstellendes Spiel sollen dabei als Motor für die Schul- und Unterrichtsentwicklung dienen.

Die musische Bildung spielt schon lange eine große Rolle am Dasseler Gymnasium. Im Rahmen des Modellprojekts besteht nun die Chance, die Stellung der Schule als kulturelle Institution im Solling weiter auszubauen und über den Landkreis hinaus mit Kultureinrichtungen zu vernetzen. Im November begannen die Vorbereitungen. Die für die Bewerbung erforderlichen Expertisen konnten aufgrund der vorhandenen fachlichen Kompetenzen erfüllt werden. Das von Oktober 2014 bis August 2017 laufende Projekt wird von der Stiftung Mercator, dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur sowie dem Niedersächsischen Kultusministerium entwickelt und 20150309 Kulturschule 9081gefördert. Die beteiligten Schulen können sich über finanzielle Unterstützung und Fortbildungsangebote freuen. Die Schule öffnet sich gezielt Kultur- und Kunsttreibenden und ermöglicht allen Schülern vielfältige kulturelle Erlebnisse im Bereich Theater, Kunst und Musik Ziel ist es, die aktivierende und motivierende Kraft kultureller Bildung für den Schulalltag zu nutzen. Darüber hinaus ist es gerade im ländlichen Raum wichtig, auf die Teilhabegerechtigkeit an Kultur zu achten, und dazu kann Schule maßgeblich etwas beitragen. Deshalb wird die PGS demnächst mit einem Schülerabonnement allen Schülern einen regelmäßigen Theaterbesuch ermöglichen. Gemeinsam mit der Theaterpädagogin Gabriele Michel-Frei und Dramaturgin Sonja Bachmann vom Deutschen Theater Göttingen entstehen Projekte im Darstellenden Spiel, die dieses bewährte Schulprofil erweitern und stärken. Die Erfahrungen aus dem inklusiven Theater an der Paul-Gerhardt-Schule stehen wiederum dem Deutschen Theater zur Verfügung. Auch die Bläserklasse kann im Rahmen einer gemeinsamen Produktion Erfahrungen mit Profis sammeln. Weiter werden seitens des Theaters Praktikumsplätze angeboten, eine Zusammenarbeit bei der Erstellung von Facharbeiten im Seminarfach Theater entwickelt und Theateraufführungen vor Ort überlegt. »Wir nehmen die ganzheitliche Entwicklung von Schule und Unterricht ernst. Dazu gehören die Integration musischer Bildung in alle Unterrichtsfächer und die Schaffung kultureller Angebote außerhalb des Unterrichts«, begründete Monika Fahrenbach, stellvertretende Schulleiterin der Paul-Gerhardt-Schule, die Projektteilnahme. »Wir sind auf einem guten Weg«, lautet so die einhellige Resonanz der beiden Kulturkoordinatorinnen Ulla Feiste und Uta Möllers. Bei ersten Gesprächen wurde deutlich, dass die Kooperation vielversprechende Perspektiven bietet.

Einbecker Morgenpost
09. März 2015

2. Foto: O. Philipp

 

 

20150227 Aktie 2015 5374 aAuch in diesem Jahr gibt es vom Lernfondsteam der Paul-Gerhardt-Schule Dassel wieder 100er-, 50er- und 25er- Lernfonds-Aktien. Und auch diese sind mit Schülerbildern bedruckt, die im Rahmen eines Kunstwettbewerbs der PGS extra für den Lernfonds gestaltet wurden. Drei Bilder aus weit über 30 Einreichungen überzeugten die Jury in diesem Jahr besonders: »Moonlight Cat« von Gesa Hager, Klasse 6d (Foto); »Vergehende Zeit« von Marie Schmidt, 12. Jahrgang; »Next Generation« von Lucie von Gierke, 12. Jahrgang. Die neuen Aktien sind über www.lernfonds.de zu erwerben oder telefonisch über das Sekretariat der Schule unter 05564/9608-0. Die Aktien verstehen sich als Spendenmedium besonderer Art, das mittlerweile schon Sammler erfreut und auch als Geschenk gern genutzt wird. Thomas Burg, Lehrer an der PGS und Lernfondssprecher kommentiert: »Wir finden es toll, dass sich so viele Schüler für unseren Lernfonds engagieren und uns jedes Jahr wieder ermöglichen, unseren Spendern attraktive Aktien anzubieten.« Jeder Aktienkauf bedeutet direkte Unterstützung einkommensschwacher Familien der PGS hinsichtlich Schulfahrten, Lernmitteln, Mittagessen und anderer Fördermöglichkeiten durch den PGS Lernfonds. Das Foto zeigt die zwei Mitglieder des Lernfonds-Teams, Lehrer Thomas Burg (vorne rechts) und Sara Marx aus dem 10. Jahrgang (vorne links), die die erste neue Aktie zusammen mit den Schülern, die beim Kunstwettbewerb für den PGS Lernfonds mitgemacht haben, präsentieren.

Einbecker Morgenpost
27. Februar 2015

Foto: O. Philipp

 

 

 

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