Bei der religiösen Erziehung in der Schule stehen heute die Begleitung des jungen Menschen zur Selbstentfaltung sowie die Ausprägung der Persönlichkeit im Mittelpunkt. Mit unserem ausdrücklichen diakonischen Ansatz, der sich in einer hervorragenden Zusammenarbeit mit dem „Evangelischen Internat“ im Hause auch und im Besonderen den benachteiligten Kindern und Jugendlichen zum Beispiel aus schwierigen Familienverhältnissen oder den Schülern und Schülerinnen mit Lernschwächen oder auch Hochbegabung zuwendet, geht es um eine Sensibilisierung für religiöse Fragen überhaupt, für den Geschenkcharakter des eigenen Lebens und der ganzen Schöpfung, Lebensfreude, eine Sensibilität für das Leiden anderer. Im Vordergrund steht eher ein Stillwerden, auch wohltuende Unterbrechung, ein „Atemholen für die Seele" im Schulalltag! Wichtig ist dabei das Ernstnehmen und Klären dessen, was dem Heranwachsenden wichtig und wertvoll ist. 

Weitere Beispiele für religiöse Erziehung als kommunikatives Handeln sind der im Schuljahr 2007/08 neu eingeführte einjährige Profilkurs Diakonie im Jahrgang 9 und Fahrten nach Taizé, sie gehören zum protestantischen Profil der Schule. Auch fächerübergreifende Projekte wie die künstlerische Gestaltung biblischer Geschichten oder das „Solidarität-Üben“ in Form von Projekten zugunsten unserer Partnerschule in Kenia sind nur einige Beispiele gelebten religiösen Lebens an unserer Schule. Nicht zuletzt sind auch unsere Schulgottesdienste und Andachten an den Schnittstellen schulischen Lebens eine gute Gelegenheit gemeinsam zu feiern. Die Sehnsucht unserer Schüler nach einem menschenwürdigen Leben wach zu halten wird auch in Zukunft der Ansatzpunkt religiöser Erziehung an unserer Schule sein, indem wir Mut machen, mit Herz, Hand und Verstand präsent zu sein. Zudem wird christlicher Glaube im täglichen Miteinander an Schule und Internat erfahrbar und greifbar in vielen kleinen und alltäglichen Situationen.
Im Folgenden sollen Unternehmungen und Initiativen der vergangenen Schuljahre aufgeführt werden:

  1. Schulseelsorge
  2. Vorbereitung und Durchführung von Andachten
  3. Vorbereitung und Durchführung von Schulgottesdiensten am Anfang des Schuljahres, am Reformationstag oder Buß- und Bettag, am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien, am letzten Schultag vor den Osterferien, zur Entlassung der Abiturienten, am Ende des Schuljahres
  4. Betreuung des Sozialprojekts Kl. 9
  5. Diakonie-Austausch mit Polen in Klasse 10
  6. Arbeitstagungen (LK - und GK- Bereich), z. B. in Zusammenarbeit mit dem Landsschulpfarramt Hannover (P. Drewes)
  7. Teilnahme am Deutschen Evangelischen Kirchentag
  8. Exkursionen (z. B. ins Kloster Amelungsborn, Taize): 7 a besucht Einbecker Tafel - ein Artikel über die "Gelebte Nächstenliebe".
  9. Organisation von Vortragsveranstaltungen (z. B. mit dem Weltanschauungsbeauftragten der Landeskirche), Theaterstücken
  10. Teilnahme an Schülerwettbewerben (z. B. dem Wettbewerb „Protestantische Profile“, dem Wettbewerb „Christliche Feste“, dem Wettbewerb „Fremde Religionen in unserer Nachbarschaft“ oder dem Wettbewerb „Projekt Diakonie“)
  11. Betreuung von Patenkindern
  12. Veranstaltungen zur Kirchenpädagogik (in Zusammenarbeit mit Frau Hecke-Behrends)
  13. Profilkurs Diakonie in Jg. 9.