20170819 Hannover96 Vitrine 6411DASSEL. Rechtzeitig zum Bundesligastart hat die Klasse 5b der Paul-Gerhardt Schule den Zweitligastaub der schuleigenen 96-Vitrine entfernt. Ausgerüstet mit Putztüchern und Reinigungsgeräten kämpfte man mit vereinten Kräften gegen den Schmutz. Nun »erstrahlt« die offizielle Partnerschule von Hannover 96 wieder im Glanz der ersten Bundesliga, die Freude in Dassel ist groß. Die Schüler hoffen, dass das langfristig so bleibt und verpflichteten sich, jeden Montag die Bundesligastecktabelle in der Vitrine auf den aktuellsten Stand zu bringen, damit alle Fußballfans des Gymnasiums verfolgen können, wie es um 96 steht.

Einbecker Morgenpost
19./20. August 2017

Foto: Paul-Gerhardt-Schule

 

 

 

20170818 StreitschriftenDASSEL. Sich mit den Geschwistern um Fernbedienung oder Nutzung des Computers streiten, Müll illegal entsorgen, jeden Tag Hausaufgaben zu erhalten, zu wenige Wochenenden zu haben oder Tierverbote in der Schule, diese Aspekte hielten die Jungen und Mädchen des fünften Jahrgangs der Paul-Gerhardt-Schule auf ihren Streitschriften fest. Passend zum Reformationsjahr diskutierten Kinder- und Jugendbuchautorin Kathrin Lange (Mitte) und Lehrerin Birgit Goertz mit den Schülern, was für sie schief läuft und wie sie es ändern könnten. Ähnlich wie Martin Luther bei seinem Thesenanschlag an der Schlosskirche in Wittenberg erstellten die Fünftklässler ihre Meinungen und Wünsche und hielten sie in »Streitschriften« fest. Auf Elefantenhaut mit großen Initialen vorweg sowie farbenfroh dargestellt, manifestierten sie, was sie stört. Einige Anregungen sind mit Arrangements – wie mit den Geschwistern - umzusetzen, Wünsche, wie jede zweite Woche frei zu haben oder weniger Hausaufgaben zu bekommen, wohl weniger. Goertz war angetan von der Fantasie der Schüler, aber auch von dem Workshop, der Reformationsjahr und künstlerisches Schaffen-verbindet. Die Jungen und Mädchen lernten nicht nur religiöse und historische Aspekte kennen, sondern sie setzten sich mit individueller Farbgestaltung, Bildkompensationen und Entstehungsprozessen auseinander, und sie lebten ihre vielfältige Kreativität aus. Zum Abschluss las Kathrin Lange den Schülern aus ihrem neuen Buch »Die Fabelmacht-Chroniken« vor. In ihm geht es darum, dass man mit dem Schreiben (störende) Realitäten ändern kann, vielleicht klappt das ja auch bei den unterschiedlichen Wünschen der PGS Schüler.

Einbecker Morgenpost
18. August 2017

Foto: Rudloff

 

 

 

20170815 1327 aDASSEL. Kurz vor Beginn der Sommerferien luden die großen Musikensembles der Paul-Gerhardt-Schule Dassel interessierte Zuhörer zum musikalischen Abend ins Paulinum ein. Unter der Leitung der Musiklehrerinnen Katharina Bartholl, Elizabeth Oer und Anke Wurmstädt gaben die drei Bläserklassen, der bilinguale Chor der Jahrgänge 5 bis 7 sowie der Rock-Pop-Chor der achten und neunten Klassen einen Einblick in ihre Arbeit des vergangenen Schuljahrs. Den Auftakt gestaltete die Bläserklasse des fünften Jahrgangs. Mit Schwung und großer Spielfreude ließen die Schüler Klassiker wie »When the Saints Go Marching in« oder »Beethoven's Ninth« erklingen, und sie zeigten damit auf beeindruckende Art und Weise, dass sie im Lauf des Schuljahrs I von absoluten Neulingen auf ihren Instrumenten zu kleinen Musikern herangewachsen waren. Einerseits ganz klassisch mit Begleitung von Klavier und Querflöte, andererseits modern mit aktuellen Popsongs zum instrumentalen Playback präsentierte sich der »BiIi-Chor«. Scheinbar mühelos schwebten die jungen Stimmen in die hohen Lagen, zeigten jedoch, dass ihnen auch der schnelle Sprechgesang liegt. Die Bläser der 6d ließen neben zwei Orchesterstücken auch einzelne Register ihres Ensembles erklingen. So spielten die Klarinetten, die Querflöten und das tiefe Blech, bestehend aus Posaunen und Euphonien, jeweils kleine Solostücke, die sie im Instrumentalunterricht bei den Lehrern der Mendelssohn-Musikschule Einbeck erarbeitet hatten. Der Rock-Pop-Chor brachte zunächst in kleiner Besetzung zwei aktuelle Songs zweistimmig zu Gehör und sang anschließend mit dem »Bili-Chor« gemeinsam sogar bis zu vierstimmig. Sehr vielseitig zeigten sich auch die Bläser des siebten Jahrgangs. Ihr Repertoire reichte von einer Ouvertüre von Tschaikowski über Filmmusik bis hin zu »Viva la Vida« von Coldplay. Vor drei Jahren hatten die Schülerinnen und Schüler als erste Bläserklasse der Paul- Gerhardt-Schule begonnen. Ihre Musiklehrerinnen Anke Wurmstädt und Katharina Bartholl dankten ihnen und ihren Eltern für diese intensive musikalische Zeit und ihr besonderes Engagement, insbesondere bei den vielen Auftritten. Schulleiter Gerhard Wittkugel war beeindruckt von dem Können der jungen Musiker und wünschte ihnen eine »musikalische Zukunft«. Durch den Verkauf von Brezeln und Getränken sowie durch Spenden konnten an diesem Abend rund 450 Euro eingenommen werden für den Lernfonds der Paul-Gerhardt-Schule, der Familien mit geringem Einkommen durch Zuschüsse zu schulischen und außerschulischen Angeboten unterstützt.

Einbecker Morgenpost
15. August 2017

Foto: Oswald Philipp/PGS

 

 

 

99 Schüler in fünfte Klassen des Dasseler Gymnasiums eingeschult I Gottesdienst und Willkommen
20170812 DSC 1492DASSEL. Für 99 aufgeregte Schülerinnen und Schüler wurde mit dem Einschulungsgottesdienst am Donnerstag vergangener Woche in der Laurentiuskirche in Dassel eine nächste wichtige Etappe ihres Schullebens eingeleitet.
Torsten Wiegmann, Schulpastor an der Paul-Gerhardt-Schule, hieß die »großen Kleinen« willkommen in der großen Schulgemeinde der PGS. Er bedauerte die neuen Fünftklässler mit einem Augenzwinkern: »Vier Jahre lang habt ihr euch hochgearbeitet, seid gewachsen, um endlich die Chefs auf dem Schulhof zu sein – und jetzt geht an der neuen Schule alles von vorne los, und ihr seid wieder die Kleinen .... « Die nächste Etappe werde nicht weniger aufregend, aber sie könnten in der Gewissheit sein, nicht allein zu sein. In der Gemeinschaft - in vier neuen Profilklassen - mit neuen Mitschülern und auch Lehrern starte die Herausforderung, deren Ziel 2026 das Abitur sein soll. Das sei wahrlich eine Situation, die einerseits Freude, aber auch Anstrengung mit sich bringe. Die hoffnungsvolle Perspektive überwog jedoch: »Ihr seid gut aufgehoben«, so Wiegmann, »in euren Familien weiterhin, in der neuen Klassengemeinschaft mit eurem Klassenlehrerteam, in der Schulgemeinschaft -und bei Gott sowieso.«
Die persönlichen und wertschätzenden Worte von Pastor Wiegmann und Schulleiter Gerhard Wittkugel fesselten schnell alle Neuankömmlinge mit ihren Angehörigen, ließen jede erste Nervosität in der vollen Kirche schwinden - spätestens als der Schulleiter erste Freiwillige nach vorn rief, um mit Schülern, Eltern und Lehrern das Haus der Schule zu bauen. »Von da an war ich dabei«, verriet Luna aus der 5a. Wie Sebastian erwarteten viele voller Vorfreude das Neue: »Die Ferien waren doch lang genug. Ich freute mich sehr auf die neue Schule.« Auch Felicia und Carina hatten vergessen, dass die Nacht zuvor für sie besonders kurz war. Lars, Elias und viele andere warteten gespannt auf die neuen und bekannten Gesichter.
20170812 DSC 1026m»Du bist ein Gedanke Gottes, ein genialer noch dazu, ja du bist du« sang die Gottesdienstgemeinde unter der Orgelbegleitung von Dr. Friedhelm Flamme. Die Bläserklasse 6d spielte unter der Leitung ihrer Lehrerin Anke Wurmstädt auf ihren Instrumenten mehrere Begrüßungslieder, und alle Anwesenden konnten staunen, was diese Schüler in einem Jahr schon gelernt hatten.
Der Schulleiter sowie Birgit Witte, Koordinatorin für die Jahrgänge 5 bis 7, baten schließlich jedes Kind namentlich nach vorn. Traditionell bekam jede der vier Klassen den Baum des Jahres, in diesem Jahr eine Fichte, geschenkt, die die Klassen im Schulwald anpflanzen und pflegen werden. Hier war die neue Gemeinschaft erstmalig gefragt, denn die Bäume waren überraschend groß und konnten nur mit Bollerwagen und gut gehalten zur Schule gezogen werden. So lüftete sich denn auch das Geheimnis um die »Weihnachtsbäume im Sommer« .
Wie groß die Aufregung für Kinder und Eltern in den letzten Tagen der Sommerferien auch gewesen sein mag: Die »Neuen« spazierten nach der Begrüßungsfeier mit ihren neuen Klassenlehrerinnen und Paten aus dem Jahrgang 9 ganz entspannt zur Schule.
Für Eltern und Angehörige gab es im Anschluss bei Kaffee und Kuchen Gelegenheit zum näheren Kennenlernen.

Einbecker Morgenpost
12./13. August 2017

Fotos: Sabine Mischke/PGS

 

 

 

20170715 DSC 7125VR-Bank ehrt Schüler der Paul-Gerhardt-Schule I Überzeugt durch Handelsgeschick
DASSEL. Einmal im Jahr suchen die Volks- und Raiffeisenbanken bundesweit nach den »besten Jung-Börsianern in Deutschland«. Auch in diesem Jahr nahm die Paul-Gerhardt-Schule DasseI (PGS) in Kooperation mit der VR-Bank in Südniedersachsen wieder erfolgreich am VR-Börsenspiel teil. So konnte sich die Gruppe »Boehrsenonkelz« über einen hervorragenden zehnten Platz im bundesweiten Vergleich freuen.
Kurz vor den Sommerferien hatten die 120 Schülerinnen und Schüler der zehnten Klassen der PGS noch einmal einen Grund zur Freude. Nach einer Spielphase von drei Monaten überreichte Peter Koch, Leiter der Privatkundenbank, bei einer Siegerehrung in der PGS den fünf bestplatzierten Gruppen im nationalen Wettbewerb Geldgeschenke sowie allen Spielern Teilnahme-Urkunden.
Die Ergebnisse der PGS-Klassen konnten sich wieder sehen lassen. Insgesamt nahmen 234 Gruppen am bundesweiten Spiel teil. Von 26 Gruppen der PGS landeten die besten fünf Gruppen im abschließenden Ranking unter den nationalen Top 50.
Hier die fünf PGS-Gruppen, die im bundesweiten Vergleich am besten abschnitten und sich über ein Geldgeschenk freuten: 10. Platz »Boehrsenonkelz« mit David Henne, Nicolas Moerlins, Elia Engelke, und Jan Goroncy; 11. Platz »10 E 1« mit Paulina Scholz, Melina Yorulmaz, Madline Koch, Leon Fechner und Lea Wiehemeier; 22. Platz» 10 E 2« mit Katharina Bez, Hannah Hilbert, Marcel Müller und Maximilian Littmann; 38. Platz »Pain & Gain« mit Caecilie Hage, Carla Seitz, Inken Berndt, Johanna Marquardt und Marlena Becker; 45. Platz »Thomas Anders Fanclub« mit Jonathan Werner, Julian Reimers, Nikolai Socolenco, Paul Kusterin und Thomas Janzen.
»Das Börsenspiel ist eine sehr gute Ergänzung zu unseren Unterrichtseinheiten in der Oberstufe«, sagte Manfred Braun, Organisator des Börsenspiels an der PGS. »Das theoretische Wissen und Verständnis der Schüler wird durch den selbstständigen Börsenhandel unter realen Bedingungen vertieft und erweitert.« Im Online-Spiel werden die Abläufe des Börsengeschäfts vom Kundenauftrag über den Handel bis zur Abrechnung wie in einem realen Depot simuliert. Für die Schüler war es interessant zu sehen, welche Auswirkungen ihre Entscheidungen auf ihr Depot nahmen. Das Spiel gibt ihnen einen realistischen Einblick in den Kauf und Verkauf von Wertpapieren. Und viele Teilnehmer beschäftigen sich sogar freiwillig mit dem Finanzteil in der Zeitung oder im Internet. Peter Koch ergänzt: »Die aktuelle Situation am Finanzmarkt erfordert ein Umdenken hinsichtlich des Sparverhaltens. Dementsprechend ist es uns als regionales Kreditinstitut wichtig, schon bei den Jugendlichen Hemmschwellen hinsichtlich des Börsenhandels abzubauen und ein Verständnis für das Marktgeschehen sowie Anlagestrategien zu schaffen. Der Erfolg der Jugendlichen im Wettbewerb ist dabei ein erfreulicher Nebeneffekt und zeigt, dass die Zusammenarbeit zwischen PGS und VR-Bank Früchte trägt.«
Im Rahmen der Siegerehrung dankten Schulleiter Gerhard Wittkugel, Lehrer Manfred Braun und Privatkundenbankleiter Peter Koch den jungen Teilnehmern für ihr ehrgeiziges Engagement. Alle drei hoffen, auch im nächsten Jahr an die vergangenen Erfolge anzuknüpfen.
Das VR-Börsenspiel ist das Online-Börsenspiel der Volks- und Raiffeisenbanken. Das Börsenspiel für Schulen findet bundesweit einmal jährlich statt. Die Schüler spielen in Gruppen von maximal fünf Personen. Jeder Spieler beziehungsweise jede Gruppe erhält ein fiktives Startkapital von 50.000 Euro mit dem Ziel, es im Spielzeitraum bestmöglich zu vermehren. Die Spieler handeln überwiegend mit Aktien, können aber auch Fonds und Zertifikate kaufen.

Einbecker Morgenpost
15. Juli 2017

Foto: Sabine Mischke/PGS

 

 

 

20170706 SpendeDASSEL. Vor Monaten haben sich die Schüler des Diakonieprojekts der Paul-Gerhardt-Schule unter der Leitung von Lehrer Thomas Burg (rechts) nach den diakonischen Aktivitäten der Emmaus-Kirchengemeinde Dassel-Solling erkundigt Pastor Martin Possner (Zweiter von rechts) gab Auskunft dazu, wie und was die Gemeinde alles unterstützt. Besonders das Podo-Projekt (»Fußprojekt«, www.podoev.net) in Äthiopien regte die Schüler und Schülerinnen zum Nachdenken an: Sie wollten helfen. Das Projekt wurde in der Schule auf verschiedene Weise vorgestellt, denn armen Menschen, die an dieser Fußkrankheit leiden, kann durch Bildung und hygienische Maßnahmen relativ leicht geholfen werden. Die Schülerinnen baten nun ihre Mitschüler, ihre leeren Pfandflaschen in besondere Tonnen in der Schule zu werfen, um das Pfandgeld zu sammeln und als Spende dem Projekt zukommen zu lassen. Im Schuljahresabschlussgottesdienst der Paul-Gerhardt-Schule wurden 164 Euro von zwei Schülerinnen an Pastor Martin Possner übergeben, der sich als »äthiopischer Dorfältester« eingekleidet hatte und sich bedankte. Das Geld wird direkt an das Projekt weitergeleitet

Einbecker Morgenpost
06. Juli 2017

Foto: Mischke/PGS

 

 

 

20170705 Klassenfahrt 1612DASSEL. Bei der Klassenfahrt der Klassen 5a und 5b an die Nordsee, wurden die Schüler sicher nach Tönning gefahren. Selbst die Polizei kontrollierte, im Rahmen einer Fahrzeug- und Fahrerüberprüfung, ob es ihnen gut ging. Am Nachmittag erkundeten die Schüler die Stadt bei einer Stadtrallye. Am Dienstagmorgen konnten sich die Gruppen auf dem Spielplatz austoben und anschließend bei frischen 18 Grad Celsius im Freibad schwimmen. Nachmittags wurde der Westküstenpark in St. Peter Ording erforscht. Die Klasse 5a erhielt eine Führung zu Meeressäugern, die 5b zum Thema Vögel. Bei einer Watterkundung erlebten einige Schüler zum ersten Mal das Watt. Unter sachkundiger Führung wurden hier Wattarten und unterschiedlichste große sowie kleine Lebewesen kennengelernt. Nach diesem matschigen wie interessanten Weg durch die Meereslandschaft, stand eine Fahrt auf der Eider bis zum Eidersperrwerk auf dem Programm. Seekrank wurde hier glücklicherweise niemand. Beim Bernsteinschleifen am Abend kamen die Schüler zur Ruhe und kreierten schöne Mitbringsel für die Daheimgebliebenen. Der vorletzte Tag stand ganz im Zeichen von Wissenschaft und Forschung: Die entnommenen Proben der Wattwanderung wurden nun mit dem Mikroskop ganz genau unter die Lupe genommen. Hier wurden weitere, neue Entdeckungen gemacht. Abgerundet wurde das Thema »Rund ums Watt« im Multimar Wattforum, wo die Schüler eigenständig die Ausstellung erkundeten. Neben traditionellen Exponaten gab es auch viele Ausstellungsstücke, die die Kinder zum selbstständigen Ausprobieren lockten. Sogar einen echten Seestern durften sie berühren! Am Freitag konnten die Schüler, nach einer Woche mit abwechslungsreichem Programm glücklich und erschöpft von ihren Eltern in Empfang genommen werden.

Einbecker Morgenpost
05. Juli 2017
Foto: PGS

 

 

 

20170628 Top10DASSEL. FrancoMusiques ist ein bundesweiter Schülerwettbewerb initiiert durch den Cornelsen Verlag, die französischen Botschaft und den Bureauexport. Schulklassen sind aufgerufen, ein eigenes Lied in französischer Sprache zu komponieren, zu schreiben und zu singen. An dem Wettbewerb teilnehmen können Schüler der Sekundarstufen 1 und 2 aller allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen in Deutschland. In diesem Jahr, in dem FrancoMusiques zum zehnten Mal stattfindet, hat sich die Klasse 8A der Paul-Gerhardt-Schule, in dem viele unterschiedliche Fähigkeiten gefordert werden, beteiligt. In Zusammenarbeit mit dem Bandcoach Sascha Mordtmann von der Musikschule M1 in Einbeck wurde dafür ein eigenes Lied komponiert: »mon pote« (deutsch: mein Kumpel), dessen französischer Text. die Schüler in Zusammenarbeit mit ihren Klassenlehrerinnen Gatsios und Gildemeister entworfen haben, soll die Bedeutung der deutsch-französischen Freundschaft innerhalb Europas herausstreichen und angesichts der in beiden Ländern erfahrenen Terroranschläge die Solidarität mit den Nachbarn betonen und eine eindeutige Stellung gegen Rassismus beziehen. Neben dem Lied wurde ein Musikvideo gedreht, in dem die Schüler singen, tanzen und schauspielern. Auch hierzu wurden sie für die Aufnahmen professionell von Sascha Mordtmann von der Musikschule M1 in Einbeck unterstützt und choreografisch von Sportlehrern beraten. Alon Heise aus dem 11. Jahrgang filmte die Performance und ließ daraus ein fertiges Produkt entstehen, das als Beitrag zum Wettbewerb eingereicht werden konnte. Das dabei entstandene Musikvideo wurde mit einem zehnten Platz ausgezeichnet.

28. Juni 2017
Einbecker Morgenpost
Foto: PGS

 

 

 

20170626 Priesmeier 08062017DASSEL. Ein Teil der Sprachlernklasse der PGS durfte nach Berlin fahren. Dr, Wilhelm Priesmeier (MdB) von der SPD hat die Klasse eingeladen, seinen ganz besonderen Arbeitsplatz zu besichtigen. Voller Interesse machten sich die jungen Menschen aus Afghanistan, Irak, Syrien und Russland unter der Leitung ihrer Lehrerin Kathrin Muhs-Braun und der Sozialpädagogin Sabine Mischke auf, um Einblicke in die Bundeshauptstadt und das  Parlament zu gewinnen. Was ist der Bundestag, was sind die Fraktionen, die Abgeordneten, welche Regeln herrschen im Plenum, wie wird in Deutschland gewählt, wer darf wen wählen, welche Regeln gibt es im Plenum, was ist die Geschäftsordnung vom Deutschen Bundestag und was in aller Welt ist der 'Hammelsprung'? Das waren alles Fragen, die schon manch Deutscher nicht genau beantworten kann. Deshalb war es für die Sprachlerner der PGS natürlich eine besondere Herausforderung, nicht nur das System, die einzelnen neuen Vokabeln und das beeindruckende Gebäude des Deutschen Bundestages zu begreifen. Tief beeindruckt waren sie auch von der Freundlichkeit von Dr. Priesmeiers Büroleiter Constantin Marquardt, der nach dem einstündigen Vortrag auf der Tribüne des Plenarsaales versuchte, wesentliche Inhalte noch einmal in einfacherer Sprache zu erzählen. Geduldig beantwortete er alle Fragen. Beim Spaziergang in der Kuppel konnte sich jeder in Eigenregie Überblicke über die Stadt Berlin verschaffen und die Atmosphäre des transparenten Parlamentes genießen. Das Mittagessen im Paul-Löbe-Haus war anschließend ein tolles Angebot, sich von den vielen Eindrücken zu erholen. Eine Schiffsfahrt auf der Spree und der Besuch vieler anderer Sehenswürdigkeiten machten diese Fahrt zu einem tollen Ereignis, das alle Mitgefahrenen bestimmt nicht so schnell vergessen werden. Die ungefähr 2.000 Fotos, die alle gemacht haben, müssen jetzt natürlich sortiert und allen Familienmitgliedern zum Bestaunen bereitgelegt werden.

26. Juni 2017
Einbecker Morgenpost
Foto: Inga Haar, Dt. Bundestag

 

 

 

PGS: Thomas Dettmann spricht über sein Leben mit und ohne Alkohol
DASSEL. Heute kann er stolz sagen: »Ich bin ein glücklich-trockener Alkoholiker.« Thomas Dettmann, mittlerweile ausgebildeter Suchtberater, hat jetzt auf Einladung der Schulsozialarbeiterinnen Doris Garbelmann und Sabrina Wende-Schmidt der Paul-Gerhardt-Schule, vor den Achtklässlern der PGS offen über seine Alkoholsucht und deren Überwindung gesprochen. Den Jugendlichen gab er mit auf den Weg, vorsichtig mit diesem »Genussmittel« zu sein. Sucht gehe alle an.
20170624 TrockenSechs bis acht Prozent der Bevölkerung sind alkoholkrank, 80.000 Menschen sterben jährlich durch den Alkohol, in jeder vierten Familie gibt es einen Süchtigen. Dettmann konfrontierte die Jugendlichen nicht nur mit Fakten, vor allem erzählte er seine Lebensbeziehungsweise Leidensgeschichte.
Der Alkohol habe sich wie ein roter Faden durch sein gesamtes Leben gezogen, berichtet er. Mit 14 Jahren, habe er nach dem Austragen der Konfirmationskarten, das erste Mal einen Vollrausch gehabt. Er erinnert sich an die damaligen Schnäpse, und auch an das Biertrinken nach dem Handballtraining oder dem Handballspiel. Es gebe viele Gründe zu »saufen«, stellte er fest, man finde immer einen »guten« Grund.
Später im Berufsleben habe er aus Frust getrunken, dann als Gastronom immer mehr: »sieben Bier zum Vorglühen und dann noch eine halbe Flasche Whiskey«. Irgendwann aber merkte er, dass sein Körper rebelliert, musste Magentabletten schlucken. Er machte einen kalten Entzug, ließ acht Jahre die Finger vom Alkohol. Als Außendienst- Mitarbeiter einer Hannoveraner Brauerei allerdings griff  er wieder zur Flasche - sieben Jahre lang. »Kreislaufprobleme, Herzrasen« waren der Preis. Kritisch blickt er zurück, dass er betrunken auch noch Auto gefahren sei. Er ist sich sicher, dass ihn dabei eine »höhere Macht« geschützt habe, so dass er keinem Schaden zugefügt habe.
Irgendwann wollte er aufhören, suchte Hilfe bei den Anonymen Alkoholikern in Einbeck, die Meetings dort hätten ihm sehr geholfen, bekräftigt er. Als er dorthin ging, hatte er Angst, erkannt zu gehen - paradox, wenn man bedenkt, wie viele Menschen ihn schon betrunken gesehen hatten. Es gelang ihm, vom Alkohol loszukommen. Der Gedanke, dass ein Leben ohne Alkohol kein Leben sei, ist aus seinem Leben verschwunden.
Er hat Abschied genommen - von seinen »tollen Freunden« wie Johnnie Walker, die ihm immer »treu« zur Seite gestanden haben. Dettmann gelang es zu kapitulieren, er räumte innerlich auf und versteckte sich nicht mehr hinter der Krankheit. Heute kann er stolz sagen, dass er ein glücklich-trockener Alkoholiker ist.
Aber: »Ihr müsst eure Erfahrungen selbst machen«, stellt Dettmann den Schülern zugewandt fest. Er appellierte an die Jugendlichen vor allem »in Maßen zu trinken«, denn sonst gehe »der Schuss nach hinten los«. Von Cliquen, in denen übermäßig getrunken wird, sollten sie sich fernhalten.
sts

24./25. Juni 2017
Einbecker Morgenpost
Foto: Stöckemann

 

 

 

 

Deutsch-Französischer Schüleraustausch einmal anders I Klasse 9D der PGS war in der Normandie

DASSEL. Die Schülerinnen und Schüler der 9D der Paul-Gerhardt-Schule Dassel haben mit den Klassenlehrern Uta Möllers und Detlef Muschalla anstatt eines klassischen Austausches eine Projektfahrt in Zusammenarbeit mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge in die französische Region Normandie unternommen. Dabei kam es zu einer Drittortbegegnung mit einer französischen Schülergruppe aus Avranches.
Nach ungefähr 16 Stunden Fahrt kam die Klasse in der Jugendherberge Le Core in Agon-Coutainville an. Dort begrüßte Ilona Peuten, Reise- und Bildungsreferentin des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, die Gruppe. Sie begleitete die Schüler bei allen Aktivitäten und stand ihnen mit Rat und Tat zur Seite.20170623 Frankreich 4318Zunächst unternahm die Klasse einen Ausflug mit den französischen Schülern vom Lycée Littré aus Avranches. Zum Kennenlernen spielten die Teilnehmer ein kleines Spiel, bei dem sie durch pantomimische Darstellungen mehr übereinander erfahren haben. Gemeinsam besuchten sie die deutsche Kriegsgräberstätte in La Cambe, wo mehr als 21.000 deutsche gefallene Soldaten begraben sind. Danach haben sie in Caen in französisch-deutsch gemischten Gruppen gemeinsam viel Informatives über die Besatzungszeit während des Zweiten Weltkriegs und über den Ablauf der Landung der Alliierten und den D-Day im Museum Mémorial de Caen herausgefunden. Danach besichtigten die Schüler die amerikanische Kriegsgräberstatte in der Nähe von Colville-sur-Mer, wo 9.387 Soldaten begraben sind.  Ganz anders als auf der deutschen Kriegsgräberstätte, wo alle Gräber schlicht gehalten sind, sieht man hier unzählige weiße Kreuze oder mit einem Stern gekennzeichnete Grabsteine aus edlem Marmor direkt vor der Küste des Omaha Beach, dem Strandabschnitt, auf dem die ersten alliierten Soldaten den europäischen Kontinent betraten.
Am nächsten Tag besuchte der Zeitzeuge Jacques Braley die Gruppe, der 1930 geboren wurde. Er erzählte seine ganz persönlichen Eindrücke und Erlebnisse aus der Besatzungszeit und der Landung der Alliierten. Es war wirklich interessant und lebendig, diese Ereignisse von jemandem geschildert zu bekommen, der alles hautnah miterlebt hat. Am Abend hatten die Schüler einen amüsanten Strandsegelkurs, bei dem sie einige Stunden am Strand verbrachten. Außerdem haben sie erfahren, dass man wirklich viel Spaß mit einem Strandsegler haben kann, auch wenn man nicht immer den Kurs halten kann.
Ein weiterer Ausflug führte zur bekannten Klosterinsel Le Mont-Saint-Michel mit Besichtigung des Klosters, in dem heute noch Benediktiner leben und arbeiten, und des Dorfs. Danach machte die Klasse, einen Zwischenstopp bei der deutschen Kriegsgräberstätte Mont d' Huisnes, wo sie der lange zurückliegende Krieg einholte, da die Schüler die Grabstätte des 18-jährigen Soldaten Karl Bank entdeckten, der in Dassel geboren worden war. Am Nachmittag besuchten sie die bekannte Hafenstadt St. Malo, wo sie die Altstadt besichtigt und abends in einer Crêperie gegessen haben. Dort lernten sie einen Teil der französischen Esskultur kennen, denn sie wissen jetzt: Ein Crêpe muss nicht immer süß sein. Es gibt traditionell als ersten Gang etwas Herzhaftes, ein Galette, und danach den wohl bekannten süßen Crêpe.
Auf der Rückfahrt legten die Schüler noch einem kurzen Halt in der Universitätsstadt Rouen ein, die für ihre vielen Kirchen bekannt ist, ein. Dort besichtigten sie die Kathedrale Notre-Dame von Rouen, die zu den bedeutenden Kirchenbauten Frankreichs im gotischen Stil zählt.
Auf der Fahrt, so die Bilanz der Schüler, haben sie mehr an Auslandserfahrungen gewonnen, und sie durften die französische Kultur näher kennenlernen. Außerdem lernten sie eine Menge über die Besatzungszeit in Frankreich, die Landung der Alliierten und die persönlichen Eindrücke eines unmittelbar beteiligten Zeitzeugen. Durch die Auffindung des Grabes von Karl Bank aus Dassel wurde ihnen bewusst, dass Krieg unmittelbar betreffen kann.
Auch untereinander haben sich neue Freundschaften gebildet, alle haben sich besser kennenlernen können und sich gegenseitig geholfen.
Dank ging an Ilona Peuten vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, die die Gruppe die Fahrt über begleitet hat. Ein weiterer Dank gilt Freunden und Förderern der PGS für die Unterstützung. Letztendlich geht der Dank an die Jugendstiftung des Landkreises Northeim und die Stiftung »Gedenken und Frieden«, die die Fahrt finanziell unterstützt
haben.
Pia, Celina und Thorben

Einbecker Morgenpost
23. Juni 2017
Foto:PGS

 

 

 

Erinnerung an den ersten Schulleiter der PGS, Dr. Heinz-Oskar Petzold

20170622 Die Rckkehr eines Grabsteins 1DASSEL. Der Vorsitzende des Ehemaligenvereins der Paul-Gerhardt-Schule (PGS), Rolf-Erich Wandhoff aus Detmold, hat sich mit Erfolg darum bemüht, 30 Jahre nach dem Ableben des ersten Schulleiters und Mitbegründers der Schule, Dr. Heinz-Oskar Petzold, seinen verschollen geglaubten Grabstein wieder zu finden und ihn zum Teil auf dem Gelände der PGS und auf der Altsteinablage-Fläche des Dasseler Friedhofs zu platzieren. Darüber berichtet er auch im Schulbuch der PGS, das zum Jahresende veröffentlicht werden soll.
Im vergangenen Jahr besuchte Wandhoff Dr. Peter Petzold, den Sohn des Schulgründers, in Ostfriesland. Dabei wurde in alten Erinnerungen aus dessen Jugendzeit in Dassel gekramt, wo er lange mit den Eltern  und seiner Schwester Petra zunächst im Pastorat in Dassel, dann auf dem Schulgelände  gelebt hatte. Die Frage nach dem Verbleib des Grabsteines des Vaters, der 1987 in Dassel zusammen mit seiner Frau beigesetzt worden war, begegnete Sohn Peter mit einem Achselzucken. Nachdem weder er noch seine Schwester für längere  Zeit nicht den weiten Weg nach Dassel gefunden hatten und die Grabstelle in einen unguten Zustand geraten sei, hätten sie als Geschwister die Aufgabe des Grabes beschlossen. Seine Schwester Petra hatte dann die Auflösung der Grabstelle in die Hand genommen.
20170622 Die Rckkehr eines GrabsteinsWandhoff forschte weiter, wollte in Erfahrung bringen, wer die Grabstelle abgeräumt habe und ob womöglich noch der Grabstein aufzufinden sei. Nach geraumer Zeit erhielt er die Mitteilung, dass dieses durch ein Markoldendorfer  Garten- und Landschaftsbau-Unternehmen vor wenigen Jahren erfolgt sei. Zunächst hieß es von dort der Grabstein sei - wie üblich - längst entsorgt worden. Doch dann kam die » beglückende Mitteilung«, dass sich der Grabstein mit weiteren Grabplatten im äußersten Winkel des großen Lagerplatzes der Firma befände. Schon wegen der besonderen Ausführung im Sollinger Sandstein habe man ihn dort seinerzeit gelagert und sei dann in Vergessenheit geraten.
Anlässlich der Jubiläumsfeier zum 70. Bestehen der PGS nahm Wandhoff Peter Petzold mit nach Dassel, sie sahen sich  die Grabplatten an und beschlossen, einen Teil davon möglichst auf dem Schulgelände der PGS zu platzieren. Denn ohne das  damalige beharrliche Wirken von Dr. Petzold würde die PGS heute nicht existieren. Schließlich war er nicht nur der erste Schulleiter, sondern auch zusammen mit dem Ortspfarrer Frese der Gründer der Schule.
Die Grabstelle bestand aus vier Teilen: ein aufstehendes Kreuz von etwa 1,50 Metern Höhe mit einem Spruch und einer eingemeißelten Darstellung von Christus mit (wohl) zwei Jüngern, der eigentlichen Grabplatte mit der Inschrift sowie zwei schlichte Sandstein –Abdeckplatten alle im leuchtenden Rot des Sollinger Sandsteins.
Der jetzige Schulleiter Gerhard Wittkugel war sofort bereit, dem Grabkreuz mit der figürlichen Darstellung einen ehrenvollen Platz an der Außenwand der Pergola neben dem barocken Epitaph zu geben. Dazu hatte er die gute Idee, die Halterungen in der Neimker Blankschmiede durch Schüler im Rahmen eines Schmiede-Projekts schmieden zu lassen. Dazu weist eine Erklärungstafel aus Messing auf die Bedeutung des Sandstein-Kreuzes mit dem Spruch hin: »Herr, wohin sollen wir gehen - Du hast Worte des ewigen Lebens«.
Ferner richtete Wandhoff an Bürgermeister Gerhard Melching das Ansinnen, der eigentlichen Grabplatte mit den Lebensdaten von Dr. Petzold im Hinblick auf seine besondere Bedeutung für die Entwicklung der Stadt einen würdigen Platz in Dassel zu ermöglichen. So kam es dazu, dass der Grabstein auf dem Dasseler Friedhof auf einer Alt-Grabstein-Ablage für zunächst zehn Jahre platziert wurde.
Damit ist der Grabstein - auf dem unter dem aramäischen Spruch »Maran Athai« (Der Herr kommt) die Daten von Dr. Petzold und seiner Frau eingraviert sind - nun genau 30 Jahre nach dessen Ableben wieder auf den Friedhof in Dassel zurückgekehrt. sts/oh

Einbecker Morgenpost
22. Juni 2017
Fotos: Stöckemann

 

 

 

201706117 Gute WnscheGottesdienst und Abschlussfeier der Abiturienten der Paul-Gerhardt-Schule I Die Frage nach Ehrlichkeit
Mit Gottesdienst und Abschlussfeier sind die Abiturienten 2017 der Paul-Gerhardt-Schule Dassel feierlich verabschiedet worden. 76 Schüler haben ihr Abitur bestanden.

DASSEL/MARKOLDENDORF. Die Jahrgangssprecher Alina Fröse und Kilian Ropeter begrüßten die Abiturienten und ihre Familien sowie die Lehrer der PGS in der voll besetzten Markoldendorfer Martinskirche. »Our Way«, » Unser Weg«, das hatte sich der Jahrgang als Motto für das 201706117 Gute Wnsche 1Abitur genommen. In den zwölf oder mehr Jahren der Schulzeit hätten alle viel gelernt und wieder vergessen. Hinter ihnen liege eine schwierige, aufregende und schöne Zeit, in der sie das ABC ebenso wie binomische Formen gelernt hätten. Gemeinsame Unternehmungen wie die Berlin-Fahrt hätten den Jahrgang gestärkt. Schöne Momente im Unterricht gab es, aber auch Enttäuschungen, wenn sich das viele Lernen nicht ausgezahlt habe. Mit dem Abitur beginne ein neuer Lebensabschnitt. Bekanntes lasse man zurück, neue Herausforderungen gelte es zu meistern, mit mehr Verantwortung und eigenen Entscheidungen. » Wir werden diesen Weg zu unserem Weg machen«, waren die Jahrgangssprecher sicher. Alle seien mit den Herausforderungen der vergangenen Jahre gewachsen, und die Paul-Gerhardt-Schule habe als wichtiger Teil des Lebens dazu beigetragen, erwachsen zu werden. Allen, die daran mitgewirkt hätten, dankten sie. Später werde man sich mit einem lachenden und einem weinenden Auge an die Schulzeit erinnern.
Ein neues Bild der Schüler habe er vor zwei Wochen bei der Bekanntgabe der Noten bekommen, berichtete Schulpastor Torsten –Wilhelm Wiegmann. Eine Gefühlsachterbahn sei das gewesen. Ihn habe dabei beeindruckt, wie die Schüler Anteil genommen und miteinander umgegangen seien. Das falle nicht vom Himmel. Für den künftigen Weg wünsche er ihnen, dass sie nach vorn und zurück schauen würden. Ein weiter Horizont tue sich auf, Gott stelle die Füße auf weiten Raum. Das könne man genießen oder es grenzenlos beängstigend finden. »Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und Licht auf meinem Weg«, das sei ein hilfreicher Psalm - Worte, die Orientierung und Sicherheit geben könnten. Den eigenen Weg finden: Er sei guter Dinge, dass das in diesem Jahrgang klappen werde.
Viele Jahre der Anstrengung, der Mühe und des interessanten Unterrichts lägen hinter den Schülern, stellte Schulleiter Gerhard Wittkugel fest, viele prall gefüllte Schuljahre. Das Abitur wurde nicht im Vorbeilaufen verschenkt. Man habe den Schülern Raum zur Entfaltung gelassen, und manchmal seien gutes Zureden und klare Ansagen notwendig gewesen. Pädagogik sei kein einfaches Geschäft. Die Zeit dieses Jahrgangs an der Schule sei fast Geschichte.  Nun könnten alle probieren, wagen, Neues erleben: »Der Globus wartet auf Sie.« Die Welt sei in Bewegung, die Zeit der friedlichen Kooperation aufgebraucht, Europäische Union und die Demokratie überhaupt gäben Anlass zur Sorge, und das Ringen um die Wahrheit verliere am Boden.
 Es werde gelogen, dass sich die Balken biegen würden. Über »Ehrlichkeit«, »Honesty« habe Billy Joel 1979 ein Lied veröffentlicht, was Wittkugel kurz am Keyboard verstellte. Es gebe viele unwahre Sätze - etwa die Versicherung, die Hausaufgaben ohne Wikipedia gemacht zu haben, stellte er fest. Die Frage nach der Wahrheit sei kompliziert: Wenn man sie kenne und eine Lüge nenne, sei das ein Verbrechen. Was ist Wahrheit, das sei eine philosophische Frage, die Thomas von Aquin so beantwortet habe: »Wahrheit besteht in der Übereinstimmung von Verstand und Sache.« Wahrheit werde unterschiedlich und begrenzt wahrgenommen. Um zu Wahrheit zu kommen, brauche es ehrliche, offene Diskussionen. Die Gefahr sei nicht die Lüge, sondern wenn man die Unwahrheit mit einem Achselzucken hinnehme. Man brauche Menschen, die ringen und den Mund aufmachen würden. Ehrlichkeit, so Billy Joel, sei ein einsames Wort, und Ehrlichkeit sei das, was man am meisten von anderen benötige, Die Abiturienten brauchten ebenfalls Wahrhaftigkeit: Menschen, die ihnen ehrlich begegneten, wahre Freunde, aufrichtige Partner und auch klare Widersacher.
Er dankte schließlich dem Lehrerkollegium und vor allem den Eltern, die das meiste an diesen großartigen jungen Menschen getan hätten und von denen gute Rückmeldungen kamen. »Danke für die gemeinsame Zeit. Auf  Wiedersehen«, verabschiedete sich der Schulleiter.
Elternvertreter Eckhard Kahnert vermutete, dass es ein Wahnsinnsgefühl für die Absolventen sei, es nun geschafft zu haben - mit Zielstrebigkeit, Fleiß oder wie auch immer. Sie hätten gelernt, gelacht, geweint und sich als Menschen schätzen gelernt. Sie könnten Stolz auf sich sein. »Ihr seid eure eigene gute Investition in die Zukunft.« Allerdings: Es komme immer anders, an der Volksweisheit sei etwas dran. »Alles ist relativ«, auch das sei richtig. Jetzt beginne das Leben: Wohnung suchen, für sich selbst sorgen: »Ihr könnt das, macht was draus, taucht ins Leben ein«, ermunterte er  die Schüler.
Er empfinde die Abschlussfeier als echt, authentisch und tiefgründig, lobte Superintendent Jan von Lingen. »Leben hoch 3« sei sein Wunsch für die Abiturienten. Eine Potenzzahl sei eine Kraftzahl. Die Vergangenheit könne man hinter sich lassen, sich mutig auf den Weg machen und sich der Zukunft anvertrauen. In diesem Dreiklang gebe es Fragen wie nach der künftigen Arbeit, dem Lebensstil und möglichem ehrenamtlichen Einsatz, und auch das christliche Bild von Glaube, Liebe und Hoffnung habe drei Elemente. Für die kommende Exkursion wünsche er den jungen Erwachsenen Gottes Segen, alles Gute und Glück - ebenfalls ein Dreiklang.
Die Schüler verabschiedeten ihre Tutoren mit witzigen und ironischen Rückblicken, bevor Oberstufenkoordinator Manfred Renger Statistiken vorstellte: 77 Schüler wurden zum Abitur zugelassen, 76 haben bestanden, Die Durchschnittsnote lag bei 2,58. Die 44 Abiturientinnen erreichten dabei einen durchschnittlichen Notenwert von 2,50. 32 Abiturienten kamen auf 2,69. »Das ist im oberen Bereich der letzten Jahre«, stellte er fest. 18 Schüler haben eine Eins vor dem Komma, das ist etwa ein Viertel.
Auszeichnungen wurden für das Engagement in der SV und im Lernfonds vergeben. Für gute Leistungen im Fach Religion zeichnete Jan von Lingen Carla Skerjes, Louisa Ebel, Anne Marie Meisiek, Johanna Melching, Anna Rose und Mirja Stille aus. Die besten Leistungen in Physik hat David Löwens erbracht, die besten Leistungen in Chemie Louisa Ebel. Das beste Mathematik-Abitur hat Konrad Janik. Geehrt wurde außerdem Elizaveta Bubnova, die erst seit drei Jahren in Deutschland lebt und einen Notendurchschnitt von 2,9 erreicht hat. Nina Wedemeier und Kilian Ropeter haben ihr Abitur mit 1,3 abgelegt, Anne Marie Meisiek mit 1,2,  und mit der Traumnote 1,0 war Louisa Ebel die beste Abiturientin des Jahrgangs.
Musikalisch umrahmt wurden Gottesdienst und Feier von der Bläserklasse der PGS, Pearl Voigt und Anna Moersener, Louisa Ebel, Elizabeth Oer und Dr. Friedhelm Flamme. Verabschiedet haben sich die Schüler mit »ihrem« Lied: »Our Way«. ek

Einbecker Morgenpost
17./18. Juni 2017
Fotos: Kondziella

 

 

 

20170614 Abi 2017DASSEL. Am morgigen Donnerstag, 15. Juni, werden die Abiturienten der PGS ab 18 Uhr in der Martinskirche in Markoldendorf entlassen Das Abitur in diesem Jahr bestanden haben: Jens Adams, Dassel-Wellersen, Larissa Ahlbrecht, Eschershausen, Viviene Althausse, Dassel, Semira Altmann, Dassel-Sievershausen, Christina Amelsberg, Deensen, Max Armbrecht,Lenne, Elisa Auditor, Dassel, Lea Bellmann, Negenborn, Melissa Sigrun Bertram, Deensen-Schorborn, Eva Erika Bieberich, Holzminden, Cornelius Blume, Negenborn, Lea-Celine Böker, Golmbach, Elizaveta Bubnova, Petrozawodsk, Russland, Felix Burgmann Dassel-Sievershausen, Jana Buse, Stadtoldendorf, Philip Hakim Dahrmann, Hannover-Vahrenwald, Patrick Dehne, Stadtoldendorf, Louisa Ebel,Holzminden, Lisa-Marie Engelhardt, Dassel-Sievershausen, Alina Fröse, Holenberg, Lars Gehrmann, Algermissen, Diana Habermann, Holzen, Tim Hagedorn, Fuldabrück, Lea Sophie Hase, Dassel-Markoldendorf, Samuel Henjes, Dassel-Lauenberg, Viviane Hennigs, Einbeck-Salzderhelden, Vanessa Hirschfeld, Dassel-Sievershausen, Lennart Homeyer, Holenberg, Konrad Janik, Golmbach, Noah Janotta, Stadtoldendorf, Hendrik Kevin Kahnert, Dassel-Amelsen, Nora Kaufmann, Dassel, Annemarie Keller, Dassel-Sievershausen, Maximilian-Janosch Kempe, Dassel, Elisa-Marie Koch, Dassel-Markoldendorf, Robin Lages Golmbach-Warbsen, David Löwens, Deensen, Jeanette Malderle, Dassel-Mackensen, Sara Marx, Negenborn, Mara Meier, Dassel-Sievershausen, Anne Marie Meisiek, Eschershausen-Scharfoldendorf, Johanna Melching, Dassel-Sievershausen, Ralf Michel, Stadtoldendorf, Morton-Christopher Mittendorf, Eschershausen, Mathilda Müller, Holzminden-Neuhaus, Leon Niemann, Dassel-Hunnesrück, Lara Katharina Passloer, Merxhausen, Nadia Paulat, Dassel-Mackensen, Lennard Pech, Dassel-Eilensen, Henrik Ratay, Holenberg, Sören Reinfeld, Holzminden, Kristina Reispich, Dassel-Markoldendorf, Regina Reispich, Dassel-Markoldendorf, Sophie Renneberg, Dassel, Roderick Lasse Ressmann, Dassel-Lüthorst, Kilian Ropeter, Dassel-Lauenberg, Anna Rose,Holzminden, Jennifer Runge, Dassel-Lüthorst, Moritz Schwartz, Holzminden-Neuhaus, Alexandra Maria Seliger, Bevern, Manuel Sievert, Dassel-Lüthorst, Carla Henriette Skeries, Kirchbrak, Constantin Stache, Eschershausen, Johanna Stahl, Dassel-Markoldendorf, Mirja Catrin Stille, Holenberg, Tamira Tappe, Dassel, Nico Teiwes, Stadtoldendorf Vanessa Teiwes, Stadtoldendorf, Madlen Tolle Dassel-Markoldendorf, Luca Torno, Dassel-Erichsburg, Marvin Twele, Deensen, Wolf Voigt, Dassel, Nina Wedemeyer, Einbeck, Ronja Wehmeyer, Dassel, Linus Benjamin Weilbacher, Holzminden, Pia-Sophie Wiedenbruch, Eschershausen-Wickensen

Einbecker Morgenpost
14. Juni 2017
Foto: O. Philipp

 

 

 

Constantin Tilman Schott gewinnt Landeswettbewerb »Jugend forscht«
20170603 Kleiner Beitrag zur ForschungDASSEL. Nicht nur auf Regional-, sondern auch auf Landesebene hat der Schüler Constantin Schott von der Paul-Gerhardt-Schule im Fachgebiet Physik bei »Jugend forscht« den ersten Platz belegt. Constantin forschte mit einer eigens entwickelten Apparatur zur » Untersuchung zur Optimierung der Durchflussgeschwindigkeit von Stahlkugeln in einem Schütt-Roll-Versuch« mit dem Ziel, Evakuierungssituationen größerer Menschenmengen zu modellieren. Seinen »kleinen Beitrag zur Forschung« stellte er jetzt dem Schulvorstand der PGS vor. Dr. Carsten Winkler, Physik- Lehrer des 14-Jährigen, hob heraus, dass bei dem Versuch Physik mit alltäglichen Phänomenen verknüpft werde, und Schulleiter Gerhard Wittkugel war »sehr stolz« auf Constantins Gedanken und seine Ideen.
Aus den Versuchsergebnissen konnte Constantin Gesetzmäßigkeiten für das Fließverhalten von Kugeln ableiten. Ebenso konnte er die in der Panikforschung gefürchtete bogenförmige Verkeilung vor dem Ausgang beobachten. Angeregt zu diesem Thema wurde er durch die Berichterstattung über Planungsfehler, die zur »Love Parade- Katastrophe« 2010 in Duisburg geführt haben. Eine derartige Szenerie mechanisch zu modellieren, war sein Ziel. Dazu entwickelte er eine Apparatur, durch die 2.500 Stahlkugeln liefen und veränderte dabei Auslassweite, Neigungs- und Seitenwinkel. Er gab zu, dass die Simulation ihn vor Probleme gestellt habe, die vorher nicht absehbar waren. In diesem Zusammenhang dankte er seinem Vater für die Unterstützung.
745 Schüler im Alter von neun bis 14 Jahren haben in Niedersachsen in der Juniorensparte an Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb teilgenommen. Ihre wissenschaftlichen Projekte stellten sie im Vorfeld des Landesentscheids in sieben Regionalwettbewerben vor. Die feierliche Preisverleihung auf regionaler Ebene fand an der Universität Hildesheim statt. Mit der Auszeichnung konnte Constantin an einen Erfolg bei seiner letztjährigen Teilnahme beim Regionalwettbewerb in Braunschweig anschließen, wo er mit dem VDI-Preis der »originellsten Arbeit« ausgezeichnet wurde.
39 Forscherteams mit zusammen 71 Schülern schafften es in den Landesentscheid, der im März in Oldenburg unter dem Motto »Zukunft- ich gestalte sie« bereits zum 14. Mal stattfand. Die Arbeiten der jungen Forscher in sieben naturwissenschaftlichen, mathematischen und technischen Disziplinen wurden von einer fachkundigen Jury begutachtet. Überzeugen mussten die Schülerteams nicht nur mit ihren Untersuchungen und Experimenten, sondern auch mit der Präsentation ihrer Forschungsarbeiten. Die Sieger konnten sich über Geld- und Sachpreise freuen. Die ersten Plätze wurden mit je 150 Euro dotiert, darüber hinaus gab es zweite und dritte Plätze sowie Sonderpreise, Constantin bedankte sich bei der PGS, dass sie über den lokalen Tellerrand hinausgucke und den Forschergeist fördere. Für die konstruktive Unterstützung bedankte er sich bei Dr. Winkler. Der Lehrer wiederum betonte in Richtung Schulvorstand, dass die Forschungsarbeit des jungen Schülers auch zeige, dass es sich lohne, in das Fach Physik zu investieren.
Constantins Arbeit ermittelte die Bogenbildung als Ursache für den Durchflussstopp und hat noch genug Fragen für nachfolgende Projekte offengelassen. Erkenntnis ist: In einer Menge kommt die Mitte am schnellsten zum Auslass. Sts

Einbecker Morgenpost
03.Juni 2017
Foto: Stöckemann

 

 

 

20170526 Gekonntes LaienspielDASSEL. Am Ende wurde eine Zugabe gefordert: Das inklusive Theaterstück, in dem Acht- und Neuntklässler der Paul-Gerhardt-Schule zusammen mit Mitarbeitern der Harz-Weser-Werkstätten auf der Bühne stehen, kam bei den Zuschauern ausgesprochen gut an. Rund eine Stunde lang nahmen die Akteure das Publikum diesmal mit zu einer »Märchenstunde«.Dabei sind die Grenzen des Märchenlandes durchlässig geworden, weil der Prinz, der Zauberer Merlin und dessen windiger Geselle mit Riesen-Ohren herumexperimentiert haben. Durch eines dieser Löcher schlüpfte die böse Hexe Leila und lockte ein ganz normales Mädchen mit der Aussicht auf ein Smartphone mit Strasssteinen in ihr Hexenhaus. Der Freund des Mädchens machte sich auf, seine Freundin zu retten. Er begegnet dabei nicht nur einem Zwerg, der klugen Bauerstochter, Goldmarie und Rapunzel, sondern auch Rotkäppchen mit der Pistole. Der böse Wolf wurde hübsch gemacht, um die böse Hexe zu verführen und das Menschenkind zu retten. Währenddessen versuchte der Gestiefelte Kater im Namen des Königs wieder die Ordnung herzustellen und die Löcher der Märchenwelt zu stopfen. Rizinus und Bluterguss: Die Märchenstunde mit der unterhaltsamen Geschichte mit Chefdenker-Kater, wilden Zaubersprüchen und viel Wortwitz unterhielt das Publikum aufs Beste. Deutlich wurde, dass Märchen kein Kinderkram sind, sondern spannend und aktuell. Und man kann sie auch »ohne Netz« genießen. Ulrich Beyer, Leiter der Harz-Weser-Werkstätten Dassel, bedankte sich nach der gelungenen Premiere nicht nur bei den Akteuren, sondern auch bei Cornelia Ehling und Sigrid Städtler, die das inklusive Theater betreut haben. Städtler hat zudem das Stück geschrieben. Das Projekt, erläuterte Cornelia Ehling, führe im Rahmen eines diakonisch ausgerichteten Wahlpflichtkurses Acht- und Neuntklässler im Darstellenden Spiel mit Menschen der Harz-Weser-Werkstätten zusammen. Gerade die Verzahnung dieser beiden Welten mache es möglich, dass die Schüler viel von den behinderten Menschen lernen. »Das Miteinander ist wichtig.« Gegenseitig unterstütze man sich bei den Proben und auf der Bühne. Ihr Dank galt den Schauspielern und den Tontechnikern. Wer sich die vergnügliche Theaterstunde mit engagierten Laien-Darstellern nicht entgehen lassen will, kann gerne am Montag, 29. Mai, um 14 Uhr in die »Paula« der Paul-Gerhardt-Schule kommen und die Schüler-Vorstellung besuchen.

Einbecker Morgenpost
26. Mai 2017
Fotos: Stöckemann

 

 

 

Ausschreibung der Stiftung NiedersachsenMetall I 150 Schüler in der Lernwerkstatt der Kulturstiftung Kornhaus
EINBECK. Das war mal etwas Neues: Rund 150 Schüler traten jetzt zum ersten Knatterbootrennen in Einbeck an. Knatterboote waren in den 1950er Jahren beliebtes Spielzeug. Der einfache Motor der Spielzeugboote mit Wasserimpulsantrieb kommt ohne bewegte Teile wie Kolben, Ventile oder Räder aus. Als Energiequelle dient eine Kerze oder eine andere Wärmequelle.
Getreu dem Motto »Einfaches Prinzip, verblüffende Wirkung« hat die Stiftung NiedersachsenMetall für Schüler der Landkreise Northeim und Göttingen das Projekt »Knatterbootrennen« ausgeschrieben. In Zweierteams konstruierten und fertigten die Schüler der Klassenstufen fünf bis neun in den vergangenen Wochen ihre Boote im Technikunterricht und konnten so einen Teil der Metallverarbeitung kennen lernen, erklärte Bettina Blecher, Bildungsreferentin der Stiftung NiedersachsenMetall. Bohren, falzen, schleifen und löten waren angesagt. Zur Vorbereitung wurden die Lehrer in einer Fortbildung für diese Aufgabe fit gemacht. Bei einem Knatterboot erhitzt ein Teelicht Wasser in einem Metallrohr. Nach etwa 30 Sekunden ist das Wasser verdampft, und das Boot setzt sich mit einem kleinen Ruck in Bewegung. Dafür sorgt der Wasserimpulsantrieb: Der saugt ständig Wasser an und stößt es wieder aus. Damit fährt das Boot so lange, bis die Kerze im Teelicht heruntergebrannt ist.
20170526 KnatterbooteSchüler aus DasseI, Göttingen, Bovenden, Hattorf, Badenhausen, Osterode und Bad Lauterberg arbeiteten vorwiegend in Zweier-Teams an den Booten. Insgesamt 77 Knatterboote traten nun in einem Zeitfahren gegeneinander an - in einer vier Meter langen mit Wasser gefüllten Dachrinne. Austragungsort war die Lernwerkstatt, das neue Bildungsprojekt der Kulturstiftung Kornhaus, am Hullerser Tor 5. Freude an den spannenden Rennen - manche Boote legten die Strecke schnell zurück, während andere Konstruktionen sich eher mühsam durchs Wasser schoben - hatten nicht nur die Schüler, sondern auch die Lehrer sowie Holger Eilers, Vorstand der Kulturstiftung Kornhaus und Lothar Meyer-Mertel, Geschäftsführer des PS.SPEICHERS.
Das schnellste Boot gebaut und auf die Strecke geschickt hat Daniela Duisenberg, Wartbergschule Osterode, mit 21 Sekunden. Den zweiten Platz mit 28 Sekunden belegte Svenja Stirnal. Wartbergschule Osterode. Und über den dritten Platz mit 30 Sekunden freuen sich Christopher Simon und Hannes Taube, PGS Dassel.
Für das Catering der Schüler zuständig war die BBS. Sts

Einbecker Morgenpost
26. Mai 2017
Fotos: Stöckemann

 

 

 

Schüler der Paul-Gerhardt-Schule üben sich im Rudern

20170518 Rudern 4221

DASSEL. »Mannschaft steigt...-ein!« - dieses war nur eines der vielen Ruderkommandos, welche 20 Schüler des elften Jahrgangs der Paul-Gerhardt-Schule während ihrer Ruderfahrt in Fuldatal-Wilhelmshausen erlernten. Begleitet von den Lehrkräften Uta Möllers und Heinz Stern sowie zwei erfahrenen Ruderern aus dem 12. Jahrgang, brach die Truppe auf.
Nach dem Einzug in das idyllisch gelegene Bootshaus der Uni Göttingen stand die Premierenfahrt auf der zehn Grad Celsius kalten Fulda an. Im 4er-Gig, einem Boot, besetzt mit vier Schülern und einem Lehrer als Steuermann, konnten die zuvor auf einem Ergometer erprobten Ruderbewegungen zum ersten Mal auch im Wasser ausgeführt werden. Die anfängliche Angst vor dem Kentern konnte schnell abgelegt werden, da sich herausstellte, dass diese Art von Boot stabil auf dem Wasser liegt.
Nach einer Stärkung ging es nachmittags bereits in die 2er-Gig-Boote, in welchen je zwei Schüler mit einem erfahrenen Ruderer unterwegs waren. Abends wurde auf Grund der Wetterlage spontan gegrillt, ehe viele der Schüler bereits früh und erschöpft zu Bett gingen.
Der Dienstag startete nach einem ausgiebigen Frühstück mit der Vorbereitung auf die Steuermannsprüfung, die am darauffolgenden Tag absolviert werden sollte. Schüler, die sich dabei gerade nicht auf dem Wasser befanden, übernahmen den Stegdienst. Dieser bestand neben dem fachgerechten Heraustragen der Boote aus der Bootshalle und dem Zuwasserlassen außerdem darin, beim An- und Ablegen an den Steg zu Hilfestellungen zu geben. Dabei lernten die Schüler, gemeinsam zu agieren und im Team zu arbeiten.
Die zwölf Kilometer lange Tour zum Dreiländereck bestritten am Nachmittag zwei Mannschaften, die mit lahmen Armen, aber stolzen Gesichtern zurückkehrten. Neue Energie wurde beim gemeinsamen Abendessen, zubereitet von einer der Kochgruppen, getankt.
Am nächsten Tag wurden die von vielen gefürchteten Fun-Boote ausprobiert. In diesen Einer Booten waren die Schüler auf sich alleine gestellt, erhielten jedoch Anweisungen und Hilfestellungen über ein Megaphon vom Steg aus.
Trotz mehrerer Begegnungen mit Gebüsch und Ufer, konnten letzten Endes alle Ruderer trockenen Fußes anlegen. Bald stand die erste Prüfung an. Aufgabe war es, einen 2er-Gig als Steuermann zu führen und die Mannschaft mit fachkundigen Ausdrücken ein Stück auf der Fulda entlang zu leiten, um schließlich eine Wende durchzuführen und sicher wieder anzulegen.
Alle Schüler bestanden ihre Prüfung mit erfreulichen Noten, und waren fortan qualifiziert, auch selber 2er-Gig- und 4er-Gig-Boote zu steuern. Somit konnten am Donnerstag vielerlei Boote zu Wasser gelassen werden, und es war ein buntes Treiben auf der Fulda zu beobachten.
Zum ersten Mal in dieser Woche wurden auch die 2er-Skiffs, Sportboote ohne Steuermann, die dementsprechend unstabil auf dem Wasser lagen, genutzt.
Beginnend mit einem erfahrenen Ruderer, wagten sich am Ende des Tages bereits Teams aus zwei Anfängern in diese Boote. Auch das erste und (zum Glück) einzige Kentern wurde an diesem Tag verzeichnet. Schuld an dieser war ein sogenannter »Krebs «, was das Hängenbleiben eines Skulls (Ruder) unter Wasser bezeichnet und somit die Stabilität des Bootes aushebelt. Nach dieser unfreiwilligen Abkühlung folgte die vorletzte Prüfung. Diese bestand darin, die Rudertechnik eines jeden Schülers zu bewerten. Auch hierbei wurden durchgängig gute Noten erzielt.
Während des letzten Abendessens wurde der Ablauf des nächsten Tages geplant, um den noch ausstehenden Prüfungsteil sowie den Auszug am Folgetag geregelt durchzuführen.
Nach dem Kofferpacken am Morgen des letzten Tages trafen sich die Schüler somit ein letztes Mal am Steg, um sich im Kurshalten in einem 2er-Skiff prüfen zu lassen. Anschließend brach die Gruppe auf und traf am Nachmittag wieder in DasseI ein.

Einbecker Morgenpost
18. Mai 2017

 

 

 

9c der Paul-Gerhardt-Schule zum Austausch in Goes I Neue Freundschaften

20170516 Begegnung NiederlandenDASSEL. Neue Freundschaften wurden auf der Austauschfahrt der Klasse 9c der Paul-Gerhardt-Schule mit Schülern aus Goes/Niederlanden geknüpft. Viele interessante Programmpunkte machten diesen Austausch zu einem schönen Erlebnis.
Mit »Hallo« und »goede dag« empfingen die Schüler der Klasse 9c und ihre Lehrer Kerstin Brook und Philip Wehrwein Mitte Dezember 2016 eine Gruppe aus Goes, eine Stadt in der Region Zeeland in den Niederlanden. Der  Besuch war für beide Seiten eine erlebnisreiche Erfahrung. Da die Zeeländer in der Adventszeit kamen, ermöglichte das, auf Weihnachtsmärkte zu gehen oder Schlittschuh zu fahren. Neben einem Besuch der Rattenfänger-Stadt Hameln gab es auch für die Deutschen neue Erlebnisse, wie zum Beispiel die Besichtigung des Rammelsbergs in Goslar. Die Abende wurden oft gemeinsam, zum Beispiel mit Grillen oder Bowlen, verbracht Verständigungsproblemen begegneten alle mit Freude und Humor. Nach dieser erlebnisreichen Woche war die Freude der Klasse 9c auf das sogenannte »Outgoing« groß.
Der Gegenbesuch in Goes hat im März dieses Jahres stattgefunden. Die deutschen Schüler wurden von den Gastfamilien in Goes begrüßt und verbrachten gleich den Nachmittag und Abend in den Familien. Am nächsten Tag hieß es dann für die meisten »Tour de France«- Feeling, da man sich dort viel mit dem Fahrrad bewegt. Nachdem alle unbeschadet angekommen waren, wurden sie durch die große und moderne Schule, das Hel Goese Lyceum, geführt und durften im Deutschunterricht mitwirken. Auch lernten sie die Altstadt von Goes, eine für die Niederlande typische Windmühle und den Hafen kennen. Ein Highlight war die Tagestour nach Rotterdam. Auf dem Weg dorthin wurde das Weltkulturerbe Kinderdijk besucht. In der modernen Hafenstadt selbst wurden die interessante Markthalle, die Kubushäuser sowie die Erasmusbrücke bestaunt.
Spannend war auch der Programmpunkt Meeresfrüchteverkosten. Es war zwar nicht jedermanns Sache, aber der anschließende Besuch am Strand in Kamperland und das Kennenlernen der Deltawerke brachten allen gute Laune.
Da es in der Gastschule jährlich einen Tag der deutschen Sprache gibt, wurde dieser natürlich mit dem Aufenthalt der deutschen Schüler verbunden und es wurde typisch deutsches Essen angeboten. Eine weitere Fahrradtour durch die Goeser Gegend bewies allen, was Gegenwind bedeutet.
Der gemeinsame Grill-Abend mit Lagerfeuer im Oudelande bei einer Gastfamilie war für alle ein angenehmer und entspannter Abschluss. Alle sind einer Meinung: »Wir sind eine gute Gemeinschaft geworden und werden einander nie vergessen.«

Einbecker Morgenpost
16. Mai 2017

 

 

 

20170515 0536DASSEL. Seit letzter Woche grasen die Leineschafe von Schäfer Werner Borgelt aus Uslar-Verliehausen genüsslich auf dem Gelände der Paul-Gerhardt-Schule. Zwei Muttertiere mit je zwei Lämmern fühlen sich sichtlich wohl in der Obhut der Schüler. Betreut werden die Schafe in der großen Pause durch Kinder der Jahrgangsstufen 5 und 6. Der Allgemeinzustand, das Futter und das Trinkwasser müssen kontrolliert werden. Auch das Gehege wird auf Verletzungsgefahren und Ausbruchmöglichkeiten von den Nachwuchsschäfern untersucht. Natürlich gibt es auch eine Menge Streicheleinheiten für die wolligen Vierbeiner. So gab der naturbegeisterte Waldpädagoge Olaf Hettling beim Empfang der Tiere erste Informationen über die Eigenschaften, die verschiedenen Rassen und über die Art der Nahrungsaufnahme. Da sie marschfreudig, leichtlammig und besonders widerstandfähig seien, wurden die Leineschafe früher für die Woll-, Fleisch- und Milchproduktion gehalten. Heute haben sie eine neue Aufgabe, meistens werden sie, wie auch an der Paul-Gerhardt-Schule, als Landschaftspfleger eingesetzt. Die Zahlen dieser Schafsrasse seien rückläufig. Aus diesem Grund sei das Leineschaf, dessen Ursprungsgebiete das Leinebergland und das Eichsfeld sind, von der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen zur »Gefährdeten Nutztierrasse des Jahres 2013« erklärt worden. »Das Gebiss der Schafe«, so Hettling, »ist ganz und gar der Nahrungsaufnahme angepasst. Anstelle der Schneidezähne im Oberkiefer haben die Tiere eine derbe Hornplatte mit knorpeliger Kante. Mit der sehr beweglichen Oberlippe holen sie die Pflanzen heran, klemmen sie zwischen Gaumenplatte und den unteren Schneidezähnen fest und rupfen oder knappern sie dann ab. Die Schafe besitzen im Unterkiefer nur acht Zähne.« Von der Wolle zum Faden sind es einige Arbeitsschritte, davon konnten sich die Schüler der Paul-Gerhardt-Schule selbst überzeugen. Wie wird aus Rohwolle eigentlich ein Pullover? Als erstes muss die Rohwolle gereinigt werden. Danach wird die Wolle kardiert und anschließend gesponnen. Das ist ein nicht alltäglicher Tagesablauf im gut strukturierten Schulalltag.

Einbecker Morgenpost
13./14. Mai 2017

Foto: O. Philipp

 

 

 

20170404 Budo 0437 aDASSEL Seit Beginn des Schuljahres können Schüler der Dasseler Paul-Gerhardt-Schule unter der Leitung ihrer Lehrerin Charline Tatsch jeden Montag in der Budo-Arbeitsgemeinschaft Techniken aus dem Judo und Ju-Jutsu erproben und spielerisch ihre Kräfte messen. Nun durften Khalil AI Barbari, Shagaieg Gholami, Amna Dawoody und Youd Labash Abazid, allesamt Schüler und Schülerinnen der Sprachlernklasse, zeigen, was sie gelernt haben: Da sie schon drei verschiedene Wurftechniken, zwei Haltegriffe inklusive Befreiung sowie das richtige Fallen in zwei Richtungen beherrschen, konnten sie ihre weißen Gürtel eintauschen. Ab sofort sind sie Träger des weiß-gelben Gürtels, des achten Kyu-Grades im Judo, doch ist dies nicht das Ende der AG: Sie kommen weiterhin montags auf der Matte zusammen, natürlich mit ihrem neuen Gürtel.

Einbecker Morgenpost
04. April 2017

Foto: O. Philipp

 

 

 

20170330 0423 aDASSEL/NORTHEIM. Die Bläserklasse 7D der Paul-Gerhardt-Schule in Dassel durfte zu einem ganz besonderen Anlass im Landkreishaus in Northeim musizieren: Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft haben ihre Zugehörigkeit zur Bundesrepublik Deutschland bekundet. Es war eine lebendige, feierliche Stimmung und für die Schüler ein Erlebnis. Wann treffen sonst Menschen mit so verschiedenen Lebenswegen im Alltag aufeinander? Die Schüler unter der Leitung ihrer Lehrerin Anke Wurmstädt spielten intonationssicher, mit musikalischem Ausdruck und großer Spielfreude die festlichen Stücke. Mit Applaus sagten alle Zuhörenden »Danke«.

Einbecker Morgenpost
30. März 2017

Foto: O. Philipp

 

 

 

20170325 Schmiede EuleDie einst so vertrauten Hammerschläge aus der Museumsschmiede in DasseI sind seit einiger Zeit wieder zu hören: Nach Abschluss eines Kooperationsvertrages zwischen dem Förderverein der Blankschmiede um Vorsitzenden Wolf Koch und der Paul-Gerhardt-Schule werden jeweils an den Dienstagnachmittagen Schüler im Rahmen eines Workshops in der Schmiede unterrichtet. Unter der Leitung von Hannes Garbelmann (I.), der selbst das DasseIer Gymnasium besucht, sind die "Schmiedelehrlinge" mit großem Eifer dabei. Nach einigen Wochen hatten sich auch schon die ersten Erfolge eingestellt. " Vielleicht trägt diese Kooperation dazu bei, die Zusammenarbeit der Schulen mit dem DasseIer Museum noch auszubauen und weiter zu verbessern ", so die Hoffnung der Verantwortlichen des Fördervereins.

Die Eule
25. März 2017

 

 

 

20170322 0377 aDassel (red). Musiker?! Wie wird man das? Wie findet man überhaupt seinen eigenen Weg in der Berufsfindung? Den Schülerinnen und Schülern des 11. Jahrgangs stellte der Abiturient aus dem Jahr 2001, Felix Warnecke, seinen beruflichen Werdegang vor und setzte damit die Vortragsreihe „Aus aller Welt - Ehemalige berichten“ fort.
Schon zu Schulzeiten interessierte er sich für Musik und wählte dementsprechend auch den Musik-Leistungskurs der PGS. Bis heute zieht sich die Musik durch sein Leben und ist natürlich ein wichtiger Teil in seinem heutigen Beruf als Musikschulleiter der Mendelsohn Musikschule e.V. in Einbeck. Nach seinem Abitur leistete der ehemalige Schüler der Paul-Gerhardt-Schule Zivildienst in den Harz-Weser Werkstätten. Danach begann er in Braunschweig sein Studium im Bereich Information-System-Technik, das zwar sehr interessant war, aber seinen musikalischen Neigungen nicht entsprach.
So begann er fast zwangsläufig ein neues Studium der „Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis“ in Hildesheim. Dieses zeichnet sich durch einen großen Praxisanteil aus, das u.a. in dem Instrumentalunterricht und der Gewichtung von Praktika niederschlägt. So absolvierte er unter anderem Praktika bei einem Radiosender und der Kammeroper Schloss Rheinsberg. Auch arbeitete er für das Posaunenwerk der Landeskirche Hannover in einem Projekt, das Kirchenmusik in ungewohnter Form präsentierte. Felix Warnecke berichtete seinen Zuhörern dabei, dass sein Studium zu dem Zeitpunkt nicht nur geradlinig verlief, denn er war viel unterwegs und spielte in einigen Bands. Neben seinem Studium spielte er u.a. auch im Landesjugendjazzorchester und ging mit diesem häufig auf Tourneen.
„Erfahrungen sammeln, ausprobieren und dadurch erkennen, dass es vielleicht das Richtige für dich ist.“ Diesen Rat richtete Felix Warnecke an die Schülerinnen und Schüler und auf den Punkt zu achten, an dem man bei sich selbst angekommen sei. „Es gibt Momente, wo man bei sich selbst ankommt. Auch welche, an denen man sich entfernt. Das Leben verändert sich, die Gesellschaft verändert sich.“ Die Intention ergäbe sich daraus für jeden selbst. „Für mich oder weil ich jemanden entsprechen muss.“ Dies geschähe manchmal auf Umwegen, sei aber immer ein individueller Prozess.

Einbecker-news.de
22. März 2017

Foto O. Philipp

 

 

 

20170316 Forscher SchottDASSEL. Beim Regionalwettbewerb für Nachwuchsforschen »Jugend Forscht – Schüler Experimentieren« in Hildesheim - dem größten Regionalwettbewerb in Niedersachsen - wurde der Schüler Constantin Tilman Schott von der Paul-Gerhardt-Schule in Dassel für seinen Beitrag mit dem ersten Platz auf dem Fachgebiet Physik ausgezeichnet. Constantin forschte an einer eigens entwickelten Apparatur zur »Untersuchung zur Optimierung der Durchflussgeschwindigkeit von Stahlkugeln in einem Schütt-Roll-Versuch« mit dem Ziel, Evakuierungssituationen größerer Menschenmengen zu modellieren. Aus den Versuchsergebnissen konnte Constantin Gesetzmäßigkeiten für das Fließverhalten von Kugeln ableiten. Ebenso konnte er die in der Panikforschung gefürchtete bogenförmige Verkeilung vor dem Ausgang beobachten. Angeregt zu diesem Thema wurde er durch die Berichterstattung über Planungsfehler, die zur »Love Parade-Katastrophe« 2010 in Duisburg geführt haben. Die feierliche Preisverleihung fand an der Universität Hildesheim statt. Der Oberbürgermeister sowie Bundes- und Landtagsabgeordnete luden die Erstplatzierten zu Sonderveranstaltungen ein. Mit dieser Auszeichnung konnte Constantin an einen Erfolg bei seiner letztjährigen Teilnahme beim Regionalwettbewerb in Braunschweig anschließen, wo er mit dem VDI-Preis der »originellsten Arbeit« ausgezeichnet wurde. Darüber hinaus hat sich Constantin mit seiner Platzierung für den Landeswettbewerb in Oldenburg qualifiziert, wo er sein Projekt Mitte März erneut ins Rennen der hellsten Köpfe schicken darf. Bleibt abschließend festzuhalten, dass Constantins Arbeit noch genug Fragen für nachfolgende Projekte offengelassen hat. So sollen beispielsweise in Folgeversuchen mit der Apparatur kritische Situationen beim Fluss der Kugeln mittels »Video-Tracking« näher analysiert werden.

Einbecker Morgenpost
22. März 2017

Foto: Clemens Heidrich

 

 

 

20170317Digitale Zivilcourage 2Workshop an der Paul-Gerhardt-Schule: »#Nicht Egal« wendet sich gegen Hassreden
DASSEl. Diskutieren, denken und die eigene Meinung sagen - diesen Aufgaben mussten sich die siebten Klassen der Paul-Gerhardt-Schule stellen. Bei einem Aktionstag, bei dem Neuntklässler als Mentoren wirkten, ging es um Toleranz und Demokratie im Netz unter der Überschrift »#Nicht egal«: Youtube hat in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für politische Bildung unter Schirmherrschaft des Bundesfamilienministeriums die Kampagne »# Nicht Egal« gestartet. Sie wirbt für weniger Hass und mehr Respekt im Netz.
Wie geht man im Netz mit Kommentaren wie »Schlampe« oder diskriminierenden Witzen um? Sabine Eder, Tobias Milde und Wiebke Börner von »Blickwechsel«, dem Verein für Medien und Kulturpädagogik hatten zuvor Neuntklässler geschult, die dann abschließend mit den Siebtklässlern an Videos gegen Hate Speech arbeiteten.
20170317Digitale Zivilcourage 1Zuvor aber wurde Grundsätzliches geklärt: Youtuber, darunter prominente Namen wie Dagi Bee wurden für die Kampagne gegen Hate-Speech ins Boot geholt.  Deutlich wurde, dass Hassrede eine Erscheinung ist, die on-und offline auftreten kann, Hass könne sich in klaren Beschimpfungen und Drohungen ausdrücken. Hater täten auch oft  witzig und drückten ihren Hass mit Ironie und Humor aus. Hassrede richte sich vorwiegend deshalb gegen Personen, weil sie einer bestimmten Gruppe zugeordnet werden.
Hassrede könne auftreten als Ausdruck von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit, Verschwörungstheorien, Sexismus oder Homophobie. Hate Speech, erklärten Eber und Milde, könne strafrechtliche Folgen haben. Aber nicht alles, was als Hassrede empfunden wird, habe strafrechtliche Folgen. Hassrede könne gelöscht und bestraft werden. Selbst wenn Hassrede keine juristischen Folgen für den Verfasser habe, sei Hassrede trotzdem verletzend. »Seine Meinung zu äußern - auch eine negative - ist wichtig. Das ist Teil der Demokratie.« Die Frage aber sei: Wie viel ist erlaubt und was sollte nicht akzeptiert werden.
Nicht egal ist also die Verbreitung von Hass, systematische Beschimpfung, böswillige Verächtlichmachung und Verleumdung, der Aufruf zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen und die Verharmlosung von Intoleranz. Die »Blickwechsel«-Mitarbeiter riefen die Schüler dazu auf, zu denken, zu diskutieren und die eigene Meinung zu vertreten. Digitale Zivilcourage sei wichtig, die eigene Rolle in demokratischen Prozessen und das soziale Miteinander im digitalen Raum gelte es zu reflektieren.
Mittlerweile haben sich über 200 Schulen gemeldet, die Interesse an »#Nicht Egal« haben. Dass die  Schulsozialarbeiterinnen Doris Garbelmann und Sabrina Wende-Schmidt den Workshop für die PGS organisiert haben, freute Schulleiter Gerhard Wittkugel. Er bekräftigte, wie wichtig es sei, freundlich und respektvoll miteinander umzugehen – im realen Leben und im Netz.
sts

Einbecker Morgenpost
17. März 2017
Fotos: Stöckemann

 

 

 

Berufs- und Studienwahlseminar an der Paul-Gerhardt-Schule wird von Schülern geschätzt
20170306 StudienwahlseminarDASSEL. Auch in diesem Schuljahr fand das Berufs- und Studienwahlseminar für den zehnten Jahrgang der Paul-Gerhardt-Schule Dassel statt. Die PGS bietet ihren Schülern diese Art der Orientierung seit vielen Jahren an und erhält immer wieder positive Rückmeldungen. Im Rahmen des Seminars, das in der Jugendbildungsstätte Fürstenberg durchgeführt wurde, setzten sich die Schüler mit Fragen zur Berufswahl und zu ihrer Zukunft auseinander: »Was sind meine persönlichen Stärken?«, » Wie wirke ich auf andere Menschen?«, »Was mache ich nach der Schule?«, »Welcher Studiengang passt zu meinen Plänen und Vorstellungen?« ... dies waren nur einige der Fragen, die im Rahmen des Seminars beantwortet werden sollten. Nach der Begrüßung durch Seminarleiter Oliver Sassin gab Jens Spelzig, Berufsberater für Abiturienten des BIZ Göttingen, den Schülern eine interessante Einführung in das Thema und stand zusätzlich den ganzen Tag für individuelle Beratungsgespräche zur Verfügung. Die Schüler setzten sich am Vormittag in Gruppen mit den Themen »Selbst- und Fremdeinschätzung« sowie »Persönliche Stärken und Schwächen« auseinander.
Am Nachmittag unterstützten externe Referenten aus dem Produktions-und Dienstleistungssektor das Lehrerteam in Form von Workshops zu den Bereichen »Eignungstests«, »Assessment« und »Personalauswahlgespräche«. Die Fachkompetenz und die Erfahrung der Referenten sowie der große Praxisbezug durch die Arbeit mit Praktikern aus der Arbeitswelt sorgten bei den Schülerinnen und Schülern für eine hohe Motivation zur Mitarbeit. Anschließend gaben ehemalige PGS-Schüler wertvolle Tipps für den Übergang von der Schule zum Studium beziehungsweise in die Ausbildung.
Auf das Seminar angesprochen wurde deutlich, dass der persönliche inhaltliche Gewinn der Veranstaltung bei den 122 Schülern sehr unterschiedlich geprägt war. So war Marleen Knöfel das Morgenprogramm zum Thema Selbst- und Fremdeinschätzung besonders wichtig: »Ich konnte erfahren, wie ich mich einschätze und wie andere mich sehen.« Leo Klingenberg profitierte besonders vom individuellen Beratungsgespräch: »Mir hat das Coaching von Herrn Spelzig sehr gefallen, weil ich viel über Praktika erfahren habe.« Für viele Schüler war die Arbeit mit den externen Referenten ihr persönliches Highlight. Dazu Marie Vespermann: »Für mich war das Training mit den Personalchefs und den Azubis besonders hilfreich, denn da habe ich einen guten Einblick in ein Bewerbungsgespräch und in mögliche Tests bekommen.« Ganz anders gelagert ist da der inhaltliche Gewinn von Yara Schmitt, der das Gespräch mit den Ehemaligen geholfen hat, »Sorgen und Ängste bezüglich des Studienabbruchs und der Wohnungssuche in einer Unistadt« abzubauen, so Yara.
Das Politik-Wirtschaft-Team der PGS wird diese Form des Studien- und Berufswahl vorbereitenden Unterrichts auch im Rahmen des G9-Abiturs weiterentwickeln und die Zusammenarbeit mit den Firmen ausbauen.

Einbecker Morgenpost
06. März 2017

 

 

 

70 Familien unterstützt I Mehr als 80.000 Euro ausgeschüttet I Neue Aktien vorgestellt
20170227 Lernfonds 1DASSEL. Die Landessynode zollt Anerkennung, das Northeimer  Corvinianum hat's nachgemacht: Der PGS-Lernfonds ist ein Erfolgsmodell. Mehr als 80.000 Euro wurden in den vergangenen sieben Jahren ausgeschüttet, um Bildungsgerechtigkeit herzustellen. Diejenigen Schüler, die finanzieller Unterstützung bedürfen, werden unkompliziert gestützt.
Der PGS-Lernfonds unterstützt Schüler aus Familien mit geringem Einkommen. Denn diese Kinder und Jugendlichen können bestimmte Lernchancen nur sehr erschwert oder gar nicht wahrnehmen. Vor diesem Hintergrund gibt es seit dem Schuljahr 2011/12 den PGS-Lernfonds. Der Lernfonds bietet verschiedene finanzielle Unterstützungen bei Schulfahrten jeder Art, der Anschaffung von Lernmitteln, bei Nachhilfe, beim Instrumenten- oder Musikunterricht an einer regionalen Musikschule, bei der Anschaffung von Notebooks, bei der Legasthenie-/Dyskalkulie-Therapie oder der Lese-/Rechtschreibförderung, beim Mittagessen in der Schulkantine und bei Fahrtkosten für die täglichen Fahrten zur Schule.
Das PGS-Lernfondsteam 2017 besteht jetzt aus den Eltern Meike Heinemeyer, Elke Mickan und Carsten Mörlins, den Lehrkräften Dr. Dorothee Wegener und Thomas Burg, den Schülern Hanna-Lena Perneck (Klasse 10a), Edmont Nowitschichin (Klasse 10a), Sara Marx (12. Jahrgang) und Constantin Stache (12. Jahrgang). Weitere Mitglieder sind die  Schulsozialarbeiterin Doris Garbelmann, Kirchenkreissozialarbeiter Marco Spindler und Schulpastor Torsten-Wilhelm Wiegmann.
Bei der zweiten Aktionärsversammlung freute sich Sprecher Thomas Burg, dass das Team gut aufgestellt sei. »Teamwork motiviert und ist effektiv«, konnte er feststellen. Er erinnerte an das erste Entenrennen, das rund 2.800 Euro eingebracht hat, den Lernfonds Flohmarkt mit 635 Euro, den Sozialen Tag mit 1.470 Euro und die Bilderauktion mit 2.000 Euro. Fast 12.000 Euro hat das Lernfonds Team im vergangenen Jahr ausgeschüttet - rund 3.000 Euro stammen aus Aktionen, mehr als 3.000 Euro aus Aktionen der PGS und der Rest aus Spenden und Zuweisungen der Landeskirche. Schön wäre es, wenn künftig noch mehr Geld durch Aktionen eingenommen werden könnte, stellte Burg fest.
Dass der PGS-Lernfonds mittlerweile ein akzeptiertes Förderinstrument sei, sagte Marco Spindler vom Diakonischen Werk, das die Förderanträge bearbeitet. Seit Bestehen des Lernfonds wurden 295 Anträge bewilligt und damit rund 70 Familien gefördert. 105 Schulfahrten wurden mit finanziert, 46 mal wurden Fahrtkosten übernommen, 41-mal wurde Essensgeld gezahlt, 52 mal Lernmittel finanziert, 16 mal der Laptop, zwölfmal Musik und 15 mal Nachhilfe unterstützt. Achtmal wurde im Bereich Sonstiges - beispielsweise beim Turnschuhkauf – unterstützend eingegriffen. 60 bis 80 Anträge pro Schuljahr werden unterstützt.
»Die meisten Familien benötigen die Unterstützung nur punktuell«, erklärte Spindler. Er freute sich, dass die Betroffenen oftmals die Förderung nur in der Höhe annehmen, wie sie gebraucht wird, und dass sie oft auch bereit seien, sie zurück zu zahlen.
20170227 Lernfonds 2Schulleiter Gerhard Wittkugel freute sich, dass es mit dem Lernfonds gelinge, » Ungerechtigkeit ein bisschen auszugleichen«. Vor allem aber sei angesichts der Zusammenarbeit von Eltern, Lehrern und Schülern das Thema »Gerechtigkeit«  auch in aller Munde. Der Schule, bekräftigte er, liege die Chancengleichheit am Herzen.
Zur Unterstützung verkauft werden Aktien. Aktienkünstler 2017 sind: Lucy Eileen Wogirz, Klasse 8a, Luisa Katharina Oerke, Klasse 8d und Paulina Schröter, Jahrgang 11. Paulina hat das Motiv der 100-Euro-Aktie entworfen: Diese Aktie zeigt - in feinen Schraffuren gearbeitet - Sophie Scnol1. Das Motiv hat Schroeter gewählt, weil Scholl ihr persönliches Vorbild ist. Angesichts »sich zurück entwickelnder Politik« rückt die Elftklässlerin die Widerständlerin in den Mittelpunkt, weil sie für ihre eigene Meinung eingestanden ist – bis zum Tod: »Zerreißt den Mantel der Gleichgültigkeit, der um euer Herz gelegt« - mit diesem Zitat der »Weißen Rose« umreißt Schroeter ihre Motivation für das Bild.
Kunstlehrerin Ulla Feiste erläuterte die Motive der 50er- und der 25er-Aktie: Luisa Katharina Oerke (8d) hat in ihrem farbenfrohen Bild einen Schnipsel versteckt, Lucy Eileen Wogirz (8a) eine »Mauer mit Einblicken« entworfen.
Der Lernfonds-Wettbewerb sei eine Win-Win- Situation, stellte Feiste fest. Sts

 

Einbecker Morgenpost
27. Februar 2017
Fotos: Stöckemann

 

 

 

ArbeiterKind.de informiert über verschiedene Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten

20170224 ArbeiterkindDASSEL. »Warum studieren? Was studieren? Wie studieren? Wie finanzieren?« Unter diesem Motto konnten sich die Schüler der Jahrgangsstufe 11 der Paul-Gerhardt-Schule über das Thema »Studium« informieren. Die Verantwortlichen für die Berufs- und Studienorientierung an der PGS Dassel, Oliver Sassin und Manfred Braun, konnten damit die Vortragsreihe im Rahmen der Berufs- und Studienorientierung mit Ann-Christine Meier und Christina Linke, Ehrenamtliche von ArbeiterKind.de, fortsetzen.
Ziel von ArbeiterKind.de ist es, junge Menschen aus Familien, in denen kaum jemand studiert hat, zur Aufnahme eines Hochschulstudiums zu ermutigen und sie beim Studieneinstieg zu unterstützen. Denn laut der aktuellen Sozialstudie des Deutschen Studentenwerks (DSW) nehmen von 100 Akademikerkindern 77 ein Studium auf. Dagegen studieren von 100 Nicht-Akademikerkindern lediglich 23, obwohl doppelt so viele die Hochschulreife erreichen. Die finanzielle Belastung ist dabei nur ein Grund, die Schüler vom Studium abschrecken. Mittlerweile ist ArbeiterKind.de an über 70 Orten in Deutschland durch lokale Gruppen aktiv. Die Ehrenamtlichen sind meist selbst die ersten Studierenden in ihren Familien.
Ann-Christine Meier stellte den Jugendlichen aus der Paul-Gerhardt-Schule verschiedene Studienmöglichkeiten vor, zum Beispiel ein Studium an der Fachhochschule oder an einer Universität. Andere Möglichkeiten bietet ein duales Studium. »Ein duales Studium kombiniert den theoretischen Stoff der Hochschule mit einer Ausbildung im Betrieb«, sagt die Ehrenamtliche von ArbeiterKind.de. »Der Ausbildungsablauf sowie die Dauer eines dualen Studiums richten sich dabei nach dem jeweiligen Ausbildungsbetrieb. « Während des Vortrages wurde darauf hingewiesen, dass auch vor Ort verschiedene, größere Firmen und Banken oder Behörden wie Polizei und Finanzverwaltung die Möglichkeit eines dualen Studiums anbieten.
Des Weiteren wurden verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten eines Studiums durch die Ehrenamtliche Christina Linke vorgestellt. »Gerade ein BAföG-Antrag lohnt sich, da die Hälfte als zinsloses Darlehen gewährt und die andere Hälfte geschenkt wird«, sagt die Ehrenamtliche von ArbeiterKind.de. »Hinzukommen die flexiblen Rückzahlungsmöglichkeiten und gegebenenfalls ein Nachlass, wenn die Summe auf einmal zurückgezahlt wird – günstiger geht es nicht.« Neben der staatlichen Förderung durch das BAföG zählen auch Stipendien, die einerseits durch Stiftungen und anderseits vom Staat in Form des Deutschlandstipendiums vergeben werden, als weitere Finanzierungsmöglichkeiten. Neben der Vorstellung von verschiedenen, größeren Stipendiengebern wie der Friedrich-Ebert-Stiftung oder der Konrad-Adenauer-Stiftung wurde auch auf die kleinen Stiftungen hingewiesen, die beispielsweise über Stipendiendatenbanken wie e-fellow.net oder mystipendium.de zu finden sind. Vorteile eines Stipendiums sind die finanzielle Unterstützung, die, im Gegensatz zum BAföG, nicht zurückgezahlt werden muss sowie die unentgeltliche Förderungen durch Trainings und Seminare. Dafür ist ein längerer und aufwendiger Bewerbungsprozess notwendig, der sich jedoch lohnt, da es gerade für Erstakademiker besondere Förderungsmöglichkeiten gibt.
Infos über Stipendien gibt es auf www.arbeiterkind.de. Bei Fragen kann man sich gern unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! melden. Die Gruppe Holzminden sucht weitere ehrenamtlich Engagierte, die gern eigene Studienerfahrungen in Schulen, auf Messen oder in persönlichen Gesprächen teilen möchten.

Einbecker Morgenpost
24. Februar 2017

Foto: O. Philipp

 

 

 

 20170216 Zeitbezeugen 072

»Zeit bezeugen - Kindheit in der NS-Zeit« im Deutschen Theater Göttingen
DASSEL/GÖTTINGEN. Entwickelt und geleitet wurde das Theaterprojekt von Gernot Grünewald, Bühne und Kostüme stammen von Lani Tran-Duc, für die Musik zeichnet Michael Frei verantwortlich, für die Choreografie Valentí Rocamora i Torà. Die Theaterpädagogik liegt in der Hand von Gabriele Michel-Frei und Lisa van Buren. Die Dramaturgie hat Sonja Bachmann entwickelt. FSJlerin Kultur Anne Pietsch ist ebenfalls beteiligt. Das Stück stammt von und mit Marie Seiser, Gerd Zinck und Aaron, Alina, Amy, Bela, Bennet, Cara, Carlotta, Eileen, Emely, Emily, Franka, Gregor, Hannah, Joana, Jolina, Justin, Justus, Kayleigh, Lena, Pia, Tina, Ria, Sarah, Sarah, Selma, Sontje, Tanee und Vincent - Schülerinnen und Schüler der Klasse 6c der Dasseler Paul-Gerhardt-Schule.
Wenn ich nicht heute leben würde, sondern zwischen 1933 und 1939: Wie würde mein Leben dann aussehen? Wie wäre Schule? Wie Freizeit? In welchen Gruppierungen würde ich sein? Wie würde ich aussehen? Wie müsste ich mich verhalten? Was wäre erlaubt, was verboten? »Zeit bezeugen« zeigt in einer szenischen Collage, wie die Kindheit in der NS-Zeit mitunter aussah. Schlaglichtartig werden Situationen gespielt, kommen Zeitzeugen zu Wort, tauchen Bilder aus vergangener Zeit auf und wird die Vergangenheit befragt. Im Rahmen von Schule: Kultur! des Niedersächsischen- Ministeriums für Wissenschaft und Kultur, gefördert vom Land Niedersachsen und der Stiftung Mercator, arbeiten die Paul-Gerhardt Schule in Dassel und das Deutsche Theater Göttingen als Kooperationspartner zusammen. Gernot Grünewald wurde 1978 in Stuttgart. geboren, er studierte Schauspiel an der Schauspielschule »Ernst Busch« in Berlin. Während seines Studiums gastierte er am Hamburger Schauspielhaus und am Deutschen Theater Berlin, bevor er 2003 Ensemblemitglied des Schauspiel Stuttgarts wurde. 2005 wechselte er ans Hamburger Schauspielhaus und begann 2007 Schauspielregie an der Theaterakademie Hamburg zu studieren. Mit seiner auf Interviews mit Sterbenden basierende Diplominszenierung »Dreileben« gewann er 2011 den Preis des Körber Studio Junge Regie. Seine Arbeiten wurden mit zahlreichen Preisen bedacht. Am Deutschen Theater Göttingen entwickelte er das Projekt »Kindheit in der NS-Zeit« mit 28 Schülern der Paul-Gerhardt-Schule. Lani Tran-Duc, geboren 1982 in München, arbeitete nach dem Studium der Architektur in Bern und Barcelona als Ausstattungsassistentin am Thalia Theater Hamburg. Bereits während ihrer Assistenzzeit entwarf sie Bühnenbilder. Seither ist sie freischaffend als Bühnen- und Kostümbildnerin sowohl für Theaterproduktionen als auch im Tanz- und Performancebereich und diversen Opernproduktionen tätig.
Michael Frei studierte Musik für Lehramt in Kassel. Von 1981 bis 1989 war er als Musiker und musikalischer Leiter am Staatstheater Kassel tätig: 1985 wurde er als Gründungsmitglied des Hanns Eisler Ensembles Träger des Kasseler Kulturförderpreises. Weitere Stationen waten Krefeld/Mönchengladbach und Bern sowie Göttingen.
Valentí Rocamora i Torà, geboren 1975 in Lleida (Katalonien), wurde im Institut del Teatre in Barcelona zum Tänzer ausgebildet. Seit 1998 tanzte er in verschiedenen Kompanien. Er choreografierte außerdem Schauspiel- und Operninszenierungen, unter anderem in Bonn, Köln, Hamburg und Berlin.
Karten und weitere Informationen gibt es unter der Rufnummer 05511496911 oder www.dt-goettingen.de. Zu sehen ist das Stück am heutigen Donnerstag ab 10 Uhr, am 9. März ab 10 Uhr sowie am 5. April ab 10 und auch ab18 Uhr. Weitere Termine folgen.

16. Februar 2017
Einbecker Morgenpost
Foto: Thomas Müller

 

 

 

20170213 Kennenlerntag 1

Ein umfangreiches Programm wurde jetzt den Viertklässlern mit ihren Eltern beim Kennenlerntag der Paul-Gerhardt-Schule in Dassel geboten. Mit Interesse lernten sie unter anderem die Profilfächer sowie Lernfonds, e-twinning, Bilingual Classes, Schulsanitätsdienst, Ganztagesangebot oder das Schulgebäude kennen. Lehrer und Schüler beantworteten viele Fragen und führten die Gäste über das Gelände.

20170213 Kennenlerntag 2

DASSEL. Bei der Begrüßung im Paulinum freute sich Schulleiter Gerhard Wittkugel, dass wieder so viele interessierte Schüler und Eltern zum beliebten Kennenlerntag gekommen waren, um sich über die Paul-Gerhardt-Schule und ihre vielseitigen Möglichkeiten zu informieren. Bewährt habe sich, dass nicht nur die Schüler durch die Räume geführt werden, sondern auch die Eltern. Beide Gruppen lernten unter anderem physikalische Experimente, den Raum der Stille, die Kunst des Debattierens, diakonisches und selbstorganisiertes Lernen, die Bilingual Classes (Foto) oder e-twinning kennen, eine Initiative der Europäischen Kommission, das Schulen aus Europa über das Internet vernetzt: Miteinander werden Projekte realisiert sowie zudem interkulturelle Kompetenzen, Teamfähigkeit und Fremdsprachen geschult. Das Ziel der Schule sei, so Wittkugel, Schülern einen qualifizierten Schulabschluss zu ermöglichen, sie auf Ausbildung und Beruf vorzubereiten, vielfältige Kenntnisse zu vermitteln, die Persönlichkeit zu entwickeln sowie zahlreiche Orientierungsmöglichkeiten für ein selbstständiges und verantwortliches Leben in der Gesellschaft anzubieten. Internationale Kontakte bei Austauschen ermöglichen Einblicke in andere Lebenswelten. In der Aula (Foto) erhielten die Viertklässler mit ihren Eltern Informationen zu Schulsanitätsdienst, Fremdsprachen, Projekten, Hilfs- und Kulturangeboten, Lernwerkstatt, Lernfonds und zur Schulsozialarbeit. Viel Spaß hatten die Kinder beim Erleben der Eingangsprofile, die das Markenzeichen der Schule sind. Vom fünften bis siebten Jahrgang werden die Profile Notebook, Darstellendes Spiel, Forscher und Bläser angeboten. Ob Arbeitstechniken am Computer, musisch-künstlerische Präsentationen, naturwissenschaftliches Experimentieren oder das Kennenlernen von Blech- und Holzinstrumenten, mit großer Aufgeschlossenheit wurden die verschiedenen Möglichkeiten ausprobiert. Die PGS bringt den Schülern Grundlagen und Chancen des christlichen Glaubens für die Lebensgestaltung näher, dies verdeutlichte Schulpastor Torsten Wiegmann bei einer Andacht. Die Vorstellung der Profile und die musikalischen Beiträge wurden ebenfalls mit großem Interesse verfolgt. Viele waren angetan von der Schule und ihren vielfältigen Möglichkeiten.

13. Februar 2017
Einbecker Morgenpost
Fotos: Rudloff

 

 

 

 20170206 Rededuell

Foto links: Den ersten Platz belegte Justus Hake (Zweiter von rechts), gefolgt von Wieland Menke (Dritter von rechts), Lucia Bohnsatk (Vierte von rechts) und Anneke Riemenschneider (Fünfte von rechts). Den fünften Platz teilen sich Kai Beddies (Zweiter von links) und Constantin Tilmann Schott (links). Foto: O. Philipp
Foto rechts: Die Schirmherrschaft für den ersten Wettbewerb »Jugend debattiert« an der Paul-Gerhardt-Schule hat Bürgermeister Gerhard Melching übernommen,
der mit der stellvertretenden Schulleiterin Monika Fahrenbach den Wettbewerb eröffnete. Fotos: Stöckemann

 

»Jugend debattiert« an der Paul-Gerhardt-Schule I Fairness, Teamgeist und überzeugendes Argumentieren

DASSEL. Auch die Gegenseite hat ihre Argumente und nicht selten etwas gesehen, an das man selbst nicht gedacht hat. In diesem Sinne laden Debatten ein, Dinge neu oder anders zu sehen, und immer etwas zu lernen, sei es über die eigene oder eine andere Sicht auf die Welt. Genau das können Schüler in ganz Deutschland erleben, wenn es heißt: Jugend debattiert. In der Paul-Gerhardt-Schule startete jetzt der erste Schulwettbewerb »Jugend debattiert«.
Die PGS ist im dritten Jahr dabei und gehört dem Regionalverbund Göttingen an, der einmal jährlich im Januar/Februar einen Regionalwettbewerb durchführt. Zwölf Schulen Südniedersachsens gehören dem Verbund in Südniedersachsen an, darunter im Landkreis Northeim auch das Gymnasium Corvinianum. An der PGS sind inzwischen zwölf Lehrer als Debatten-Trainer ausgebildet. In diesem Schuljahr ist es zum ersten Mal gelungen, den ganzen achten Jahrgang zeitgleich im Debattieren zu unterrichten. Das Projekt lief von Oktober bis Dezember in den Fächern Deutsch, Politik und Selbstorganisiertes Lernen. Im Rahmen des jetzigen Debattenwettbewerbs traten die jeweils vier besten Debattanden aus den Klassen in den Wettstreit. Die Teilnehmer erhielten zehn Tage vor dem Wettbewerb zwei Streitfragen, um sich vorzubereiten, und traten dann in zwei Debattenrunden an. Fairness, Teamgeist, zuhören, sich auf einander beziehen, strukturiert und deutlich sprechen und überzeugend argumentieren all das gehört zu den Basiskompetenzen eines
guten Debattanden.
20170206 Rededuell 1Die Debattanden mussten Pro- und Kontra- Argumente finden auf die Fragen, ob künftig ein zusätzliches Sportangebot am Nachmittag verpflichtend belegt werden muss und ob Schüler in Deutschland verpflichtet werden sollen, im zehnten Jahrgang ein Sozialpraktikum zu machen. Je zwei Befürworter und zwei Gegner argumentierten in den Rededuellen. Beäugt wurden sie dabei von einer Jury samt Zeitwächter, der bei Zeitüberschreitung einschritt. Einführungsrede, Standpunkt samt Argumenten, Aufgreifen der Argumente und abschließende Bewertung der ausgetauschten Aussagen - die Schüler zeigten, wie man reden und überzeugen kann. Die Jury bewerte die sachlich geführten Debatten. Am Ende siegten Justus Hake (9B), Wieland Menke (8B), Lucia Bohnsack (9B), Anneke Riemenschneider (8D), Kai Beddies und Constantin Tilmann Schott (beide 9 B).
Sucht man die Antwort auf eine Frage, so lohnt es sich immer, zu debattieren. Ebenso wichtig wie die Antwort auf eine Frage ist in einer Debatte die Begründung dieser Antwort. Mit Debatten kann man herausfinden, was für und gegen eine Entscheidung spricht und welche Argumente am meisten überzeugen.
Eine Debatte besteht aus drei Teilen: In der Eröffnungsrunde beantwortet jeder Teilnehmer in zwei Minuten die Streitfrage aus seiner Sicht. Die Freie Aussprache dauert zwölf Minuten. Hier werden weitere Argumente gebracht und miteinander abgeglichen. In der Schlussrunde hat jeder Teilnehmer noch einmal eine Minute Zeit, die Streitfrage ein zweites Mal zu beantworten: diesmal im Lichte all der Argumente, die er gehört hat.
Der Bundeswettbewerb »Jugend debattiert« ist mit 200.000 jährlich teilnehmenden Schülern an etwa 1.100 teilnehmenden Schulen der größte Bundeswettbewerb im Bereich der politischen und sprachlichen Bildung. Meinungs- und Persönlichkeitsbildung stehen im Vordergrund. Der Wettbewerb entstand 2002 auf Initiative des damaligen Bundespräsidenten Johannes Rau. Alle folgenden Bundespräsidenten haben die Schirmherrschaft für den Wettbewerb übernommen und wohnen dem Bundesfinale, das jährlich im Juni in Berlin durchgeführt wird, bei.
An der PGS hat der Dasseler Bürgermeister, Gerhard Melching, die Schirmherrschaft übernommen. Er hob heraus, wie wichtig eine Streitkultur mit der Möglichkeit des Argumentenaustausches sei. Bei der verbalen Auseinandersetzung müsse man allerdings versöhnlich bleiben. Oftmals entstehe dann der Eindruck - beispielsweise bei Ratssitzungen, dass »alle unter einer Decke stecken«. Allerdings würden in den vorangehenden Fachausschusssitzungen die Argumente ausgetauscht. Referendarin Charlotte Seitz berichtete aus ihrer eigenen Debattier-Erfahrung, sie war sich sicher, dass die Schüler viel aus dem Wettbewerb mitnehmen würden - für alle Bereiche.
Und Monika Fahrenbach, stellvertretende Schulleiterin, hob heraus, dass Debattieren in einer Demokratie wichtig sei und dass man damit dem »postfaktischen Zeitalter« trotzen
könne. sts

Einbecker Morgenpost
06. Februar 2017
Fotos: Stöckemann
Foto: O. Philipp

 

 

 

20170130 Premiere

DASSEL. Das Deutsche Theater Göttingen und die evangelische Paul-Gerhardt-Schule in Dassel bringen ein Stück über Kindheit in der NS-Zeit auf die Bühne. Premiere ist am 11. Februar um 18 Uhr im Deutschen Theater (DT 2) in Göttingen, eine weitere Aufführung ist am 16. Februar ab 17 Uhr. Das Projekt »Zeit bezeugen - Kindheit in der NS-Zeit« wird vom niedersächsischen Wissenschaftsministerium und der privaten Stiftung Mercator gefördert. In der Vorbereitung hatten die Schüler der 6c durch Zeitzeugengespräche und Vorträge die Lebenswelt von Menschen kennengelernt, die in der Nazizeit so alt waren wie sie es jetzt sind. Sie wurden dabei von anderen Klassen und Kursen der Schule, dem Regisseur Gernot Grünewald, Ensemblemitgliedern des Deutschen Theaters Göttingen und Historikern unterstützt. Aus den gesammelten Berichten sind für das Theaterstück Szenen und Situationen zusammengefügt worden, die den Kinderalltag in der Nazi-Zeit wieder erlebbar machten, hieß es: »Es werden persönliche Eindrücke und Geschichten auf die Fakten dieser Zeit treffen«. Die Produktion werfe auch die Frage auf, ob die NS-Diktatur gänzlich überwunden sei oder ob ähnliche Strukturen in der Gegenwart wieder sichtbar würden. In der vergangenen Woche fanden Proben in der Aula der Paul-Gerhardt-Schule statt – die Schüler waren sehr konzentriert bei der Sache. In dieser Woche sind die Proben im Deutschen Theater. Das ist möglich, da sich Eltern und Lehrer bereit erklärt haben, Fahrdienste und Aufsichten zu übernehmen - auch in den Ferien. Wie vielfältig das Schulleben an der PGS ist, erfahren Interessierte beim Kennenlerntag für die Schüler des zukünftigen 5. Jahrgangs und auch deren Eltern am Sonnabend, 11. Februar, von 9 bis 12.30 Uhr in der PGS.

Einbecker Morgenpost
30. Januar 2017

Foto: O. Philipp

 

 

 

 20161221 9989

20161221 9954DASSEL. Den musikalischen Reigen eröffneten die drei Bläserklassen 5 bis 7, zum einen in sattem Tutti-Sound, zum anderen aber auch im Wechselspiel der einzelnen Holz- und Blechbläserfraktionen und dem tutti des ganzen Orchesters. Die Klasse 5C bot auf der Melodika, die sie statt der zumeist obligatorischen Blockflöte in den Klassen 5und 6 lernt, einen weiteren Beitrag der Bläserensembles dar. Die Chorbeiträge der Klassen 8 und 9 fanden großen Anklang und luden das Publikum zum Mitsingen ein. Für eine Abwechslung nicht musikalischer Art sorgte der Schulpfarrer Torsten Wiegmann, der mit schauspielerischem Talent teils heitere, teils besinnliche weihnachtliche Texte vortrug, welche die Verbindung zwischen den einzelnen musikalischen Beiträgen herstellten. Insgesamt kann man von einer gelungenen Aufführung sprechen, die in den verantwortlichen Händen der Musiklehrerinnen Elizabeth Oer und Anke Wurmstädt sowie ihrem Musikkollegen Rolf Paplowski lagen. Mit viel Beifall und Süßigkeiten wurde allen Akteuren des Konzerts am Ende Anerkennung gezollt.

Einbecker Morgenpost
21. Dezember 2016

Fotos: O. Philipp

 

 

 

20161208 Weihnachtsmarkt 9835DASSEL. »Fröhliche Weihnacht überall«, das Lied erklang kürzlich auf dem Einbecker Weihnachtsmarkt. Die drei Bläserklassen der Jahrgangsstufen fünf, sechs und sieben der Paul-Gerhardt-Schule Dassel hatten fleißig geübt und konnten unter Leitung der Musiklehrerinnen Anke Wurmstädt und Elizabeth Oer das erarbeitete Repertoire jetzt präsentieren. Die Kälte ließ manchmal die Finger etwas steif und kalt werden, die Musik und das Engagement der zahlreichen Schüler wiederum erwärmte das Herz der Zuhörer. Mal waren nur die zweistimmig spielenden Querflöten zu hören, dann spielten Trompeten und auch Klarinetten und Saxophone solistisch einige Strophen. »Joy To The World« erklang es dann abschließend für die Besucher auf dem Einbecker Weihnachtsmarkt an einem kalten Vorweihnachtsabend.

Einbecker Morgenpost
08. Dezember 2016

 

 

 

20161129 PGS SporthalleDASSEL. Nicht mehr lange werden die Schafe hier weiden, denn an dieser Stelle soll die neue Sporthalle der Paul-Gerhardt-Schule (PGS) entstehen. Seit Jahren hofft die Schule darauf, dass eine neue Sporthalle errichtet wird, stellte Schulleiter Gerhard Wittkugel fest. Nun habe die Synode für das Projekt Geld in den Haushalt eingestellt und damit auch ein klares Bekenntnis zum Standort der Paul-Gerhardt-Schule geliefert. Und das sei sehr erfreulich, meint auch der Sportobmann Ralf Tost. Bisher hatten die Schüler/in der schuleigenen kleinen Halle Sportunterricht, vor allem aber in der Halle der ehemaligen Rainald-von-Dassel-Schule, was mit aufwändigem Schülertransport verbunden war. Mit der neuen Sporthalle kann die PGS die Bewegungselemente im Ganztagsangebot ausbauen und das Sportprofil in der Oberstufe stärken. Wunsch des Schulleiters der PGS ist, dass mindestens eine Zwei-Feld-Halle gebaut wird, in der auch Sportarten wie Handball gespielt werden können. Für Schulveranstaltungen mit Zuschauern wäre natürlich eine Tribüne noch sinnvoll. Das Geld für die neue Sporthalle an der PGS wird in den Jahren 2017/18 bereitgestellt, so dass - optimistisch gesehen - die neue Halle 2018 neben dem schuleigenen Parkplatz eingeweiht werden könnte.

Einbecker Morgenpost
29. November 2017

Foto: Stöckemann

 

 

 

20161108 Erasmus 8932DASSEL. »Job-Shadowing« hält dank des EU-Bildungsprogramms »Erasmus« auch Einzug an Deutschlands Schulen. Vor gut zwei Jahren hat sich die Paul-Gerhardt-Schule Dassel mit dem Projekt »Qualitätsentwicklung des Unterrichts: moderne Unterrichtsformen in der internationalen pädagogischen Praxis« bei der Europäischen Union »Erasmus+« beworben und dabei landesweit in Niedersachsen das größte Projekt bewilligt bekommen. Nun ist es beendet - der Aufwand hat sich in vielfacher Hinsicht gelohnt. Ziel war es, Lehrer im europäischen Ausland durch »Job-Shadowing« und der Teilnahme an internationalen Tagungen fortzubilden. Schulleiter Gerhard Wittkugel (links) und fünf Lehrerinnen machten sich auf den Weg. Wittkugel fuhr zu einer Schulleiterfortbildung in Schweden, die neue Impulse und Einblicke in das System der erfolgreichen skandinavischen Schulen ermöglichte. Er besuchte Schulen in Helsingborg und Malmö. Xemma Padin (Zweite von rechts) reiste ebenfalls nach Schweden und Dr. Kerstin Kähling (Dritte von links) nach Norwegen, um dort für zwei Wochen an einer besonders modernen Schule zu hospitieren sowie eigene Unterrichtserfahrungen zu sammeln. Ulrike Schwartz (Zweite von links), Manuela Angerstein (rechts) und Nele Kißling (Dritte von links) fuhren nach Großbritannien und nahmen dort an internationalen Lehrerfortbildungen teil. Der Schwerpunkt lag bei der Anwendung theaterpädagogischer Methoden im Fremdsprachenunterricht. Schule kann so ganz anders sein, die neuen Eindrücke und Erkenntnisse wurden in das Kollegium weitergetragen und fließen nun auch langfristig in die Schulentwicklung und Modernisierung der Unterrichtsformen ein.

Einbecker Morgenpost
08. November 2016

Foto: O. Philipp

 

 

 

 20161101 9739

Gottesdienst am Reformationstag an der PGS I Segen für Schulpastor, Lehrer und Sozialpädagogen


DASSEL. Den gestrigen Reformationstag nahm die Paul-Gerhardt-Schule in Dassel zum »wunderbaren Anlass« Menschen den Segen zuzusprechen. Torsten Wiegmann wurde in seinen Dienst als Schulpastor und Beauftragter für Kirche und Schule eingeführt. Außerdem wurde den neuen Lehrern Hanna Fiege, Janina Ludewig, Timo Risch und Charline Tatsch sowie den Sozialpädagoginnen Doris Garbelmann und Sabrina Wende-Schmidt der Segen zugesprochen. Gottesdienst gemeinsam feierten die Schüler und Lehrer der PGS, Landessuperintendent Eckard Gorka, der pädagogisch-theologische Leiter des evangelischen Schulwerks Hannover, Gerd Brinkmann, sowie auch Pastoren und Mitarbeiter des Kirchenkreises Leine-Solling.
Der Begriff Reformation bezeichnet die kirchliche Erneuerungsbewegung, die im 16. Jahrhundert von Deutschland ausging und Europa grundlegend veränderte. Ihr Ausgangspunkt war die Veröffentlichung der 95 Thesen durch den Augustinermönch und Bibelprofessor Martin Luther (1483-1546) am 31. Oktober 1517. Ob Luther seine Thesen tatsächlich an die Tür der Wittenberger Schlosskirche schlug, ist zwar historisch nicht gesichert, die öffentliche Wirkung, die von der Anprangerung kirchlicher Missstände wie dem Ablasshandel ausging, ist jedoch unbestritten. Anliegen Luthers, der von der Suche nach einem gnädigen Gott getrieben wurde, war die Erneuerung der römisch-katholischen Kirche und deren Rückbesinnung auf ihren geistigen Ursprung im unverfälschten Wort der Bibel. Weil die mittelalterliche Papstkirche zunächst eine Reform verweigerte und Luther zum Ketzer erklärte, bildeten sich evangelische Landes- und Freikirchen. Die Fronten waren so verhärtet, dass sich das Christentum in unterschiedliche Bekenntnisse spaltete.
Wie Landessuperintendent Eckard Gorka erklärte, sei Luther gegen den Ablasshandel angetreten. Eine Szene verdeutlichte das Individuelle, für das sich Menschen stark machen und aufstehen: in der Heimat in Frieden leben zu können, für mehr Rad- und weniger Autofahrten, für Respekt und Achtsamkeit, für ein fröhliches Miteinander an der Schule, für Familie, für Freunde oder auch für fair gehandelten Kaffee.
Luther, so Gorka weiter, sei ein »mutiger Mann« gewesen. Er habe gegen die »Mächte der Zeit« seine Stimme erhoben und das Gewissen über Konventionen gesetzt. Diese Freiheit äußere sich im Denken und Handeln. Gerade an der PGS wird nicht nur Wissen vermittelt. Die Schüler würden auch gestärkt in ihrem Gewissen, formulierte Gorka. »Martin Luther gehört zu uns.«
Als Schulpastor und als Beauftragter für Kirche und Schule eingeführt wurde Pastor Torsten Wilhelm Wiegmann, der seit Beginn des Schuljahres an der PGS seinen Dienst tut. Wie der Leiter des evangelischen Schulwerks, Gerd Brinkmann, feststellte, habe Wiegmann viel Erfahrung darin, Gott jungen Menschen nahe zu bringen. Er werde Religionslehrer, Schulpastor und Seelsorger sein. Als Schulbeauftragter werde er Fortbildungen anbieten, Ausschüsse besuchen und Gottesdienste mit Lehrkräften entwickeln.
20161101 9763 neuViel Kraft, für den Weg, der vor ihnen liegt, wurde auch den neuen Lehrkräften Hanna Fiege, Janina Ludewig, Timo Risch und Charline Tatsch sowie den Sozialpädagoginnen Doris Garbelmann und Sabrina Wende-Schmidt zugesprochen.
Das kommende »Luther-Jahr« wird an der PGS genutzt, um viel über Martin Luther nachzudenken, kündigte Schulleiter Gerhard Wittkugel an.

Einbecker Morgenpost
01. November 2016

Fotos: Stöckemann

 

 

 

20161031 9365Dassel. Die Schülerinnen und Schüler des zwölften Jahrgangs sind begeistert über die neuen Möglichkeiten, selbst Experimente zu den Themen Optik und Atomphysik durchzuführen. Sechs Kästen wurden unter der Leitung von Physiklehrer Carsten Winkler ausgepackt und gleich in den Unterricht eingebaut. Spektroskopische Untersuchungen, elektrische und optische Eigenschaften von LEDs und viele weitere Themen können nun erforscht werden, alles prima ausgerichtet auf die Themen des Zentralabiturs. Ein großer Dank ging an Herrn Rieke vom Förderverein für die großzügige Unterstützung.

Einbecker Morgenpost
31. Oktober 2016

Foto: O. Philipp

 

20160927 Adiemus Konzert

 

DASSEl. Mit Facettenreichtum und niveauvollem Programm unterhielten die Sänger und Musiker ihre Zuhörer. Gleich am Anfang zeigte der Chor seine Klangfülle mit »Adiemus« aus »Songs of Sanctuary« des wallisischen Komponisten Karl Jenkins. »Adiemus« ist ein Musikprojekt von Jenkins, aber auch der Titel des Liedes, das Jenkins 1994 für einen Werbespot einer amerikanischen Air Line komponierte. Am Ende ernteten die Ausführenden verdienten Applaus für ein besonderes Konzert. Rund 200 Schüler, Lehrer, Musiker und Freunde der Paul-Gerhardt-Schule (PGS) haben an sieben Abenden unter der souveränen Leitung von Dr. Friedhelm Flamme Karl 20160927 Adiemus Konzert 1Jenkins »Songs of Sanctuary - Adiemus« eingeübt und in zwei Konzerten dem begeisterten Publikum dargeboten. Damit fanden die Feierlichkeiten zum 70.Geburtstag der PGS einen stimmungsvollen Abschluss. Bei »Adiemus« wird harmonischer Chorgesang mit einer erdachten Sprache verbunden - die Sprache wird bedeutungslos, die Stimme tritt als Instrument in den Vordergrund. Und so kann selbst ein gesungenes »Ah« in verschiedenen Variationen für Gänsehaut sorgen - das bewiesen Chor und Solisten beim Konzert. Songs mit Titeln wie »Tintinnabulum«, »Cantus inaequalis« oder »Cantus insolitus« erinnern nur an das Lateinische, »Kayama«, »Amate adea« oder »Hymn« unterstrichen die Besonderheit des Konzerts. Die einzelnen Teile des Musikstücks wurden von den verschiedenen Gruppen - Klasse 6a, 6c, 7c, 9b, 9c, 9e und l0a - einstudiert mit den Lehrkräften Elizabeth Oer, Anke Wurmstädt, Rolf Paplowski und Dr. Friedhelm Flamme. Unterstützt wurden sie durch 40 Freiwillige, die sich am Projektchor beteiligten, die Solisten Annett Steinberg, Sopran, Elizabeth Oer, Alt, und Rolf Paplowski, Bariton, sowie Anke Wurmstädt und Lena-Marie Kunze, Blockflöte, und Jan Stahlmann, Gitarre. Am Ende gab es viel Applaus für die dargebotenen chorischen und solistischen Leistungen, die für einen bombastisch-atmosphärischen Sound sorgten. Schulleiter Gerhard Wittkugel hoffte, dass das Konzert mit Chor, Streichern, Flöten und Percussion den Mitwirkenden lange in Erinnerung bleibt und bat die Zuhörer um Spenden für den PGS-Lernfonds und evangelische Schulen in Syrien.

Einbecker Morgenpost
27. September 2016
Fotos: Stöckemann

 

 

 

20160922 GemeindefestDASSEL. Eine besondere musikalische Darbietung konnten die Besucher des Gemeindefestes in Scharfoldendorf erleben: Die Schüler der Bläserklasse 7d der PGS Dassel unter der Leitung von Anke Wurmstädt hatten eifrig geübt und konnten viele Stücke aus ihrem Repertoire den begeisterten Zuhörern im Sonntagskonzert präsentieren. So erklangen bekannte Melodien, wie »Kumbaya«, »Oh When The Saints«, aber auch eine »Farandoie« aus der Suite L'Arsienne von Georges Bizet in einer Bearbeitung für Bläserklassen. Die Lust am gemeinsamen Musizieren war den Schülern anzusehen. Auf weitere Auftritte darf man sich auch in Zukunft freuen.

Einbecker Morgenpost
22. September 2016

 

 

 

20160916 Festakt 9371

Dassel (red). Die Gründungsgeschichte der Paul-Gerhardt-Schule zeugt von großer Improvisationskunst:

Vor 70 Jahren wurde das Dassler Pfarrhaus kurzerhand als Schulhaus genutzt, weil es im Solling an höheren Schulen fehlte vor allem für die Flüchtlingskinder aus den ehemals ostdeutschen Gebieten. Anlässlich des Festaktes verwandelte die Compedy Company Göttingen das Paulinum zu einer Spielstätte, in der mit den Mitteln des Improvisationstheaters 70 Jahre Schulgeschichte zu einem leichten Pensum wurden. Schulleiter Gerhard Wittkugel begrüßte die rund 200 Gäste mit sichtlichem Stolz, ein so großes und modernes Gymnasium leiten zu können. Der Schülersprecher Fritz von Gierke bekundete die Zufriedenheit der Schülerschaft.

„Über den Glauben wird hier nicht nur diskutiert, er wird gelebt“, lobte der neue Schulpastor, Torsten Wiegmann, die Schule und lud dazu ein, das berühmte Paul-Gerhardt-Lied „Geh aus mein Herz und suche Freud“ zu singen. „Der Besuch bei der alten Dame“, mit der auf der Einladungskarte geworben wurde, entpuppte sich als kurzweiliges Abendprogramm. Oberlandes­kirchenrätin, Dr. Kerstin Gäfgen-Track, spielte darauf an: „Schule muss stets auf der Höhe der Zeit sein, sich stets weiterentwickeln.“ Gerade die pädagogische Entwicklung der Paul-Gerhardt-Schule sei vorbildlich. Gäfgen-Track erwähnte beispielhaft die seit vielen Jahren selbstverständliche Nutzung von Tablets und Ipads im regulären Unterricht sowie die zahlreichen Aktivitäten im Rahmen der Flüchtlingskrise im vergangenen Jahr. Die zeige, wie wichtig die Aufnahme neuer Impulse sei – nicht zuletzt in der besonderen ländlichen Lage. Die Superintendentin des Kirchenkreises Leine-Solling, Stephanie von Lingen, nannte es ein großes Glück, dass diese Schule zu ihrem Kirchenkreis gehöre. Bildung und Religion seien hier eine gute Verbindung eingegangen.

Der Bürgermeister der Stadt Dassel, Gerhard Melching, nannte die Gründung der PGS eine Lausbubengeschichte und resümierte, dass schöne Schulerlebnisse auch heute noch aus Streichen bestünden, mit denen man letztlich Gutes bezwecken wolle. Der bereits emeritierte Professor Dr. Dieter Weber, Schüler der ersten Stunde, war eigens aus Berlin angereist, um von Zeitzeugen der ersten Stunde zu berichten. Rolf-Erich Wandhoff, Vorsitzender des Ehemaligen-Verein ergänzte seine Erinnerungen an die Gründungsgeschichte und Persönlichkeiten, die die Schule vor 70 Jahren prägten.

Musikalisch umrahmt wurde der Abend von der Bläserklasse 7 d unter Leitung von Musiklehrerin Anke Wurmstädt. Ein Höhepunkt des Abends war der Film, der in der Woche zuvor auf dem Schulfest gedreht wurde. Alon Heise, Max Rieke, Melina Möller und Pridon Rabius aus dem 11. Jahrgang wurde dafür auch besonders gedankt. Einen besonderen Dank erfuhren auch Hannes Garbelmann und Torben Böker, ebenfalls Jahrgang 11, für ihre vielfältigen Anstrengungen, auch auf dem Schulfest die Schmiedekunst in Dassel zu einer Renaissance zu bringen.  Ein weiterer Höhepunkt waren die Poetry Slam Beiträge. Konstantin Tillmann Schott und Lucia Bohnsack aus der 9 b trugen selbstverfasste Texte vor, die sowohl im Tiefgang als auch in Sachen feinsinnige Ironie überzeugten. Die beiden hatten mit ihrer Klasse vorab an einem einwöchigem Poetry-Slam-Workshop teilgenommen, der mit Mitteln der Jugendstiftung der Landkreises Northeim über den Verein der Freunde und Förderer finanziert und von der Kulturinitiative Uslar durchgeführt wurde. Die Klasse 9 b ging auch als Sieger aus der „Geschenke-Show“ des vorausgegangenen Schulfestes hervor. Zweitplatziert wurde die Klasse 7 b, die ein Zukunftsmodell für die PGS gebaut hatte. Der dritte Platz ging an die 6 b, die all ihre Leidenschaft auf dem Geburtstag in eine wunderschöne Luftballon-Aktion steckte. Die Klasse ließ Luftballons mit Geburtstagskarten in den Himmel steigen.

Der Dank des Schulleiters ging an seines Stellvertreterin, Monika Fahrenbach, die in die Organisation der Feierlichkeiten viel Zeit und Phantasie gesteckt hatte. Diese wiederum dankte Detlef Muschalla und seinem 11er Kurs für die helfenden Hände bei der Durchführung des Abends.

Am Ende der Veranstaltung kündigten die beiden Moderatorinnen, Christina Amelsberg und Louisa Ebel, beide Jahrgang 12, noch einmal Dr. Stefan Graen und Torsten Pätzold von der Comedy Company an mit dem Hinweis, dass nach dem bunten Programm Sekt, Saft, Selters und Häppchen warten würden, wenn das Publikum geneigt sei, noch einmal mitzuspielen. So ging der Abend in fröhlicher Runde zu Ende.

16. September 2016
www.einbecker-news.de

Foto: O. Philipp

 

 

 

Paul-Gerhardt-Schule feiert 70. Geburtstag I Eigener pädagogisch-didaktischer Weg führt zu guter Schule

 20160913 Festakt 1

DASSEL. Als modernes Gymnasium mit vielseitigem Angebot präsentierte sich die Paul-Gerhardt-Schule in Dassel an ihrem 70. Geburtstag. Gut aufgestellt und mit vielen Kooperationspartnern an der Seite kann die Schule den Schülern viele Extras bieten - das wurde beim Festakt zum 70-jährigen Bestehen deutlich. Die Schule steht zudem für ein gutes Miteinander von Schülern und Lehrern.
Schulleiter Gerhard Wittkugel und Schülersprecher Fritz von Gierke begrüßten die zahlreichen Gäste in der »Paula «. Es sei berührend zu wissen, wie damals alles begonnen habe, so Wittkugel. Er bewundere den Mut, die Energie und die Improvisationskunst der Gründer der Schule, die dafür gesorgt hätten, dass viele Schüler eine gute Schulbildung erhalten. »Wir gehen gerne zur Paul-Gerhardt-Schule«, blickte von Gierke auf die heutige Zeit.
20160913 Festakt 3In ihrer Festansprache ging Oberlandeskirchenrätin Dr. Kerstin Gäfgen-Track auf das Thema »Bildung« ein. Mit Blick auf die Überschrift des Abends - »Besuch einer alten Dame« - betonte sie, dass Schule immer »an der Zeit und modern« sein müsse. Schule heiße »Reform, Reform, Reform«, schließlich gehe es darum, Schüler in ihrer  Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen. So rief sie auch die Entwicklung der Schule in den vergangenen Jahren ins Gedächtnis, beispielsweise die Einführung der Laptop-Klasse. Dass sich die Schule um Flüchtlinge kümmert und Kontakt zu ihren Austauschpartnern hält, schätzte Gäfgen-Track.
Von Anfang an habe die Schule in evangelischer Manier gearbeitet und mit einer »guten Portion Widerständigkeit«  versucht, ihren Weg zu gehen. Die eigenverantwortete Pädagogik sei vielleicht das größte Plus der Schule, resümierte sie. Auf dem eigenen pädagogisch-didaktischen Weg finde man heraus, was gute Schule sei.
Zudem sei Bildungsgerechtigkeit von Anfang an sei ein großes Thema gewesen. Denn »Bildung gefährdet die Dummheit und macht stark«. Da es keine einfachen Antworten gebe, helfe Bildung, differenziert zu denken und abzuwägen. Versöhnung sei ebenfalls ein Thema evangelischer Schule, denn in dieser Welt müssten Menschen Probleme wahrnehmen und bereit sein, dem Anderen die Hand reichen. »Bildung ist eine Haltung«, die bedeute Lust aufs Leben, auf Engagement zu machen.
Evangelisch gesehen werde Bildung beschrieben durch Freiheit, Widerstand, Haltung und die Bereitschaft zum Engagement. Und die Schüler bräuchten Hoffnung, dass ein Gott da sei. »Ein Gott, der Mut schenkt, die Zukunft zu gestalten.« Sie wünschte sich, dass viele bildungsbegeisterte Schüler aus der PGS hervorgehen.
Schulpastor Torsten Wiegmann freute sich, wie selbstverständlich an der PGS Religion gelebt werde. Gemeinsam stimmte das Auditorium das Paul-Gerhardt-Lied »Geh aus mein Herz« an.
Dassels Bürgermeister Gerhard Melching lobte die Schule, die »immer vorneweg und ganz bedeutend« sei, »Die PGS ist eine erstklassige Bildungseinrichtung in Südniedersachsen.«
Stephanie von Lingen, Superintendentin des Kirchenkreises hob anerkennend das individuelle Lernen, die Weltoffentheit, die Mehrsprachigkeit, das demokratische Miteinander und das Engagement heraus. »Hier wird Bildung gelebt und für Geist und Bildung gesorgt.«
20160913 Festakt 4Für die Gründungsklasse von 1946, die damals 28 Schüler hatte, überbrachte Professor Dr. Dieter Weber Glückwünsche. Er erinnerte daran, dass viele damals durch Kriegserlebnisse geprägt waren. Trotz aller Unterschiede habe man sich gut verstanden, der Zusammenhalt verbinde die Klasse bis heute. Eltern und Schulgründern gelte Dank, dass sie sich den Schließungsabsichten widersetzt hätten. Evangelische Schule bedeute »den Mut zur Zukunft« Nicht nur Verfügungswissen werde den Schülern hier vermittelt, sondern vor allem werde ihnen auch ein Raum für Orientierung gegeben. Er überreichte Papier, das dem Papier vor 70 Jahren glich - »fürs Archiv«.
Lebendige Zukunft, langes Leben und breite Aufstellung wünschte Rolf-Erich Wandhoff, Vorsitzender des Ehemaligen-Vereins, der Schule. Er blickte in die Geschichte der Schule und schenkte ein Bild, erschaffen vom ehemaligen Lehrer Mittendorf.
Linet Anzigare, Leiterin der Goibei-Highschool, gratulierte ebenfalls, Die vielen guten Wünsche werde man, so Schulleiter Wittkugel, mit in die Zukunft nehmen.
20160913 Festakt 2Die PGS feierte aber nicht nur mit Festreden, sondern auch mit einem runden Rahmenprogramm: Mit einem flotten Film riefen die Schüler Alon Heise, Max Rieke, Melina Möller und Pridon Rabius das vor wenigen Tagen gefeierte Schulfest in Erinnerung. Prämiert wurden die besten Geschenke, die das Engagement der Schüler zum Geburtstag unterstrichen: Der erste Preis, eine Veranstaltung, ging an Poetry-Slam der 9b, der zweite Preis, ein Besuch im PS. Speicher, an das Modell, das die PGS in 70 Jahren zeigt, von der 7b. Dritter wurden die Luftballons mit Grußkarten der 6b, ihr Preis ist ein gemeinsames Eisessen. Zudem wurden Hannes Garbelmann und Torben Böker, beide Jahrgang 11, für ihre Schmiedekunst geehrt. Mit einem Sonderpreis bedacht wurde das Paul-Gerhardt-Lied »Geh aus mein Herz und suche Freud« vom zehnten Jahrgang. Des Schulleiters Dank galt seiner Stellvertreterin, Monika Fahrenbach, die viel Arbeit in die Organisation des Geburtstags gesteckt hat.
Beim Poetry-Slam teilte Constantin Tilmann Schott seine Gedanken zum Perfekts ein mit den Zuhörern. Lucia Bohnsack servierte einen lustigen gereimten Text über die Taten ihrer drei Brüder - geschrieben auf dem Handy. Für den musikalischen Rahmen sorgte die Bläserklasse 7d unter der Leitung von Anke Wurmstädt mit »Fluch der Karibik« und der Bearbeitung einer Bizet-Suite, Die Moderation des Abends übernahmen Louisa Ebel und Christina Amelsberg. Für Unterhaltung war bestens mit der »Comedy Company« mit Dr. Stefan Graen und Lars Wätzold gesorgt. sts

Einbecker Morgenpost
13.September 2016

Fotos: Stöckemann

 

 

 

 20160910 9162

 

Afterwork-Party zum 70. Geburtstag der Paul-Gerhardt-Schule
DASSEL. Die Sonne meinte es am Geburtstagsfest gut mit der Paul-Gerhardt-Schule in DasseI. Deshalb konnten die Gäste fröhlich und gelassen die vielen Beiträge im Freien genießen. Schulleiter Gerhard Wittkugel erinnerte in seiner Begrüßungsrede daran, dass die  Schule nach dem Zweiten Weltkrieg für Flüchtlingskinder gegründet wurde. Das Pfarrhaus Dassel sei damals kurzfristig zum Schulhaus umgebaut worden. Wittkugel sagte: „Wir können heute stolz auf diese große und moderne Schule sein.“
Alle Klassen hatten Geburtstagsgeschenke für die PGS vorbereitet, die eine „Geschenke- Jury" schließlich in Empfang nahm. Ob Kunst-Auktion oder Enten-Rennen, Poetry-Slam oder Slush-Ice-Verkauf, Streetdance oder darstellendes Spiel, Straßenmusik oder Schmiedekunst, Torwandschießen, Dosenwerfen, Tauziehen - für jeden war etwas dabei, so dass die vier Stunden wie im Flug vergingen.
Auch das leibliche Wohl ließen die Schüler nicht zu kurz kommen: Fingerfood, Crêpes, Kuchen, Käse-Spieße, Hot-Dogs, Bratwurst, Pommes und Salat sowie Getränke wurden von verschiedenen Klassen angeboten.
Für die Geschenke-Prämiierung während des Festaktes zur 70 jahr-Feier wurden nominiert: die 6b (Luftballons mit Glückwunschkarten), 7b (Zukunftsmodell der PGS in 70 Jahren), 9b (Poetry-Slam-Beiträge), Jahrgang 10 (Liedvortrag „Geh aus mein Herz und suche Freud“, Paul Gerhardt).
Monika Fahrenbach dankte am Ende besonders dem Film-Team unter Leitung von Max Rieke und Alon Heise, beides Schüler aus dem 11. Jahrgang, die während des ganzen Festes filmten. Ebenso ging ein großer Dank an die Jugendkirche Marie in Einbeck für die freundliche Leihgabe der Geräte sowie an die Jugendstiftung der Landkreises Northeim für die finanzielle Unterstützung der Poetry-Slam-Workshops. Mit Hilfe des „Vereins der Freunde und Förderer der Paul-Gerhardt-Schule in Dassel" war dies möglich geworden.
Schulleiter Gerhard Wittkugel sprach Thomas Burg, „als Ober-Erpel verantwortlich für das Enten-Wettrennen", seinen großen Dank aus, weil dieser über den Verkauf der Quietsche- Enten zahlreiche Spendengelder für den PGS-Lernfonds eingesammelt hatte.
Der PGS-Lernfonds unterstützt Familien bei finanziellen Engpässen, um die Bildungsteilhabe der Kinder zu garantieren.

 20160910 Schulfest

Die Eule
10. September 2016
Fotos: O. Philipp

 

 

 

20160909 Goibei Girls High SchoolDASSEL Seit mehr als zehn Jahren ist die Paul-Gerhardt-Schule in DasseI mit der Goibei Girls High School in Serem, West-Kenia, verbunden. Zur Partnerschaft gehören Austauschbesuche im jährlichen Wechsel, Brief- und E-Mail- Kontakte, Spendenaktionen und Praktika. Zurzeit ist eine achtköpfige Gruppe der Goibei Girls High School zu Gast in Dassel. Die sechs Schülerinnen und ihre zwei Lehrer wurden im Rathaus von Bürgermeister Gerhard Melching empfangen.
Das Austauschprogramm ermöglicht Einblicke in kulturelle, soziale und wirtschaftliche Unterschiede und ist ein wichtiger Bestandteil des globalen Lernens. Der Gegenbesuch aus Kenia wird regelmäßig vom Evangelischen Entwicklungsdienst und von der einheimischen Wirtschaft finanziell unterstützt und kann deshalb überhaupt stattfinden.
Sechs Schülerinnen im Alter von 15 und 16 Jahren und ihre Lehrer werden bis zum 25. September in DasseI bleiben. Sie leben in deutschen Familien. Während ihres Aufenthalts werden sie in einem Theaterprojekt mit Sigrid Städtler mitarbeiten, Einbecker Firmen und das Versuchs gut Relliehausen besuchen. Außerdem werden sie ein Seminar- Wochenende in Silberborn verbringen und Berlin kennenlernen, stellte Nele Kißling das Programm vor.
Zunächst aber wurden die Dasseler Gäste im DasseIer Rathaus von Bürgermeister Gerard Melching aufgefordert, sich ins Gästebuch der Stadt einzutragen. Der Bürgermeister stellte die Stadt mit ihren rund 10,000 Einwohnern vor. Erst der Zuzug von Flüchtlingen habe die Einwohnerzahl wieder steigen lassen. Besonders hob er die engagierte Arbeit der Ehrenamtlichen in der Flüchtlingsarbeit hervor. Die Integrationsleistung werde hier geleistet, Wohnungen gebe es auch, es fehlten aber Arbeitsplätze. Auf dem Land sei es zudem schwierig für die hier Schutz suchenden Menschen zu den Sprachkursen zu kommen. Europa habe in der Bewältigung der Flüchtlingskrise bedauerlicherweise kein einheitliches Bild abgegeben, hieß es weiter. Gerade aber Deutschland habe »ein freundliches Gesicht gezeigt«, so die kenianischen Lehrer.
Abschließend freute sich Melching über den kontinuierlichen Austausch, den die PGS organisiert. Schließlich eröffne das den Schülern »neue Horizonte«. Dankbar für den Empfang waren die kenianischen Gäste, die den Austausch ebenfalls schätzen. DasseI sei, das bekräftigten sie im Gästebuch »a nice place to be«, als Geschenk hatten die kenianischen Gäste ein Bild mitgebracht.  sts

Einbecker Morgenpost
09. September 2016
Foto: Stöckemann

 

 

 

20160907 AKB Stiftung 9383DASSEL. Musizieren ist gesund für Körper und Geist, es wirkt entspannend, bringt immer wieder kleine und große Erfolgserlebnisse, erhöht die Koordinationsfähigkeit, verbessert die  Konzentrationsfähigkeit, steigert die emotionalen, sozialen und kognitiven Kompetenzen und macht dabei auch noch Spaß. Im dritten Jahr bietet die Dasseler Paul-Gerhardt- Schule nun sogenannte Bläser-Klassen an. Die 5d umfasst in diesem Jahr 27 Schüler, und sie erhielten jetzt ihre Instrumente. Großzügig unterstützt wurde die Anschaffung der Instrumente durch die AKB-Stiftung, vertreten durch Michael Büchting. Im Rahmen des Musikunterrichts und der Profilstunden erlernen alle Schülerinnen und Schüler der Bläserklasse systematisch ein Holz- oder Blechblasinstrument. Zur Auswahl stehen: Querflöte, Klarinette, Saxophon, Trompete, Posaune und Euphonium. Der Instrumentalunterricht findet anschließend einmal wöchentlich in Kleingruppen statt.  Gleichzeitig musizieren die Schüler von Anfang an als Ensemble. Die Bläserklasse hat den Vorteil, dass die Kinder erst einmal prüfen können, ob ihnen das Instrument zusagt, bevor ein teures eigenes Instrument angeschafft werden muss. Schulleiter Gerhard Wittkugel bedankte sich für die Unterstützung und wünschte den Schülern viel Spaß beim Musizieren.

Einbecker Morgenpost
07. September 2016
Foto: Stöckemann

 

 

 

Schulgeschichte wird auf rund 150 Seiten und mit" nahezu 300 Fotos nachgezeichnet20160906 Schulchronik
DASSEL. Mit der rechtzeitig zur Jubiläumsfeier am 8. September vorgelegten Schulchronik - verfasst durch den Vorsitzenden des Ehemaligenverein der Paul-Gerhardt-Schule, Rolf-Erich Wandhoff, werden die 70 Jahre Schulgeschichte eingehend auf 150 Seiten und mit 300 Fotos nachgezeichnet.
Ausführlich werden in der Chronik insbesondere die ersten zehn Jahre beleuchtet, in denen sich die »Private Oberschule« vom Unterricht im Pastorat in Dassel bis zu dem heutigen Standort an der Ilme entwickelte. Zwischenzeitlich gab es eine »unchristlich« ausgetragene Konkurrenz seitens der ebenfalls privaten »Zwergschule« in Lüthorst mit 35 Schülern, die in einem Schreiben vom Mai 1950 an das Landeskirchenamt Klage führte, »dass die PGS in Dassel kaum als wirkliche evangelische Schule angesprochen werden könne, da nur eine Wochenstunde Religionsunterricht stattfände, obwohl dazu in der nahe gelegene Kirche ohne Schwierigkeiten die Möglichkeit gegeben sei.« Vielmehr stelle sich die Dasseler Oberschule als »eine Art 'Presse' dar, die in starker Weise einer falschen Leistungssucht unserer Tage nachgebe!«
Die Schulaufsichtsbehörden sahen es genau anders herum und monierten jahrelang nicht nur die dürftige schulische Unterbringung, sondern auch das Leistungsniveau. Mit immer wieder unangemeldeten Überprüfungen hofften die Schulbehörden in Einbeck und der Regierung in Hildesheim in 1948 bis i950 auf Schließungsverfügungen, denen zum Trotz Dr. Petzold als Schulleiter und Pastor Frese - getragen vom Widerstand der Dasseler Eltern gegen eine Schließung - die Schule illegal weiter betrieben. In dieser Situation war es schon ein besonderes Kuriosum, dass die illegal geführte Oberschule in Dassel zu Ostern 1950 30 Einbecker Schüler zusätzlich aufnahm, die zwar die Aufnahmeprüfung zur Klasse 5 bestanden hatten, aber in der Goethe-Schule wegen Überfüllung abgewiesen worden waren. Das »Göttinger Tagesblatt sprach damals vom »Schilda in Einbeck« und die »EM« schrieb hierzu, dass »jeden Tag Till Eulenspiegel im Geiste dem Kinderzug nach Dassel vorrausziehe«.
Ihre Namensbenennung als Paul-Gerhardt-Schule gab sich die Schule erst in einem feierlichen Gottesdienst in der St. Laurentius-Kirche Dassel am 26. Juni 1949. Gewissermaßen knüpfte sie historisch an die vor dem Krieg bestandene »Höhere Schule« in Dassel von 1936 bis 1938 und davor auch schon einer im 19 Jahrhundert bestehenden »Höheren Schule« an. Dass Dassel schon davor »bildungsbeflissen« war, zeigt die Existenz einer »Höhere Lateinschule« aus dem Jahre 1643 in Dassel, wie ein Stundenplan aus der Zeit belegt.
Die alten Fachwerkgebäude auf dem ehemaligen Gelände der Ruwo-Werke - vormals die sogenannte Altenmühle - dienten ab 1951 als Schule. Auch hier gab es immer wieder große Widrigkeiten. Fast wäre es Weihnachten 1951 wieder zur Aufgabe des Schulstandortes gekommen, als ein Schrotthändler die direkt neben dem Schulgebäude liegende Maschinenhalle (die spätere Turnhalle) erwerben wollte, um dort ohrenbetäubende Zerreißmaschinen für Lumpen aufzustellen. Glücklicherweise scheiterte das an den zu hohen Forderungen des Eigentümers der Ruwo-Werke. Nach langen zähen Verhandlungen konnte der Kirchenvorstand in Dassel - der 28 Jahre lang Träger der PGS war – das bis dahin gepachtete Schulgelände an der Ilme für 92.000 Mark käuflich erwerben.
Eine eher provisorische Unterbringung von acht Internatsschülern in der »Alten Scheune« und vier Schüler beim Schulleiter Dr. Petzold waren der Beginn des der Schule angegliederten Internats, das später auf über 130 Plätze anwuchs. Wie schwierig die Rahmenbedingungen anfangs waren, unterstreicht ein Beschluss des Kirchenvorstandes aus der Weihnachtszeit 1951, zur Versorgung der Lehrkräfte wie Schüler »ein fettes Schwein« anzuschaffen. Die heutigen Schulgebäude wecken keine Erinnerungen mehr an die Gründungszeit; mit dem Abriss der alten Fabrikanten-Villa der Familie Wolters in 2010 zugunsten des zuletzt errichteten Paulinums ist der letzte bauliche Zeuge an die Anfangsjahre verschwunden. Seit 1955 sind nach und nach die heutigen Schul-und Internatsgebäude errichtet worden.
Mit über 900 Schülern und einem breiten Fächerkanon und vielfältigen Ergänzungsangeboten ist die Paul-Gerhardt-Schule aus der Region nicht mehr wegzudenken. Seit der Ablegung des ersten Reifeprüfung vor fast 60 Jahren hat die Paul-Gerhardt Schule - mehrere tausend junger Menschen vor allem aus der Region zum Abitur geführt. Mit berechtigtem Stolz darf die nun »70 Jahre alte Dame« PGS auf das Erreichte verweisen und feiern.

Einbecker Morgenpost
06. September 2016

 

 

 

Afterworkparty in der PGS: Schüler bereiten Geschenke vor I Kreativität bewiesen
DASSEL. Mit viel guter Laune und einem gelungenen Programm bei bestem Wetter starteten die Aktivitäten der Paul-Gerhardt-Schule zum Jubiläumsfest - die Schule kann auf nunmehr 70 Jahre zurückblicken. Zunächst gefeiert wurde der Geburtstag mit den Schülern -  Poetry-Slam, Kunst-Auktion, Kinderschminken, Schmiedekunst, Entenrennen und vieles mehr sorgten für beste Unterhaltung bei der Afterworkparty.
20160905 Buntes SchulfestSchülervertreterin Alina Fröse hob bei der Begrüßung heraus, dass sie froh sei, Teil der Schule zu sein. Schulleiter Gerhard Wittkugel erinnerte an die Anfänge der Schule im Jahr 1946, direkt nach dem Zweiten Weltkrieg. Für viele Flüchtlinge, aber auch für Einheimische gab es nicht genug Platz in der Schule, und so wurde mit dem Schulbetrieb mit 28 Schülern kurzerhand im Pfarrhaus gestartet. Wittkugel war froh, dass diese Tradition fortgesetzt wurde und die Schule mittlerweile auf rund 900 Schüler angewachsen ist. Auf die »moderne und schöne Schule könne man stolz sein«, stellte er fest. Er dankte den Schülern, Kollegen und der stellvertretenden Schulleiterin Monika Fahrenbach für die Vorbereitungen der vergangenen Wochen. Dank ging auch an die Jury - sie hatte die schwere Aufgabe, die Geschenke, die die Schüler ihrer Schule machten, zu bewerten. In den Fokus genommen wurden dabei der Aufwand und die Kreativität der Beiträge.
Musikalisches stand im Mittelpunkt im Park am Paulinum, die Bläserklasse zeigte ihr Können, gemeinsam wurde »Happy Birthday« gesungen. Eine große 70 aus Naturmaterialien oder auch ein Foto wurden der »Jubilarin« geschenkt.
Die einzelnen Klassen und Kurse überraschten die Schule mit den verschiedensten Aktionen: Die zehnte Jahrgangsstufe interpretierte »Gehe aus mein Herz« - auf eine Weise, dass es Paul Gerhardt sicherlich gefallen hätte, stellte Fahrenbach heraus. Straßenmusik, Basketball, eine Kunst-Ausstellung mit Werken aus 30 Jahren, kurze Theater-Stücke, Poetry-Siam mit ganz unterschiedlichen Beiträgen, Filme, eine Kunst-Aktion, Porträt-Zeichnen und Kinderschminken, Schmiedekunst, Streetdance, Dosenwerfen, Torwand-Schießen, Sackhüpfen und Fußballspielen waren bestens organisiert. In die Zukunft geblickt wurde mit Modellen, die zeigten, wie sich die PGS weiterentwickeln könnte.
Der Lernfonds präsentierte das erste Entenrennen am Wehr. Bevor die Enten zu Wasser gelassen wurden, waren sie heiß begehrt – die Idee des Lernfonds kam gut an.
Natürlich wurden auch die Schüleraustauschprojekte in den Blick gerückt. Für das leibliche Wohl war mit unterschiedlichsten Köstlichkeiten aus verschiedenen Ländern gesorgt. Zum Teil lange Schlangen bildeten sich beim Kuchen- oder Hot-Dog-Stand, aber auch Slush-Ice, Käse-Spieße, Softdrinks, Gegrilltes und Blätterteig-Gebäck fanden guten Absatz.
Mit vielen bunten Luftballons wurden am Ende Geburtstagsgrüße in den Himmel gesandt. Das fröhliche Miteinander bei der Afterworkparty wird die Schulgemeinschaft sicherlich gestärkt haben.
Der Festakt zum Jubiläum der PGS findet am kommenden Donnerstag, 8. September, statt.
sts

Einbecker Morgenpost
05. September 2016
Fotos: Stöckemann

 

 

 

20160902 HarzhornDASSEL. Auf die Spuren der Römer und Germanen begaben sich 95 Siebtklässler der  Paul-Gerhardt-Schule bei ihrem Thementag. Sie erfuhren Wissenwertes  zur Römerschlacht  im Jahr 235 nach Christi am Harzhorn und zum damaligen römischen und germanischen Alltag. In den Workshops erprobten sie das Bogen- und Katapultschießen, das Anlegen der Kettenrüstung und übten römische Schriftzeichen. Beim Rundgang über das historische Schlachtgelände begaben sie sich auf die historische Zeitreise. Sie lernten moderne Forschung rundum eine archäologische Fundstätte kennen und bekamen einen detailreichen Einblick in den römisch-germanischen Konflikt, der am Harzhorn in einen germanischen Überfall auf den Tross der römischen Armee  mündete. Die sechs Harzhorn-Guides entführten gekonnt die Schülergruppe in den informativen Workshops mit spannenden Geschichten in die regionale Geschichte ein. Beim abschließenden Museumsbesuch beim »Portal zur Geschichte«. In Brunshausen/Bad Gandersheim konnten in der Sonderausstellung »Römer und Germanen« bereits am Fundort besprochene Originalstücke bewundert werden. »Besonders viel Spaß hat uns das Üben der Schildkrötenformation gemacht«, lautet der Kommentar der 7b. Inzwischen arbeiten die Schüler an ihren Projekten. Inspiriert von Roms vergessenem Feldzug sollen ein Römerlager, physikalische Untersuchungen zu den eingesetzten Waffen, kleine Theaterstücke mit historischer Kleidung und noch vieles mehr entstehen.

Einbecker Morgenpost
02. September 2016

 

 

 

Erster Platz beim VR-Börsenspiel I Siegerehrung fand in Frankfurt statt

20160901 Groes BrsenDASSEL. In diesem Jahr fand erneut das bundesweite VR-Börsenspiel der Volks- und Raiffeisenbanken statt. Im Bereich Südniedersachsen nahmen diesmal 132 Schüler und Schülerinnen der 10. Klassen der Paul-Gerhardt-Schule in Dassel mit großem Erfolg teil.
Im Rahmen der Schulkooperation zwischen der VR-Bank in Südniedersachsen und der Paul-Gerhardt-Schule hat in diesem Jahr bereits das dritte VR-Börsenspiel stattgefunden. Mit einem fiktiven Startkapital von 50.000 Euro im Depot haben die Teilnehmer die Möglichkeit,
wie in der Realität an der Börse zu investieren und so aktiv dieses komplexe Thema zu lernen und zu leben. Für die Schüler war es interessant zu sehen, welche Auswirkungen ihre Entscheidungen auf ihr Depot hatten. Das Spiel gibt ihnen einen realistischen Einblick in den Kauf und Verkauf von Wertpapieren. Und viele Teilnehmer beschäftigen sich sogar freiwillig mit dem Finanzteil in der Zeitung oder im Internet. »Die Börse ist ein spannendes, aber auch komplexes Thema. Wir freuen uns, dass wir so viele Schüler hierfür begeistern und sie mit dem VR-Börsenspiel erste Erfahrungen auf dem digitalen Parkett sammeln konnten«, so Peter Koch, Leiter der Privatkundenbank der VR-Bank in Südniedersachsen, bei der persönlichen Übergabe der Preise in Dassel.
Peter Koch, Manfred Braun und Martin Spiegel von der PGS in DasseI schwören auf eine intensive Betreuung. Sie begleiteten im bundesweiten Schulspiel in diesem Jahr 30 Gruppen der Jahrgangsstufe 10 an der Paul-Gerhardt-Schule in Dassel. Auch in diesem Jahr war der intensive Betreuungsansatz sogar von ganz besonderem Erfolg gekrönt: Erneut belegte eine Gruppe im Schulspiel bundesweit den ersten Platz. Und als Bundessieger durfte die Gruppe zur Siegerehrung nach Frankfurt am Main fahren. Die Gruppe »Mick Hahaodeli« bestehend aus Iljana Hahndorf, Katharina Hachfeld, Cara Marie Dörries, Marie Lindner freuen sich über den ersten Platz. Dort erlebten die Sieger einen erlebnisreichen Tag: Sie erhielten die Möglichkeit, die Börse live zu erleben und haben einen Einblick in die DZ Bank in Frankfurt am Main erhalten. Abschließend konnten alle die einmalige Frankfurter Skyline vom Dach des DZ Bank Turms betrachten und am Abend mit gesammelten Eindrücken und Erinnerungen die Rückreise antreten.
Natürlich sorgten die ausgelobten Preise und die Siegerplätze für eine zusätzliche Motivation unter den Schülern. Doch die primären Ziele des Veranstalters VR-Bank und PGS Dassel sind nicht das Gewinnen, sondern der Lerneffekt und das Sammeln von Erfahrungen an der Börse. Ihnen ist wichtig, dass jeder Teilnehmer im Neuland Börse etwas lernt und für sich mitnimmt. Dafür wird während der Spielzeit viel Zeit und Herzblut investiert, aber nur so klappt es. Die wichtigste Voraussetzung zum Lernerfolg ist, dass die Schulleitung und die Lehrer die teilnehmenden Klassen unterstützten.


Einbecker Morgenpost
01. September 2016

 

 

 

 20160830 MG 8989 a

DASSEL. Für die 102 neuen Schüler im fünften Jahrgang wurde es in dieser Woche gleich schön bunt: Projekttage zum Thema »Gesunde Ernährung« standen auf dem Plan. Ernährungsberaterin Elisabeth Warnecke zeigte den Klassen, was man aus Obst und Gemüse alles in Kürze zaubern kann. Die Schüler können ihre neuen Kenntnisse gleich nächste Woche bei den Feierlichkeiten zum Schuljubiläum anwenden: Kostproben werden auf der Afterwork-Party am 2. September von 11 bis 15 Uhr auf dem Schulgelände angeboten. Die Schulleitung lädt dazu ein.

Einbecker Morgenpost
30. August 2016

Foto: O. Philipp

 

 

 

Christdemokraten informieren sich in der Paul-Gerhardt-Schule
20160829 Gut aufgestelltDASSEL. Ein offenes Ohr zeigte jetzt die CDU für die Belange der Dasseler Paul-Gerhardt-Schule. Im Zuge der Wahlkampfaktivitäten besuchten die Christdemokraten das Gymnasium, informierten sich und wollten von Schulleiter Gerhard Wittkugel hören, wo der Schuh drückt. Wittkugel stellte die Schule zunächst vor, verwies auf zurzeit 870 Schüler, von denen 466 aus dem Landkreis Holzminden und 385 aus dem Landkreis Northeim kommen. Gerade die Schülerbeförderung sei ein Problem, stellte er heraus. Die Fahrkarten-Kosten würden die Familienbudgets belasten. Angeregt wurde ein »Landkreis-Ticket«, das es beispielsweise Schülern auch ermögliche, abends kulturelle Veranstaltungen in allen Teilen des Landkreises zu besuchen.
Zurzeit sind 82 Schüler in Jahrgang 12 und 134 in Jahrgang 11.Die Wiedereinführung von G9 bedeute eine Jahrgangsstufe mehr für die PGS und damit Raumnot - es werden wieder Container aufgestellt.
Das Leitbild der Schule macht ihre Ziele deutlich: Christliche Vorstellungen vom Wesen und Auftrag des Menschen betrachtet die Paul-Gerhardt-Schule als Grundlage ihrer Arbeit. Am Evangelium orientiert, bemüht sich die Schule um die Umsetzung in eine Praxis gelebten Glaubens in evangelischer Tradition. Ziel ist es, Schülern einen qualifizierten Schulabschluss zu ermöglichen, sie auf Ausbildung und Beruf vorzubereiten und ihnen entsprechende Kenntnisse und Kompetenzen zu vermitteln, ihnen Orientierungsmöglichkeiten für ein selbstständiges und verantwortliches Leben in der Gesellschaft anzubieten. Durch vielfältige internationale Kontakte sollen den Schülern Einblicke in andere Lebenswelten ermöglicht werden. Die Schüler sollen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung gefördert und für einen bewahrenden Umgang mit der Schöpfung sensibilisiert werden. Die PGS bietet den Schülern fachlich fundierten Unterricht an, ebenso entwicklungsbezogenes Lernen in angst- und gewaltfreiem Raum. Sie möchte Neugier und Wissbegierde der Schüler wecken und sie zum selbstverantwortlichen und selbst gesteuerten Lernen anregen.
14 Schüler besuchen die Sprachlernklasse der PGS. Das laufe gut, konnte der Schulleiter  berichten. Wittkugel verwies zudem auf den PGS-Lernfonds, mit dem Schüler aus einkommensschwachen Familien unbürokratisch unterstützt werden.
Die PGS will eine gute Schule sein, »damit Kinder gut lernen können«, so Wittkugel weiter. Die Christdemokraten stellten anerkennend fest, dass die Paul-Gerhardt-Schule gut aufgestellt sei. Ruhe in der Schulpolitik wünschten sich wohl alle Schulen.
sts


Einbecker Morgenpost
29. August 2016

 

 

 

20160824 Einschulung

DASSEL. 102 neue »Schäfchen« wurden an der Paul-Gerhardt-Schule im Rahmen eines Gottesdienstes in der St. Laurentius-Kirche eingeschult. Der neue Schulpastor Torsten Wiegmann bewies, wie gut er Schüler, Eltern und Lehrer in einer Predigt ansprechen und einbinden kann. Gängige Vorurteile, die gegenüber den Herdentieren bestehen, wurden von ihm entkräftet. Dass Gottes Schafe alle einen eigenen Charakter hätten und es auf jede einzelne Persönlichkeit ankäme, leitete er aus Psalm 23 ab. Am Beispiel der Figuren aus der Fernsehreihe »Shaun das Schaf« wurde dies veranschaulicht. Schulleiter Gerhard Wittkugel stellte seine Vorstellungen von Schulleben vor: »Schule - das ist kein Gebäude, das seid Ihr! Das sind Eure Hände, Köpfe, Bäuche und Füße!« Die Schüler wurden aufgefordert, die Körperteile nacheinander in Bewegung zu setzen. Birgit Witte, Koordinatorin des fünften und sechsten Jahrgangs, war erfreut, wieder so viele Kinder aufnehmen zu können. Die Bläserklasse des siebten Jahrgangs zeigte unter Leitung von Elisabeth Oer, dass sie auch nach sechs Wochen Probenpause in der Lage war, ein schönes Konzert zu geben. Freudig wanderten die Klassen mit ihren Klassenlehrern und Paten in Richtung Schule, wo ein vielseitiges Einstiegsprogramm wartete.

Einbecker Morgenpost
24. August 2016

Foto: O. Philipp

 

 

 

20160813 Boersenspiel 2016 8867DASSEL. Im Frühjahr fand das bundesweite Börsenspiel der Volks- und Raiffeisenbanken statt. Im Bereich Südniedersachsen nahmen 132 Schüler der zehnten Klassen der Dasseler Paul-Gerhardt-Schule mit Erfolg teil. Peter Koch, Leiter der Privatkundenbank der VR-Bank in Südniedersachsen eG, der das Börsenspiel an der Schule begleitete, freute sich über die hervorragenden Ergebnisse. Bei der Siegerehrung in der Schulaula wurde die Gruppe »Mick Hahaodeli« mit Iljana Hahndorf, Katharina Hachfeld, Cara Marie Dörries und Marie Lindner hervorgehoben. Sie belegte in der Gesamtwertung den ersten Platz aller bundesweit teilnehmenden Gruppen. Den zweiten Rang erreichten die »Wallstreet Winners« mit Hendrik Rudhoff, Pia Hendrian, Lea Leßmann und Sally Zummach. Die »Börsenwildschweine« mit Gero Garthen, Ingo Bulla, Roberto Maiellaro, Jannik Mönkemeier und Pridoh Rabius kamen auf den dritten Platz. Schulleiter Gerhard Wittkugel war von dem Engagement der Schüler angetan. »Mit dem VR-Börsenspiel lernen Jugendliche den Börsenhandel selbstständig und unter realen Bedingungen kennen«. Im Online-Spiel werden die Abläufe des Börsengeschäfts vom Kundenauftrag über den Handel bis zur Abrechnung wie in einem, realen Depot simuliert. Manfred Braun, Organisator des Börsenspiels an der Schule, hob die Bedeutung des Spiels für die praktische Vorbereitung der Themen »Wirtschaft« und »Globalisierung« hervor, die in der Oberstufe ausgiebig behandelt werden. Mit einem fiktiven Startkapital von 50.000 Euro hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, an der Börse zu investieren und so aktiv das komplexe Thema zu lernen und zu erleben. Für die Schüler war es interessant zu sehen, welche Auswirkungen ihre Entscheidungen auf das Depot hatten. Das Spiel gab ihnen einen realistischen Einblick in den Kauf und Verkauf von Wertpapieren. Viele Teilnehmer beschäftigen sich sogar freiwillig mit dem Finanzteil in der Zeitung oder im Internet. »Die Börse ist ein spannendes, aber auch komplexes Thema. Wir freuen uns, dass wir so viele Schüler hierfür begeistern und sie mit dem VR-Börsenspiel erste Erfahrungen auf dem digitalen Parkett sammeln konnten«, sagte Koch bei der Übergabe der Gewinne. Alle 132 Schüler der teilnehmenden Gruppen wurden für ihr Engagement mit einem Preis von der VR-Bank belohnt. Die fünf bestplatzierten Gruppen erhielten zusätzlich Geldpräsente.

Einbecker Morgenpost
13./14. Juli 2016

 

 

 

Kindheit im Nationalsozialismus I Für Entwicklung eines Theaterstücks
20160711 Zeitzeugen 8851DASSEL. So langsam werden sie rar: diejenigen, die das Dritte Reich als Kinder erlebt haben und die etwas von der Zeit vor dem Krieg erzählen können. Als Zeitzeugen waren Annemarie Mönkemeier  aus Schorndorf, Heinrich Heise aus der Gemeinde Gleichen und Heinrich Lauter aus Holzminden in die Paul-Gerhardt-Schule eingeladen, um Schülern aus dem fünften und elften Jahrgang der Paul-Gerhardt-Schule zu berichten, was sie als Kinder erlebt haben.
So unterschiedlich die Lebenslagen waren, es zeigte sich eines ganz besonders: die meisten Kinder fühlten sich im Jungvolk, der Hitlerjugend oder dem Bund deutscher Mädel meist wohl, solange sie nicht grundlos oder wegen Kleinigkeiten angeschrien oder bestraft wurden. Sie waren ein bisschen stolz, zu einer Gruppe dazuzugehören, eine Uniform zu tragen, Lieder zu lernen und sich sportlich beweisen zu können. Sofern sie Eltern oder Lehrer hatten, die der NSdAP misstrauten oder sie auch offen ablehnten, war die Bindung zu den NS-Jugendorganisationen ambivalent.
Im ländlichen Raum gestaltete sich die Freizeit der Kinder oftmals freier, weil die Kinder auch ohne staatliche Organisation und unabhängig von parteipolitischer Zugehörigkeit zusammenspielten und die Dorfgemeinschaft genügend Halt bot. Der NS-Ideologie wurde auch nicht generell blind gefolgt. In einem Fall wurde davon berichtet, dass ein Dorfschullehrer häufig extra viel Hausaufgaben aufgab, damit die Kinder einen guten Grund hatten, an Veranstaltungen der Hitlerjugend nicht teilnehmen zu müssen. Ein anderes Beispiel zeigt, dass Rassenwahn und Menschenverachtung nicht überall herrschte: Zwangsarbeiter, die in der Landwirtschaft halfen, konnten am Tisch eines Bauern Platz nehmen und bekamen ausreichend zu essen, obwohl von Kreisbauernführern die Anweisung kam, sie als» Untermenschen« zu behandeln, ihnen wenig und schlechtes Essen zu geben und sie nicht in die gute Stube zu lassen.
Die autoritäre Erziehung in Schule und Elternhaus, die mit harten, vor allem körperlichen Strafen schnell bei der Hand war, erlebten die Zeitzeugen als etwas Normales, wenn auch nicht Angenehmes. Entsprechend stark wird das Freiheitsgefühl nach Ende des Dritten Reiches erinnert - für die zuhörenden Schüler ein wichtiger Impuls, Freiheitsrechte nicht als selbstverständlich gegeben zu betrachten
Das Deutsche Theater Göttingen nutzt im Rahmen der Kooperation mit der Paul-Gerhardt- Schule Dassel die Zeitzeugen-Interviews für die Entwicklung eines Theaterstückes, das im kommenden Schuljahr mit der Klasse 6c unter Leitung von Gernot Grünewald erarbeitet wird. Die Premiere von »Kindheit in der NS-Zeit« wird am 11. Februar 2017 im Deutschen Theater Göttingen sein.

Einbecker Morgenpost
11. Juli 2016

Foto: O. Philipp

 

 

 

 20160711 Schultzing 1270

DASSEL. Eingeleitet wurde der Abend von den beiden Schulchören: Der Bili-Chor der 5. bis 7. Klassen unter der Leitung Elizabeth Oer und der Chor der 8. Klassen unter der Leitung Rolf Paplowski (in Vertretung für Katharina Bartholl) präsentierten ein Repertoire von Popsongs und bewiesen gesangliches Können und Bühnenpräsenz. Das Ensemble Schultzing spielte dann zwei Stücke, die die ganze Bandbreite ihres musikalischen Profils und ihre Weltoffenheit illustrierten. Ein Stück Indie Rock mit deutschem Text und eine Bearbeitung des Klassikers »Caravan« von Duke Ellington zogen die Zuhörer in den Bann. Schließlich kam es zur großen, gemeinsamen Premiere: Nach guter Vorbereitung, einem Auftaktworkshop und intensiver Probezeit mit den Schultzing- Musikern, gelang es bei den Bläserklassen zwei extra für sie komponierte Stücke zum ersten Mal auf die Bühne zu bringen. Das Stück »Wetterbericht« wurde dirigiert zusammen mit einem Schüler der 6d, der den Einsatz20160711 Schultzing 1299 der vielen improvisierenden Gruppen anzeigte. Die frei improvisierten Teile wechselten mit komponierten Teilen ab um ein spannendes Klangerlebnis zu bereiten. Das zweite Stück, »Saving the Blues« war eine musikalische Reise durch die Welt des Blues und der Jazz Stile, inklusive Jazz Rock. Die Bläserklassen bewiesen, dass sie »Big Band«-Sound gut produzieren können. All dies wurde möglich dank des Programms »Hauptsache Musik« sowie der finanziellen Unterstützung durch die Nord LB-Kulturstiftung. Die Lehrerinnen der Schule, Katharina Bartholl, Elizabeth Oer und Anke Wurmstädt, arbeiteten zusammen mit den Lehrern der Mendelssohn- Musikschule, Felix Warnecke und Günter Tepelmann, seit Anfang Mai an dem Projekt mit den Schülern - ohne ihre Arbeit wäre das Projekt nicht möglich gewesen. Auch die Eltern, die ihren übenden Kindern zur Seite standen und diese Arbeit unterstützten, haben zu dem Erfolg beigetragen. Die Kinder, die viele Stunden geübt und mit äußerster Konzentration in der Probenzeit gearbeitet haben, ernteten am Ende entsprechend großen Beifall.

Einbecker Morgenpost
11. Juli 2016

Fotos: O. Philipp

 

 

 

20160620 Abiturentlassung 1Abiturentlassung an der Paul-Gerhardt-Schule I »Wir sind die Stecknadeln im Heuhaufen der Welt«
DASSEL. »Die Götter verlassen den Tempel«, ein selbstbewusstes Abi-Motto hat sich der Abiturjahrgang 2016 der Paul-Gerhardt-Schule gegeben, und 84 Abiturienten gehen sowohl mit Freude als auch mit Wehmut in ihr künftiges Leben. Mit einem Gottesdienst und einer Feierstunde in der Martinskirche in Markoldendorf wurden sie jetzt entlassen.
»Aufbruch in ein neues Land«, am ersten Buch Mose, Kapitel 12, orientierte sich der Gottesdienst. Seit vielen Jahren kennen sie sich, zahlreiche gemeinsame Aktivitäten haben sie unternommen, Stress und Angst bei den Prüfungen aber auch gemeinsame Freude haben sie geteilt, stellte Annika Dreyer in ihrer Begrüßung für die Abiturienten fest. Auf den biblischen Text gingen Lena Schmidt und Niklas Fingerhuth in ihrer Ansprache ein. Abraham sei zum Aufbruch aufgefordert worden, er sollte Vertrautes verlassen. Mut und Risiko seien gefordert, Sicherheit gebe es nicht: Es sei offen, was ihn erwarte, es gehe ins Ungewisse. Die Fremde sei ängstigend statt verlockend. Auch im vergangenen Jahrhundert seien viele Menschen zum Aufbruch gezwungen gewesen, und in diesen Tagen seien erneut, viele unterwegs. »Wir können aber glücklich sein, denn wir brechen auf, um Neues zu entdecken.« Abraham, der in Alter von 75 Jahren den Weg beschritten habe, könne ein Vorbild sein, und ein Glaubensvorbild für drei Weltreligionen sei er ohnehin. Er breche auf, weil er auf Gott vertraue bei dieser Reise ins Unbekannte. Auf Gottes Schutz und Zuflucht, das lehre Abrahams Weg, könne man bei der Reise zu kommenden Abenteuern vertrauen.
In seiner Ansprache an die »lieben Götter«, die den Tempel verlassen würden, zeichnete Schulleiter Gerhard Wittkugel den Weg nach, den die Schüler bisher genommen hätten. Zunächst ging es geradeaus, geschützt und gestützt von den Familien, unterstützt von den Lehrern, die Geduld, Fantasie und Leidensbereitschaf gezeigt hätten. Das Völler-Zitat »Ich habe versucht, den Spielern das Gefühl zu geben, dass sie Fehler machen dürfen. Das haben sie bis auf wenige Ausnahmen gut gemacht« finde er großartig: So sollte man Schule machen, indem man mit Schwächen barmherzig umgehe. Nun sei die gerade Strecke, die Höhen und Tiefen hatte, zu Ende. Nach dieser langen Distanz hätten die Schüler das Abitur bestanden, mitunter auch mit Nachspielzeit, aber Abi mache man nicht mal so eben.
Der Weg nehme eine neue Richtung, Mailand oder Madrid, Studium, Ausbildung, FSJ- viele würden in etwas Neues aufbrechen. Er beneide die Schüler um diesen Weg in die spannende Welt, in die offene Zukunft mit vielen Möglichkeiten. Sie seien Chance und Last, und er wünsche ihnen ein gutes Händchen bei ihren Entscheidungen, wozu auch zähle, einen eventuell falschen Weg zu revidieren. Der Weg gabele sich, werde optisch zum Y, »das Logo Ihrer Generation.« Sie sei mit dem Smartphone in der Hand geboren, das Leben 2.0 sei völlig selbstverständlich; aber das Y stehe auch für das englische »Why?«, »Warum?« Die Generation hinterfrage alles, stelle die Leistungsgesellschaft in Frage, sehe Fun statt Pflicht, tue das, was sie für richtig halte. Frech, laut, fordernd, verwöhnt? So einfach könne man das nicht zusammenfassen, schon gar nicht an einem solchen Tag, an dem die große Leistung im Mittelpunkt stehe. Es sei gut, alles zu hinterfragen. Ziel des Lebens sollte es nicht sein, jemand Großes zu werden, den eigenen Weg zu gehen. Aber bei allen positiven Lebensentwürfen sollte man das Weltrund nicht aus dem Blick verlieren - und so wurde aus  dem Bild der sich gabelnden Wege das Peace-Zeichen. »Behalten Sie den Blick fürs Ganze, die Welt wartet darauf, dass Sie sich ihr zuwenden, sie hat Sie bitter nötig.« Krieg und seine Folgen rückten näher an Europa und Deutschland heran, und die Flüchtlinge zeigten, wie fragil das Leben sei. »Ein Leben in Frieden, das ist mein größter Wunsch für Sie«, betonte der Schulleiter. Er wünsche Glück und Sicherheit und dass sie zum Frieden beitragen könnte, in der Gesellschaft und in sich selbst.
Er dankte auch den Eltern, die ihre Kinder der Paul-Gerhardt-Schule anvertraut und sie unterstützt hätten, und er dankte den Schülern, dass sie an der PGS gewesen seien. »Kommen Sie gut in Ihre neue Lebensphase - und lassen Sie mal von sich hören. Auf Wiedersehen!«
Für das Schulwerk, die Trägereinrichtung der Landeskirche, gratulierte Gerd Brinkmann. Nach zahlreichen Prüfungen seien die Schüler jetzt erlöst: »Genießen Sie, feiern Sie«, so sein Rat. Dass eine evangelische Schule ein Tempel sei, das habe man noch von keinem Schulleiter verlangt, schmunzelte er. Götter und Halbgötter würden jetzt ins wahre Leben gehen und erforschen, was in ihnen stecke. Ihm gefalle das selbstbewusste Bild. Zum Aufbruch sei ihnen Gutes mit auf den Weg gegeben worden, kritisches Denken, Verantwortung, Solidarität, Mut, Begabungen. Selbstbewusst und miteinander zu leben, das habe die Schule vermittelt, und er hoffe, dass die Abiturienten das mitnehmen würden.
Nach acht Jahren sei ein Etappenziel erreicht, stellte Eckhard Kahnert vom Schulelternrat fest. Der Weg sei nicht immer einfach gewesen, aber er hoffe, dass die Absolventen die Schule in guter Erinnerung behielten. Die Eltern hätten für Wurzeln und Flügel gesorgt, damit ihre Kinder tatkräftig und lebensfroh ihren Weg gehen könnten. Die jungen Erwachsenen hätten den offenen Umgang mit Menschen gelernt - jetzt gehe es auf den weiten Weg in die Welt. Er wünschte ihnen den Mut, sich zu verändern, und sie sollten keine Angst vor Fehlern haben.
Mit viel Humor schauten Lena Schmidt und Niklas Fingerhut auf die Schulzeit zurück. Man sei reicher an positiven und negativen Erfahrungen, und vielleicht werde man die Schule »so'n bisschen« vermissen. Der Schulalltag habe sich fest in die Köpfe gebrannt, und so gab es viele Lacher bei der Schilderung eines typischen Schulbeginns im zwölften Jahrgang. Motto-Tage und Abi-Gag seien unvergessen. Die guten Freunde, die man gefunden habe, würden sicher erhalten bleiben. »Wir sind Stecknadeln, die über dem Heuhaufen der Welt ausgeschüttet werden.« Nun gelte es, das Beste daraus zu machen und den dünnen Faden der Verbindung nicht reißen zu lassen. Dank richteten sie an die Schüler, dass sie es geschafft hätten, sich immer wieder zu motivieren, und an die Lehrer, die sie immer bei Laune halten konnten, denn das Abitur sei nicht nur das eigene Verdienst, sondern habe das Kollegium Nerven gekostet. Dank ging weiter an Eltern und Freunde für die Unterstützung. »Was jetzt? Studium, Ausbildung, Ausland, nichts? Wir wünschen allen einen guten Weg durch den Heuhaufen der Welt.« Man werde auch einmal in einer Sackgasse landen. »Aber lasst uns unsere Träume verwirklichen und unser Leben zu etwas Besonderem machen.«
20160620 Abiturentlassung 2Die Ergebnisse des Abiturs gab Manfred Renger bekannt: 88 Schüler sind zur Prüfung angetreten, 44 Männer und 40 Frauen – haben die Reifeprüfung bestanden, vier erhalten die Fachhochschulreife. Ein Sechstel hat eine Eins vor dem Komma, die Hälfte eine Zwei. Die Durchschnittsnote lag bei 2,64, »das ist so okay«, sagte er augenzwinkernd. Bei den Jungen lag der Notendurchschnitt bei 2,71, bei den Mädchen bei 2,57.
Auszeichnungen für besondere Leistungen im Fach Religion erhielten Jan Hendrik Giering, Elina Teichröb, Luka Schillig und Elvira Schmidt. Für die Fächer Physik und Mathematik wurde Jasper Ragnitz geehrt, für Chemie Luka Schillig. Für den Einsatz für die Schulgemeinschaft wurden Elisabeth Lange, Niklas Fingerhut und Paul Moersener gewürdigt, für das Engagement im Bereich Kunst Annika Klingenberg, und für die Unterstützung bei Veranstaltungen Felix Banning.
Die Traumnote von 1,0 hat Luca Schillig erreicht, 1,2 schaffte Felix Meyer, und mit 1,3 haben Hannah Meyer, Robin Albrecht und Patricia Reischenbacher abgeschnitten.
Gottesdienst und Entlassungsfeier wurde gestaltet von Annika Dreyer, Niklas Fingerhut, Julia Gnioth, Elisabeth Lange, Paul Moersener, Lena Schmidt, sowie Dr. Friedhelm Flamme, Anna Moersener und Pearl Voigt. ek

Einbecker Morgenpost
20. Juni 2016
Fotos: Kondziella

 

 

 

20160618 RuderkursElfter Jahrgang der Paul-Gerhardt-Schule auf Ruderkurs bei Wilhelmshausen
DASSEl. »Alles vorwärts! Und los! « schallte es auch in diesem Jahr wieder über die Fulda bei Wilhelmshausen: Vor kurzem ruderten, badeten, kochten und lachten 19 Schülerinnen und Schüler des 11. Jahrgangs der PGS Dassel, was das Zeug hielt.
Direkt nach der Ankunft, der in diesem Jahr nicht nur eine Anreise per Auto und Motorrad, sondern sogar auch per Fahrrad vorangegangen war, erfolgte das Einrichten im Bootshaus der Universität Göttingen. Hierbei wurde bereits das erste Mal herzlich gelacht, nachdem eine Schülerin fragte: »Gilt die Zimmertrennung von Jungen und Mädchen nach oder vor 22.30 Uhr? « Anschließend wurden dann nach einer kleinen Bootskunde die Viererboote »Kanzler« und »Undine« zu Wasser gelassen, die im Übrigen während der gesamten Woche treueste Dienste leisteten und den Kursteilnehmern beim Erlangen erster Rudererfahrungen und dem Entwickeln ihrer praktischen Fähigkeiten halfen. Der anstrengende Tag wurde schließlich mit einem gemeinsamen Essen und einem abendlichen Bad in der Fulda, deren Wassertemperatur sich deutlich kühler herausstellte als erwartet, abgeschlossen.
Am Dienstag, dem einzig regnerischen Tag der Woche, erhielten die Lehrer zunächst Unterstützung von einem ehemaligen Kursteilnehmer, der alle Schüler von nun an zum Äußersten trieb: »Leute, achtet auf eure Synchronität«, wird hierbei sicherlich vielen als Credo der Woche im Gedächtnis geblieben sein. Doch nicht nur in den Vierer-, sondern auch in den Zweierbooten »Prof« und »Magister« wurde an diesem Tag fleißig das Geben von Kommandos und das Verfeinern der Rudertechnik geübt; schließlich stand am nächsten Tag die Steuermannprüfurig an, die von allen Teilnehmern erfolgreich bestanden wurde. Auch die ersten Funboote, die einen Übergang zum äußerst langen und instabilen Skiff (Einerboot) darstellen, kamen zum Einsatz.
Am Mittwoch und Donnerstag stand, entgegen allen Erwartungen, das Rudern auf dem Programm, was allen Schülern Gelegenheit gab, ihre Fähigkeiten nicht nur im Vierer, Zweier und Funboot weiter zu entwickeln, sondern auch ihre Schwimmfertigkeiten zu testen. Zurückzuführern ist dieses unfreiwillige Kentern dabei wohl auf den Einsatz der Skiffs »Kleiner Satan«, »Backbord« und »Praxis«, deren Nutzung ab Mittwoch für alle Teilnehmer Pflicht war. Ein Schüler fiel hierbei besonders auf, da er, getreu dem Kursmotto »Entern oder Kentern«, während der Woche ganze sechs Mal unfreiwillig die Fulda von unten betrachtete.
Donnerstagnachmittag begann dann schließlich die Technikprüfung im Vierer, die bis in den Abend dauerte und von Allen souverän gemeistert wurde. Den letzten gemeinsamen Abend ließ man dann anschließend mit einem Abschlussgrillen entspannt ausklingen, um frisch und ausgeruht in die letzte anstehende Prüfung am Freitagmorgen zu gehen: Das 5OO-Meter- Zeitfahren im Skiff. Obwohl es vielen Teilnehmern davor graute, war eine starke Verbesserung der Ruderfertigkeiten im Vergleich zum Anfang der Woche bei allen zu erkennen, sodass die meisten Schüler mit ihren erzielten Ergebnissen zufrieden waren und  ich abschließend mit einem obligatorischen Stück Erdbeerkuchen dafür belohnen konnten.
Was also bleibt von dieser Woche? Sicherlich sind es Blasen an den Händen, Muskelkater an unzähligen Stellen und klingende Kommandos in den Ohren. Aber eben auch schöne Erinnerungen an eine Zeit, die geprägt war vom Reinfallen und Weiterrudern, vom allabendlichen Schwimmen, vom Essen an der Currywurst-Bude gegenüber, vom gemeinsamen Kochen und, last but not least, dem tollen Zusammengehörigkeitsgefühl.

Einbecker Morgenpost
18./19. Juni 2016

 

 

 

20160617 Gruppenfoto AbiturDASSEL. Folgende Schülerinnen und Schüler haben das Abitur oder die Fachhochschulreife an der Dasseler Paul-Gerhardt-Schule erlangt:
Robin Albrecht, Eschershausen, Anna Christina Baeumer, Dassel-Lauenberg, Felix Banning, Dassel-Lüthorst, Tim Bartkowiak, Dassel-Hoppensen, Alina Borns, Dassel-Krimmensen, Adrian Brandt, Dassel-Lüthorst, Leonie Brandt, Dassel-Lüthorst, Chris Bruchmüller, Dassel-Lauenberg, Annika Dreyer, Stadtoldendorf, Yannis Drinkmann, Dassel-Lüthorst, Niklas Fingerhut, Dassel-Lüthorst, Eva-Freitagsmüller, Dassel,  Alex Patricio Gabriel, Negenborn, Maximilian Garbe, Dassel-Mackensen, Jan Hendrik Giering, Einbeck,  Julia ,Gnioth, Stadtoldendorf,  Maurice Gömann, Lüerdissen,  Marlena Grobe, Dassel-Markoldendorf, Janna Groeneveld, Dassel-Markoldendorf,  Theresa Grotenburg, Stadtoldendorf,  Florian Gutermuth, Dassel-Lüthorst, Jan-Philipp Haas, Dassel-Mackensen, AdrienHaase, Dassel-Lüthorst, Adrian Ruben Hafermann, Einbeck,  Robin Heinemeier, Dassel-Amelsen, Carsten-Patrick Henne, Uslar, Franziska Henne, Uslar,  Simon Henne, Dassel-Deitersen, Tatjana Hirschfeld, Dassel-Sievershausen, Hendrik Hundertmark, Northeim-Edesheim, Eva Alexandra Hüser, Einbeck-Hullersen, Lena-Marie Hütte, Deensen,  Pia Jacobs, Negenborn, Philipp Jockisch, Dassel-Markoldendorf, Daniel Klein, Deensen, Robin Klein, Holzminden,  Annika Klingenberg, Holzminden,  Lilija Kraft, Heinade,  Kevin Kraus, Dassel-Eilensen, Bennet Kreikenbohm, Stadtoldendorf,  Lea Kristin Krieger, Bevern,  Anica Lampe,Einbeck,  Elisabeth Franziska Lange, Holenberg,  Kerstin Langer, Stadtoldendorf,  Felix Lindner, Dassel,  Nicole Meinzer, Stadtoldendorf,  Felix Meyer, Dielmissen,  Hannah  Meyer, Dassel-Sievershausen, Paul Moersener, Holenberg,  Jannik Mollenhauer, Einbeck-Salzderhelden, Friederike Müller, Dassel-Markoldendorf, Joana Müller, Dassel-Lüthorst, Nikolai Müller, Dassel-Amelsen, Sarah Müller, Dassel-Lüthorst, Maike Petrik, Langenhagen,  Jonas Possner, Dassel,  Björn-Mika Prüßmann, Heinade,  Jasper Ragnitz, Dassel-Markoldendorf, Patrizia Reischenbacher, Deensen-Schorborn, Dorothea Rothämel, Isernhagen, Tim Rückemann, Dielmissen, Jan Rudhoff, Dassel-Mackensen, Michel Rusch, Einbeck-Vogelbeck, Lukas Sagljada, Lenne, Miriam Santo, Dassel,  Luka Schillig, Dassel-Hilwartshausen, Bettina Schleise, Stadtoldendorf, Elvira Schmidt, Heinade,  Lena Schmidt, Dassel,  Lennard Schmidt, Dassel-Hilwartshausen, Hendrik Schwerdtfeger, Dassel-Sievershausen, Julia Schwerdtfeger, Dassel,  Angelina Sonnemann, Dassel-Sievershausen,  Elina Teichröb, Stadtoldendorf,  Rudolf, Tissen, Dassel-Markoldendorf,  Cedric Tschentscher, Dassel-Amelsen,  Patricia Utermöhle, Deensen, Sandro Vece, Eschershausen,  Stefanie Voss, Dassel-Relliehausen, Victoria Weikum,Dassel-Markoldendorf,  Roman Wendt, Stadtoldendorf,  Miriam Werner, Stadtoldendorf,  Kira Wippermann, Dassel-Hilwartshausen,  Lucas Sedric Wirth, Dassel,  Christian Wolter, Dassel-Portenhagen, Okan Yorulmaz, Dassel,  Colleen Zellmer, Dassel-Markoldendorf, Jacob Zimmer, Einbeck-Vogelbeck.
Die Abiturienten werden am kommenden Sonnabend, 18. Juni, ab 10 Uhr in der Martinskirche in Markoldendorf verabschiedet.

Einbecker Morgenpost
17. Juni 2016

Foto: O. Philipp

 

 

 

20160613 Sprachlernklasse unterwegsDASSEL. So richtig konnten sich die neun Schüler anfangs wohl nicht vorstellen, auf welches Abenteuer sie sich eingelassen hatten. Welche Tiere sie sehen würden, -wurde ihnen erst auf dem Rundgang durch den Wildpark klar. Das Staunen fing schon auf der Hinfahrt an. Der Solling zeigte sich von einer sehr freundlichen Seite. Die Schüler erzählten davon, wie sie bei ihrer Ankunft in Europa gestaunt haben, dass alles so grün ist. Der Waldpädagoge Olaf Hettling führte die Gruppe durch den Wald, erklärte wie und wo die Tiere leben, welche Bedürfnisse sie haben, wie man sie schützen kann und beantwortete geduldig alle Fragen. Auch konnte er die Schüler mit einigen erlebnispädagogischen Spielen besonders herausfordern, zum Beispiel mussten sie Knochen, Teile von Geweihen, Keilerzähne und noch vieles andere ertasten und erraten. Da musste dann doch mal das Wörterbuch angeklickt werden, um diese außergewöhnlichen Vokabeln zu erklären. Besonders beeindruckend waren aber die Wölfe, die sich gerade auf ihren Tierpfleger freuten, der  ihnen etwas zu fressen geben sollte. Da erhoben die Wölfe ein Geheul an, dass alle und nicht nur die Schüler gebannt hinsehen mussten. Viele andere Tiere haben die jungen Menschen noch nie gesehen: Seeadler, Eulen, Luchse  Eichhörnchen, Pfauen, Rotwild und noch viele mehr. Leider beendete der sturzbachmäßige Regenguss dann den Ausflug. Im trockenen Eingangsfoyer des Wildparks konnten die Schüler dann noch die Ausstellungsstücke ansehen, die auch viele Möglichkeiten zum Anfassen, Ausprobieren und Hören boten. Allen war am Ende klar, dass das nicht der letzte Ausflug war.

Einbecker Morgenpost
13. Juni 2016
Foto: PGS

 

 

 

Partnerschaft zwischen Paul-Gerhardt-Schule und ArbeiterKind.de


Die Paul- Gerhardt- Schule in Dassel ist jetzt offizielle Partnerschule der gemeinnützigen Initiative ArbeiterKind.de - und damit die zweite Schule überhaupt in Niedersachsen. »Nach der sehr guten Zusammenarbeit in den vergangenen Schuljahren, freuen wir uns natürlich sehr, dass wir die Paul-Gerhardt-Schule gewinnen konnten und wir nun regelmäßig die Schüler rund um das Thema Studium informieren und bei Fragen unterstützen können«, sagte Anika Werner, Regionalkoordinatorin von ArbeiterKind.de in Niedersachsen. Schulleiter Gerhard Wittkugel unterstrich, dass es ihm sehr am Herzen liege, die Schüler fürs Studium zu interessieren.

20160611 ArbeiterkindDASSEL. Durch die Initiative von Ann-Christine Meier, ehemalige Schülerin und Engagierte bei Arbeiterkind.de, haben an der Paul- Gerhardt-Schule bereits mehrere Schulvorträge stattgefunden. In den Vorträgen wurden die Schüler durch das Teilen der persönlichen Bildungsgeschichte der Engagierten von Arbeiterkind.de zu den Fragen »Warum studieren? Was studieren? Wie finanzieren? « informiert, Ängste und Vorurteile wurden abgebaut und Studieninteressierte zu einem Studium ermutigt. »Wir wollen nicht, dass alle studieren«, stellte Werner heraus, »aber die Schüler sollen die Wahl haben und für sich selbst die richtigen Weichen stellen: Sie sollen das machen, wofür sie brennen.«
Mit der Kooperationsvereinbarung erklärt sich die Schule bereit, mit Unterstützung von ArbeiterKind.de Schüler ohne akademische Vorbilder in ihrer Familie zu einem Studium zu ermutigen und mit Informationen beispielsweise, zum Thema Stipendien zu versorgen. Die Ehrenamtlichen der lokalen ArbeiterKind. de Ortsgruppe Holzminden werden zukünftig regelmäßig Informationsveranstaltungen rund um das Thema Studium an der Paul- Gerhardt-Schule durchführen.
Das Engagement von ArbeiterKind.de stuften die Lehrer Manfred Braun und Oliver Sassin als bedeutsam für Schüler und Eltern ein. Die Schule nehme die Studien- und Berufsorientierung in den Fokus, organisiere auch Fahrten zur Universität Göttingen.
Ziel von ArbeiterKind. de ist es, junge Menschen aus Familien, in denen kaum jemand studiert hat, zur Aufnahme eines Hochschulstudiums zu ermutigen und ihnen Hilfestellung beim Studieneinstieg zu geben. Laut der aktuellen Sozialstudie des Deutschen Studentenwerks (DSW) nehmen von 100 Akademikerkindern 77 ein Studium auf. Dagegen studieren von 100 Nicht-Akademikerkindern lediglich 23, obwohl doppelt so viele die Hochschulreife erreichen. Die finanzielle Belastung ist nur ein Grund, die Schüler vor einem Studium abschrecken.
Die Ehrenamtlichen von ArbeiterKind.de unterstützen kostenlos und aufgrund ihrer eigenen Studienerfahrungen und haben immer Tipps parat. »Wir freuen uns auf einen regen Austausch mit den Schülern in Dassel und unterstützen gern beim Weg an die Hochschule«, so Ann-Christine Meier, die in Holzminden die Arbeiterkind.de Gruppe gegründet hat.
Das Netzwerk Arbeiterkind.de besteht aus 6.000 ehrenamtlich Engagierten. Wer unsicher ist, ob sich ein Studium lohnt, oder wer nicht weiß, welches Fach passend wäre, kann sich unter www.arbeiterkind.de oder am Infotelefon unter 030/679672750 donnerstags zwischen 13 und 18.30 Uhr informieren.

Einbecker Morgenpost
11./12. Juni 2016
Foto: Stöckemann

 

 

 

20160610 Rumpel Stilz 1DASSEL. Unter der Regie von Sigrid Städtler und Lehrerin Cornelia Ehling entstand ein humorvolles Bühnenstück, das den Titel »Rumpel und Stilz« trägt. Die aufgepeppte Version des Grimmschen Märchens, machte es möglich, dass die Teilnehmer in für sie passende Rollen schlüpfen konnten. Die Zuschauer hatten große Freude am Spiel der Akteure. Da waren der König, der fortwährend Gold verlangte, sowie die Marktfrau und die Küchenhilfe, die tratschten, dass des Müllers Tochter Lisa Stroh zu Gold spinnen kann. Den König plagten arge Verlustängste, er fürchtete um seine Goldvorräte - da half nur die progressive Muskelentspannung. Als Lisas 20160610 Rumpel Stilz 2Fähigkeiten bekannt wurden, sollte sie für neues Gold sorgen, so der Plan von Dragomir, der dank des Goldes später die verschwenderische Arabella ehelichen konnte. Derweil plagten das Pärchen Rumpel und Stilz Sorgen, denn Rumpel wünschte sich ein Kind. Die Lösung lag nahe: Rumpel und Stilz versorgten Lisa mit Gold und verlangten dafür ihr Kind, das sie mit dem Prinzen hatte. Ein Jahr später wollen Rumpel und Stilz das Kind abholen. Doch Lisa flehte um Nachsicht - wenn sie die Namen der beiden errät, nehmen sie mit einem Kuscheltier vorlieb, lautete das Geschäft. Allerlei Doppel-Namen ließ sich Lisa sagen - von Timon und Pumba über Cody und Zack bis hin zu Gottfried und Friederich. Am Ende zog Lisa den Publikums-Joker und erfuhr die Namen. »Das hat der Teufel dir gesagt«, vermutete Stilz,  der zusammen mit Rumpel nun nur einen Stoff-Affen sein Eigen nennen konnte. Die feine Inszenierung mit lustigen Einfällen begeisterte die Zuschauer, die die Schauspieler mit viel Applaus bedachten. Die Harz-Weser-Werkstätten bedankten sich bei der PGS für die gute Zusammenarbeit. Dank galt auch Sigrid Städtler und Cornelia Ehling. Schüler und Harz-Weser-Mitarbeiter, ist sich Ehling sicher, profitieren vom gemeinsamen Spiel. Und Koordinatorin Birgit Witte bedankte sich bei den Akteuren und dem »tollen« Publikum.

Einbecker Morgenpost
10. Juni 2016
Fotos: Stöckemann

 

 

 

20160607 Luther 0576DASSEL. Wie würden Jugendliche von heute den Inhalt solcher Lieder wie »Nun freut euch, ihr lieben Christen g'mein« oder »Die beste Zeit im Jahr ist mein« von Martin Luther ausdrücken? Die Klasse 8e der Paul-Gerhardt-Schule in Dassel hat sich, gemeinsam mit ihrer Musiklehrerin Anke Wurmstädt, auf ein interessantes Projekt eingelassen. Fritz Baltruweit, Pastor und Liedermacher; bekannt durch evangelische Kirchentage, sowie sein Sohn Benno, Tontechniker und Rapper aus Hannover, kamen nach Dassel, um mit den Schülern genau daran zu arbeiten. Das Projekt streckte sich über vier Tage und es war erstaunlich, wie produktiv der Arbeitsprozess gelang. Nach dem Hören der Lieder und dem anschließenden Herausarbeiten der Themen wurde eifrig in Zweiergruppen geschrieben und »performt«. Die Ergebnisse ließen sich sehen und hören. Eine Jury, bestehend aus drei Schülerinnen und Schülern aus höheren Klassen, sowie Religions-, Deutsch- und Musiklehrern, beurteilte die Ergebnisse. Die ersten vier Gruppen haben nun die Möglichkeit, ihre eigenen Raps in Hannover in einem professionellen Tonstudio aufnehmen und auf eine CD produzieren zu lassen. Eine Präsentation der Raps in einem öffentlichen Rahmen ist ebenso geplant: Am 27. August findet in Hannover der »Tag des Ehrenamts« statt. Hier werden die Schüler auf einer großen Bühne vor entsprechend großem Publikum auftreten. Vorab ist das Dasseler Publikum zu einem Konzert eingeladen: am 13. Juni ab 18 Uhr in der Aula der PGS.

Einbecker Morgenpost
07. Juni 2016

Foto: O. Philipp

 

 

 

Jugend forscht: VDI-Sonderpreis für PGS-Schüler
20160607 SonderpreisDASSEL/HOLZMINDEN (r). Die monatelange Vorbereitung auf den diesjährigen Regionalwettbewerb Jugend Forscht /  Schüler experimentieren in Braunschweig hat sich für Constantin Tilmann Schott aus der Klasse 8b der Paul-Gerhardt- Schule in Dassel gelohnt. Der aus Holzminden stammende Schüler erhielt den VDI-Sonderpreis für die "Originellste Arbeit". Constantins Studie über "Tätigkeitsabhängiges Zeitempfinden" fand großes Interesse, auch bei dem führenden Zeitforscher Deutschlands, dem Psychologen PD Dr. Marc Wittmann von der Universität Freiburg.
"Mich hat fasziniert, dass man Dinge finden kann, die noch keiner gefunden hat, dass man so halt was in die Hand nehmen kann", so begründete der Schüler seine hohe Motivation. Die teilnehmenden Schüler haben sich seit Schuljahresbeginn zusammen mit dem PGS-Lehrer Carsten Winkler darauf vorbereitet.
Ideensammlung, Planung, Experimente, Dokumentation und Präsentation nahmen viel Zeit in Anspruch. Für die begeisterten Schüler verging sie jedoch wie im Flug.

Täglicher Anzeiger Holzminden
07. Juni 2016

 

 

 

20160606 AktienDASSEL. Seit 2012 gibt der PGS Lernfonds Aktien als besonderes Spendenmedium heraus, die sich auch gut verschenken lassen. Jeder eingenommene Euro geht direkt in die Unterstützung von Familien der Paul-Gerhardt-Schule (PGS) Dassel mit geringem Einkommen, die diese für diverse schulische sowie außerschulische Belange nutzen. Die Aktien sind mit Bildern von Schülern der PGS bedruckt. In diesem Jahr verschönert Lea Klages aus der Klasse 6c mit ihrem Bild »Die fantastische Stadt« die 25-Euro-Aktie, Kai Beddies aus der 8b mit »Zeitreise in das Jahr 2116« die 50er-Aktie und Annika Klingenberg aus dem aktuellen Abiturjahrgang mit »Auf dem Weg 1« die 100er-Aktie. Die Kunstlehrerschaft hat die Aktienmotive 2016 vorausgewählt und durch eine Umfrage unter den gut 1.500 Nutzern des schuleigenen Intranets wurden sie endgültig ermittelt. Mittlerweile gibt es schon über 50 Lernfondsaktionäre, die teilweise mehrfach Aktien erworben haben. Und wie es sich für eine AG gehört, gibt es regelmäßige Aktionärsversammlungen. Alle zwei Jahre werden die »Lernfondsaktionäre« eingeladen, auf den neuesten Stand gebracht und man diskutiert neue Entwicklungen des Lernfonds. Für kommenden Herbst ist die zweite Aktionärsversammlung geplant. Wie erwirbt man Aktien? Man kann die neuen und auch die älteren Aktienjahrgänge über www.lernfonds.de oder über das Schulsekretariat der PGS, Telefon 05564/9608-0, bestellen. Das Bild zeigt die Kunstpädagoginnen der PGS Birgit Goertz und Ulla Feiste sowie Lernfondssprecher Thomas Burg mit Kai Beddies und Lea Klages, es fehlt Annika Klingenberg.

Einbecker Morgenpost
06. Juni 2016

Foto: O. Philipp

 

 

 

 20160519 Deutschen Theater

Im Rahmen des Projekts »Schule: Kultur!« arbeitet die PGS mit dem Deutschen Theater Göttingen zusammen. Die 5c wird im nächsten Februar auf der Bühne des Deutschen Theaters in Göttingen zu sehen sein.

Projekt »Schule: Kultur!« I Thema »Kindheit in der NS-Zeit« I Zeitzeugen gesucht für Interviews

DASSEL. Kunst und Kultur werden in Niedersachsen stärker im Alltag der Kinder und Jugendlichen in den allgemein bildenden Schulen verankert. Zusammen mit der Stiftung Mercator haben das Niedersächsische Kultusministerium und das Ministerium für Wissenschaft und Kultur das Projekt »Schule: Kultur!« initiiert. Ziel dieses Vorhabens ist es, Schüler aller Jahrgänge für kulturelle Aktivitäten und kreatives Schaffen zu begeistern. Zunächst 40 Projektschulen werden durch das Land und die Stiftung Mercator gefördert und arbeiten mit Kultureinrichtungen zusammen. Schulen und kulturelle Partner bauen dabei gemeinsam ein fächerübergreifendes kulturelles Bildungsangebot auf.
Eine der ausgewählten Schulen ist die DasseIer Paul-Gerhardt-Schule (PGS). Bei dem Projekt soll Kultur in den Unterricht aller Fächer hineinwirken, damit sich ein fächerübergreifendes kulturelles Bildungsangebot entfalten kann, das langfristig die Schulqualität verbessert. Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit mit dem Deutschen Theater Göttingen wird die Klasse 5c (Darstellendes Spiel) ein Bühnenstück entwickeln und ab 11. Februar in Göttingen aufführen. Thema ist die »Kindheit in der NS-Zeit«. Die Schüler erfahren über Interviews mit Zeitzeugen, wie es sich angefühlt hat, zwischen 1933 und 1939 als Jugendlicher gelebt zu haben. Grundlage sind Interviews: Bisher haben sich 13 Zeitzeugen gefunden, die bereit dazu sind. Weitere Zeitzeugen, die aus ihrer Jugendzeit in den 1930er Jahren berichten, werden gesucht, gerne können sie sich melden bei der Theaterpädagogin Gabriele Michel-Frei, Telefon 055511496948, E-Mail theaterpäDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
Das Theaterstück, das zusammen mit Schauspielern, Dramaturgin Sonja Bachmann und Regisseur Gernot Grünewald entwickelt wird, basiert auf diesen Interviews. Dabei geht es nicht darum, »historisch Korrektes« auf die Bühne zu bringen, vielmehr werden die Geschichten mit Fakten verwebt. Die offene Herangehensweise wird sicherlich dazu beitragen, »dass ein großer Kuchen gebacken wird, an dem viele teilhaben können«, so die Theaterpädagogin.
Bei der Entwicklung des Stücks sollen »viele Sachen ausprobiert« werden, berichtet die Theaterpädagogin weiter. Die Schüler werden begleitet, machen mit Schauspielern spielpraktische Übungen, sind zum Besuch im Deutschen Theater eingeladen. Im nächsten Jahr stehen zweiwöchige Proben an, dabei werden weitere Schauspieler und Schüler in Göttingen einbezogen. Schon jetzt freuen sich die Schüler der 5c, wenn die »Profis« aus Göttingen in den Unterricht kommen und ihnen »neue Spiele« beibringen. Auch die Interviews mit den Zeitzeugen sind für sie eine neue Erfahrung – die Jugend in den 1930er Jahren weicht von ihrer Lebenswirklichkeit ab, hat sie »beeindruckt «. Die 5c freut sich, einen Blick hinter die Theaterkulissen werfen zu können. Die Schüler fürchten sich aber auch ein bisschen vor dem Auftritt, haben Angst, den Text zu vergessen, verraten sie. Lampenfieber aber gehört für alle dazu.
Das Projekt »angezettelt« hat die stellvertretende Schulleiterin Monika Fahrenbach. Unterstützt wird sie von Kulturkoordinatorin Ulla Feiste, der stellvertretenden Kulturkoordinatorin Uta Möllers und den Klassenlehrerinnen der 5c, Cornelia Ehling und Dr. Kerstin Kähling. Auf Seiten des Deutschen Theaters Göttingen arbeiten mit Sonja Bachmann, Dramaturgin, Gabriele Michel-Frei, Theaterpädagogin, Schauspieler wie Benjamin Krüger und Regisseur Gernot Grünewald. Angelegt ist das Projekt auf zwei Jahre.
Ab 11. Februar 2017 zeigen die Dasseler Schüler der Paul-Gerhardt-Schule Dassel ihr Stück dann im DT 2 Göttingen – auf einer richtigen Bühne, ganz nah an den rund 80 Zuschauern pro Vorstellung. Sts

Einbecker Morgenpost
19. Mai 2016
Foto: Stöckemann

 

 

 

20160507 SchafeDASSEL. Sieben Jugendliche haben sich am Zukunftstag »Schäferei« des NABU Dassel-Einbecks an der Paul-Gerhardt-Schule in Dassel beteiligt. Zwei Schülerinnen waren dazu aus Hannover angereist. Im theoretischen Teil wurden durch die erste Vorsitzende Sabine Schumacher klassische Themen wie der berufliche Werdegang und Verdienstmöglichkeiten genauso vermittelt wie ein umfänglicher Einblick in die Schafhaltung an sich gegeben wurde - darunter die Vorstellung verschiedener Schafrassen, deren Haltung, Wolle und Fleisch sowie deren Vermarktung und die Landschaftspflege. Anhand der Darstellung verschiedener Landschaftstypen wurde verdeutlicht, wie wichtig die Schafhaltung nicht nur für die Pflanzen- und Tierwelt ist, sondern dass auch der Mensch ganz praktischen Gewinn durch die Weidetierhaltung erfährt: Erosions- und Hochwasserschutz waren hier einprägsame Beispiele. Biotoptypen, die durch Beweidung erst entstanden sind und einen erheblichen Beitrag zur biologischen Vielfalt beisteuern, wurden näher vorgestellt. Neben der Untersuchung von Wolle durch das Mikroskop gab es auch ein Spiel, aus dem sich erschließen ließ, wie Muttertiere und Lämmer sich in einer Herde wieder erkennen. Die Jugendlichen stellten im Grünflächenbereich der Paul-Gerhardt-Schule eine so  genannte wolfssichere Zäunung auf. Dabei wurde deutlich, wie aufwändig die Schafhaltung im Gelände ist. Zuletzt übernahm Schäfer Werner Borgelt mit seinen Leineschafen den praktischen Exkurs zur Schafhaltung. Klauenschnitt, Entwurmung, Ohrmarken sind nur Beispiele des sich wiederholenden Pflegeaufwands, den Weidetierhaltung erfordert. Die Freude am Beruf war dem Schäfer dabei anzusehen, weswegen Sabine Schumacher schmunzelnd den Jugendlichen sagte: »Woran erkennt Ihr den Schäfer? An den Lachfalten!«

Einbecker Morgenpost
07. Mai 2016

 

 

 

20160502 0509 aZum dritten Mal in diesem Schuljahr wurde an der Paul-Gerhardt-Schule in Dassel im Rahmen der Arbeitsgruppen der Kurs »10 Finger an 5 Tagen« durchgeführt. Unter Leitung von Ulrike Berghahn erlernten Schülergruppen im Computerräum an jeweils fünf Nachmittagen das Schreiben mit zehn Fingern auf der  Tastatur. Das Angebot richtete sich an die Schüler der Klassen fünf bis sieben. Die Schule plant, den begehrten Kurs auch im kommenden Schuljahr wieder anzubieten. Die erlernten Kenntnisse werden besonders in den Laptop-Klassen erfolgreich eingesetzt.

Einbecker Morgenpost
02. Mai 2016

Foto: O. Philipp

 

 

 

20160416 ShalomReuven Moskovitz (87), Holocaust-Überlebender, Gründer der Deutsch-Israelisch-Palästinensischen Gesellschaft und Preisträger des Aachener Friedenspreises, Buchautor und Musiker, war jetzt an der Paul-Gerhardt-Schule zu Gast. Er stellte sich dabei auch den Fragen der Schüler des zehnten und elften Jahrgangs. In dieser Veranstaltung, die auf Initiative von Wilhelm Scheele, Markoldendorf, von Detlef Hasse und Manfred Braun an der PGS organisiert wurde, wurde sein Engagement als Mahner und kritischer Zeitzeuge deutlich. Als Mitbegründer des Kibbuz Misgav an der libanesischen Grenze und des jüdisch-arabischen Friedensdorfes Newe Schalom bei Tel Aviv ist er einer der ältesten und entschiedensten, aber auch umstrittensten Vertreter der israelischen Friedensbewegung, Moskovitz, zu Hause in Jerusalem, ein aufmerksamer und kritischer Beobachter der deutsch-israelischen Beziehungen, gab Auskunft über seine Vergangenheit. Er deutete mit Stichworten an, was er erlebte: das Ghetto, dann den Holocaust, den er überlebte. Er erzählte von seiner Rückkehr nach Deutschland 1974. Die Zuhörer konnten einer Rede folgen, in der Moskovitz hervorhob, wie nicht der Hass, sondern das Zutrauen zu einem gewandelten Deutschland seine Hoffnung gestärkt hatte. »Ein Held ist, wer seinen Feind zum Freund macht«, war ein Leitgedanke in seinen Worten. Moskovitz erzählte von einem persönlichen Anliegen in seinem Heimatland. Die Friedensarbeit beschäftigt ihn seit Jahrzehnten. Er setzt sich für den Ausgleich zwischen Israelis und Palästinensern ein. Deutschland könnte eine führende Rolle übernehmen, so der Friedensaktivist. Die Religion darf dabei nicht im Weg stehen, sondern kann helfen, sich friedlich einander zu nähern. Barmherzigkeit unter den Menschen hilft dem Leben mehr als der Einsatz von Waffen. Am Schluss stand die Ermutigung: »Ihr seid die Zukunft«, sprach er den Schülern zu, »Ihr gestaltet eure Gesellschaft und euer Land«, und er schloss mit einer Einladung in sein Land, die er in der Schule aussprach.

Einbecker Morgenpost
16. April 2016

Foto: O. Philipp

 

 

 

20160405 0341 aSchülerinnen und Schüler der Paul-Gerhardt Schule haben erfolgreich Cambridge-Englisch- Prüfungen bestanden. Zusammen mit ihrer Lehrerin, Elizabeth Oer übten sie von Februar bis November 2015 in einer zusätzlichen Arbeitsgemeinschaft. Die Prüfungen wurden dann in Hannover absolviert. Sie beinhalteten Lesen, Schreiben, Hörverständnis und Sprechen.
Die Cambridge-Englisch Prüfungen werden jedes Jahr von mehr als 5 Millionen Kandidaten weltweit absolviert und als wertvolle Zusatzqualifikation angesehen.

 

 

 

 

 

 

Folgende Zertifikate sind verliehen worden:

Cambridge Advanced Certificate Level C1 an Kilian Ropeter Cambridge First Certificate Level C1an Louisa Ebel, Annika Klingenberg, Anne Meisiek, Hannah Meyer, Nina Wedemeyer, Lucas Wirth

Cambridge First Certificate Level B2 an Christina Amelsberg, Melissa Bertram, Lars Gehrmann, Maurice Gömann, Sara Marx, Felix Meyer, Nadia Paulat, Anna Rose, Johanna Stahl und Linus Weilbacher.

Robin Albrecht bekam ein IELTS Zertifikat Level C1.

Einbecker Morgenpost
05. April 2016

Foto: O.Philipp

 

 

 

Vortragsreihe »Aus aller Welt - Ehemalige berichten« I Über den Tellerrand schauen
DasseI. »Guten Tag, mein Name ist Ralf Jasper und an diesem Ort habe ich mein Abitur in Biologie verhauen. « Mit den Worten setzte Ralf Jasper, Lehrer an der Grundschule Hermannshagen bei Hannoversch Münden, die Vortragsreihe »Aus aller Welt – Ehemalige berichten« für den elften und zwölften Jahrgang der PGS in Dassel fort, die im Rahmen der Berufsorientierung an der Schule implementiert wurde.
20160315 Ralf JasperFür Ralf Jasper geht es immer um das Weiterlernen. Denn obwohl die Schule damals teilweise angstbesetzt für ihn war und er deswegen Dinge wie Musik hören und Fahrrad fahren viel lieber tat, versuchte er stets, das Beste aus seiner Situation zu machen. Dabei half ihm auch zwischenmenschlicher Kontakt, den er besonders in der Kirchengemeinde fand. Auch die Wochenenddienste im Krankenhaus Stadtoldendorf führten zu einer Stärkung des Selbstbewusstseins. Im Jahre 1993 konnte es sich dann über sein bestandenes Abitur freuen. Da er seit seinem 16. Lebensjahr wusste, dass er Diakon werden wollte, erübrigte sich eine »lange Suche nach einem Beruf«. Doch gemäß Thees Uhlmanns bekanntem Liedtext »Du kriegst die Leute aus dem Dorf, aber das Dorf nicht aus den Leuten«, was die Mehrheit der Zuhörerschaft zum Schmunzeln brachte, fühlte er sich, wie ihm im Nachhinein klar wurde, durch seine dörfliche Umgebung auch eingeschränkt. Eine Möglichkeit über den »Tellerrand« hinauszuschauen, wurde aber durch seinen Freund und Mentor, dem Ortspastor, ermöglicht.
Nach der Ableistung seines Zivildienstes im Krankenhaus, einem einjährigen Vorpraktikum, dem Studium in Religionspädagogik und dem Anerkennungsjahr übte Jasper diese Tätigkeit als Diakon seit 2000 im Kreisjugenddienst und der Jugendkirche »marie« in Einbeck aus, wo er sicherlich vielen Personen noch bekannt ist. Dabei kümmerte er sich um Gottesdienste, kulturelle Angebote sowie die Organisation alljährlicher Sommerfreizeiten und um die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Irgendwann merkte er jedoch, dass ihm persönliche Weiterentwicklung und eine klare Arbeitsstruktur fehlten und begann daraufhin, auch mit Hilfe des damaligen Superintendenten und gemäß seinem Credo »Es geht ums Weiterlernen «, 2008 sein Lehramtsstudium in Hildesheim.
Seit 2014 unterrichtet er nun an der Grundschule in Hermannshagen, wo er nicht nur als Lehrer, sondern auch als Vaterersatz für seine kleinen Schützlinge fungiert: »Ich telefoniere mit Ärzten, dem Jugendamt und Eltern, denn lernen bedeutet immer auch Kooperation. Das macht meinen Beruf sozial«, so Jasper. Zudem ist er Bassist in der Musikgruppe »Ephatha«, die sich nicht nur bei Veranstaltungen in Südniedersachsen einen Namen gemacht hat, sondern auch bundesweit auftritt.
An dieser Stelle des Vortrages gab er den Schülern dann die Möglichkeit, selbst darüber nachzudenken, von welchen Menschen in ihrem Leben sie sich etwas sagen lassen. Er gab den Rat, Dinge von vertrauenswürdigen Älteren anzunehmen, offen für Anregungen zu sein und einfach mal probeweise einen anderen Weg zu gehen, wenn man gerade nicht weiß, welcher der eigene ist. Nach dem Abspielen der Sequenz von Eckart von Hirschhausens Pinguin »Finde dein Element« fand er sein abschließendes Fazit: »Nimm dich so an wie du bist, stärke deine Stärken und finde die für dich passende Umgebung, um glücklich zu werden!«

Einbecker Morgenpost
15. März 2016

 

 

 

 20160301 Kennenlernen

In der »Paula« der Paul-Gerhardt-Schule war mal wieder fast kein Stuhl mehr frei: 105 Viertklässler hatten sich mit Eltern und Geschwistern zum Kennenlerntag angemeldet. Schulleiter Gerhard Wittkugel freute sich über die starke Resonanz und die entspannte Atmosphäre. Schüler und Eltern wurden kurz nach der Begrüßung getrennt in Gruppen eingeteilt. Die Schüler konnten einen Einblick in die Unterrichtswelt der PGS nehmen und vieles ausprobieren, während ihre Eltern über das Schulgelände geführt wurden und besondere Projekte wie Ipad- Klasse, bilinguales Lernen und E-Learning vorgestellt bekamen. In der Aula präsentierten sich weitere Gruppen und Projekte, die zum Schulleben der PGS dazugehören wie zum Beispiel der Schulsanitätsdienst, das Beratungsteam, die Lernwerkstatt und der Schulförderverein sowie die Schulkleidung. Auch über das Diakonie-Profil, die Partnerschulen im Ausland, das Großprojekt »Schule:Kultur!« sowie den Bundeswettbewerb »Jugend debattiert « wurden die Eltern informiert. Zwischendurch konnten sich alle bei einem Frühstück stärken. Im letzten Drittel des Vormittags wurden die Eingangsprofile der PGS vorgestellt: Darstellendes Spiel, Forscher, Laptop und Bläser. Schüler aus diesen Profilklassen stellten dabei ihr Können unter Beweis. Und auch, wenn einer der jungen Referenten aus Jahrgang 5 selbstkritisch anmerkte »Ich weiß, ich bin nicht der Beste!«, so fand Birgit Witte, Koordinatorin für die Jahrgänge 5 und 6 sowie Organisatorin dieses Tages nur lobende Worte. Mit einem hohen Maß an Selbstständigkeit, Witz und Charme wurden die Vorzüge digitaler Lernmedien den Gästen praxisnah vorgestellt. Die Anmeldebögen gingen weg wie warme Semmeln.

Einbecker Morgenpost
1. März 2016

 

 

 

Elternabend an der PGS: Diplom-Psychologin Belz spricht über »Flucht, Traum, Resilienz« I Anlaufstellen
20160225 Schutzsuchende Menschen stabilisierenDassel. »Bei Flüchtlingen ist die Wahrscheinlichkeit erhöht, mit traumatischen Ereignissen konfrontiert zu werden und in deren Folge eine Posttraumatische Belastungsstörung auszubilden.« Das hob Maria Belz vom Asklepios Fachklinikum Göttingen hervor. Die Diplom Psychologin war jetzt zu Gast an der Paul-Gerhardt-Schule, die sich dem Thema »Flucht« auf vielfältige Weise annimmt.
Kriege, Konflikte, Naturkatastrophen oder wirtschaftliche Verhältnisse verursachen weltweit anhaltende Migrationsströme nach Europa. Erlebnisse während der Flucht, Trennung von der Familie, Haft oder Folter würden für die Betroffenen nicht selten ein hohes Risiko für die Entwicklung psychisch Traumafolgestörungen bergen. Wissenschaftler gehen davon aus, dass 40 bis 60 Prozent der Flüchtlinge unter Störungen leiden.
Ein Traum ist per Definition ein belastendes Ereignis oder eine Situation von außergewöhnlicher Bedrohung, die bei fast jedem Menschen eine Verstörung hervorrufen würde. Amerikanische Wissenschaftler verbinden dies mit einer Reaktion wie Furcht oder Hilflosigkeit. Unterschieden wird in verschiedene Traumata, wobei die von Menschen gemachten Traumata wie Vergewaltigung oder Krieg schädlicher seien, schließlich erschütterten sie das Vertrauen in andere Menschen. Ein Trauma könne einmalig sein, wiederholt, langandauernd und mit unvorhersehbarem Verlauf. Gerade Flüchtlinge seien wiederholt langandauernd betroffen. Nicht jedes Trauma aber führe zu einer Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS).
Flucht, Kampf und Erstarrung seien die Reaktionen auf ein Trauma. PTBS sei eine Art Gedächtnisstörung, fuhr Belz fort: Fragmentarische Erinnerungen die nicht in das autobiografische Gedächtnis eingebettet sind, schleichen sich ins Bewusstsein. Und das sei nicht steuerbar.
Als Symptome nannte Belz unkontrolliertes Wiedererleben, die fehlende emotionale Distanz, psychologischen Stress und Angstreaktionen sowie Albträume. Es gebe Vermeidungstendenzen bei traumaverbundenen Erinnerungen, ein Gefühl der Distanziertheit und ein Gefühl der beschädigten Zukunft. Ein- und Durchschlafstörungen, Gereiztheit, Wutausbrüche, Konzentrationsstörungen oder Schreckhaftigkeit - angesichts dessen sei nicht verwunderlich, wenn es zu Gewalt in Flüchtlingsheimen komme, in denen viele Menschen eng miteinander leben müssten, so Belz.
Bei Dauerstress neige das Gehirn zu Dissoziation, also zur Trennung von Wahrnehmungs- und Gedächtnisinhalten. Das Wiedererleben der belastenden Situationen könne zu plötzlichen Veränderungen führen, zu Ängstlichkeit oder Wut. Bei Gesprächen über das Herkunftsland könne ein Rückzug erfolgen. Eine Zukunftsperspektive fehle. Übererregung hingegen führe zu Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit, Reizbarkeit.
Bei mehr als 28 traumatischen Erlebnissen bilde jeder Mensch eine PTBS aus. Das zeige, dass der Mensch in der Lage sei, einiges zu verarbeiten. Gerade aber die nicht adäquate Verarbeitung des Erlebten führe zur PTBS. Wichtig sei in diesem Zusammenhang die Resilienz, die psychische Widerstandsfähigkeit. Zur Resilienz bei tragen Temperament, Hobbies, die elterliche Beziehung, unterstützende Bindungen, religiöse Überzeugung und eine optimistische Grundhaltung. »Resilienz kann schützen vor traumatischen Erfahrungen.« Die Stärkung der Resilienz bewahre vor erneuter Traumatisierung. Struktur und Rituale seien resilienzfördernd, ebenso wie wertschätzende und unterstützende Bezugspersonen. Es gehe also darum, die hier Schutz suchenden Menschen zu stabilisieren. Unterstützung sei hilfreich - vor allem im Hinblick auf das Wissen, dass stärkende Bezugspersonen so wirksam seien wie Medikamente. Anlaufstellen für belastete Personen sind das Asklepios Fachklinikum in Göttingen, das Netzwerk für traumatisierte Flüchtlinge in Niedersachen, der Dachverband der transkulturellen Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik sowie die Medizinische Flüchtlingshilfe Göttingen.
Monika Fahrenbach, stellvertretende Schulleiterin, bedankte sich bei der Referentin für den Vortrag. Als Pädagoge sei man mitverantwortlich, dass junge Menschen nicht zerbrechen, machte sie deutlich. Und nicht vergessen werden dürfe, dass jeder zum Flüchtling werden könne.
Bis Freitag ist im »Paulinum« noch die Ausstellung »Aufgeben - Ankommen« zu sehen. Zum April wird die PGS eine Sprachlernklasse eröffnen. Zudem hatte die Gruppe »Boat People Projekt« aus Göttingen im Rahmenprogramm der Ausstellung Songs aus ihrem Stück »Flutlicht« vorgetragen, Heinrich Sprink sorgte für Texte und Gedichte zur Thematik. Die Dasseler Kulturinitiative schreibt: »Es war ein wundervoller Abend im Paulinum der Paul-Gerhardt-Schule. Die Göttinger Musikgruppe Boat People Projekt spielte Musikstücke aus Syrien und Afghanistan, gesungen in Arabisch, Kurdisch oder Dari, dem afghanischen Persisch. Heinrich Sprink las in seiner betont akzentuierenden Art aus Literatur des Vorderen Orients, einschließlich des 'West-Östlichen Divan' von Goethe. Als Höhepunkt konnte man das Gedicht des syrischen Flüchtlings Sadek Issa aus Dassel bezeichnen, dass dieser in Arabisch vortrug und Heinrich Sprink im Anschluss in deutscher Übersetzung.«
Sts

Einbecker Morgenpost
25. Februar 2016

 

 

 

20160219 Frderung BerufsorientierungDie VR-Bank in Südniedersachsen unterstützt ihre Kooperationsschule mit einer Spende von 600 Euro: Im Rahmen des Projektes »Bildung fördern« wird die Berufs-und Studienorientierung der Paul-Gerhardt-Schule unterstützt. Dies ist ganz im Sinne der VR-Bank in Südniedersachsen: »Für uns als Genossenschaftsbank steht immer der Mensch im Mittelpunkt. Dabei liegt uns das Wohl der Schüler besonders am Herzen«, so Folkert Groeneveld, Vorstandsvorsitzender der VR-Bank in Südniedersachsen, »deshalb freuen wir uns, die Kooperationsschulen unterstützen zu können.« Der Schulleiter Gerhard Wittkugel zeigte sich erfreut über diese Spende. »Dies verweist auf die langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit, die sich inzwischen in einer festen Unternehmens- und Schulpartnerschaft manifestiert.« Der Koordinator für  die Berufs- und Studienorientierung Manfred Braun hob die langjährige gute Zusammenarbeit hervor. Dies zeige sich unter anderem beim Börsenspiel, dem Assessment Center, der Einbindung von Experten im Unterricht und der Zusammenarbeit bei dem berufsvorbereitenden Seminar in Fürstenberg. Auch der Organisator dieses Seminars Oliver Sassin und Detlef Hasse als Gruppenleiter sind erfreut. »Dieses Geld werden wir sowohl in die mediale Ausstattung des Seminars als auch in die Anschaffung neuartiger Berufsfindungstests investieren.« Ebenfalls zufrieden zeigten sich die Schülervertreter Niklas Fingerhut, Alina Fröse und Tobias Seidel, die auch schon von der guten Zusammenarbeit beider Institutionen profitieren konnten.

Einbecker Morgenpost
19. Februar 2016

 

 

 

Hilfe bei der Integration von Flüchtlingen I Start Anfang April I Aufnahmegespräche ab sofort20160213 Neue Sprachlernklasse
Novum in Dassel: An der Paul-Gerhardt-Schule wird zum 1. April die erste Sprachlern klasse an den Start gehen. »Wir haben schon seit langem Kinder aus dem Ausland zu uns genommen, denen wir aufgrund sprachlicher Barrieren nicht immer gerecht werden konnten«, begründet Gerhard Wittkugel seine Entscheidung zur Einrichtung einer Sprachlernklasse an der PGS. Umso erfreuter ist der Schulleiter, dass die Landesschulbehörde als zuständige Instanz und die evangelische Landeskirche in Hannover dieses Vorhaben der Schule unterstützen.

DasseI. Die Integration der jungen ausländischen Kinder in den »regulären« Unterricht hat oberste Priorität. Da bei einigen Kindern davon auszugehen ist, dass das lateinische Alphabet nicht erlernt wurde und sie kein Deutsch sprechen, müssen diese Kenntnisse zügig erworben werden. Dies sind Grundvoraussetzungen für faire Bildungschancen im weiteren (Schul-) leben. Darüber hinaus soll die Integration innerhalb und auch außerhalb der Schule gefördert werden. Die Sozialpädagoginnen der PGS werden zudem eine wichtige Anlaufstelle für das Klassenlehrerteam und Schüler der Sprachlernklasse sein. Der Unterricht in der Sprachlernklasse findet gemäß der Rahmenrichtlinien und des Erlasses des Niedersächsischen Kultusministeriums statt. Die Sprachlernklasse ist mehr als nur Deutsch-als Fremdsprache-Unterricht - sie ist eine »zweite Heimat« neben der Regelklasse und bietet den Schülern die Möglichkeit, andere Kinder und Jugendliche kennenzulernen und in Deutschland Fuß zu fassen.
Die Schüler werden eine binnendifferenzierte Förderung in Wort und Schrift in einer überschaubaren Lerngruppe erhalten. Der Sprach- und Wortschatzerwerb soll unter Berücksichtigung der Lebenswelt Jugendlicher in Alltagssituationen eingebettet werden. In sogenannten Praxisstunden erleben die Schüler den Alltag in verschiedenen Institutionen. Im Sprachunterricht wird gemeinsam in Projekten, Kleingruppen, Partner- und Einzelarbeit gearbeitet. Dabei wird jeder Schüler entsprechend seinen Möglichkeiten unterstützt, gefördert und begleitet.
Nach Feststellung der deutschen Sprachkenntnisse im Rahmen des Aufnahmegesprächs und anhand geeigneter Unterlagen werden die Schüler einer Regelklasse zugeordnet, möglichst in dem Schuljahrgang, der ihrem Alter und bisherigen Schulbesuch entspricht. Nach und nach nehmen die Schüler auch an sprachungebundenen Fächern der Regelklassen teil wie Sport, Kunst, Musik und auch in den Fremdsprachen, hier zunächst Englisch. Teilweise wird der Unterricht im Team organisiert. Lehrkräfte mit DaF/DaZ (Deutsch als Fremdsprache/Zweitsprache) –Zertifikaten werden unterstützt durch andere Lehrkräfte, Sozialpädagogen und pädagogische Mitarbeiterinnen. Diese Kooperation beinhaltet auch eine intensive Elterneinbindung, die sich durch Aufnahme- und Entlassungsgespräche, Elternabende oder Hausbesuche in den Familien charakterisiert.
Aufnahme-und Beratungsgespräche können gern mit Kathrin Muhs-Braun unter der Telefonnummer 05564-9608224 oder über das Sekretariat, Telefon 05564/96080, vereinbart werden.

Einbecker Morgenpost
13./14. Februar 2016

 

 

 

Ausstellung. »Aufgeben - Angekommen« in der Paul-Gerhardt-Schule eröffnet | Einladung zu Begleitveranstaltungen
20160211 Helfen ist Christenpflicht 1Dassel. Welche Gründe für eine Flucht gibt es, wie sind die Lebensbedingungen in den Heimatländern der hier Schutzsuchenden, wie ist die Situation an den Grenzen Europas? Diese Fragen greift die Ausstellung »Aufgeben - Ankommen« auf, die in dieser Woche im Paulinum der Paul-Gerhardt-Schule eröffnet wurde. Die Ausstellung überzeugt mit Infotafeln von» Pro Asyl«, Multimedia-Stelen mit Interviews, Exponate und Installationen des Jugendzentrums »Phoenix« Bad Gandersheim rücken Fakten rund um Flucht und Asyl in den Blickpunkt. Schüler haben Flüchtlinge aus Syrien, Iran und Afghanistan interviewt, die jetzt in Bad Gandersheim und Dassel leben. Die selbst bearbeiteten und zum Teil mit Untertiteln versehenen Filme werden in der Ausstellung gezeigt. Eine Installation im Paulinum zeigt zudem eine nachgebaute Flüchtlingsunterkunft mit Feldbetten, provisorischen Wänden und einer Grundausstattung an Toilettenartikeln. Um das Schicksal der Kinder, Frauen und Männer deutlich zu machen, sind außerdem Fotos von Gegenständen
ausgestellt, die die Vertriebenen auf die Flucht mitgenommen haben. Erweitert wurde die Ausstellung durch thematisch passende Kunstwerke aus dem zehnten Jahrgang der PGS; Gedichte aus dem elften und siebten Jahrgang, Dokumentationen von Begegnungen und Texttheater. Mit iPad-Präsentationen und Projekttagen wird die PGS sich ebenfalls dem Thema nähern.
Vor allem auf der emotionalen Ebene spricht die Ausstellung die Besucher an und regt zur Auseinandersetzung an. Schulleiter Gerhard Wittkugel hob bei der Eröffnung der Ausstellung hervor, dass man Ängste und Sorgen ernst nehmen müsse. Er appellierte an alle, sich gemeinsam gegen Fremdenfeindlichkeit einzusetzen und für Menschen da zu sein. Flüchtlinge hätten Leid erfahren, das von Menschen gemacht sei. Zu helfen sei Christenpflicht – nicht nur für Christen. Mit der Auseinandersetzung mit Fluchtursachen und Hilfestellung tue die Schule einen wichtigen Schritt in der Erziehung junger Menschen, unterstrich Wittkugel.
Bleiberecht, Asylpolitik, Islam, Menschenwürde, Dublin-Abkommen oder Überforderung – das sind nur einige Aspekte, die es zu überdenken gilt, stellte Lehrerin Ulla Feiste heraus, die zusammen mit Lehrerin Kathrin Muhs-Braun das Projekt koordiniert. Die Ausstellung wolle durch Informationen und Erlebnis dazu anregen, sich für Menschenrechte einzusetzen. Beim Betrachten der großformatigen Fotos samt komprimiertem Text ergebe sich ein Perspektivwechsel über Flucht und Fluchtgründe, hoffte sie. Einblicke in die Lebenssituation von Geflüchteten, Begegnungen, die Sichtweisen verändern - die Ausstellung lädt ein zu lesen, zu schauen, zuzuhören, zu fühlen, zu empfinden, zu staunen und mitzumachen.
20160211 Helfen ist Christenpflicht 2Bei einem Gespräch mit Flüchtlingen wurde deutlich, dass keiner leichtfertig eine Heimat verlässt und dankbar ist für eine freundliche Aufnahme in einem fremden Land. Schwere, lange Wege haben die Flüchtlinge hinter sich. Rund 200 Flüchtlinge, leben derzeit in Dassel und werden von rund 50 Ehrenamtlichen betreut, stellte Rudi Pfeiffer für die Flüchtlingsinitiative fest. »Wir wollen, dass sich Flüchtlinge integrieren, damit es keine Konflikte gibt.«
Dass Flucht jeden treffen kann, machte Mira Kappen deutlich. Im Zweiten Weltkrieg musste sie als Kind aus Schlesien fliehen - sie hatte Glück, hat die Flucht überlebt. Pastor Martin Possner, der lange Jahre in Äthiopien gearbeitet hat, will Religionen nicht instrumentalisieren: Religion habe den Auftrag, Menschen diakonisch und strategisch-politisch zu begleiten, zur Seite zu stehen. Dass die Ehrenamtlichen außerordentlich wichtig in der Flüchtlingsarbeit seien, hob Bürgermeister Gerhard Melching heraus. Gleichbehandlung für alle hat für ihn Priorität. Dezernent Gerhard Dziomba wünschte sich wie alle anderen, dass die Ausstellung sensibilisiere und Superintendentin Stephanie von Lingen hoffte bei diesem Thema auf Verstand und geöffnete Herzen.20160211 Helfen ist Christenpflicht 3
Bis zum 26. Februar wird die Ausstellung aufgebaut sein, Schulklassen oder andere Gruppen werden gern nach vorheriger Anmeldung durch die Ausstellung geführt. Öffentlich zugänglich wird sie jeden Werktag von 10 bis 15.30 Uhr und jeden Freitag im Februar von 15 bis 19 Uhr sein. Neben dem kirchlichen Jugendzentrum »Phoenix« unterstützten die evangelische Stiftskirchengemeinde Bad Gandersheim und die Initiative »einLeben« der Diakonie das Projekt als Kooperationspartner sowie die Kulturinitiative Dassel. Die Ausstellungseröffnung Wurde unterstützt durch das Einbecker Bürgerspital.
Im Rahmen der Ausstellung werden weitere Veranstaltungen organisiert, zu denen Interessierte eingeladen sind. Am morgigen Freitag, 12. Februar, findet ab 19 Uhr im Paulinum ein Konzert mit Lesung statt. Die Gruppe »Boat People Projekt« aus Göttingen spielt Songs aus ihrem Stück »flutlicht«. Außerdem trägt Heinrich Sprink Texte und Gedichte zu dieser Thematik vor. Am Dienstag, 23. Februar, hält die Diplom-Psychologin Maria Belz vom Asklepios Fachklinikum Göttingen ab 19 Uhr einen Vortrag über Traumata und deren Bewältigung in der Sozialisation junger Menschen. Ein runder Tisch mit den Grundschulen wird ebenfalls vorbereitet. Die Paul-Gerhardt-Schule freut sich auf zahlreiche Besucher. Die Paul-Gerhardt-Schule ist aktiv in der Flüchtlingshilfe. In der Notunterkunft in der Rainald-von Dassel-Schule bieten Lehrkräfte Sport-, Handarbeits- und Sprachlernkurse an. Ab April will die PGS zudem eine Sprachlernklasse für Zehn- bis 18- Jährige organisieren.
sts

Einbecker Morgenpost
11. Februar 2016

 

 

 

20160210 Lernfonds FlohmarktAm Sonnabend, 13. Februar, findet während des diesjährigen PGS-Kennenlerntages auch der erste Flohmarkt für den PGS-Lernfonds statt. Schüler des 9. Jahrgangs der Paul-Gerhardt-Schule Dassel haben sich im Rahmen ihres verpflichtenden Diakonieunterrichts für einen Flohmarkt als Lernfonds-Spendenprojekt entschieden und dieses unter Begleitung von Thomas Burg, Lehrer an der PGS und Lernfondsbeauftragter, eigenständig geplant. Am Sonnabend heißt es also ab 9 Uhr: Türen auf zum Verkauf! Der Flohmarkt befindet sich im Treppenhaus des Kursgebäudes der Schule. Jeder eingenommene Euro kommt direkt den Familien der Paul- Gerhardt-Schule zu Gute, die finanzielle Unterstützung durch den PGS Lernfonds für Schulfahrten, Mittagessen oder Lernmittel benötigen. Gern sind alle Besucher des Flohmarktes eingeladen, in diesem Zusammenhang auch die Schule kennen zu lernen oder sich über das Fach Diakonie zu informieren oder einfach nur einen leckeren Kaffee zu trinken und sich von schulischer Lebendigkeit anstecken zu lassen. Die Diakonieschüler dieses Lernfonds-Projektes freuen sich jedenfalls auf zahlreiche Besucher.

Einbecker Morgenpost
10. Februar 2016

 

 

 

Vortragsreihe der PGS »Aus aller Welt- Ehemalige berichten«: Swantje Schametat-Penke berichtet

20160206 Schametat PenkeDassel. »Was machen Sozialarbeiter überhaupt und in welchen Problemlagen helfen sie? « Mit dieser Eingangsfrage setzte Swantje Schametat-Penke, diplomierte Sozialarbeiterin und - pädagogin, die Vortragsreihe »Aus aller Welt - Ehemalige berichten« für den elften und zwölften Jahrgang fort. Seit 2013 ist sie auch Verwalterin einer Professur für »Theorien und Handlungskonzepte Sozialer Arbeit« an der HAWK in Holzminden.
Nachdem Swantje Schametat-Penke ihr Abitur im Jahr 2002 an der PGS absolviert hatte, begann sie zuerst evangelische Religion und Englisch für das Lehramt an Gymnasien an der Uni Göttingen zu studieren. Recht schnell sei sie dann jedoch zu der Erkenntnis gelangt, dass das Arbeiten mit Menschen ihr zwar sehr gut gefalle, sie sich aber eher Arbeit mit direktem sozialen Kontakt wünsche. Daher brach sie ihr Studium nach nur einem Jahr ab und begann eine berufsbegleitende Ausbildung zur staatlich anerkannten Sozialassistentin in Hannover. Dort arbeitete sie dann in einem sogenannten »Reggio-Kindergarten«, dessen Idee es ist, Kinder ohne vorgefertigtes Spielzeug spielen zu lassen, um die Kreativität und Fantasie anzuregen.
Nach ihrer Ausbildung kam sie schließlich in ihren Heimatlandkreis Holzminden zurück, wo sie 2004 ihr Diplomstudium »Soziale Arbeit« an der HAWK begann und es 2007 erfolgreich mit dem Titel der Diplom-Sozialpädagogin/Sozialarbeiterin abschloss. Swantje Schametat- Penke begann in der Jugendberufshilfe zu arbeiten, wo sie unter anderem Jugendlichen ohne Abschluss half, sich auf eine Ausbildung vorzubereiten. Nach ihrer Elternzeit und der darauf folgenden Tätigkeit im Jobcenter Holzminden nahm sie 2009 schließlich eine Stelle als wissenschaftliche Mitarbeiterin der HAWK an. Es folgte eine kooperative Promotion mit dem Thema »Lebenswelten junger Erwachsenen in prekären Lebenslagen« die sie an der Universität Hildesheim absolvierte. Dank dieser Dissertation konnte sie dann 2013 die Verwaltung der Professur für »Theorien und Handlungskonzepte Sozialer Arbeit« an der HAWK in Holzminden übernehmen. Seitdem gehört die Durchführung von Seminaren zu unterschiedlichen Themen zu ihrer Hauptarbeit. Außerdem nimmt sie an
Tagungen teil, forscht selbst an Projekten, publiziert Schriften und Bücher und beteiligt sich in Gremien.
Spätestens zu diesem Zeitpunkt war allen anwesenden Schülern eindrucksvoll deutlich geworden, dass der berufliche Weg keineswegs immer geradeaus führt, sondern dass man manchmal auch Umwege gehen muss, um den Beruf zu finden, der einem Freude bereitet. Auf die Frage, was denn nun Soziale Arbeit sei, erklärte Schametat-Penke »Es bedeutet, Chancengleichheit für alle zu schaffen.« Dabei sei ein zentraler Aspekt die Selbsthilfe beziehungsweise den Willen zur Selbsthilfe in den Betroffenen zu wecken. Denn nur so könne schließlich eine dauerhafte Lösung des sozialen Problems erreicht werden.
Die Vielfalt der möglichen Berufsfelder der »Sozialen Arbeit« verdeutlichte sie den Schülern mit einer interessanten Übersicht: Beim Jugendamt ginge es um Kinder- und Jugendhilfe, im Jobcenter um Beschäftigungshilfe und in Jugendgefängnissen oder als Bewährungshelfer um Straffälligenhilfe. Möchte man Migrationssozialarbeit leisten, lässt man sich am besten in Beratungsstellen einstellen, und wenn man beispielsweise Suchtkranken helfen möchte, sollte man in den Gesundheits- und Psychiatriebereich gehen. Abschließend hob sie dann noch einmal hervor, dass die Berufsperspektiven für Sozialpädagogen und Sozialarbeiter momentan sehr gut seien.

Einbecker Morgenpost
6./7. Februar 2016

Foto: O. Philipp

 

 

 

Viele Schüler und auch zahlreiche Flüchtlinge waren gekommen. Mehrheitlich fand die Kommunikation über Englisch statt. Aber auch Deutsch wurde gesprochen. Flüchtlinge sehnen sich danach, Gespräche auf Deutsch führen zu können, um schneller die Sprache zu erlernen. Einige Schüler wollen wiederkommen. Vielleicht finden ja auch Dasseler Bürger den Weg ins Café, um Deutsch zu plaudern oder »Menschärgere-dich-nicht« oder Schach zu spielen.

20160130 Cafe MarhabaDassel. Die Paul-Gerhardt-Schule in Dassel eröffnet am Dienstag, 9. Februar, um 17 Uhr eine Ausstellung zum Thema Flucht und Asyl. Aus diesem Grund wollten Schüler Flüchtlinge kennen lernen und direkt mit ihnen, sprechen, trotz aller Sprachschwierigkeiten.
Die Kulturinitiative Dassel ermöglichte die Begegnung im Flüchtlings-Café. Dieses hat mit Jahresbeginn seinen Namen geändert, da Café »Dialog« auf Widerstand stieß und nicht so recht angenommen wurde. Jetzt heißt es Café »Marhaba«. Marhaba ist arabisch und heißt »Hallo«. Diese Begrüßung ist weit über den arabischen Raum hinaus
bekannt, so dass auch nicht -arabische Flüchtlinge dieses Wort verstehen. Das Café »Marhaba« im Generationentreff des Ratskellers ist montags und dienstags in der Zeit von 15 bis 18 Uhr geöffnet.

 

Einbecker Morgenpost
30./31. Januar 2016

 

 

 

Paul-Gerhardt-Schule lädt am 9. Februar zur Eröffnung ein I Konzert, Vortrag

Die Paul-Gerhardt-Schule in DasseI wird eine Ausstellung zeigen mit dem Titel »Aufgeben - Ankommen«, die auch in der Region für eine breite Öffentlichkeit zugänglich sein soll.

DasseI. Im Dezember letzten Jahres war der Kern dieser Ausstellung in der Bad Gandersheimer Stiftskirche zu sehen. Jugendliche aus dem kirchlichen Jugendzentrum »Phönix« hatten sie organisiert und weiterentwickelt.
Interessierte sind eingeladen, an der Ausstellungseröffnung am Dienstag, 9. Februar, im Paulinum auf dem Gelände der PGS teilzunehmen. Beginn ist um 17 Uhr. Schüler der Paul-Gerhardt-Schule haben diese Ausstellung inhaltlich vorbereitet und um eigene Produkte und Exponate erweitert. Bis Freitag, 26. Februar, wird sie zu sehen sein, Schulklassen oder andere Gruppen werden gern nach vorheriger Anmeldung empfangen und durch die Ausstellung geführt. Öffentlich zugänglich wird sie vom 10. Bis zum 26. Februar jeden Werktag während der Unterrichtszeiten von 10 bis 15.30 Uhr und jeden Freitag im Februar von 15 bis 19 Uhr sein.
»Anstoß für das Projekt ist der Wunsch, durch Informationen und persönliche Zugänge den Vorurteilen und der verbreiteten Unkenntnis etwas entgegen zu setzen«, erklärt Pfarrer Thomas Ehgart, der Initiator und Unterstützer des Projekts in Bad Gandersheim. »Eine vertiefende Auseinandersetzung mit dieser Thematik ist für unsere Schüler ebenfalls unerlässlich; deswegen sind wir sehr dankbar, diese Ausstellung nun als unterstützende Aktion für die Reflexion auch in DasseI zu haben«, ergänzt Gerhard Wittkugel, der Schulleiter der Paul-Gerhardt-Schule. Die Ausstellung zeigt auf großen Tafeln eindrückliche Fotos, aber vor allem Fakten rund um die Themen Flucht und Asyl, die die Initiative Pro Asyl zusammengestellt hat. »Die Besucher sollen sich nicht nur im Kopf, sondern vor allem emotional auf den Weg machen und  nachdenken: Wie sind die Lebensbedingungen der Menschen in ihren Heimatländern? Was sind Gründe für eine Flucht, und wie ist die Situation an den Grenzen Europas?«, erklärt Pfarrer Ehgart das Ziel der Ausstellung.
Um das zu erreichen, haben die Schüler Flüchtlinge aus Syrien, Iran und Afghanistan interviewt, die jetzt in Bad Gandersheim und Dassel leben. Die selbst bearbeiteten und zum Teil mit Untertiteln versehenen Filme werden ebenfalls in der Ausstellung gezeigt. Um das Schicksal der Kinder, Frauen und Männer deutlich zu machen, sind außerdem Fotos von Gegenständen ausgestellt, die die Vertriebenen auf die Flucht mitgenommen haben. Erzählt werden dabei auch die berührenden Geschichten: hinter den Kleidungsstücken, Schlüsselanhängern und anderen persönlichen Erinnerungsstücken. Eine Installation im Paulinum zeigt zudem eine nachgebaute Flüchtlingsunterkunft mit Feldbetten, provisorischen Wänden und einer Grundausstattung an Toilettenartikeln wie Zahnbürste und Handtuch.
Neben dem kirchlichen Jugendzentrum »Phoenix« unterstützten die evangelische Stiftskirchengemeinde Bad Gandersheim und die Initiative »einLeben« der Diakonie das Projekt als Kooperationspartner sowie die Kulturinitiative Dassel.
Im Rahmen der Ausstellung wird es auch noch verschiedene Veranstaltungen geben, zu denen alle Interessierten eingeladen sind.
Die Ausstellungseröffnung am 9. Februar gibt Möglichkeiten, darstellerische Auseinandersetzungen der Schüler anzusehen sowie mit Verantwortlichen für Flüchtlingsinitiativen und mit Menschen mit Fluchterlebnissen in Kontakt zu treten.
Am Freitag, 12. Februar, findet ab 19 Uhr im Paulinum ein Konzert mit Lesung statt. Die Gruppe »Boat People Projekt« aus Göttingen spielt Songs aus ihrem Stück »Flutlicht«. Außerdem trägt Heinrich Sprink Texte und Gedichte zur Thematik vor. Am Dienstag, 23. Februar, hält die Diplom-Psychologin Maria Belz von der Asklepios Fachklinik Göttingen einen Vortrag über Traumata und deren Bewältigung in der Sozialisation junger Menschen. Sie arbeitet schwerpunktmäßig im Bereich Kulturen, Migration und psychische Krankheiten Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr im Paulinum. Die Paul-Gerhardt- Schule freut sich auf zahlreiche Besucher.
 
Einbecker Morgenpost
28. Januar 2016

 

 

 

Vortragsreihe »Aus aller Welt« I Susanne Joppe berichtet aus dem Gesundheitsbereich
Susanne Joppe, die 1986 an der Paul-Gerhardt-Schule in Dassel ihr Abitur absolvierte, setzte die Vortragsreihe »Aus aller Welt: Ehemalige berichten« für die Oberstufe des Gymnasiums fort. Auf Einladung des schulischen Koordinators für die Berufs- und Studienorientierung, Manfred Braun, referierte sie vor dem 12. Jahrgang über ihren beruflichen Werdegang, um Schülern Anregungen für ihre beruflichen Perspektiven zu liefern.

20160115 Susanne Joppe 8424DasseI. Die ehemalige Schülerin der PGS entschied sich nach ihrem Abitur für eine Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpflegerin, welche sie am Evangelischen Krankenhaus Holzminden absolvierte, in dem sie auch heute noch beruflich tätig ist. Auszubildende mit Abitur seien in der Gesundheitspflege auch deshalb gerne gesehen, da eine Weiterbildung und Spezialisierung in diesem Bereich möglich sei, berichtete sie den Schülern. Diese Möglichkeiten zeigte Susanne Joppe an ihrem Werdegang auf. So ließ sie sich zunächst zur Praxisleiterin weiterbilden und etablierte dies am Krankenhaus Holzminden. Nach Einsätzen im Bereich der Inneren Medizin und in der Intensivpflege wechselte sie als Kodierfachkraft in den Bereich des Medizincontrollings, was für sie eine Arbeitsmöglichkeit abseits der aktiven Pflege eröffnete. Für Pflegekräfte bestehen zahlreiche Möglichkeiten, sich durch spezielle Fachweiterbildungen und Studiengänge weiter zu spezialisieren. Sie selbst entschied sich 2012 für ein Studium zum Pflegemanagement. Mit diesen Voraussetzungen konnte  sie jetzt den Bereich der stellvertretenden Pflegedirektion im Agaplesion Evangelisches Krankenhaus Holzminden übernehmen. Die Voraussetzungen zum Arbeiten in der Gesundheitspflege seien vor allem die Lust, mit und am Menschen zu arbeiten, eine optimistische Grundhaltung und Motivationsfähigkeit. Der Beruf stelle die dort Arbeitenden aber auch vor große mentale Herausforderungen. Wie gehe ich mit Krankheit, Alter oder auch Perspektivlosigkeit um? Doch diese Anforderungen seien ebenfalls prägend und bereichernd für das eigene Leben. Zum Schluss gab sie den Schülern, die sich mitten im Berufsfindungsprozess befinden, noch einen Ausspruch Michelangelos mit auf den Weg. Dieser hatte zu der Frage, wie es ihm möglich gewesen sei, aus einem einzigen Marmorblock diese wundervolle Skulptur des David zu erschaffen, geantwortet, dass sie im Inneren des Blockes verborgen gewesen sei und einfach frei gelegt werden musste.
Jeder Schüler trage etwas Besonderes in sich und solle versuchen, dies zu entdecken und freizulegen. Es lohne sich immer weiterzumachen und auch auftretende Schwierigkeiten als notwendige Entwicklung auf dem Weg zum Gesamtergebnis zu sehen. Mit diesen Worten wünschte sie den Schülern alles Gute für die anstehenden Prüfungen und ihren beruflichen Werdegang.

Einbecker Morgenpost
15. Januar 2016

Foto: O. Philipp

 

 

 

An der Paul-Gerhardt-Schule Dassel: Vortragsreihe mit ArbeiterKind.de fortgesetzt
DasseI. »Warum studieren? Was studieren? Wie studieren? Wie finanzieren?«, unter diesem Motto konnten sich die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 der Paul-Gerhardt-Schule über das Thema Studium informieren. Der Koordinator für Berufs- und Studienorientierung und Fachobmann für Politik-Wirtschaft der PGS, Manfred Braun, konnte damit die Vortragsreihe im Rahmen der Berufs- und Studienorientierung mit Ann-Christine Meier, eine Ehrenamtliche von ArbeiterKind.de, fortsetzen.
20160114 8445 aZiel von ArbeiterKind.de ist es, junge Menschen aus Familien, in denen kaum jemand studiert hat, zur Aufnahme eines Hochschulstudiums zu ermutigen und sie beim Studieneinstieg zu unterstützen. Denn laut der aktuellen Sozialstudie des Deutschen Studentenwerks (DSW) nehmen von 100 Akademikerkindern 77 ein Studium auf. Dagegen studieren von 100 Nicht-Akademikerkindern lediglich 23, obwohl doppelt so viele die Hochschulreife erreichen. Die finanzielle Belastung ist dabei nur ein Grund, die Schüler vom Studium abschrecken. Mittlerweile ist ArbeiterKind.de an über 70 Orten in Deutschland durch lokale Gruppen aktiv. Die Ehrenamtlichen sind meist selbst die ersten Studierenden in ihren Familien.
Ann-Christine Meier engagiert sich ehrenamtlich in der Gruppe Holzminden. Sie stellte den Jugendlichen aus der Paul- Gerhardt -Schule verschiedene Studienmöglichkeiten vor, beispielsweise ein Studium an der Fachhochschule oder an einer Universität. Andere Möglichkeiten bietet ein duales Studium. »Ein duales Studium kombiniert den theoretischen Stoff der Hochschule mit einer Ausbildung im Betrieb«, erläuterte die Ehrenamtliche von ArbeiterKind.de. »Der Ausbildungsablauf  sowie die Dauer eines dualen Studiums richten sich dabei nach dem jeweiligen Ausbildungsbetrieb.« Während des Vortrages wurde darauf hingewiesen, dass auch vor Ort verschiedene größere Firmen und Banken oder Behörden wie Polizei und Finanzverwaltung die Möglichkeit eines dualen Studiums anbieten.
Weiter wurden verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten eines Studiums vorgestellt. Dazu zählen neben der staatlichen Förderung durch das BAföG auch Stipendien, die einerseits durch Stiftungen und anderseits vom Staat in Form des Deutschlandstipendiums vergeben werden. Neben der Vorstellung von verschiedenen größeren Stipendiengebern wie Friedrich-Ebert- oder Konrad-Adenauer-Stiftung wurde auch auf die kleinen Stiftungen hingewiesen, die etwa über Stipendiendatenbanken wie e-fellow.net oder mystipendium.de zu finden sind. Vorteile eines Stipendiums sind die finanzielle Unterstützung, die, im Gegensatz zum BAföG, nicht zurückgezahlt werden muss, sowie die unentgeltlichen Förderungen durch Training und Seminare. Dafür ist ein längerer und aufwendiger Bewerbungsprozess notwendig, der sich jedoch lohnt, da es gerade für Erstakademiker besondere Förderungsmöglichkeiten gibt.
Mehr Informationen über Stipendien gibt es auf www.arbeiterkind.de. Bei Fragen kann man sich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! melden. Die Gruppe Holzminden sucht weitere ehrenamtlich Engagierte, die gern ihre eigenen Studienerfahrungen in Schulen, auf Messen oder in persönlichen Gesprächen teilen möchten.

Einbecker Morgenpost
14. Januar 2016

Foto: O. Philipp

 

 

 

20151223 Elmo 0016Der Förderverein der Paul-Gerhardt-Schule hat eine neue Dokumentenkamera angeschafft: »Das ist wirklich eine prima Bereicherung«, findet Martin Rörig. In allen Naturwissenschaften können nun über die neuen Geräte Bilder, Texte und auch ablaufende Experimente groß auf die Smartboards projiziert werden. Dörthe Loewenich vom Förderverein, Martin Rörig und Gerhard Wittkugel haben die neue Technik gleich einmal ausprobiert und sind begeistert von den vielen Möglichkeiten. Ein Dank geht an den Verein »Freunde und Förderer der PGS« für die großzügige Unterstützung.

Einbecker Morgenpost
23. Dezember 2015
Foto: O. Philipp

 

 

 

20151219 SimonDasseI. In der letzten Sitzung des Jahres des Schulelternrates der Paul-Gerhardt-Schule wurde die bisherige Vorsitzende, Karin Simon, verabschiedet. Aus beruflichen Gründen kann sie dieses Amt nicht mehr wahrnehmen. Viele Jahre engagierte sie sich in verschiedenen Gremien der Paul-Gerhardt-Schule, sie begleitete die Arbeit der Schule freundlich und mit wachem Blick. Sie war immer bereit, wenn es etwas zu organisieren, zu bedenken oder zu entscheiden gab. In Fachkonferenzen und beim Abitur war Simon präsent, organisierte den Spendenlauf, verteilte Stärkungen, und sie trieb im Schulelternrat und im Schulvorstand die Meinungsbildung voran.
Die Paul- Gerhardt-Schule dankt Simon für das große Engagement, sie hat sich um die Schule verdient gemacht. Für die Zukunft wurde ihr alles Gute gewünscht.

Einbecker Morgenpost
19./20. Dezember 2015

Foto: O. Philipp

 

 

 

Lukas-Werk organisiert »Alkohölle« für achten und neunten Jahrgang der PGS
20151211 AlkoholDasseI. Dass Alkohol keine Lösung für Probleme ist, wurde deutlich in dem Stück »Alkohölle« der Gruppe »theaterspieI«, Witten. Die vier Schauspieler nahmen den achten und neunten Jahrgang der Paul-Gerhardt-Schule mit in die »Alkohölle«. Mit viel Witz, fetzigen Dialogen und anschaulichen Charaktern transportierten sie die Botschaft, dass es sich lohnt, für die guten Momente im Leben klar und da zu bleiben.
Alkohol kann Leben kaputt machen - das zeigte das Theaterspiel eindrücklich mit der Geschichte von Lena (Fritzi Eichhorn): Die 19-Jährige macht ein Praktikum in der Werbeagentur ihrer Tante Maxi (Jessica Jahning). Sie ist allein im Büro, als der Auftrag einer Spirituosen Firma hereinkommt. Sie nimmt ihn an. Der neue Alkopop »Devil's first kiss« soll beworben werden. Lena kennt sich aus – sie und ihre Clique trinken viel. Als Maxi jedoch von diesem Auftrag erfährt, lehnt sie ihn kategorisch ab: Alkohol wird von ihrer Agentur nicht beworben. Lena versteht nicht warum. Ein Streit entsteht und Lena erfährt eine weitere Geschichte. Diese ist jedoch alles andere als lustig, berührt sie zutiefst und bringt sie - wenn auch spät - zum Nachdenken.20151211Alkohol 1
Am Anfang steht dabei das Spiel: Da wetten Al (als der personifizierte Alkohol Marlon Kreft) und Ernst (Peter Peiseler) um die Macht über Ernsts Tochter Lena. Als sie noch klein war, war Ernst von Ängsten geprägt, fürchtete, dass ihn »die Farben verlassen«, dass alles grau wird. Er ertränkt seine Ängste, am Ende fährt er sich mit 3,5 Promille in den Tod. Beinahe hätte er auch seine mit im Auto sitzende Schwester Maxi mitgenommen. Diese Familiengeschichte kommt erst ans Tageslicht, als auch Lena droht, dem Alkohol zu verfallen. Sie fühlt sich allein, trinkt, damit es ihr besser geht. Der Alkohol spielt seine Macht aus. Ernst kann nur die Erinnerung dagegen halten. »Die Generation will nicht die Erinnerung, sondern das Vergessen durch den Alkohol«, meint hingegen Al. Das Ende bleibt offen, auch wenn Maxi eindrücklich auf ihre Nichte einwirkt, »das Abenteuer Leben zu wagen«.
Das beeindruckende Spiel der Schauspieler - allen voran Fritzi Eichhorn, die zunehmend trunken wirken musste, beeindruckte die Schüler. Die Botschaft des Stücks, dass man die Chance auf ein nüchternes Leben nutzen und dem Alkohol widerstehen sollte, kam an. Es lohne sich, für die wunderbaren Momente im Leben klar und da zu sein: Denn Alkohol ist keine Lösung.
Im Anschluss standen Präventionsberater der Polizei, die Schauspieler und Mitarbeiter des Lukas-Werks den Schülern für einen Austausch zur Verfügung. Dass sich das Stück um die Macht des Alkohols dreht, hatten die Schüler schnell begriffen. Für die lebendige Theaterproduktion über Suchtmechanismen, Träume und Familiengeheimnisse, mit Live-Raps und Expertenwissen gab es von den Jugendlichen viel Applaus. Finanziert wurde die Schulveranstaltung über das Lukas-Werk, mit Unterstützung des Landkreises über das HaLT-Projekt.

Einbecker Morgenpost
11. Dezember 2015
Fotos: Frau Stökemann

 

 

 

20151208 BerufswahlseminarAuch in diesem Jahr fuhr der zehnte Jahrgang der Paul-Gerhardt-Schule Dassel zu einem Berufswahlseminar nach Fürstenberg. Seminarleiter Oliver Sassin gab zusammen mit Jens Spelzig vom BIZ Göttingen einen interessanten Einstiegsimpuls zur Einstimmung auf das Thema »Selbsterkundung«. Selbst- und Fremdeinschätzungen regten zur Reflexion an, welche Berufe geeignet sein könnten: »Dadurch weiß ich jetzt, welche Stärken und Schwächen ich habe und welche Berufe für mich in Frage kommen könnten«, sagt Laura Ohrmann, Klasse l0b. Am Nachmittag fanden verschiedene Workshops statt, die von externen Referenten engagiert durchgeführt wurden. Personalchefs aus unterschiedlichen Unternehmen, beispielsweise aus der VR-Bank Südniedersachsen, der KSN, der Firma Kurt König sowie der Barmer waren eingeladen. Einstellungskriterien wurden erläutert und Eignungstests durchgeführt. Besonders spannend war die Simulation von Personalauswahlgesprächen. Am Ende des Tages stellten ehemalige Schüler der PGS ihren Berufs- und Studienweg vor und antworteten auf Fragen zum Übergang von der Schule ins Arbeits- beziehungsweise Studentenleben. »Es war interessant zu erfahren, was ehemalige Schüler in ihren einzelnen Berufen machen«, erklärte Kiara Dos Santos, Klasse I0d. Ähnliches meinte auch Samantha Warnke, Klasse 10e: »Ich fand das Berufswahlseminar hilfreich, um mehr über mich selbst heraus zu finden. Die Gespräche mit den ehemaligen Schülern waren sehr interessant und ein guter Abschluss.« In Sachen Berufsorientierung geht es dann im Februar mit dem Betriebspraktikum weiter, dessen Ergebnisse im Forum der Sparkasse Northeim präsentiert werden.

Einbecker Morgenpost
08. Dezember 2015

 

 

 

20151207 6 D Einbecker WeihnachtsmarktWer kürzlich in Einbecks Innenstadt am Sonnabend unterwegs war, konnte bekannte Melodien wie die »Ode an die Freude« von Ludwig van Beethoven oder »Morgenstimmung « von Edvard Grieg hören. Sie wechselten sich mit »0 when the Saints« und volksliedhaften Liedern wie »Aura Lee« ab. Zwischendurch ging es auch mal rockig zu. Spätestens beim Stück »We will rock you« wippte und klatschte das Publikum mit. Die Musik der Bläserklasse 6D der Paul-Gerhardt-Schule (PGS) Dassel unter Leitung von Lehrerin Anke Wurmstädt erfreute die Menschen mit einer großen musikalischen Vielfalt. Viele blieben stehen, um das Hörvergnügen zu genießen. Für die Schüler der Bläserklasse 6D war es ein besonderes Erlebnis, vor zahlreichen Zuhörern in der Innenstadt aufzutreten. Die Freude über das gespendete Geld, das der Flüchtlingshilfe in Northeim und Holzminden zugute kommt, war groß. Am kommenden Dienstag, 15. Dezember, tritt die Bläserklasse 6D der PGS in der Zeit von 16 bis 16.30 Uhr erneut auf der Bühne des Einbecker Weihnachtsmarktes auf.

Einbecker Morgenpost
07. Dezember 2015
Foto: Rudloff

 

 

 

In Jahrgangsstufe 8 Geschichte auf Englisch I Schrittweise Vorbereitung ab Klasse 5
20151205 Bili UnterrichtDasseI. Ohne die Entwicklung von Mehrsprachigkeit ist es schwierig Gefühle, Werte, Glaubensanschauungen oder Traditionen nachzuvollziehen und zu verstehen. Aber auch unter den nicht weniger wichtigen Aspekten wie internationaler Zusammenarbeit, Mobilität und Arbeitsmarktchancen kommt man nicht mehr mit nur einer Fremdsprache aus.
Dessen ist sich die Paul-Gerhardt-Schule in Dassel bewusst. Schon vor längerer Zeit entstand bei der Schulleitung der Wunsch, bilingualen (also zweisprachigen) Unterricht zu ermöglichen. Mit Beginn dieses Schuljahres wurde nun damit gestartet - nicht ohne sorgfältige Vorbereitung. In Jahrgang 5 wird mit dem English Club gestartet, weiter führt der Weg über den zweisprachigen Chor, den Lese-Club und das E-twinning, bei dem Schulen in Europa per Internet verbunden sind, bis hin zum dreiwöchigen Schnuppermodul in Jahrgang 7. In Jahrgang 8 wird nun bilingualer Geschichtsunterricht an der PGS angeboten. In den folgenden Schuljahren 9 und 10 soll der zweisprachige Unterricht in einem weiteren Sachfach erfolgen, beispielsweise in Naturwissenschaften, Politik oder Musik. Die Erteilung des bilingualen Sachunterrichts biete durch die schrittweise Annäherung in der Unterstufe eine nachhaltige Voraussetzung für den Bestand des bilingualen Zweiges ab der 8. Jahrgangsstufe, ist Schulleiter Gerhard Wittkugel sicher.
Der Geschichtsunterricht als fremdsprachig erteiltes Sachfach ergebe sich aus dem hohen Grad der Anschaulichkeit vieler historischer Themenbereiche. Mit Materialien wie Bildern, Textquellen, Karten und Tabellen werden im Rahmen des fachsprachlich akzentuierten Fernsprachenerwerbs Einsichten in historische Prozesse gewonnen und sprachlich umgesetzt. Durch Vielfaltige Visualisierungsmöglichkeiten im Geschichtsunterricht sei eine Festigung des fremdsprachlichen Wortschatzes möglich.
Das Englische stehe im Geschichtsunterricht nicht im Vordergrund, so Wittkugel weiter. Angst vor Fehlern in der englischen Sprache im Geschichtsunterricht müsse kein Schüler haben. Englisch passe aber auch gut zum Beispiel zum Thema Unabhängigkeit oder industrielle Revolution. Wittkugel freute sich, wie »lebendig« die 8b im englischen Geschichtsunterricht von Lehrer Alexander Liebig mitarbeitet.
Die Schüler sind sich einig, dass der bilinguale Unterricht sie gut auf ihr späteres Leben vorbereite. Englisch sei die wichtigste Sprache und damit auch bei einem Auslandsjahr immer sehr hilfreich. Man lerne frei zu sprechen - ohne Angst vor Fehlern. Auch wenn der »Anfang etwas holprig« war, ist sich die 8b sicher, dass es die richtige Entscheidung war, »Es ist grandios, macht Spaß«. Und es scheint die Klassengemeinschaft zu stärken: »Wir helfen uns gegenseitig«, stellte ein Schüler heraus.
Für die Lehrkraft bedeutet der bilinguale Unterricht sicherlich Mehraufwand. Da man aber ein gutes Lehrwerk ausgesucht habe, halte sich der Aufwand in Grenzen, stellt Lehrer Liebig fest. Ihm macht es Spaß, »eine schöne Stunde vorzubereiten «,und er freue sich, wenn die Schüler gut mitarbeiten.

Einbecker Morgenpost
05./06. Dezember 2015
Foto: Stöckemann

 

 

 

20151120 PG SchuelerDer Soziale Tag ist seit vielen Jahren eine gute Tradition an der Paul-Gerhardt-Schule in DasseI. An einem Tag im Schuljahr engagieren sich alle Schüler mit sozialer Arbeit in Betrieben oder ihrer Nachbarschaft, um durch eine gemeinsame Spende ihrer Löhne wohltätige Projekte zu unterstützen. In diesem Jahr wurde die Summe im Anschluss an den Gottesdienst zum Buß- und Bettag Übergeben. Anhand der Geschichte vom »Samariter mit Herz« stellte Pastor Torsten Lange fest, dass Nächstenliebe nicht nur dem Nächsten in der unmittelbaren Umgebung entgegen gebracht werden sollte. Es gelte, nicht wegzuschauen, sich berühren zu lassen und zu helfen. Das haben die Schüler der Paul-Gerhardt-Schule getan: Insgesamt spendeten sie 8.200 Euro, davon gehen 4.100 Euro an die Syrienhilfe, 3,280 Euro an Ärzte ohne Grenzen und 820 Euro an den Lernfonds der PGS. Den Scheck an Thomas Burg und Felix Banning vom Lernfonds-Team und Monika Fahrenbach von der PG-Schulleitung übergaben Tobias Seidel, Elisabeth Lange, Niklas Fingerhut, Alina Fröse und Mathilda Müller.
 
Einbecker Morgenpost
20. November 2015
Foto: Stöckemann

 

 

 

Paul-Gerhardt-Schüler erkundeten die deutsche Hauptstadt I Vielfältige Programmpunkte
Ob »Spree-Athen«, Heimat der Currywurst oder Bundeshauptstadt, wie man Berlin auch bezeichnen mag, es ist auf jeden Fall eine Reise wert. So auch für die 97 Schüler und Schülerinnen des 11. Jahrgangs der Paul-Gerhardt-Schule, die die Millionenmetropole bei einer Studienfahrt erleben durften. Organisator Manfred Braun, der das Programm zusammenstellte sowie den Tutoren, die für die spezifischen Kursprojekte zuständig waren, gelang es, eine interessante Kursfahrt zu gestalten.

20151117 Berlin StudienfahrtDassel. Bereits wenige Stunden nach der Ankunft in Berlin stand der Besuch des Reichstaggebäudes an, der von Dr. Wilhelm Priesmeier ermöglicht wurde. Den Schülern wurde die aktuelle Sitzverteilung, der Ablauf einer Plenarsitzung und die äußerst wechselvolle Geschichte des Gebäudes näher gebracht. Nach dem Vortrag durfte die Besichtigung der Dachterrasse und der Kuppel nicht fehlen. Im Gebäude des Bundesfinanzministeriums, das zur NS-Zeit als Reichsluftfahrtministerium und später als Haus der Ministerien der DDR fungierte, lernten die Schüler Arbeitsabläufe und Arbeitsfelder innerhalb des Ministeriums kennen.
Eine weitere »politische Sehenswürdigkeit« war das Bundeskanzleramt. Dort gab es nach einem kurzen Film über die Geschichte und aktuelle Situation des Amtes eine Führung durch die verschiedenen Presse- und Konferenzräume. Die Galerie der bisherigen Bundeskanzler beeindruckte die Schüler.
Auch mit weiteren historisch-kulturellen Aspekten Deutschlands setzten sich die Jugendlichen auseinander. So erhielten sie in der Gedenkstäte des deutschen Widerstandes einen detaillierten Überblick über die Gruppen von Widerständlern zur Zeit des Nationalsozialismus. Thematisiert wurden das Stauffenberg-Attentat, die »Weiße Rose«, die »Edelweißpiraten«, die »Swing-Jugend« sowie der jüdische und kommunistische Widerstand. Allen wurde deutlich, wie wichtig jede Form des Widerstandes war. Bei dem Besuch des Jüdischen Museums setzten sich die Schüler mit dem Leben im Nationalsozialismus auseinander. In der Führung ging es um das alltägliche Leben der Juden zur NS-Zeit und den jüdischen Jazzmusiker Heinz Jakob »Coco« Schumann, der sein Leben durch Musik rettete, indem er in den Konzentrationslagern für die Aufseher spielte. Außerhalb der festgelegten Aktivitäten gab es die Möglichkeit, Berlin und das anfangs teils verwirrende S- und U-Bahn-Netz zu erkunden. Aber auch in den Kursen wurde viel gelernt. Dass eine Kirche beispielsweise nicht gleich eine Kirche ist, wurde dem Religionskurs von Detlef Hasse schnell bewusst. Die Schüler erhielten unter anderem eine Führung durch den im Zweiten Weltkrieg nicht zerstörten Teil der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche, der heute nicht mehr als Kirche, sondern als Museum und Mahnmal für den Frieden dient. Neue Eindrücke und Erkenntnisse zu den verschiedenen Gottesbildern wurden in der Gemäldegalerie am Potsdamer Platz erlangt.
Für den Kunstkurs von Nele Maass, vertreten durch Dr. Kerstin Kähling, ging es zuerst in die Botticelli - Ausstellung - einer der bedeutendsten Künstler der Frührenaissance - , bevor die Schüler zum Thema »Treiben« auf dem Potsdamer Platz Impressionen zum Stadtleben fotografisch festhielten.
Der Sportkurs von Ralf Tost dagegen joggte durch die Stadtmitte, wobei wichtige Stationen wie Brandenburger Tor, Regierungsviertel, Potsdamer Platz und Bundesfinanzministerium »erlaufen« wurden. Auch fand das Sportmuseum großen Zuspruch.
Tanja Dahn entschied sich mit ihrem Englisch Kurs für die etwas andere Stadtführung. In der sogenannten Alternative Berlin-Tour fuhr der Kurs mit der U-Bahn durch Berlin, um berühmte Street-art-Gemälde wie zum Beispiel den Astronauten von Victor Ash zu bestaunen. . . .
Im Politikkurs von Martin Spiegel erhielten die Schüler die Gelegenheit, nach einem Imbiss im Bundestagsrestaurant eine Plenardebatte zu beobachten und mit dem Bundestagsabgeordneten, Dr. Wilhelm Priesmeier zu sprechen. Ein Gespräch mit dem MdB Dr. Roy Kühne erfolgte ebenfalls. Im Finanzministerium wurde der Kurs vom ehemaligen Schüler, Dr. Christoph Priesmeier, dem jetzigen Referenten für die »Koordinierung der Finanzpolitik in der Eurozone und EU / Defizitverfahren /  Länderanalysen Eurozone«, begrüßt. Nach einem Austausch über die PGS beeindruckte er bei seinem Vortrag über die Haushaltsproblematik der EU.
Der Chemiekurs von Petra Pape stattete Gunther von Hagens kontrovers diskutierter Körperwelten - Ausstellung einen Besuch ab. Diese stieß bei einigen auf Wohlwollen, bei anderen auf Ablehnung.
Kirstin Ernst besuchte mit ihrem Geschichtskurs unter anderem eine Sonderausstellung des Deutsch Historischen-Museums, die sich mit dem Erleben des Zweiten Weltkrieges von Menschen aus den unterschiedlichen, betroffenen Ländern befasste.
Abgerundet wurde die lehrreiche und interessante Woche durch den gemeinsamen Besuch im Stasigefängnis Hohenschönhausen. Nach einem einführenden Film, der die Praktiken der DDR aufzeigte, führten ehemalige Insassen beziehungsweise Dissidenten durch das Gefängnis. Schnell wurde klar, mit welchen unglaublichen Methoden die Stasi arbeitete, um den Gefangenen Geständnisse zu entlocken oder um Staatsfeinde zu überwachen. Der Einblick in die persönliche Überwachungs-Akte eines ehemaligen Inhaftierten verstärkte dies.

 

Einbecker Morgenpost
17. November 2015

 

 

 

20151117 Einbecker Tafel25 Schülerinnen und Schüler der 7a der Paul-Gerhardt-Schule Dassel waren sehr beeindruckt von dem ehrenamtlichen Engagement der Einbecker »Tafel«: Etwa 500 Menschen werden zweimal wöchentlich durch Lebensmittelspenden diverser Supermärkte und von Privatpersonen unterstützt. Angeregt durch den Religionsunterricht entstand die Idee, sich in der Nähe ein Bild zu machen, wie diakonisches Handeln konkret aussieht. Der Mitbegründer der Einbecker »Tafel«, Thomas Döhrel, erklärte den Kindern sehr anschaulich die Organisation vor Ort. Dabei waren die Schüler erstaunt, wie vielfältig das »Angebot« der Lebensmittel ist, das in Supermärkten nicht mehr verkauft werden kann - sei es, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist, die Salami nicht »richtig« auf den Pizzen liegt oder Obst und Gemüse Schönheitsfehler aufweisen. Sie erfuhren, dass Kinder der »Tafel«-Kunden zweimal im Monat zusätzliche Pakete bekommen, für die auch frische Waren eingekauft werden, und dass für die reibungslose Versorgung der Kunden neben den »Zeitspenden« der Fahrer, Sortierer und Ausgeber auch etwa 2.000 Euro an Geldspenden im Monat für die Miete des »Tafel«-Ladens, für das Auto und für Zukäufe benötigt werden. Der große persönliche Einsatz der vielen Helfer hat die Kinder nachhaltig beeindruckt und darüber nachdenken lassen, wie wichtig der »Dienst am Menschen« im alltäglichen  Leben ist.

Einbecker Morgenpost
17. November 2015

 

 

 

20151015 Mobbing 9626

Hauke Burgdorf vom Verein „Smiley e.V.“ gestaltete auf eine Initiative aus der Schülerschaft der PGS Workshops in allen 8. Klassen zum Thema „Gefahren im Netz“. Die Arbeitsgemeinschaft, die aus Schülerinnen und Schülern, Beratungsteam der PGS sowie Vertreterinnen der Schulleitung besteht, hat sich zum Ziel gesetzt, über dieses für Jugendliche sehr wichtige Thema aufzuklären. Unter Jugendlichen ist der Gebrauch von neuen Medien und der Umgang mit verschiedenen Apps Alltagswelt und nicht mehr wegzudenken. Whatsapp, Facebook, Instagram, Google+, Twitter, Tumblr etc. sind bei Jugendlichen sehr beliebt.
Rund 80 Prozent der Jugendlichen besuchen Soziale Netzwerke täglich oder mehrmals in der Woche. Dabei sind sie nicht nur User, sondern sie haben Gestaltungsspielraum für Web-Inhalte durch Texte, Fotos oder Videos. Sie sind so beliebt, weil sie Möglichkeit bieten, mit Menschen von überall auf der Welt in Kontakt zu treten und ohne Verzögerung, also in Echtzeit, mit ihnen zu kommunizieren. Soziale Medien bergen aber auch Gefahren, wie zum Beispiel fehlendes Bewusstsein über die Zugänglichkeit von Kommentaren, Fotos etc. für andere und damit verbunden die Gefahr von Datenmissbrauch, Online-Sucht ,Ablenkung von den Hausaufgaben, wenn Jugendliche diese am Computer machen und gleichzeitig im Sozialen Netzwerk eingeloggt sind.
Ziel der Workshops war es, dass die Schülerinnen und Schüler einen kritischen und sensiblen Umgang mit dem Internet (insbesondere von sozialen Netzwerken) erlernen. Dabei ging es um die Entwicklung einer digitalen Netzwerkkultur, in der grundsätzliche menschliche Bedürfnisse gewahrt bleiben. Das Recht auf Privatsphäre sowie das Recht auf seelische Unversehrtheit und Phänomene wie Cybermobbing spielten eine wichtige Rolle in den jeweils sehr ansprechenden und kurzweiligen Workshops.

Einbecker Morgenpost
15. Oktober 2015

Foto: O. Philipp

 

 

 

20151014 Burger 9615Dassel (red). In der Mensa der PGS Dassel gab es kürzlich einen Aktionstag. Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler konnten für 1,50 Euro Hamburger mit Pommes, Salat und Nachtisch bekommen. Die langen Schlangen in der Mittagspause zeigten, dass sich dieses Angebot kaum jemand entgehen lassen wollte. Mit der Idee sollten Schülerinnen und Schüler für das Mensa-Essen geworben werden. Deshalb gab es eine finanzielle Unterstützung durch das Einbecker Hospital und die Schule.
Über 240 verkaufte Essen, die fröhliche Stimmung und positive Rückmeldungen zeigten: Der Aktionstag war ein voller Erfolg! "So etwas sollte es jeden Monat geben!" und "Jetzt gehe ich bestimmt wieder öfters in die Mensa!" hörte man viele Schüler sagen. Weitere Aktionstage sind in Planung. Ob sie dazu führen werden, dauerhaft mehr Schülerinnen und Schüler mittags in die Mensa zu locken, wird sich noch zeigen.

 

 

Einbeck NEWS
Das Online-Nachrichten Portal für Einbeck
14. Oktober 2015

Foto: O. Philipp

 

 

 

20151013 Ehemalige SchlerDas Wetter hatte es gut mit ihnen gemeint, als die Ehemaligen unlängst in Dassel wieder mal zusammenkamen. Am Samstagnachmittag traf man sich in der alten Schule, um die neueren Entwicklungen zu erkunden und in Erinnerungen zu schwelgen. Den Auftakt der Veranstaltung spielte die Bläserklasse des sechsten Jahrgangs unter Leitung von Anke Wurmstädt und Katharina BartholI. Neben der Darbietung kleinerer Musikstücke gab es auch etwas Instrumentenkunde. Ein erfahrener Posaunist aus dem Kreis der Ehemaligen bemerkte: »Beachtlich, was diese Schüler nach gut einem Jahr Bestehen schon zu Gehör bringen können!« Die »Tücken« von Flöte, Posaune, Trompete, Saxophon, Klarinette und Euphonium lernten einige der Ehemaligen kennen, als sie der Aufforderung folgten, selbst eines der Instrumente auszuprobieren, und dabei kaum einen melodischen Ton herausbekamen. Am Ende war tatsächlich bewiesen: »(M)it Freunden musizieren und neue Freunde gewinnen, (U)nterhaltung und Spielfreude, (S)tolz auf gemeinsam erarbeiteten Erfolg, (I)ndividualität und Selbstentfaltung, (K)reativität und Verständigung in einer Sprache, die alle verstehen. Bläserklasse ist ... Musik«.

Einbecker Morgenpost
13. Oktober 2015

 

 

 

20151010 KeniaIm Juli trat eine Gruppe von sieben Schülern mit den Lehrerinnen Brook und Kähling eine dreiwöchige Reise nach Kenia an. Die ersten Tage verbrachten die Teilnehmer in Nairobi, der Hauptstadt des Landes, die zahlreiche touristische Attraktionen und Aktivitäten bietet, wie das Bomas of Kenya, das einem Einblicke in die traditionelle Lebensweise verschiedener Stämme gewährt, oder das Giraffe Centre, wo einige einen »Giraffen-Kuss« ergattern konnten. Nach diesem aufregendem Einstieg ging es mit einem öffentlichen Linienbus nach Serem, rund 350 Kilometer von der Hauptstadt entfernt, wo sich die Partnerschule der PGS befindet. Dort hatten die deutschen Schüler intensiven Kontakt und Austausch mit den Schülerinnen, konnten einen Eindruck von der Unterrichtsgestaltung gewinnen und erfuhren viel über verschiedene Umweltprojekte. Der Tradition gemäß pflanzte dort auch jeder wie vorherige Besucher auch einen eigenen Baum. Auch die Arbeit am gemeinsamen Projekt »Familie« trug zu einem noch intensiveren Austausch mit den kenianischen Schülerinnen bei. Außerdem unternahm die Schülergruppe einen Tagestrip nach Kisumu, einer der größten Städte Kenias, direkt am Victoriasee gelegen, auf dem eine Bootstour unternommen wurde. Danach bestand die Möglichkeit, auf einem der sogenannten Masai-Märkte einzukaufen. Am letzten Abend in Serem wurde die Dasseler Gruppe von der Schulleiterin, Lehrern und Schülern genau so herzlich verabschiedet, wie sie sie willkommen geheißen hatten. Krönender Abschluss der Reise war die zweitägige Safari in die Masai Mara, bevor der letzte Tag wieder in Nairobi verbracht wurde. Vor Antritt der Rückfahrt wurde noch ein Masai-Dorf besucht. »Dieser Austausch hat viele Eindrücke bei uns hinterlassen, uns auch in mancher Weise nachdenklich gestimmt, aber vor allem sind wir alle, wie Frau Brook es vorausgesehen hatte, mit einem Strahlen im Gesicht zurück nach Deutschland gekommen und freuen uns schon jetzt darauf, im August nächsten Jahres unsere kenianischen Gäste an unserer Schule in Dassel zu begrüßen«,
berichtet Dorothea Rothämel.

Einbecker Morgenpost
10./11. Oktober 2015

 

 

 

FIPS unterstützt Aktionswoche mit Dirk Bayer I Kinder stark machen
20151005 Umgang mit dem InternetDasseI. Der Präventionsverein FIPS als Veranstalter freut sich, die Theaterpädagogen wieder für diese Aktionswoche gewonnen zu haben und unterstützt die einzelnen Aufführungen finanziell. Dirk Bayer und Dorothea Schreiber spielten in den Schulen immer wieder kleine Szenen - beispielsweise zum Thema Mobbing und Cybermobbing, Handy-Filme im Internet, Chatten und Zocken-, die einen engen Bezug zur Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen haben, um dann mit den Schülern über Beweggründe und Verhaltensweisen der handelnden Personen in den Szenen ins Gespräch zu kommen.
Wie soll Berta reagieren, wenn Kai ihr einen »super krassen Film« auf ihr Handy weiterleiten will? Wie soll sich Lisa verhalten, als ein fremder Chat-Partner plötzlich anfängt, sie sexuell zu belästigen? Die Schüler hatten waren aufgefordert, Vorschläge zu machen. Dirk Bayer und Dorothea Schreiber griffen diese Antworten gekonnt auf und zeigten auch die dahinterstehenden Täter-Opferbeziehungen sowie Bedürfnisstrukturen und Strategien der Betroffenen auf. Sie sprachen mit den Schülern über die Gefahren von Facebook und WhatsApp und stellten mit den Schülern Chat-Sicherheitsregeln auf: Man soll misstrauisch sein, denn oftmals werde »der größte Scheiß -erzählt«, keine privaten Daten preisgeben, wegklicken, wenn sich ein komisches Fenster öffnet, Nein sagen zu einem persönlichen Treffen mit unbekannten Chatern und Bescheid geben, wenn man Hilfe benötigt. Generell ging es den Theaterpädagogen aber nicht um eine pauschale-Verurteilung des Internets oder von neuen Medien und seinen Möglichkeiten, sondern um einen bewussten Umgang damit.
Dass die beiden Theaterpädagogen sich gut auf ihr unterschiedliches Publikum einstellen konnten, zeigte die lebendige Mitarbeit der Schüler, egal in welchem Alter sie waren. »Krasses Zeug« wurde an der Paul-Gerhardt-Schule, der Rainald-von-Dassel-Schule, der Grundschule Wenzen-und der Teichenwegschule aufgeführt.
In den Leinetalschulen Drüber, dem Kindergarten »Schatzkiste«, der Grundschule Salzderhelden-Vogelbeck, der Goetheschule, dem BBS Einbeck, der Rainald-von-Dassel- Schule und der Geschwister-Scholl-Schule brachten Bayer und Schreiber »Hau ab« und damit Szenen gegen sexuellen Missbrauch auf die Bühne. Das interaktive Stück befasst sich sowohl mit dem »bösen Fremden«, als auch mit familiären Grenzüberschreitungen und will den Kindern konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzeigen. Das Vertrauen in ihr inneres Gefühl soll gestärkt werden, sie sollen lernen sich zu trauen, sich zu wehren, Nein zu sagen und Hilfsmöglichkeiten anzunehmen. Zielsetzung ist es, die Kinder stark zu machen, Tabus aufzubrechen, sie über Hilfsmöglichkeiten zu informieren und Lehrern, Anregungen zu bieten, mit den Kindern die richtigen Worte zu finden, über dieses Thema zu sprechen.
sts
Einbecker Morgenpost
05. Oktober 2015

 

 

 

20150926 VR BankDassel (red). Mit einem Tusch begann die feierliche Übergabe der neuen Tuba an der Paul-Gerhardt-Schule. Die Neuanschaffung wurde dank einer Spende der VR-Bank Südniedersachsen möglich. Vorstandsvorsitzender Folkert Groeneveld wurde entsprechend von der Bläserklasse musikalisch begrüßt. Er probierte das gute Stück auch gleich selbst aus. Die Schülerinnen und Schüler waren von den tiefen Tönen sehr beeindruckt.
Schulleiter Gerhard Wittkugel bedankte sich herzlich. In der neuen Bläserklasse dreht sich zurzeit das Instrumentenkarussell. Die Schülerinnen und Schüler probieren sämtliche Blasinstrumente aus. Die Spannung bei den Schülern, welches Instrument sich für sie wohl am besten eignet, ist groß. Wer wohl die große Tuba bekommt?

Einbeck NEWS
Das Online-Nachrichten Portal für Einbeck
26. September 2015

Foto: O. Philipp

 

 

 

Schüleraustausch an der Paul-Gerhardt-Schule I Bürgermeister begrüßte polnische Jugendliche
20150926 Austausch PolenDassel. Herzlich willkommen geheißen im DasseIer Rathaus wurden jetzt 28 Schüler aus Warschau, die zurzeit im Rahmen eines Schüleraustausches mit der Paul- Gerhardt-Schule Dassel besuchen. Bürgermeister Gerhard Melching streifte dabei die Dasseler Stadtgeschichte und die Grafen von DasseI ebenso wie Herausforderungen, die Dassel angesichts des demografischen Wandels zu bewältigen hat. Zudem wurden Themen wie der Flüchtlingszustrom oder alternative Energieformen besprochen.
Die polnischen Jugendlichen, die die neunte Jahrgangstufe besuchen, sind in Familien der Neuntklässler der PGS untergebracht. Die Leitung des Austauschbesuchs haben auf deutscher Seite Veit Schomburg und Manuela Angerstein. Neben dem Empfang im Dasseler Rathaus stehen sportliche Aktivitäten, ein Besuch der Autostadt in Wolfsburg, Projektarbeit in der Schule zum Thema deutsch-polnisches Verhältnis, Stadtführungen in Göttingen und Hannover sowie Bowling auf dem Programm. Das Wochenende verbringen die Gäste aus Warschau in den Familien, und am Ende steht ein großer Abschlussabend in der PGS. Am kommenden Donnerstag reisen die Jugendlichen wieder zurück.
Beim Empfang punktete Bürgermeister Melching mit einer Übersetzungs-App, so dass er die Schüler in ihrer Muttersprache begrüßten konnte. Die Kommunikation werde dadurch leichter, sinnvoll sei es aber immer, Menschen anderer Länder mit ihren Gewohnheiten und Bräuchen kennenzulernen und sie zu respektieren.
Melching freute sich, dass die PGS seit Jahren den Schüleraustausch mit polnische Schülern organisiere - zumal das Verhältnis durch das Unrechtsregime der Nazis sehr gelitten habe. Bundeskanzler Willy Brandt hatte mit seiner symbolischen Geste, dem Kniefall in Warschau, die Möglichkeit zur Versöhnung geschaffen.
Kurz stellte Melching Dassel und seine Geschichte vor. Die rund 10.000 Einwohner zählende Gemeinde stehe angesichts des demografischen Wandels immer noch vor Herausforderungen. Die Geburtenrate habe sich halbiert, junge Menschen verließen die Stadt, weil sie keinen Arbeitsplatz finden, die Sterberate sei höher als die Geburtenrate gestiegen. Durch sinkende Einwohnerzahlen erhalte die Kommune weniger Geld vom Land, und es fehlten Steuereinnahmen. Es sei nicht gelungen, die weggebrochenen Arbeitsplätze in der Automobilzulieferindustrie adäquat zu ersetzen, räumte Melching ein.
Diskutieren wollten die Schüler nicht nur über Windkraftanlagen und Solarfelder, sondern auch über die aktuelle Lage in Bezug auf Flüchtlinge. Etwas mehr als 90 Flüchtlinge leben im Dasseler Stadtgebiet, verteilt auf Wohnungen im Bestand. Angekündigt wurde, dass Ende November das CVJM -Haus »Solling« als Außenstelle des Erstaufnahmelagers Friedland eingerichtet werden soll und damit Platz für rund 200 Flüchtlinge bietet. Dankbar war Melching für das ehrenamtliche Engagement, das Dasseler Bürger in der Flüchtlingsbetreuung zeigen. Wer dabei mitmachen will, kann sich in Dassel an Rudi Pfeiffer und in Markoldendorf an Uwe Jahns wenden.
Mit ersten Eindrücken wurden die polnischen Gastschüler in ihre Woche in Dassel  entlassen. >>Es ist schön hier«, stellte abschließend eine polnische Schülerin fest. Sts

Einbecker Morgenpost
26./27. September 2015

 

 

 

Feierliche Enthüllung I Kooperation verschiedener Akteure I QR-Code-Film I Informationen in Braille-Schrift

20150925 Tiedexer Tor 1Einbeck. Wie das Tiedexer Tor um 1520 ausgesehen hat, das zeigt ein Bronzemodell, das jetzt eingeweiht wurde. Zu finden ist es an der Tiedexer Brücke. Vom dortigen Standpunkt aus kann man die noch heute erhaltenen Teile der Stadtbefestigung sehen: die Katzen, die Stadtmauer und die Brücke. Das Modell des spätmittelalterlichen Tiedexer Tores ist eine Gemeinschaftsproduktion - dank derer wurde der Wunsch des Stadtarchäologen Dr. Stefan Teuber Wirklichkeit, ein Modell dieses stadtgeschichtlich interessanten Gebietes zusammen mit einer Schülergruppe anzufertigen und damit allen Interessierten einen Einblick in das Zusammenwirken von Tor, Brücke, Wohnen und Gewerbe im Spätmittelalter geben zu können.
Die Historikerin Dr. Annett Schulze von der Dasseler Paul-Gerhardt-Schule griff den Gedanken auf. In der Projektwoche der Schule 2014 machten sich zwölf Schüler an den Bau eines naturalistischen und eines Tonmodells. Schulleiter Gerhard Wittkugel lobte dann auch das gelungene Modell, bei dem durch das Zusammenwirken Vieler die Schüler mit der Hand bauen und mit einem Künstler, Geschichts- und Kunstlehrer sowie einem historisch Bewanderten arbeiten konnten. Auch Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek freute sich über die gelungene Kooperation, die das Bronzemodell möglich gemacht hat. Neben dem Modell findet sich zudem eine Infotafel über die Geschichte des Tiedexer Tores 1520, die sich in den PS-Pfad bestens einfügt. Über einen QR-Code ist zudem ein siebenminütiger Film abrufbar. Und am Bronzemodell befinden sich Hinweise für sehschwache Menschen in Brailleschrift.
20150925 Tiedexer Tor 2Das Modell fußt auf alten Plänen, korrigiert durch historische Funde, erklärte der Stadtarchäologe. Entstanden sei eine gelungene Rekonstruktion des Tiedexer Tores. Bei der Zusammenarbeit mit den Schülern habe auch er viel gelernt, sei immer wieder gefordert gewesen, ihre Detailfragen zu beantworten.
Beteiligt am Bau des Tores in der Projektwoche war der Künstler Mathias Rosenbusch aus Braunschweig. Er erläuterte den Werdegang bis zum Bronzemodell, das im Wachsausschmelzverfahren hergestellt ist. Und er kam auf die Idee des QR-Code-Films, der im Internet bereits jetzt abrufbar ist.
Das Tiedexer Tor war eins der wichtigsten Stadttore von Einbeck, es regelte den örtlichen Handels-und Fernhandelsverkehr. Mitte des 13. Jahrhunderts wurde mit dem Bau der Stadtmauer begonnen, kurz nach 1300 war sie fertiggestellt. Es gab fünf Stadttore mit Turm und Mauertürme. Im 14. Jahrhundert begann der Ausbau der Stadtbefestigung. Vor den Tortürmen wurden Zwinger und Torhäuser angelegt, zum Schutz der Stadtmauer vor direktem Beschuss wurde ein hoher Wall mit kleiner Brustwehr aufgeschüttet. Zwischen 1455 und 1466 wurde am Tiedexer Tor eine Bastion für Mörser, die Obere Katze, erbaut. Diese bestand ursprünglich aus drei gegen das Krumme Wasser vorspringende Bögen. Zugleich wurde vermutlich eine erste Steinbrücke über das Krumme Wasser gebaut. Beim Stadtbrand 1540 wurde die Obere Katze zerstört. 1593 wurde die Brücke wieder aufgebaut. Im Siebenjährigen Krieg wurden 1761 durch die Franzosen große Teile der Stadtbefestigung zerstört. Sie verlor ihre Funktion. Realisiert wurde das rund 17.000 Euro teure Bronzemodell durch die Paul-Gerhardt-Schule, die Kultur- und Denkmalstiftung des Landkreises, die Freunde und Förderer der Paul-Gerhardt- Schule, die Zukunftsstiftung Jugend, Umwelt und Kultur Einbeck, den Rotary Club Einbeck-Northeim, den Einbecker Geschichtsverein, die Kulturstiftung Kornhaus, die Sparkasse Einbeck und die Stadt Einbeck.
sts

Einbecker Morgenpost
25. September 2015

Fotos: Söckemann

 

 

 

Als Umweltschule in Europa I Auch BBS Einbeck dabei
Dassel/Einbeck. Für ihr besonderes Engagement in der Umwelterziehung bekommen 45 Schulen im Schulbezirk Braunschweig - darunter auch die Paul-Gerhardt-Schule in Dassel und die BBS Einbeck - den Titel »Umweltschule 2013-2015« verliehen, 23 davon am 30. September im Otterzentrum in Hankensbüttel.
Zwei Jahre lang arbeiten die Schulen im Projekt »Umweltschule« zu Themen wie Energie, Mobilität oder fairer Handel. Die Schüler gestalten das Schulgelände um, arbeiten in nachhaltigen Schülerfirmen oder entwickeln Ideen zu gesunder Ernährung oder globalem Lernen. Die Schulen planen ihr Vorgehen für diesen Zeitraum, führen ihre Vorhaben selbstständig aus und reichen eine Dokumentation ein. Beraterinnen und Berater der Niedersächsischen Landesschulbehörde stehen den Schulen unterstützend zur Seite.
Seit 20 Jahren ist das Projekt »Umweltschule in Europa/Internationale Agenda 21- Schule« ein attraktives und beliebtes Angebot für Schulen, die sich im Unterricht, Schulleben und Schulprofil an den Zielsetzungen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung orientieren und dies bei der Umsetzung vieler unterschiedlicher Projekte verdeutlichen. Die zahlenmäßige Entwicklung des niedersächsischen Netzwerkes »Umweltschule in Europa / Internationale Agenda 21-Schule« von 22 Schulen im Startjahr 1995 auf derzeit 342 Schulen kann als beispielhaft bezeichnet werden und verdeutlicht, dass die einmal ausgezeichneten Schulen sich in der Regel weiter beteiligen und sich mehr und mehr Schulen für eine Bildung hin zu einer nachhaltigen, zukunftsorientierten Entwicklung engagieren.
Für den Projektzeitraum 2013 bis 2015 können sich insgesamt 45 Schulen aus den Landkreisen Gifhorn, Wolfenbüttel, Helmstedt, Braunschweig, Wolfsburg, Salzgitter, Goslar, Osterode am Harz, Northeim und Göttingen über die Auszeichnung» Umweltschule in Europa/Internationale Agenda 21-Schule« freuen. Elf Schulen - darunter die Dasseler PGS – erhalten zudem eine Urkunde für herausragende internationale Zusammenarbeit mit Schulen oder Bildungseinrichtungen bei den jeweiligen Umweltschul-Projekten. 22 der 45 Schulen haben ihre Auszeichnung bereits vor kurzem im Heinz Sielmann Natur-Erlebniszentrum Gut Herbigshagen erhalten.
Neben der Präsentation der Schulprojekte steht für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch ein Rundgang durchs Otterzentrum auf dem Programm. Dabei lernen sie nicht nur den Lebensraum der Otter kennen, sondern erfahren unter anderem auch Wissenswertes über Baummarder, Nerze oder Dachse.
oh

Einbecker Morgenpost
25. September 2015

 

 

 

Unterkategorien